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Terzo Paradiso - Foto di Lucio Lazzara per FAI - Fondo Ambiente Italiano
Naturparks und Themenparks
Wandern

Der Wald des heiligen Franziskus

Ein Zufluchtsort der Gelassenheit und Spiritualität in der Nähe von Assisi

Ein bezaubernder Weg inmitten der Natur, der im Herzen des Ortes verläuft, in dem der heilige Franziskus, der Schutzpatron Italiens, lebte und wo er und seine Gefährten den Franziskanerorden gründeten.

Der Wald des heiligen Franziskus in der Nähe von Assisi bietet eine einzigartige Erfahrung von Ruhe und Schönheit inmitten der Natur. Der Wald des heiligen Franziskus erstreckt sich über 64 Hektar und blickt auf eine 800-jährige Geschichte zurück. Sein Inneres ist eine faszinierende Reise durch Hainbuchen, Eichen, Wälder, bewirtschaftete Felder, alte und moderne Bauwerke.

Man kann ihn entweder vom Zentrum Assisi aus über den anderthalb Kilometer langen Weg erreichen, der gleich außerhalb des Platzes vor der Oberen Basilika beginnt und ins Tal hinabführt, oder vom unteren Eingang bei mehemaligen Kloster Santa Croce, von wo aus ein zweiter, etwa zwei Kilometer langer Ringweg ins Innere führt.

Dank der Bemühungen des FAI-Fondo Ambiente Italiano ist der Wald des heiligen Franziskus seit 2011 für Besucher und Pilger geöffnet. Nach einer sorgfältigen Restaurierung hat sich der Wald in eine wahre Schatztruhe der Artenvielfalt verwandelt, mit Wäldern, Wiesen, Bächen und Olivenhainen, die zahlreiche Pflanzen- und Tierarten beherbergen. Auf seinen Wegen kann man Rehe und Eichhörnchen beobachten oder dem Gesang zahlreicher Vögel lauschen.

Stichwort: Langsamkeit

In den Wäldern auf zwei Wegen taucht man in die umbrische Hügellandschaft ein und erlebt Langsamkeit und Kontemplation.

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Etappe 1
Vom Zentrum von Assisi zum Komplex von Santa Croce

Entfernung: 1,5 km | Höhenunterschied: 200m | Schwierigkeitsgrad: Mittel | Fahrzeit: 25 Minuten

Wir starten im Zentrum von Assisi und wandern zwischen dichten Steineichen und Hartriegelbäumen entlang des Flusses Tescio, dessen ruhiger Lauf eine erholsame Pause in der Natur verspricht. Weiter geht es zur Brücke Ponte dei Galli, einer Travertinbrücke aus dem Jahr 1356, die Ende des 15. Jahrhunderts restauriert und zwischen 1948 und 1949 von der Gemeinde Assisi wiederaufgebaut wurde.

Nachdem wir die Brücke überquert und den Talboden erreicht haben, gelangen wir zum Komplex Santa Croce, der zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert von Benediktinerinnen bewohnt wurde. Jh. von Benediktinerinnen bewohnt wurde. Von der ursprünglichen Anlage sind noch einige Bauwerke zu sehen, wie die gleichnamige romanische Kirche, die sich durch einen schlichten Innenraum auszeichnet, in dem das bemerkenswerte Apsidenfresko aus dem Jahr 1643, die „Anbetung des nackten Kreuzes“, die dem Assisi-Maler Gerolamo Marinelli zugeschrieben wird, hervorsticht; das Pfarrhaus hingegen wurde zu einem Informations- und Besucherempfangszentrum umgestaltet. Eine Tafel in der Nähe einer Fußgängerbrücke weist auf weitere kürzlich restaurierte Gebäude hin, wie z. B. das „Hospitale“, die Herberge für Pilger, die in der zweiten Hälfte des 13.

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Etappe 2
Schleife vom Santa-Croce-Komplex zum „Dritten Paradies“ und zurück

Entfernung: 2 km | Höhenunterschied: 100m | Schwierigkeitsgrad: Durchschnittlich| Fahrzeit: 40 Minuten

Vom Komplex Santa Croce geht es weiter entlang des Flusses Tescio, wobei Vorsicht geboten ist, da der Weg an einigen Stellen rutschig sein kann. Man erreicht eine Lichtung, die vom Annamaria-Turm und einem der bedeutendsten Punkte der gesamten Route beherrscht wird: das Land-Kunstwerk „Terzo Paradiso“ (Drittes Paradies), das der Meister Michelangelo Pistoletto der FAI geschenkt hat. Den eindrucksvollsten Blick erhält man, wenn man den höchsten Punkt des Turms erreicht, wo sich dem Auge das spektakuläre Design einer wiederentdeckten Unendlichkeit offenbart. Es besteht aus einer Doppelreihe von 121 Olivenbäumen, die drei Kreise bilden, von denen der größte in der Mitte eine 12 m hohe Stahlstange trägt, die Vereinigung von Himmel und Erde symbolisiert. Der Künstler selbst lädt die Besucher ein, entlang der Reihen dieser symbolischen Serpentine zu gehen, um Teil des Werks zu werden und über die Harmonie zwischen Natur und Mensch nachzudenken.

Vom Turm aus kann man den Weg zurück zur alten, befestigten Mühle nehmen, die zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert zur Herstellung von Öl oder Mehl und Kalk diente und heute zu einem Ort der Erfrischung umgebaut wurde.

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Der Eintritt ist für FAI-Mitglieder frei.

Ausführliche Informationen über Öffnungszeiten, Aktivitäten und Preise finden Sie auf der FAI-Website