Wege für Feinschmecker

SÜßSPEISEN AUS UMBRIEN

Typische Süßspeisen aus Umbrien: ob sie an eine bestimmte Jahreszeit oder Feiertage gebunden sind oder einfach zur Tradtition gehören, man muss sie einfach probieren, um die Region so richtig kennenzulernen. 

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Die kulinarische Tradition Umbriens hat uns zahlreiche köstliche Rezepte geschenkt, davon sind einige für bestimmte Gegenden, andere für bestimmte Jahreszeiten oder Festlichkeiten typisch. Wir begleiten Sie nun auf einer Reise durch die süßen Köstlichkeiten der Region Umbrien.

In der Weihnachtszeit gibt es besonders viele typische Süßspeisen. Das  Pampepato ternano (Pfefferbrot aus Terni) ist besonders geschätzt wegen der Verbindung des bitteren  Aromas der Schokolade, der Süße des Honigs und der kandierten Früchte und des intensiven Geschmacks der Nüsse (Walnüsse, Mandeln, Pinienkerne, Haselnüsse) und der Gewürze (Muskatnuss, Zimt und Pfeffer). In der Gegend von Perugia werden dagegen die sogenannten Pinoccate zubereitet, eine Art Plätzchen in Rautenform aus Zucker und Pinienkernen, die weiße Sorte mit Vanille die dunkle Sorte mit Schokolade. Eine weitere Weihnachtsspezialität aus Perugia sind die Pinolate – ein rundes trockenes Gebäck mit Mandeln und Pinienkernen – und der sogenannte Torciglione, einem trockenen Gebäck in Form einer zusammengerollten Schlange aus Mandeln. In der Gegend von Spoleto findet man in der Zeit vom Herbst bis Januar die Attorta oder den Serpentone, ein spiralförmiges Gebäck aus Blätterteig, das mit Äpfeln, Kakao und Walnüssen gefüllt ist. In der Gegend von Assisi, Spello und Foligno gibt es eine ähnliche Spezialität, die „la Rocciata" heißt. Im Unterschied zur Attorta ist die Form anders und die Zugabe von Feigen, Pflaumen, Haselnüssen, Mandeln und Pinienkernen. In Deruta und Torgiano gehören zu Weihnachten die Pammelati dazu, ein Gebäck aus Paniermehl, Walnüssen, Zimt, Honig, Orangenschalen und Pinienkernen.

Typisch für die Gegend von Todi und Orvieto sind die sogenannten Maccheroni dolci (Süße Makkeroni), die am Vorabenden von zwei wichtigen Feiertagen zubereitet werden, vor Allerheiligen und an Heiligabend. Die Zubereitung ist wie für ein normales Nudelgericht, statt Öl oder Käse benutzt man aber Honig und Haselnüsse. An Allerheiligen werden in Perugia die typischen „Fave dei morti" oder „Stinchetti" zubereitet, eine Art Plätzchen aus Mandeln. Dabei gibt es eine weichere und eine knusprigere Variante.

 

Jedes Jahr am 29. Januar sind die Schaufenster aller Konditoreien und Bäckereien in Perugia voller ringförmiger Kuchen, dem Torcolo die San Costanzo. Dieses einfache süße Brot mit Rosinen und kandierten Früchten wird jedes Jahr zu Ehren des Schutzpatrons der Stadt hergestellt.

 

Die bekannteste Karnevalsspezialität sind die sogenannten Frappe: ein Teig aus Eiern, Mehl, Butter, Zucker und Backpulver, der in Streifen geschnitten, in kleine Knoten geformt und dann in heißem Öl frittiert wird. Eine weitere Spezialität heißt je nach Gegend Strufoli oder Castagnole. Es handelt sich um frittierte runde Bälle unterschiedlicher Größe, die entweder mit dem Likör Alchermes getränkt oder mit Honig übergossen werden. Eine weitere Karnevalsspezialität ist die sogenannte  Cicerchiata umbra, ein sehr altes Rezept mit einfachen Zutaten, wie Mehl, Öl und wenig Zucker. Der einzige „Luxus" dieses Rezepts ist der Honig und die bunten Zuckerkügelchen die darüber gestreut werden. Der Name Cicerchiata stammt von Cicerchia, einer Hülsenfrucht, die der Kichererbse sehr ähnlich ist und an deren Form das Gebäck erinnert.

In der Osterzeit ist das berühmteste süße Gebäck die sogenannte Ciaramicola, ein roter Kuchen in Kringelform, bedeckt mit einem weißen Zuckerguss und bunten Zuckerkügelchen.

Das ganze Jahr über findet man dagegen die Tozzetti, ein trockenes Gebäck mit ganzen Mandeln, das typischerweise in den süßen Likörwein Vinsanto getunkt wird.