Castiglione del Lago

Rocca del Leone

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Fremdenverkehrsamt
Piazza Gramsci 1 - 06061 Castiglione del Lago
info@iat.castiglione-del-lago.pg.it

Datierung: 20. Jh
Derzeitige Verwendung: Amphietheater
Eigentum: Öffentliches

Im Wohngebiet von Castiglione del Lago gelegen, dominiert Rocca del Leone den westlichen Teil des Ortes, der sich bis zum Trasimener See erstreckt.


Der Einfluss des Gebäudes auf das Ortszentrum hat wahrscheinlich auch den Ursprung seines Namens bewirkt, der durch eine Lautfusion vom originalen Namen des Schlosses, Castello del Leone (Schloss des Löwen) zu Castillonem, und dann Castiglione wurde. Die derzeitige Struktur der Festung weist eine unregelmässige pentagonale Form mit einer mit guelfischen Zinnen versehenen Mauer auf, welche an den Hauptecken von vier Türmen geschützt wird; ein eindrücklicher dreieckiger Zwinger (mehr als 30 Meter hoch) ist im Inneren des Mauergürtels positioniert.

 

Die Arbeiten für den Bau wurden Anfang des 12. Jh. begonnen, als Kaiser Friedrich II von Schwaben, um es in sein zentrales Verteidigungssystem einzugliedern, von Apulien ganz Italien durchquerte.

Während des Krieges zwischen Perugia und Arezzo Ende des 11. Jh. wurde das vorher existierende Castello del Leone von Heinrich IV von Franken zur Ruine gemacht und im Laufe des Jahres 1297 hatten die Richter aus Perugia beschlossen den Ort zu befestigen und eine Festung im Inneren des Schlosses zu bauen.

Die Eingriffe ermöglichten die Verwirklichung der wunderbaren Festung.

Während des 4. Jh. wurden einige Eingriffe durch den Mönch Elia Coppi da Cortona und dem Architekten Lorenzo Maitani aus Siena vorgenommen. Wie alle Schlösser von strategischer Bedeutung erlitt die Festung während des 14. Jh. und 15. Jh. verschiedene Angriffe, bis Giampaolo Baglioni dort 1503 seinen Wohnsitz wählte und in der Folge die Restaurierung des Komplexes veranlasste.

Es wurde ein weiterer Mauerteil errichtet, der zum Teil noch sichtbar ist und der vom Palazzo wegging und bis in die Nähe des Zwingers (Mastio) führte. Es bestand ein Zugangssystem, das aus Holzstiegen bestand, welche sich auf Treppenabsätze stützten, die im Fall eines Angriffes hochgezogen wurden.

Nach den zusätzlichen Eingriffen und dank des inneren System des Zwingers (Mastio) galt es als eines der am schwersten einzunehmenden europäischen Schlösser im 16. Jh.

Im Jahre 1550 hat Papst Julius III zum Marquisentum erhoben und es in die Jurisdiktion der Schwester und des Neffen Ascanio I Della Corgna gegeben.

Im Jahr 1554 sorgte Ascanio I dafür im Inneren des Mauerrings eine Serie von Gärten „all'italiana", italienische Gärten anzulegen und die beiden Türme mit zylinderförmiger Bastion zu ersetzen, da die Rundfläche, nach dem Verschwinden der Kanonen, mehr Sicherheit bot. Zusätzlich ließ er den herrschaftlichen Palast erbauen indem er Gebäude aus dem 14. Jh., wahrscheinlich nach Plänen des Vignola, restaurieren ließ.

Die Festung blieb Eigentum der selben Familie bis zum Tod von Fulvio II im Jahr 1647 und kam dann unter die Jurisdiktion der Apostolischen Kammer und seit 1860 ist sie im Eigentum der Gemeinde von Castiglione del Lago.

Literaturverzeichnis:
AA. VV. (1992), Guide De Agostini – UMBRIA, Novara, Istituto Geografico De Agostini
AA.VV. (2004), Umbria - Piccoli Centri della Provincia di Perugia, Cannara (PG), Arti Grafiche Antica Porziuncola
Amoni D. (2000), Castelli Fortezze e Rocche dell'Umbria, Ponte S. Giovanni (PG), Quattroemme