Città di Castello

Kirche des heiligen Franziskus

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Die 1291 geweihte Kirche des heiligen Franziskus erlitt im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Änderungen und Erweiterungen. 

Der durch ein Erdbeben zerstörte Kirchturm wurde 1452 wieder aufgebaut. Das Innere der einschiffigen Kirche wurde zwischen 1707 und 1727 vollständig neu konstruiert. Die Stuckarbeiten stammen von Antonio Milli, während die Medaillions des Gewölbes, die den heiligen Franziskus, den heiligen Antonius und den heiligen Giuseppe da Copertino, darstellen von Lucantonio Angiolucci aus Città di Castello stammen.
Beim Eintritt in die Kirche ist hinten links die Cappella Vitelli zu bewundern, welche gegen Mitte des 15. Jh. von Giorgio Vasari erbaut wurde, nach Auftrag der Marchesa Gentilina Della Staffa Vitelli, Mutter von Paolo und Chiappino, die hier gemeinsam mit Nicolò Vitelli, dem "Vater der Heimat", verstorben am 6. Januar 1486, beigesetzt sind. Vom selben Vasari stammt auch die große Tafel, welche die Krönung der Jungfrau darstellt.
Auf den Seiten der Kapelle befinden sich die Gestühle eines Chors aus dem 16. Jh., der mit feinen Intarsienarbeiten und Chinazeichnungen, die lokalen Künstlern  zugeschrieben werden, ausgestattet sind, die diese nach Vorlagen des Raffaels ausführten. Das Schmiedeeisengitter ist ein Werk des Meisters Pietro Ercolano, aus Città di Castello, aus dem Jahre 1567. Weiter links befindet sich eine Terrakottaform der Schule des Della Robba, welche einen "heiligen Franziskus darstellt, der die Wundmale erhält"; das Bild gegenüber zeigt den "Märtyrtod des heiligen Bartolomeo" und stammt von Giovan Battista Pacetti, genannt "Lo Sguazzino" geboren in Città di Castello im Jahre1593.
Auf dem Altar des heiligen Josef, welcher der Familie Albizzini gehört, wo jetzt eine  Kopie ist, befand sich die von Raffael 1504 gemalte "Hochzeit der Jungfrau", welche 1798 von General Lechi, Kommandant der napoleonischen Truppen, entwendet wurde. Seit 1805 hängt das Gemälde in der Pinakothek von Brera in Mailand. In der Kirche bewahrte man außerdem ein Gemälde des Luca Signorelli "Die Verehrung der Hirten" auf, das sich heute in der National Gallery" in London befindet.
Der monolithische Hauptaltar des 14. Jh. ist dem tüchtigen Marmorhandwerker Pater Beato Giacomo zugeschrieben worden. In der Apsis ist ein schönes nusshölzernes Chorgestühl aus dem 18. Jh. angebracht. Im Becken der Apsis wurde ober dem hölzernen Chor 1763 eine große mechanische Orgel gestellt, die noch heute für die Ausführung von Konzerten verwendet wird.

 

 

Fonte: IAT Città di Castello