Im 15. Jh. hielten Ritterromane auch in die darstellende Kunst Einzug, ein Thema, das in der Folge auch in der Malerei zunehmend behandelt wurde. Es gibt nur wenige erhaltene Werke, die daher umso kostbarer sind: In Umbrien sind noch zwei der bedeutendsten Zyklen dieser Art zu sehen. Aber nicht nur, denn sehenswert sind auch andere spätgotische, religiös geprägte Fresken.
Ihr Weg führt Sie von Norden nach Süden: von der Kirche San Francesco in Gubbio, die sich auf der Südseite der im unteren Teil der Stadt gelegenen Piazza Quaranta Martiri erhebt. Die Fresken mit der Geschichte der Jungfrau Maria von Ottaviano Nelli sind Inbegriff der Internationalen Gotik.
Mit der Adelsfamilie Baglioni, für die auch Domenico Veneziano malte, erlebt Perugia die Blüte eines bahnbrechenden künstlerischen Wandels: Die Fresken dieses Künstlers sind leider nicht mehr erhalten, es sind aber andere kunsthistorisch sehr hochwertige Werke zu sehen, wie das Polyptychon von Domenico di Bartolo und das Triptychon von Beato Angelico, die beide in der Galleria Nazionale dell'Umbria aufbewahrt sind.
Weiter geht es in das Tal südlich der umbrischen Hauptstadt, um den Palazzo Trinci zu besichtigen, der sich auf der Nordseite der Piazza della Repubblica in Foligno erhebt. Die Familie der Trinci beauftragte verschiedene Künstler mit der Dekoration des Palastes: Gentile da Fabriano hat vermutlich die Sala dei Giganti bemalt, die prächtige Darstellungen berühmter Männer der römischen Antike ziert. In diesem Palazzo ist auch das Stadtmuseum untergebracht.




