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Fava cottòra (Saubohne) dell’Amerino

Fava cottòra (Saubohne) dell’Amerino

Eine kleine und hochverdauliche Bohnensorte, typisch für das Gebiet zwischen Todi, Orvieto und Amelia, die noch von Hand und nach traditionellen Methoden geerntet wird. Seit 2016 ist dieser besondere Ökotyp, der von Generation zu Generation von den Einheimischen ausgewählt wird, das "Slow Food-Präsidium", das einzige in der Provinz Terni.

Die für die Ernte der Saubohne angewandten Techniken sind die gleichen wie die, die von den Amerino-Bauern in den fünfziger und sechziger Jahren verwendet wurden.

Die Aussaat im kalten Winter und die Ernte unter der Juli-Sonne, bei der die Pflanzen völlig trocken sind, erfolgen noch von Hand oder höchstens mit Hilfe kleiner mechanischer Mittel, um die Hülsen zu reinigen und die am besten erhaltenen Samen auszuwählen.

 

Ebenso aufwendig ist die Zubereitung, die die Verdaulichkeit verbessert: In kaltes Wasser geben, anschliessend zum Kochen bringen und über Nacht ruhen lassen, die Bohnen werden dann in einen Aluminiumbehälter gegeben, die noch harten Bohnen werden bei Kontakt mit dem Behälter erkennbar und somit aussortiert.

In gleicher Weise hat sich das Ergebnis so viel Arbeit nicht verändert: Die fava cottòra (oder “Mezzafava” (halbe Bohne), wegen ihrer geringen Größe) behält die Eigenschaften, die sie zu einem sehr nahrhaften Lebensmittel machen, insbesondere in Bezug auf ihrer Proteine, und ist leicht verdaulich.
Der Name "cottòra" verbirgt noch eine weitere Eigenschaft: die kurze Kochzeit. Der kalkarme Boden, auf dem diese Bohnen wachsen, ermöglicht es, sie relativ schnell zu kochen, ohne sie schälen zu müssen.
 

In der Küche
Die Verzehrs- Arten dieser Vielfalt an Saubohnen ist vielfältig und reichen vom einfachen Würzen mit Öl, Salz und Pfeffer und frischer Zwiebel bis hin zum Einkochen als Püree, gewürzt mit nativem Olivenöl und Salz, ideal zum Anrichten von Bruschettas. 
Eine andere Möglichkeit, die traditionell am Tag der Schlachtung des Schweins zubereitet wird, ist die "Striscia con le fave", dessen Rezept erfordert, dass die Saubohnen in dem Fett gekocht werden, das durch Kochen des langen Fettstreifens aus dem Bauchbereich des Schweins gewonnen wird.

Quelle: slowfoodumbria.it

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