Narni

DAS FORMINA-AQUÄDUKT

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Das mit „Formina" bezeichnete römische Aquädukt ist ein ausgedehntes Netz von unterirdischen Stollen und Gängen, die im 1. Jh. nach Christus unter der Herrschaft des Tiberius geschaffen wurden, das Jahrhunderte lang die Wasserversorgung der Stadt Narni und der gesamten Umgebung gewährleistet hat.


Das bis ins Jahr 1924 in Betrieb gebliebene Aquädukt ist etwa 13 km lang und besitzt ein konstantes Gefälle. Teilweise aus Mauerwerk und teilweise in Stollen unter den Bergen gebaut, windet es sich entlang der Hänge der Hügel, durchquert drei Berge mit ebenso vielen Durchbrüchen und überquert mittels Brücken einige Wasserläufe. Von sechs Quellen gespeist, erstreckt es sich von Sant'Urbano, indem es die Altstadt durchquert und endet im großen Verteilerbecken.

Die Cardona-Brücke längs seines Verlaufs wurde vom Militärischen Geographischen Institut zum Zentrum Italiens erklärt, da sie sich im gleichen Abstand zum Norden und Süden und zum Osten und Westen Italiens befindet.

Das Formina-Aquädukt kann in einem 700 Meter langen Stollen, der durchschnittlich 45/50 m breit und zwischen 170 und 250 cm hoch ist, besichtigt werden. Die Decke ist zum großen Teil durch das Vorliegen von blendend weißen, beeindruckenden Stalaktiten gekennzeichnet. Der Gang endet in einem aus dem Gestein gehauenen 18 Meter tiefen Brunnenloch, von dem aus man über eine steile Wendeltreppe wieder an die Oberfläche gelangt.