Spoleto

Albornoz Festung von Spoleto

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Die Festung von Spoleto thront auf der Spitze des Hügels Sant´Elia. Einst diente sie vielen wichtigen Persönlichkeiten als Wohnsitz und verdankt es Matteo Gattapone, bedeutender Architekt aus dem 14. Jh., dass sie auch heute noch als Juwel der Stadt angesehen ist.
Sie wurde im Auftrag des Kardinals Egidio Albornoz ab dem Jahre 1359 erbaut. Die Planimetrie ist rechteckig mit sechs vorspringenden Türmen, der Innenbereich besteht aus zwei Höfen, die durch einen Gebäudekörper getrennt sind. Im Norden befindet sich der Waffenhof, der für militärische Funktionen gedacht ist, im Süden der Empfangshof, der eine repräsentative Funktion innehatte.
Bis zur Hälfte des 18. Jh. beherbergte die Festung die päpstlichen Gouverneure und die wichtigsten Persönlichkeiten der damaligen Epoche. 1499 gastierte doch auch Lucrezia Borgia als Gouverneurin des Herzogtums. Im Laufe des 16. und 17. Jh. gab es eine Zeit des großen Verfalls. Von 1764 an, als die Gouverneure lieber in das Innere der Stadt umzogen, begannen die ersten Umbauten an der Originalstruktur. 1817 wurde sie zum Kerker und das große Aufkommen an Gefangenen führte zum Bau eines weiteren Gebäudeteils. Der Kerker bestand bis zum Jahr 1983, danach wurde dieser einer umfangreichen Restaurierung unterzogen, die den alten Glanz wieder zu Leben erweckte.
Die Restaurierung hat verschiedene Zeugnisse der Malerei aus dem späten 14. bis 18. Jahrhundert zu Tage gefördert. Im Inneren des Hauptturms befindet sich die Camera Pinta, die in den Jahren 1392 bis 1416 mit Fresken mit Szenen aus dem Hofleben und der Ritterzeit ausgestattet wurde.
Um den Empfangshof befindet sich noch ein zweireihiger Laubengang, komplett aus Tonsteinen, der zahlreiche Fresken mit zeremoniellen Motiven aus dem 16./17. Jh. beherbergt, wie auch der Empfangssaal. Im Inneren des Hofs befindet sich ein Renaissance-Brunnen, der von zwei Pilastern mit Konsolen umgeben ist und auf dem Stützbalken das Wappen von Papst Nikolaus V. trägt. 
Von den umlaufenden Wegen aus hat man eine tolle Aussicht auf Spoleto, auf den südlichen Teil der Valle Umbra und auf Monteluco.
Neben ihrer historischen Wertigkeit besitzt die Festung auch eine kulturelle Wertigkeit. Im Inneren befindet sich nämlich das Nationalmuseum des Herzogtums von Spoleto mit Gegenständen aus den umliegenden städtischen Sammlungen