Valfabbrica

Casacastalda

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In beherrschender Lage über dem Tal des Risacco und der Val di Rasina, jeweils Nebenfluss des Chiascio und von Gualdo Tadino kommender Bach, ist Casacastalda der aus der im 8. Jh. von einem langobardischen Nachkommen von Totila, Ernero Castaldo gegründeten Burg entstandene Ort, (von daher der Name „Casa del Castaldo"). 

Es wird von einem Wiederaufbau der Burg seitens Perugia (1433) berichtet, das den Status einer freien Kommune bewilligte. Noch heute ist das an verschiedenen Stellen der Altstadt eingemeißelte Stadtwappen zu sehen, das aus einem Turm besteht, das einen Wachturm mit dem auf den Hinterbeinen stehenden Greifen, dem Symbol von Perugia, überragt.

Vom ursprünglichen Aufbau sind die drei Eingangstore erhalten: Porta Perugina oder Porta Sole im Süden, Porta del Giglio oder Porta Gualdese im Norden, Porta Eugubina im Westen. Zu besichtigen ist die Pfarrkirche Santa Maria Assunta (10. Jh.), weitgehend im 19. Jh. erneuert, die einen Triptychon von Matteo da Gualdo bewahrt, und die Wallfahrtskirche Madonna dell'Olmo, die in Erinnerung an das Wunder der einer Hirtin auf einer Ulme erschienenen Heiligen Jungfrau (1484) errichtet wurde, deren Baumstamm in ihrem Inneren aufbewahrt wird.