Perugia

Archäologisches Nationalmuseum von Umbrien - Perugia

map thumbnail
Das Museum befindet sich im ehemaligen Kloster San Domenico am Corso Cavour, etwas außerhalb der etruskischen Mauer von Perugia.
Seit 1948 ist das Museum im dominikanischen Kloster untergebracht, das auf dem Gelände einer früheren Kirche des 13. Jahrhunderts im Bereich des heutigen Kreuzgangs gebaut und dann im Laufe der Jahrhunderte bis zu seiner heutigen Gestalt erweitert wurde.
Mit der napoleonischen Besetzung und der Vereinigung Italiens wurde es in eine Militärkaserne umgewandelt, wobei die ursprüngliche Anordnung zerrüttet wurde: Im Kreuzgang wurde die Kavallerie untergebracht, aus dem Oratorium wurde ein Stall, und die Kirche wurde auf zwei Ebenen zum Speisesaal umgewandelt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Komplex zuerst von der deutschen Armee, dann von den Alliierten und zuletzt von Flüchtlingen besetzt. Ab 1945 wurde er von der Gemeinde als Kulturort übernommen, in dem nun Staatsarchiv und die städtischen Museen untergebracht sind.
Bei einem Besuch kann der architektonische Komplex San Domenico bestaunt werden, von dessen Kloster aus, das eins der größten und bemerkenswertesten der Stadt ist, der mächtige Glockenturm der Kirche zu sehen ist. Der Besuch des Archäologischen Nationalmuseums bietet aber auch eine wertvolle Gelegenheit, die Sammlungen der etruskischen Funde, die zu den größten in Italien gehören, kennenzulernen.
Diese sind vor allem während der Ausgrabungen im 19. Jahrhundert in der Gegend von Perugia entstanden. Neben den ältesten Funden kann der Besucher zahlreiche Artefakte bewundern, die seit  Gründung der Soprintendenza (Behörde) sukzessive aus den Grabungen kommen und der Öffentlichkeit nach den neuesten Ausstellungskriterien präsentiert werden. Der Museumsrundgang endet darüber hinaus mit einer stattlichen Anzahl an prähistorischen Funden.
Das Museum nimmt die etruskisch-römischen und prähistorischen Sammlungen auf, die ab dem 19. Jahrhundert von berühmten Gelehrten gegründet wurden, die abwechselnd den archäologischen Bestand der Stadt verwalteten, die zu jener Zeit ein wichtiges Zentrum für etruskische Studien war. Den Kern der Ausstellung bilden Artefakte, die weitgehend aus dem Gebiet und den Ausgrabungen des Friedhofs von Perugia stammen und zwischen der archaischen und hellenistischen Zeit datiert werden, wie der Sarkophag des Sperandius und der außergewöhnliche Komplex von archaischen Bronzegegenständen von Castel San Mariano, außerdem das Hypogäum der Cutu, das in einem gesonderten Bereich des Untergeschosses original rekonstruiert wurde.
 Auf zwei Ebenen des Klosters ist indessen das etruskisch-römische Lapidarium ausgestellt, das viele Urnen, Grabsäulen und lateinische Inschriften umfasst. Im Obergeschoss sind zur Zeit die vor- und frühgeschichtlichen Artefakte verschiedener Stätten aus Zentralitalien (Umbrien, Toskana, Marken und Abruzzen), der Sammlung Bellucci und der Niederlassung Cetona (Toskana) untergebracht. Im großen "Bronzen-Saal", in dem fast ein halbes Jahrhundert die großen Sammlungen von vor- und frühgeschichtlichen Objekten von Giuseppe Bellucci und Umberto Calzoni ausgestellt wurden, wurde nach den neuesten museologischen Kriterien ein neuer Bereich eingerichtet, der die Entwicklungsdynamik der Gesellschaften der Umbrer und Etrusker veranschaulicht, die jeweils die linke Seite und die rechte Seite des Tibers besiedelten. Diese wird ideal in diesem Ausstellungsbereich im Mittelgang präsentiert wird.
Informationen

Piazza Giordano Bruno
06121 - Perugia (PG) 
email: sba-umb@beniculturali.it
sito web: www.archeopg.arti.beniculturali.it

 

Fonte Regione Umbria - Servizio Musei e soprintendenza ai beni librari  

Informazioni

Piazza Giordano Bruno
06121 - Perugia (PG) 
email: sba-umb@beniculturali.it
sito web: www.archeopg.arti.beniculturali.it

 

Fonte Regione Umbria - Servizio Musei e soprintendenza ai beni librari