Corciano

Klosterkirche Sant'Agostino

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Die Klosterkirche Sant'Agostino erhebt sich auf dem Gipfel eines mit Olivenbäumen bedeckten Hügels, wenig südlich des Hügels von Corciano.


Das älteste Dokument, das von unserm Komplex, Sitz des Einsiedlertums des heiligen Augustin spricht, ist aus dem Jahr 1334. Im Jahr 1811 hat Napoleon versucht das Kloster abzuschaffen, aber die plötzliche Rückkehr der päpstlichen Herrschaft garantierte die Wiederaufnahme der Struktur, die dann endgültig im Jahr 1860 außer Kraft gesetzt wurde.

Obwohl die Kirche verschiedene Verwandlungen erfahren hat, weist sie außen noch ihre Merkmale aus dem 14. Jh. auf. Aus Kalkstein erbaut, mit einem hüttenförmigen Fassade, welche heute erhöht wurde, um eine neue Abdeckung zu ermöglichen, hat dies die antiken gotischen Fenster der Fassade mit zwei viereckigen Öffnungen verändert und das Tor mit dem Eingang aus dem 18. Jh. ersetzt. Auf den beiden Seiten der Kirche unterstreicht eine doppelte Reihe von Ziegelsteinen die Originalhöhe des Baus und hier befinden sich auch zwei schöne gotische Öffnungen. Auch die derzeitige rechteckige Apsis hat Veränderungen erlitten. Nach dem Katastereintrag aus 1729 hatte sie tatsächlich eine halbrunde Form. Auch das schöne Fenster, das Licht in das Innere des religiösen Gebäudes einlässt, ist aus dem 18. Jh.

Im Inneren zeigt sie keine gotischen Spuren mehr: Die Restaurierungen aus dem 18. Und 19. Jh. haben das Aussehen verändert. Kurz vor der Abschaffung 1860 hat Pater Raffele Lauro die letzten Stuckarbeiten und Dekorationen auf den Altären aus dem 18. Jh. anbringen lassen.

Auch diese Kirche war, wie viele andere in Corciano Begräbnisstätte. Auf dem Fußboden sind noch drei Grabplatten sichtbar. Für das Kloster wurden viele Kunstwerke geschaffen. Unter allen sticht der Banner des Benedetto Bonfigli hervor, der augenblicklich in der Pfarrkirche aufbewahrt wird sowie drei schöne barocke Reliquienbehältnisse.

In dieser Kirche werden vier Schutzheilige der Gemeinde verehrt: Der heilige Erzengel Michael, der heilige Sebastian, der heilige Rocco und der heilige Macario.

Das Kloster, das ursprünglich für zwölf Mönche erbaut worden war, steht in privatem Eigentum. In seinem Inneren befindet sich ein schöner Innenhof mit einem leider sehr beschädigten Gemälde, welche die Geschichte des heiligen Agostino darstellen. Unter den Gemälden sind Verse aus dem Ende des 17. Jh. des Gelehrten Costanzo Ricci aus Corciano angebracht.