Baschi

Kirche S. Nicolò

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Fremdenverkehrsamt
Piazza Duomo 24 - 05018 Orvieto
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Im Jahre 1576 begann der Wiederaufbau der Kirche S. Nicolò (die erste reicht bis auf das 12. Jh. zurück), basierend auf Plänen von Ippolito Scalza „urbevetanus" (wie er sich selbst mit seiner auf der Marmorgruppe der Pietà, die sich im Dom von Orvieto befindet, angebrachten Unterschrift bezeichnet), der persönlich den Arbeiten über 10 Jahre folgte; lediglich in der letzten Periode wurde er während der Konstruktion des Kirchenturms durch Antonio Carrarino ersetzt. 


S. Nicolò stellt das erste religiöse Gebäude von Scalza dar. Die Kirche hat eine toskanische Intonation, sei es im Inneren als im Äußeren.

Das Innere der Kirche S. Nicolò besteht aus einem einzigen Kirchenschiff mit zwei Kapellen. An den Wänden sieht Scalza eine Reihe von Halbpfeilern mit einrahmenden Bögen, darüber eine Attika mit Fenstern vor. Der graue Basaltstein und der Verputz verleihen eine toskanische, Brunellesco-artige Intonation. Die Innenfenster weisen eine Ausarbeitung wie Außenfenster auf, da es unmöglich war, die rustikalen die Außenwände zu behandeln. Der große Bogen vor dem Chor ist an Bramante inspiriert. In der Kapelle des SS. Sacramento (Heiligen Sakraments), rechts, stellt ein wertvolles Triptychon vom Sieneser Giovanni di Paolo (1440) die Madonna, San Nicola und einen weiteren Heiligen dar. Unter dem Altar ruht der Körper von San Longino, ebenso Schutzherr des Ortes. Die Kassettendecke ist von Paolo Zampi, Ingenieur aus Orvieto, in den ersten Jahren des 1900 restauriert worden. Zuvor war er von einem großen Tuch bedeckt gewesen, auf dem die Madonna zwischen den Engeln über einer großen Wolke gemalt war und darunter San Nicola.

Über dem Haupttor wurde 1700 eine wunderschöne Orgel positioniert.

Was die Fassade betrifft, so wird diese vom Architekten Renato Bonelli

aus Orvieto wie folgt betrachtet: " ...eine gelungene Harmonie im unteren Bereich; Reinheit der Linien, Reinheit der Komposition und der Zeichnung: eine Fassade, die sehr langsam in der Höhe in eine andere Plastik übergeht. Unten verläuft das Gebälksystem geradlinig und hat keine Auskragung, nur eine an der Ecke. In der Höhe wird das Gebälksystem hingegen mehrmals in Verbindung mit dem untergeordneten Giebel und der oberen Lisene unterbrochen. Somit bricht die Fassade langsam indem sie in die Höhe geht, sie gliedert sich, weist Abwandlungen auf, die dazu beitragen ihr Schwung zu verleihen. Die Türen haben eine Florentiner Ausdruck und scheinen von einem Toskaner entworfen zu sein."