Kunst in Umbrien

Zeitgenössische Architektur in Perugia

In Perugia gibt es nicht nur etruskische und mittelalterliche Kunst, sondern auch Gebäude von großem künstlerischen Wert aus den letzten Jahrzehnten

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Fremdenverkehrsamt
Piazza Matteotti, 18 - Loggia dei Lanari - 06121 Perugia
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In Perugia findet man Kunstwerke aus jeder Zeitepoche, von der etruskischen über die mittelalterliche Kunst bis hin zur Renaissance und der modernen Kunst. In den letzten Jahren sind in Perugia auch sehr innovative architektonische Strukturen entstanden: hier der Vorschlag für eine Tour durch die faszinierenden Beispiele der zeitgenössischen Architektur in Perugia.

Beginnen Sie den Rundgang an der Piazza Morlacchi, in der Altstadt von Perugia. Hier befindet sich der Palazzo Grossi, zur Zeit Sitz einiger Ämter der Stadtverwaltung. Das Gebäude, eine ehemalige Schule, wurde vor kurzem renoviert; die Umgestaltung wurde von dem Architekturbüro aus Perugia HOF durchgeführt und führte zu geteilten Meinungen in der Öffentlichkeit, da die städtische Skyline einschneidend verändert wurde:  Der Hauptblock des Gebäudes ist ein kompakter Würfel, der sich gegen die umliegenden Kirchtürme abhebt. Sehenswert ist der Dachgarten: Farben und geometrische Formen wechseln sich ab und bilden einen offenen Raum im nordeuropäischen Stil.  Das Gebäude zeigt ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Innovation, eine Tendenz, die Perugia seit eh und je auszeichnet.

Wenn Sie mit dem Auto anreisen und auf dem großen Parkplatz Pian di Massiano parken oder wenn Sie mit dem Zug kommen, haben Sie die Möglichkeit, die Innenstadt mit der Minimetro zu erreichen. Dabei handelt es sich um eine kleine Bahn, die teils ober- teils unterirdisch fährt und die Endhaltestelle Pian di Massiano am Stadtrand mit der Altstadt (Haltestelle Pincetto) verbindet. Die Architektur stammt von Jean Nouvel, der auch den Agbar-Turm in Barcelona entworfen hat, und der sich mit der schwierigen Aufgabe messen musste, ein so modernes Bauwerk in die Natur und Altstadt von Perugia zu integrieren. Die Haltestellen befinden sich an wichtigen Knotenpunkten der Stadt und sind auf meisterliche Art  und mit hübschen Grünflächen in die Stadtlandschaft integriert. Wo die Minimetro in die Altstadt einfährt, verschwindet sie diskret unter der Erde. Die Wirkung der Materialien Glas und Stahl sind wird durch die rote Farbe der Wagons abgeschwächt und was zu einer größeren Harmonie zwischen Umwelt, Landschaft und Transportmittel führt.

Wenn Sie bei der Haltestelle Fontivegge aus der Minimetro aussteigen, sehen Sie auf der linken Seite ein Gebäude mit einer ungewöhnlichen Form: es handelt sich um das Centro  Dirigenziale-Residenziale-Commerciale von Fontivegge, in dem unter anderem einige Ämter der Regionalverwaltung Umbrien untergebracht sind. In den achtziger Jahren hat Aldo Rossi, später Preisträger des Pitzker Preises für Architektur, diese wunderbare Struktur entworfen, die von drei Seiten die Piazza del Bacio einfasst.  In der Mitte des weitläufigen Platzes befindet sich ein Brunnen und ein wichtiges Zeugnis  der industriellen Archäologie: ein großer Schornstein der ehemaligen Schokoladenfabrik Perugina.

Nicht weit von Perugia, in dem Wohngebiet San Sisto, befindet sich ein dank seiner Form und Farbe unübersehbares Gebäude: die Mediathek Sandro Penna. Die Struktur wurde von Italo Rota entworfen: das Gebäude ist ringförmig und hat drei Stockwerke und ist komplett von pinkfarbenen Glasfenstern umgeben. Die Mediathek hat in ihrem Inneren zwei Theater und große Räume für Workshops, Lesesäle und Räume, in denen man die multimedialen Inhalte nutzen kann.