Ende 2025 wurde die italienische Küche von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Eine Auszeichnung, die nicht ein einzelnes Gericht oder Rezept feiert, sondern ein echtes kulturelles Modell: die italienische Art, Essen als Ausdruck von Identität, Beziehung und Teilen zu leben. Ein Erbe aus Geselligkeit, Erinnerung und Weitergabe von Wissen, in dem Essen zur gemeinsamen Sprache, zur Fürsorge und zum Band zwischen den Menschen wird.
In dieser gemeinsamen Erzählung, in der jede Region dazu beiträgt, die italienische Küche einzigartig und wiedererkennbar zu machen, nimmt Umbrien einen besonderen Platz ein: ein Land der Produkte und Rezepte, die mit landwirtschaftlichen Zyklen, religiösen Festen und gemeinschaftlichen Momenten verbunden sind, in dem Essen nicht nur konsumiert, sondern erlebt wird.
Der Wert einiger umbrischer Gerichte liegt – über die Zutaten hinaus, die hochwertige regionale Produkte hervorheben – oft in den Geschichten über ihre Herkunft und Zubereitung. Sie zu kosten bedeutet, in eine Erzählung aus Traditionen, Wissen und Gesten einzutreten, die über die Zeit weitergegeben wurden: ein Erlebnis, das das von der UNESCO anerkannte immaterielle Kulturerbe vollkommen verkörpert.