Stadt

Acquasparta


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GESCHICHTE
Die ersten geschichtlichen Hinweise stammen aus dem Jahr 996, als die nach dem Verfall der antiken römischen Stadt Carsulae errichtete Burg von Acquasparta den Ländereien Arnolfe, Lehen der Familie Arnolfi, einverleibt wurde. Im Anschluss an verschiedene Herrschaften erlebte der Ort unter der Signoria der Cesi eine ausgesprochene Blütezeit, in der er zum Zentrum eines lebhaften Kulturlebens wurde. Der Höhepunkt dieser Zeit war die Gründung der Akademie der Lincei (1603), die erste wissenschaftliche Schule in Europa. Die Familie Cesi regierte Acquasparta bis zum Aussterben ihres Geschlechts (1880), fast in Übereinstimmung mit der Entstehung des Italienischen Staats.
KUNST, KULTUR, NATUR
Das repräsentativste Gebäude in der Altstadt ist der Palazzo Cesi, ein prächtiges, vom Architekten Gian Domenico Bianchi entworfenes Renaissance-Gebäude, das Sitz der renommierten Akademie der Lincei und Wohnsitz des Herzogs Federico Cesi war: 1624 war Galileo Galilei für kurze Zeit hier zu Gast. Im Palazzo kann man zahlreiche Säle mit Fresken der Zuccari und mit geschnitzten Kassettendecken besichtigen. Interessant sind die Kirche S. Francesco von 1294 mit den schlichten und suggestiven romanisch-gotischen Linien, die für die franziskanischen Kirchen in Umbrien typisch sind, die der Schutzheiligen der Stadt geweihte Kirche S. Cecilia, die das Grabmal des Prinzen Federico Cesi beherbergt, die Kirche Madonna del Giglio (oder des Kreuzes) von 1606 sowie die Sakramentskirche (1684), in der ein Stück von einem römischen Mosaik aus der antiken Stadt Carsulae zu sehen ist. In der Umgebung stößt man entlang der Via Flaminia in Richtung Carsulae auf die Ponte Fonnaia, eine antike römische Brücke aus augusteischer Zeit mit zwei Bögen, über der im 13. Jh. die romanische Kirche S. Giovanni de Butris errichtet wurde: Diese Kirche gehörte früher dem Malteserritterorden und formt zusammen mit den Brückenbogen einen einzigartigen und ausgesprochen sehenswerten Komplex. In der Ortschaft Firenzuola ist die Kirche S. Maria in Rupino aus dem 12. Jh. ein interessantes Beispiel des romanischen Stils aus der Gegend von Spoleto. Auf dem Weg zu den Berggipfeln von Acquasparta gelangt man zu dem verträumten mittelalterlichen Dörfchen Portaria, ein winziger, in einer märchenhaften Landschaft eingebetteter Weiler, in dem man die Kirche der Heiligen Filippo und Giacomo besichtigen kann. Für den Bau dieser Kirche um Mitte des 11. Jh. wurde Material aus der Stadt Carsulae verwendet, das noch auf der rustikalen Steinfassade zu sehen ist. Um die Naturschätze des Territoriums von Acquasparta zu genießen, kann man entweder auf den Wegen des Martani Trekking wandern, gut ausgestattete Naturrouten im Gebiet der Monti Martani,  oder sich einen Aufenthalt im Thermalzentrum der Quellen Amerino gönnen, aus denen Wasser mit einzigartigen heilenden Eigenschaften sprudelt.