San Gemini

Abtei von San Nicolo

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Die Kirche befindet sich außerhalb von Porta Romana, in unmittelbarer Nähe der Stadtmauern von San Gemini, an einem Ort, der als "fico nero" (schwarzer Feigenbaum) bezeichnet wird. Sie hat drei Schiffe, die durch Rundbögen getrennt werden, welche bis zur quadratischen Apsis reichen; Pfeiler und Säulen sind entweder mit herrlichen Kapitellen versehen oder stützen die Bögen ab. Das Dach ist aus hölzernen Sparren gefertigt. 
Auf der einfachen Fassade aus dem XII. Jahrhundert öffnet sich das Architravportal mit darüberliegender Lünette und Rosette; auf der rechten Seite befindet sich der Glockenturm, der am Endteil in einen Glockenstuhl mit Doppelgewölbe ausläuft.
Das kostbar dekorierte Portal ist eine Nachbildung (vom Bildhauer Fernando Onori ausgeführt) des ursprünglichen Portals, das derzeit im Metropolitan Mueseum in New York aufbewahrt wird.
Im Inneren, das im Apsisbereich mit Fresken des 13. Jahrhunderts versehen ist, welche die Madonna auf dem Thron und Gregor den Großen darstellen, werden Marmorfragmente  geflügelter Figuren aufbewahrt, die vielleicht aus einem Sarkophag und einem Ziborium stammen.
Die Kirche geht auf das XI. Jahrhundert zurück. Sie wurde nach und nach mit vielen Reichtümern ausgestattet und erweiterte ihren Einflussbereich bis zum Beginn des XIII. Jahrhunderts. Nach den beträchtlichen Schäden, die sie zwischen 1228 und 1239 durch Friedrich den II. erlitt, wurde sie wieder aufgebaut, wobei die ursprüngliche Anlage tiefgehend verändert wurde. Der Chorraum wurde erweitert, die Fassade und der Glockenturm wurden errichtet, die halbkreisförmige Apsis wurde in ein Quadrat abgeändert und wurde so zur Verlängerung der Schiffe.
Zu Beginn des XVI. Jahrhunderts begann die Zeit des Verfalls der Abtei; um das Jahr 1800 war sie teilweise eingestürzt, und in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts war das Dach vollständig eingestürzt und der Eingang zugemauert und ohne Hauptportal.
Im Jahr 1958 wurde die Kirche im Zuge umfassender Renovierungsarbeiten der Gemeinde wiedergegeben.


Bibliografie
Santini L. (1998), Guida di Terni e del ternano, Ponte S. Giovanni (PG), Quattroemme 
Sperandio B. (2001), Chiese romaniche in Umbria, Ponte S. Giovanni (PG), Quattroemme