Acquasparta

Palazzo Cesi

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Unter allen Besitztümern der Adelsfamilie Cesi ist die Residenz in Acquasparta sicherlich die berühmteste und wichtigste.


Sie wurde im Ortszentrum errichtet. Gian Giacomo Cesi und seine Frau Isalbella di Alviano erhielten 1540 von Pier Luigi Farnese das Lehnsgut von Acquasparta im Tausch gegen das Lehnsgut von Alviano. Zehn Jahre später besitzt die Familie schon einen ansehnlichen Wohnsitz, beschließt aber trotzdem ihn auszubauen und in einen herrschaftlichen Palast zu verwandeln. Der Ausbau wird 1561 dem Architekten Giudetto Guidetti aus Florenz anvertraut, der dann anschließend von dem Mailänder Giovan Domenico Bianchi vertreten wird. Der Umbau des Palastes endet 1579, mit der Heirat von Federico Cesi, Enkelsohn von Gian Giacomo, und Olimpia Orsini.

Federico zieht sich, enttäuscht vom Verhalten des Vaters, 1604 in diese Mauern zurück.  Der Vater hatte nicht sehr verständnisvoll und tolerant auf die Aktivitäten des Sohnes reagiert, der gemeinsam mit Freunden, einige Monate zuvor, die Accademia dei Lincei gegründet hatte.

Nachdem die anfängliche kritische Phase überwunden war, nehmen die vier Gründer, darunter Federico, ihre Treffen in den Sälen des Palastes wieder auf, der 1618 Residenz von Federico und offizieller Sitz der Akademie wird.

Die Ruhe des umbrischen Landes macht den Cesi Wohnsitz zum idealen Ort für akademische Arbeiten und wissenschaftliche Forschung. Im Jahr 1624 ist auch Galileo Galilei zu Gast im Palast in Acquasparta.

Man betritt den Palast durch einen Eingang, der in die Räume des Erdgeschosses führt. Vom Portikus erreicht man über eine Treppe den Piano Nobile. Hier zelebrieren wertvolle Fresken die berühmte Herkunft und die großen militärischen Tugenden der Familie Cesi. Herrliche Kasten-Holzdecken schmücken die Säle. Im Saal der Repräsentanz sind Figuren von Herkules, Waffentrophäen und Masken in die Kasten-Decke eingeschnitzt.

Unter den gemalten Dekorationen, die die militärischen Taten und die Herkunft der Familie Cesi darstellen, sticht das Wahrzeichen der Akademie besonders hervor: Ein Luchs umgeben von einer Lorbeer-Krone.

Die Dekorationen der Räume im Erdgeschoss, die dem Privatleben der Familie Cesi gewidmet sind, inspirieren sich an dem reichen Erbe der Mythologie, vor allem an den Metamorphosen von Ovid. Alle Dekorationen sind als eins der wichtigsten Zeugnisse der römischen Malkunst in Umbrien zu sehen.

 

 

Literaturverzeichnis

Martinelli Imbriani A. (1982), Contributo alla storia di Acquasparta, Roma, Edizioni Oddo.

T.C.I. (2004), Umbria, Milano, Touring Editore.