Der Ursprung dieses typischen Karnevalskuchens scheint auf die Saturnalien zurückzugehen, ein römisches Fest, das dem Gott Saturn gewidmet war und durch reichhaltige Festmahle und den Austausch von Geschenken gekennzeichnet war. Während der Feierlichkeiten wurden frictilia hergestellt, Süßigkeiten, die der Frappe sehr ähnlich sehen und die der römische Schriftsteller und Koch Apicius in De re coquinaria als "Krapfen aus Eiern und Dinkelmehl, die in kleine Stücke geschnitten, in Schmalz gebraten und dann in Honig getaucht werden" beschreibt.
Auch heute noch besteht das Rezept für Frappe aus wenigen Zutaten wie Eiern, Mehl, Butter und Zucker, die einen Teig bilden, der nach alter Tradition gebraten oder im Ofen gebacken wird, wenn man eine leichtere Variante bevorzugt.
Der Zauber der Frappe liegt jedoch in ihrer Form, die sich aus einfachen Teigstreifen in Knoten, Schleifen und Schmetterlinge verwandeln lässt. Honig, Puderzucker oder auch einfacher weißer Zucker versüßen das Gericht, das, als ob es den Geist des Karnevals verkörpern würde, mit einem fröhlichen Spritzer Alchermes aufgepeppt werden kann.
