Scheggia e Pascelupo

Scheggia, zwischen Geschichte und Natur

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Scheggia, einst Ad Ensem, war eine wichtige mutatio, d. h. Tauschstation, in der Nähe der Konsularstraße Via Flaminia

Während der Kriege zwischen den Goten und den Byzantinern (532-552 n. Chr.) wurde sie vollkommen zerstört, jedoch bald von den Byzantinern wieder aufgebaut, um den Angriffen der Langobarden entgegenzuwirken. Aus den Ruinen der stazio wurde so das Castello di Luceoli erbaut, dessen Ursprünge auf den Anfang des 11. Jh. zurückgehen. Das neue Zentrum wurde von den Einwohnern der Ortschaft, die sprachlich noch unter dem Einfluss der griechischen Sprache standen, Schiza genannt.

 
In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde Scheggia dem Gebiet von Gubbio zugeordnet, stand unter der Herrschaft des Herzogtums Urbino und dann unter jener des Kirchenstaats, der vom 15. Jh. bis zur Einheit Italiens regierte. 1871 wurde sie mit Pascelupo zu einer einzigen Gemeinde zusammengelegt.
Scheggia wurde zum Mittelpunkt des Kults der Anbetung von Giove Pennino (Iuppiter Poeninus) in einem berühmten Tempel in der Nähe der Ortschaft, von dem jedoch trotz der zahlreichen und wichtigen archäologischen Funde in der Gegend keine Zeugnisse übrig sind.
Das reizende Zentrum mitten im Parco del Monte Cucco ist reich an Geschichte: vom Stadtturm aus dem 14. Jh., dem einzigen Tor des antiken Schlosses, das bis heute erhalten werden konnte, bis hin zur Kirche Sant´Antonio Abate (1665); von der Pfarrkirche der Heiligen Filippo und Giacomo (16. Jh.), die wertvolle Werke beherbergt, bis hin zur Kirche von Monte Calvario (17. Jh.), die über der Ortschaft thront.