Città della Pieve

Kirche Santa Maria dei Servi

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Die gotische Kirche Santa Maria dei Servi befindet sich unmittelbar ausserhalb des mittelalterlichen des Mauerrings der Ortschaft Città del Pieve in der Nähe der des Tors Porta Romana. 


Seit dem 13. Jh. liegen Informationen zu einer Kirche vor, die der Madonna della Sella (Muttergottes des Sterns) geweiht ist und in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses Santi Filippo e Giacomo (Heiligen Filippi und Giacomo) liegt, wo sich die Diener Marias Mitte des 3. Jh. niedergelassen und eine kleine Pfarrei mit angehängtem Kloster gegründet haben. Die Arbeiten, sowohl für die Kirche als auch das Kloster, das zwischen 1486 und 1487 beträchtlich erweitert wurde, dauerten das gesamte Jahrhundert. Nach den kirchlichen Auflassungen infolge der Einheit Italiens wurde das Kloster zu einem zivilen Krankenhaus.

Der Grundriss der Kirche ist typisch für die Mönchsorden: Das einschiffige Innere mit einer quadratischen Apsis und einem Kreuzgewölbe. An der Fassade ist noch die Architektur des gotischen Stils zu bemerken, welcher in der Folge verstossen wurde. Die dreiblättrigen kleinen Bögen sind aus Ziegeln.

Um die Mitte des 20. Jh. wurde an die Kirche ein Kirchturm nach einem Plan im neoklassizistischen Stil des Architekten Giovanni Santini hinzugefügt.

Im Inneren, Veränderungen erfolgten im 18. Jh., sind Stuckdekorationen im Barockstil vorhanden. Von besonderem Interesse ist der schöne hölzerne Chor und der große Schrank der Sakristei, der 1628 an Giuseppe di Francesco Bendini aus Montepulciano in Auftrag gegeben wurde. Auf dem ersten Altar rechts wurde, nach der Zerstörung des barocken Stucks, ein Fresko aus der Schule von Perugia ans Licht gebracht, das die Madonna della Stella zwischen Heiligen darstellt. Der Barockaltar im Stil Berninis mit Statuen in Stuck, die den Seligen Giacomo Villa und den Seligen Matteo Lazzari darstellen, verfügt über einen besonderen bühnenbildhaftem Effekt.

Lückenhaft ist die Kreuzabnahme des Pietro Vannucci, genannt der Perugino, eines der höchsten Momente seines künstlerischen Schaffens, welcher wenige Jahre von seinem Tod im Jahr 1517 angekommen war. Hier blickt der Meister auch auf den Pathetismus seines Schülers Raffael, welcher bereits einen unsterblichen Ruhm erlangt hatte. Der Christus weist in der Tat zahlreiche Beziehungen zur Kunst des Künstlers aus Urbino auf. Die Episode der Besinnungslosigkeit der Maria weist darauf hin, wie der Perugino fortfährt als Interpret dieser typischen umbrischen Welt der Lobgesänge aufzutreten, welche die Wurzeln im Mittelalter versinken, indem das analoge Subjekt von Giotto in der Basilika vom heiligen Franziskus in Assisi wiederhallt. Der Meister stellt die Szene in seiner sehr originellen Vision einer extremen formalen Synthese vor, fast impressionistisch in den schnellen Berührungen der Landschaft. Doch zur selben Zeit unterstreicht er das Drama des Geschehens. Das Fresko, welches durch einen Zwischenraum versteckt war, wurde 1834 von dem Deutschen Antoine Ramboux entdeckt. Nach ihm beeindruckte das Fresko zahlreiche Maler, unter ihnen die Nazarener, die Puristen und die Präraffaeliten, welche es als Quelle der Inspiration für ihre romantische Sensibilität verstanden.