Wege des Glaubens

Weg der Heiligen Frauen

Weg der Heiligen Frauen: vom Norden in den Süden Umbriens entlang der Lebensmittelpunkte und Zeugnisse von Heiligen und Seligen

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Außergewöhnliche Geschichten, Gebäude, wertvolle Gemälde aber auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs: Man muss näher herankommen, um die spirituellen Erfahrungen, die diese Orte noch immer ausstrahlen, wieder aufleben zu lassen. 
Der Weg ist eine Hommage an die Heiligen Frauen, denen Johannes Paul II mit der Mulieris Dignitatem die Hauptverantwortung für den Frieden und den Dienst am Leben und an der Nächstenliebe zugeschrieben hat.
In Umbrien sind Heilige – und seit Jahrhunderten überlieferte blühende Mythen über sie – anzutreffen, von deren Leben und Zeugnis man sich auf dem Weg zu sich selbst inspirieren lassen kann. Man startet im Norden Umbriens  und setzt die Reise Richtung Süden fort. In Città di Castello sind die Spuren der Hl. Veronika Giuliani (Kapuzinerkloster Santa Chiara), deren Bund mit Christus in den Stigmata Gestalt geworden ist, und der seligen Margherita (Kirche San Domenico), die ihre körperlichen Leiden in intellektuelle und spirituelle Fülle umgewandelt hat,  zu finden. In Perugia hingegen trifft man auf die Spuren der seligen Colomba von Rieti (ehemals Kloster Sankt Peter und Kirche San Domenico), die es dank ihrer Fähigkeiten als Visionärin und Wunderseherin verstand, sich in einer von unzähligen Kämpfen geprägten Zeit für den Frieden der Stadt einzusetzen. Ein Stück weit östlich von der Mitte Umbriens findet man einige der wichtigsten Zeugnisse. Neben der Hl. Klara von Assisi (Porziuncola, Kloster San Paolo delle Badesse, San Damiano, Baslika zur Hl. Chiara), die als Jugendliche ihre Heimat verließ, um dem Hl. Franziskus und seinem Leben zu folgen. Man legt den Weg dreier Persönichkeiten zurück, die unterschiedliche, in der christlichen Perfektion jedoch trotzdem sehr ähnliche Lebenswege beschritten haben: die selige Angela von Foligno (Basilika Superiore, Kirche zum Hl. Matteo, Kloster San Bartolomeo di Merano), die selige Angelina von Montegiove (Kloster zur Hl. Anna) und die Hl. Klara von Montefalco (Kirche zum Hl. Giovanni Battista, Kirche Santa Croce).
Auf den Hängen des Apennin zwischen Umbrien und den Marken werden besonders die Hl. Rita aus Cascia (Kloster Santa Maria Maddalena, Roccaporena, Wallfahrtsort zur Hl. Rita, Stift Santa Maria), die als "Heilige der unmöglichen Dinge" gilt, und die Hl. Scholastika von Nursia (Kirche San Benedetto, Kirche Santa Scolastica und Abtei St. Peter in Perugia), die den Benediktinerorden für Frauen gegründet hat, verehrt. Die letzte Wegstrecke führt nach Narni, wo die selige Lucia (Kirchen Sant'Agostino und Santa Maria Maggiore) geboren wurde. Diese Frau war bereits in jungen Jahren auf mystische Art und Weise mit Christus verbunden.