Massa Martana

Kirche von Santa Maria in Pantano

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Die schöne Kirche von Santa Maria in Pantano errichtet sich gleich außerhalb des Orts Massa Martana, in der Nähe der antiken Römerstraße Flaminia.
 

Die Fassade des Gebäudes zeigt einen sehr einfache quadratische Anlage ohne Giebel, die von einem Spitzbogentor gekennzeichnet ist (mit abwechselnd roten und weißen Bruchsteinen) und einer großen Rosette in der Mitte.
Leider, da sie nachfolgend erbaut wurde, neigt sie sich etwas in Richtung Straße.
Auf der einen Seite der Kirche, und besonders auf der rechten Seite der Kirche, kann man abwechselnd zu einem Streifen mit Ziegelsteinen, ein Wandfläche in opus reticulam bemerken, während der Bereich der Apsis durch einen opus spicatam zu erkennen ist. Beide Mauerwerke sind auf das römische Zeitalter oder die Spätantike zurückzuführen.
Außen, neben dem Bereich der Apsis, befindet sich der Glockenturm mit quadratischem Grundriss, der sich im oberen Teil, von zwei überstehenden Pechnasen gestützt, erweitert. Darüber ragt ein doppelter Glockengiebel hervor.
Die Kirche, mit rechteckigem Grundriss, ist in drei Kirchenschiffe eingeteilt, mit je vier Spannweiten und endet mit einer einfachen halbrunden Apsis. Die Decke besteht aus einem Sparrendach aus Holz mit Rundbögen.
Weitere Bauwerke, die einst Teil des Benediktinerklosters waren, befinden sich um die Kirche herum. Es herrschen viele Vermutungen über das Zeitalter des Baus der Kirche, der Tradition nach wurde sie im 5. Jh. von einem römischen General (magistermilitum) mit dem Namen Severo über einem antiken heidnischen Tempel der nahen Ficus ad Martis errichtet.
Einige Gelehrten hingegen behaupten, das Gebäude wäre aus dem 7. bis 8. Jh und wurde mit Materialien aus vorher bestehenden Wachposten (statio), auch aus der römischen Zeit, die zur Verteidigung der Stadt Todi dienten, erbaut.
Dieser antiken Struktur wurde dann die Apsis und das Presbyterium angebaut.
Sicher ist, dass die ursprüngliche Struktur der Kirche im Lauf der Jahrhunderte viele Veränderungen erlebt hat: Zwischen dem 10. und 11. Jh. wurde das Innere, das ursprünglich nur aus einem Kirchenschiff bestand, komplett erneuert.  
Ab dem 12. Jh. ist die Kirche unabhängig von der Abtei von Farfa, an die sie im Jahr 1110, gemeinsam mit umliegenden Gebieten,  vom Grafen Rapizzone überlassen wurde. Ende des 14. Jh. werden weitere Teile hinzugefügt, wie vor allem im Tor und der Fassade, während im 15. Jh. der Glockenturm gebaut wird, der anfänglich zu Verteidigungszwecken diente.

 

Literaturverzeichnis
Sperandio B. (2001), Chiese Romaniche in Umbria, Perugia, Quattroemme.