Altertumsgeschichte

Perugia und die Etrusker

Ein Rundgang zu Fuß entlang der alten Stadtmauern und vorbei an den wichtigsten etruskischen Monumenten der Stadt

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Die Route geht von der Altstadt von Perugia aus: man muss gut zu Fuß unterwegs sein, um die typischen Steigungen zu bewältigen. 

Die erste Mühe wird mit dem Blick auf eines der prächtigsten Monument der Stadt belohnt, dem etruskischen Bogen, von wo aus drei steile Straßen zur Piazza IV Novembre führen. Dank der kürzlichen Restaurierung erstrahlt der ursprüngliche Travertin wieder in strahlendem Weiß: Der Blick auf den Bogen, der sich von der darunter liegenden Piazza Fortebraccio bietet, ist wirklich imposant.

Von seinem südlichsten Turm führt eine Route entlang des Mauerrings los, von wo aus nach Süden in die Via Battisti der eigentliche „Panoramaweg" abzweigt. Denn von hier ist die Aussicht über die Dächer der Altstadt, die sich an die Via dell'Acquedotto schmiegen, wirklich spektakulär, vor allem bei Sonnenuntergang.

Auf der Spitze angelangt, ist die Akropolis, die der ursprüngliche Kern der etruskischen Siedlung war, ganz nah. Spuren davon sind noch in den Untergewölben des Doms San Lorenzo zu sehen, wo unter anderem auch die Reste des größten Stadttempels zu Tage gekommen sind. Eine Besichtigung muss vorangemeldet werden. Zugang hat man über das Kapitelmuseum, das im wunderschönen Kreuzgang des an den Dom angrenzenden Palazzo untergebracht ist.

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der etruskische Brunnen, ein Beispiel für ein Meisterwerk des Wasserbaus: bei der Besichtigung werden Sie auch noch die Wassertropfen hören, die einst reichlich den Brunnen und die Stadt mit Wasser speisten.

Sie können zum Archäologischen Nationalmuseum gehen, wo viele Einzelfunde aufbewahrt werden, die prachtvolle Porta Marzia bewundern, nachdem Sie die Rocca Paolina verlassen haben.

Es gibt eine Vielzahl an Zeugnissen aus etruskischer Zeit auch in Gebieten außerhalb der Altstadt: das berühmteste ist sicherlich das Ipogeo dei Volumni, eine wunderschöne unterirdische Grabstätte, die an der landesinneren Hauptstraße Richtung Assisi zu sehen ist. Wenn Sie ein paar kurze Zwischenstationen einlegen möchten, können Sie auch andere bedeutende Nekropolen am Westhang der Stadt besichtigen. Vom Ipogeo di San Manno in Ferro di Cavallo, das in ein Kirchlein aus dem 14. Jh. eingebaut ist, zur Nekropole von Strozzacapponi und zum Grab Tomba del Faggeto Richtung Norden. Ihre Reise endet an stillen Plätzchen, wo Sie eine Rast einlegen können, bevor Sie als Imbiss das typische Fladenbrot "Torta al testo" mit Rohschinken kosten.