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Eine harte Strecke vom Tiber zum Trasimenischen See
Rennrad

ROUTE 21 - Eine harte Strecke vom Tiber zum Trasimenischen See

Schwierigkeitsgrad
Schwierig
Höhenunterschied
1380 m
Länge
70 km
Vom Tiber bis zum Trasimeno-See, einer der faszinierendsten Wasserlandschaften des Grünen Herzens Italiens, auf einer anspruchsvollen Route, um zeitlose Naturschönheiten zu entdecken.
Abfahrt Umbertide
Ankunft Umbertide
Länge 70 km
Höhenunterschied 1380 m
Schwierigkeitsgrad Schwierig
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen
Sehenswertes in dieser Gegend Umbertide, Castel Rigone, Trasimenischer See, Montone.

 

Diese Tour beginnt, wie schon Route Nr. 2, an der Piazza Mazzini in der Stadtmitte von Umbertide und führt über zwei anspruchsvolle Anstiege vom Tibertal bis zum Trasimenischen See. Die Straßen, auf denen wir hier radeln, sind fast vollkommen ohne Verkehr und unsere Anstrengung wird mit herrlichen Ausblicken belohnt. Die zurückzulegende Distanz ist zwar nicht übermäßig groß, doch die zwei langen, wenn auch nicht sehr steilen Anstiege (Colle Campana und Gosparini-Pass) erfordern ein sehr gutes Trainingsniveau.

Wir verlassen Umbertide in Richtung Città di Castello, biegen schon nach 600m links Richtung Castel Rigone und Preggio ab und nehmen die ersten Steigungen in Angriff, die uns nach 15km zum 750m hoch gelegenen Colle Campana bringen. Mit Ausnahme des letzten, zum Gipfel führenden Abschnitts ist der Anstieg nicht sehr steil und wird auf halbem Weg sogar von zwei Kilometern Abfahrt unterbrochen. Am Ende des Anstiegs angekommen, können wir einen großartigen Ausblick genießen: Links auf den Monte Tezio und den umbrisch-märkischen Apennin, rechts auf den Trasimenischen See bis zum Monte Amiata. Die Straße geht weiter bergauf und bergab, wobei wir auch zwei recht anspruchsvolle Steigungen bewältigen müssen. Bei Kilometer 18 erreichen wir dann die Ortschaft Castel Rigone, in der wir eine kurze Erfrischungsrast einlegen können, bevor wir die Panorama-Abfahrt in Angriff nehmen, die bis zur Uferstraße des Trasimenischen Sees führt

Am Ende der Abfahrt (km 27) wenden wir uns nach rechts in Richtung Passignano, fahren dann auf der Bundesstraße SS75/bis weiter nach Tuoro, wo wir rechts abbiegen und den Hinweisschildern nach Umbertide und Lisciano Niccone folgen. Von hier beginnen wir den 6km langen Anstieg, der zum Gosparini-Pass führt. Im Anschluss an die obligatorische Pause auf der Passhöhe, um den phantastischen Blick auf den Trasimenischen See zu genießen, fahren wir bergab in Richtung Lisciano Niccone und biegen am Ende der Abfahrt (km 49) links in Richtung Umbertide ab. Wir radeln jetzt im Tal des Niccone, das sich durch die geometrisch angeordneten und ganz unterschiedlich bestellten Felder auszeichnet.

In Mengaccini (km 51) können wir an einem rechts liegenden Trinkbrunnen unsere Wasserflaschen auffüllen, was wir später auch wieder in Niccone bei Kilometer 66,5 tun können. Von hier biegen wir rechts auf die SS3/bis ab und radeln die knapp 4 Kilometer bis zum Ausgangspunkt zurück. Wer die Radtour aber noch verlängern möchte, kann in Niccone links in Richtung Città di Castello fahren. Ca. ein Kilometer hinter Montecastelli verlässt man die SS3/bis und fährt rechts bergauf zu dem mittelalterlichen Städtchen Montone, das man über eine serpentinenreiche Straße nach ca. 4 Kilometern erreicht: Die Schönheit und der Charme dieses antiken Dorfes lohnen sicherlich die zusätzliche Anstrengung. Von hier folgt man dann den Hinweisschildern nach Umbertide und radelt die größtenteils bergab führenden knappen 10 Kilometer bis zum Ausgangspunkt zurück.

 


Abgesehen von der Altstadt Umbertides, die schon bei Route Nr. 2 beschrieben wurde, zeichnet sich diese Radtour durch die wunderschöne Natur aus: Auf der Fahrt kann man sowohl die typische Berglandschaft von Colle Campana und Castel Rigone als auch das Panorama des Trasimenischen Sees genießen. In Castel Rigone sollte man die Wallfahrtskirche Maria Santissima dei Miracoli besichtigen, die gegen Ende des 15. Jh. von einem Schüler Bramantes errichtet wurde und als eines der besten Beispiele der umbrischen Renaissance-Architektur gilt. In der direkt am Seeufer liegenden Ortschaft Tuoro verläuft der historische Lehrpfad der berühmten "Schlacht am Trasimenischen See", die im Jahr 217 v. Chr. zwischen Römern und Karthagern stattfand. Dieser Pfad rekonstruiert die wichtigsten Phasen der Niederlage der römischen Armee gegen Hannibals Karthager.