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 Sant'Anatolia di Narco
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GESCHICHTE
Der schon in prähistorischer Zeit besiedelte Ort war im Mittelalter der Herrschaft und dem Einfluss der nahe gelegenen und mächtigen Stadt Spoleto ausgesetzt. Ab dem 15. Jh. wurde er in verschiedene Kämpfe mit den benachbarten Orten und den Herrschaftsgebieten der Kirche verwickelt. Erst als er 1930 die Trennung vom Gemeindegebiet Spoleto erhielt, dem das Königreich Italien 1860 weitere Grenzen als die heutigen sicherte, konnte er seine endgültige Autonomie erobern. KUNST, KULTUR, NATUR
Der historische Dorfkern präsentiert sich mit dem typischen Erscheinungsbild eines antiken befestigten Weilers: Mauergürtel, Wachtürme und drei Zugangstore, von denen eines auch heute noch gut erhalten ist. Innerhalb des Mauergürtels kann man das ehemalige Rathaus mit Portikus und mittelalterlichen Werkstätten und die Pfarrkirche S. Anatolia besichtigen, die jüngst restauriert wurde und eine Gemäldedekoration des 14.-15. Jh., ein intarsiertes Marmorantependium des Hauptaltars der neapolitanischen Schule aus dem 17. Jh., ein Holzkruzifix und einige Leinwandgemälde des 17. Jh. beherbergt. Sehenswert sind außerhalb der Mauern die Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie, die Erweiterung einer antiken Landädikula des 16. Jh., in der ein vom Maestro aus Eggi gemaltes Wunderbild der Madonna zu sehen ist, sowie der Komplex des ehemaligen Klosters S. Croce der Minoritenbrüder, vermutlich aus dem 13. Jh.: Die Kirche wurde in die Sala Campani umgebaut und den römischen Optiker- und Uhrmacherbrüdern des 17. Jh. aus Castel San Felice gewidmet. In der Umgebung des Dorfes befinden sich Burgen und Orte des Glaubens: Das antike mittelalterliche Dorf Castel San Felice mit der Abtei S. Felice di Narco, ein prächtiges Beispiel der romanischen Architektur in Umbrien, und ganz in der Nähe Grotti mit Überresten der antiken mittelalterlichen Burg und mit der Pfarrkirche S. Pietro, in der man einige Leinwandgemälde des 17. Jh. und eine Orgel von 1857 besichtigen kann. Das Gemeindegebiet liegt in der Mitte der Valnerina an der Stelle, an der sich das Tal nach der Verengung von Piedipaterno und vor der Verengung von Scheggino zu den weitläufigen Schwemmlandebenen, den sog. Canapine, erweitert. Aufgrund des sauberen Wassers des Nera ist es ein beliebtes Sportangelgebiet. Um die Qualität dieses Sports zu verbessern, wurde eine von der Umweltorganisation Legambiente geleitete No-Kill-Zone geschaffen: Die Fische dürfen nur mit Ködern ohne Haken geangelt werden und man muss sie nach dem Fangen wieder ins Wasser zurückwerfen.

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