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Musa – Museo dell’Accademia delle Belle Arti di Perugia

Musa - Museum der Akademie der Schönen Künste von Perugia


Das Museum der Akademie der Schönen Künste "Pietro Vannucci" in Perugia, das sich im ehemaligen Kloster San Francesco al Prato befindet, ist eine Schatzkammer an Meisterwerken, die durch ihren Reichtum erstaunt. 
Die Sammlung, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann, umfasst über tausend Werke, die in der Gipsfigurensammlung und in der Gemäldegalerie ausgestellt sind, sowie über achtzehntausend künstlerische Grafiken, die im Kabinett für Zeichnungen und Drucke aufbewahrt werden.
Besuchen Sie die Gipsoteca (Gipsfigurensammlung) mit etwa 600 Abgüssen von berühmten skulpturalen Werken: Von hier aus entstand der erste Kern des Museums mit den monumentalen Abgüssen von Michelangelo (Aurora, Giorno, Crepuscolo, Notte) und denen der Medici-Kapelle von Florenz im Komplex der Basilika San Lorenzo, die im 16. Jahrhundert von Vincenzo Danti aus Perugia angefertigt und gestiftet wurden.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Sammlung auch durch Spenden von Behörden, Privatpersonen und insbesondere von Künstlern und Wissenschaftlern bereichert, bis sie zu einer Sammlung von großem künstlerischem und historischem Wert wurde: die, die Sie heute nach einer kürzlich beendeten Renovierung bewundern können. Die Nachbildungen des Diskobolos, des Apollo von Belvedere, des Pastorello von Bertel Thorvaldsen, des monumentalen Herkules Farnese und der Laokoon-Gruppe ziehen unter Ihrem Blick vorbei.
Beim Anblick der einzigen Gipsversion der Marmorskulptur „Drei Grazien“ werden Sie aus dem Staunen nicht herauskommen. Diese ist eines der wichtigsten Werke des großen venezianischen Künstlers Antonio Canova, einem der größten Vertreter des Neoklassizismus. Der Bildhauer, der 1812 die Leitung der Akademie abgelehnt hatte, fühlte sich verpflichtet das kostbare Artefakt später der Universität zu schenken.


In Wirklichkeit wurde die berühmte Marmorgruppe von Canova in zwei identischen Versionen hergestellt, die erste für Joséphine de Beauharnais, die Frau von Napoleon Bonaparte, die in der Eremitage Sankt Petersburg ausgestellt ist, und die zweite für den Herzog von Bedford, die derzeit in J. Paul Getty Museum in Malibu, Kalifornien aufbewahrt wird und deren perfekte Kopie diejenige ist, die Sie vor sich haben werden.
Ebenfalls von Canova kann man einen imposanten Abguss mit muskulösen Formen bewundern, den Boxer Damosseno, der seine Brust mit dem linken Arm schützt, während er mit dem anderen Arm einen kräftigen Schlag ausführt; auch Kopien einiger Werke des Ateliers der Della Robbia, dürfen nicht fehlen (eine Krippe und eine Krönung der Jungfrau).
Ebenso bietet die Gemäldegalerie mit 430 Werken unerwartete Schönheiten, wie das Selbstporträt mit Papagei von Mariano Guardabassi und die Gemälde von Annibale Brugnoli, Domenico Bruschi, Armando Spadini, Mario Mafai, Gerardo Dottori. Im Besonderen verpassen Sie nicht das Ölgemälde auf Leinwand "Pesca a Fano", das der berühmte umbrische Künstler Alberto Burri 1947 gemalt hat, ein Jahr nachdem er das Gefangenenlager von Hereford in Texas verlassen hatte.
Sehr wertvolle grafische Werke erwarten Sie schließlich im Kabinett Zeichnungen und Graphiken, zu denen unter anderem Werke von Giovanni Battista Piranesi und Jean-Baptiste Wicar gehören.
Die Akademie der Schönen Künste ist dem großen Künstler Pietro Vannucci, auch Perugino genannt, gewidmet. Sie ist Förderer und Hüter des reichen Kulturgutes des MUSA, das als eine Fundgrube an Kultur und Geschichte zum Entdecken einlädt. Im Jahr 1573 wurde die Akademie von einer Gruppe von Malern und Architekten ins Leben gerufen, die der von Cosimo I. de’ Medici in Florenz gegründeten Institution nacheifern wollten. Sie ist die zweitälteste Akademie Italiens.

Für Informationen:
Museo dell’Accademia delle Belle Arti Pietro Vannucci, Piazza San Francesco al Prato 5, 02012 Prato PG
Telefon: 0039 199 151123 (Museumssystem)
Geöffnet: Freitag, Samstag und Sonntag von 11.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr 
An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist gemäß Covid-Bestimmungen der Einlass nur mit einer obligatorischen Reservierung möglich, die 24 Stunden im Voraus an folgende Adresse gesendet werden muss:
musa@sistemamuseo.it

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