Foligno

Kirche Santa Maria Infraportas

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Fremdenverkehrsamt
Corso Cavour 126 - 06034 Foligno
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Die Kirche Santa Maria Infraportas blickt auf den westlichen Teil der Piazza San Domenico im Zentrum von Foligno. 


Sie ist seit 1138 als Pfarrei dokumentiert und wurde an dem Ort errichtet, an dem sich eine Kapelle aus dem 8. Jh., die Assunta, San Pietro und San Paolo gewidmet war, befand. Bei dem Bau der römischen Kirche, im 12. Jh. wurde die Kapelle im Inneren des linken Kirchenschiffs eingegliedert.

Die Kirche, eine der ältesten in Foligno, ist nicht nur ein wichtiges Beispiel der römischen Architektur im Gebiet von Foligno, sie auch reich an Votiv-Dekorationen von beachtlichem Interesse.

Die Fassade, aus weißem und rosa Stein mit einem dreiflügeligem Zwillingfenster mit Bogen, das die originale Fensterrose, die im 19. Jh. zerstört wurde ersetzt hat, endet mit einem dreieckigen Giebel.

Vor dem Eingang befindet sich ein Portikus mit drei Bögen, die von vier Kolonnen mit römischem Kapitell gestützt werden. Rechts des Portikus befindet sich eine kleine Kapelle von 1480 mit Fresken und hinten auf der rechten Seite befindet sich der römische Glockenturm.

Der Boden des Portikus und der Kirche sind niedriger im Vergleich zur Straße.

Der Innenraum, mit rechteckigem Grundriss, wird von Pfeilern in drei Kirchenschiffe eingeteilt. Das Mittelschiff ist höher und verfügt über ein Tonnengewölbe, während die seitlichen Schiffe, die im 15. Jh. beigefügt wurden, mit Kreuzgewölben bedeckt sind.

Auf dem ersten Pfeiler des linken Kirchenschiffs befindet sich eine Madonna del Latte, die Giovanni di Coraduccio zugesprochen wird, während an der Wand eine Madonna mit Kind und San Giovanni Evangelista auf einem Hintergrund mit Wandteppich, der von Engeln gehalten wird zu sehen ist. Dieses Werk stammt von Ugolino di Gisberto und ist auf das 16. Jh. zurückzuführen. Auf der Innenseite des zweiten Pfeilers, in einer kleinen Kapelle, befindet sich eine Madonna mit Kind in polychromen Stuck von Ende des 15. Jh. und eine Grabtafel mit dem Abbild des Verstorbenen.

Auf dem dritten Pfeiler, unter dem rechten Bogen, sind San Rocco und Engel dargestellt.

Im Mittelschiff, in der Nähe der Tür, ein San Girolamo, der ebenfalls Pierantonio Mezzastris zugesprochen wird. Auf dem ersten Pfeiler ist in einer Nische eine Madonna mit Kind zwischen Engeln dargestellt, ein Werk, das Lattanzio von Niccolò zugesprochen wird. Weiter sind Fresken aus dem 14. Jh. zu sehen, welche die Heiligen San Pietro und Paolo, die Madonna mit stillendem Kind und die Ankündigung darstellen. Auf dem zweiten Pfeiler links, in einer Nische, eine Büste aus polychromer Pappmaschee aus dem 16. Jh., die Jesus mit gebundenen Händen und Dornenkrone darstellt.

Das rechte Schiff hat in den Nischen Abbildungen der Kreuzigung. Unter dem ersten Bogen befindet sich ein Christus mit Kreuz, das Niccolò Alunno zugesprochen wird. Auf dem zweiten Pfeiler, Santa Lucia und Sant'Amico, von Pierantonio Mezzastris, unter dem zweiten Bogen ein San Pietro Märtyrer von Niccolò Alunno. In der Nähe des Altars stellen Fresken von Pierantonio Mezzastris Santa Caterina d'Alessandria und San Girolamo dar.

Im hinteren Teil des linken Schiffs öffnet sich eine Kapelle, die zwei schöne Zwillingsfenster auf der rechten Seite zeigt: Im dem einen Fensterpfosten ist eine Freske zu sehen, die den Erzengel Gabriel und Disma (der gute Dieb) darstellt aus der zweiten Hälfte des 12. Jh. In der hinteren Nische ein segnender Christus zwischen San Pietro und San Paolo und eine Dekoration, die sich an einen orientalischen Wandteppich zu inspirieren scheint, während die römische Holzstatue der Madonana aus dem 12. Jh. stammt.

Interessantes

Bis zum 13. Jh. befand sich die Kirche außerhalb der Stadtmauern und wurde "fortis portam" genannt. Mit dem Bau der neuen Stadtmauer, Ende des 13. Jh. fand sich die Kirche zwischen den beiden Stadtmauern wieder und bekam den Namen „infra portas".