Citerna – Eines der schönsten Dörfer Italiens
Auf einem Hügel an der Grenze zwischen Umbrien und der Toskana gelegen, ist Citerna ein reizvoller kleiner Ort, der zu den “Schönsten Dörfern Italiens“ zählt. Bekannt ist er für seine atemberaubenden Panoramablicke, die ihm den Beinamen “Terrasse des oberen Tibertals“ eingebracht haben.
Sein Name scheint auf die zahlreichen Zisternen (mindestens sieben) zurückzugehen, die die örtliche Bevölkerung im Laufe der Zeit zur Sammlung von Regenwasser angelegt hat. Die Hauptzisterne befindet sich unter dem ehemaligen Franziskanerkloster San Francesco und fasst rund 450 Kubikmeter Wasser.
Von den etruskischen Ursprüngen bis zu den Wunden des 20. Jahrhunderts
Die Ursprünge des Ortes reichen bis in die etruskische Zeit zurück. In der Römerzeit blühte er unter dem Namen Civitas Sobariae auf, begünstigt durch seine strategische Lage zur Kontrolle der Verkehrswege über den Apennin. Im Frühmittelalter wurde Citerna, ebenso wie das nahe gelegene Città di Castello, durch die Invasion der Goten zerstört. In der Folge entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Verteidigungsstützpunkt, um den sich das ghibellinische Arezzo und das guelfische Città di Castello stritten. Letzterem unterwarf sich Citerna im Jahr 1199. Später geriet der Ort in den Einflussbereich verschiedener Herrscherhäuser, darunter die Tarlati di Pietramala und die Malatesta, sowie des Kirchenstaates. Im 16. Jahrhundert jedoch, unter dem Schutz der mächtigen Familie Vitelli aus Città di Castello, erlebte das Dorf seine größte Blütezeit in Kunst und Städtebau.
Im Juli 1849 gewährte Citerna Giuseppe Garibaldi und seinen Freiwilligen nach dem Fall der Römischen Republik Zuflucht. 1860 wurde der Ort dem Königreich Italien angegliedert.Das 20. Jahrhundert hinterließ schwere Schäden an der historischen Bausubstanz: sowohl durch das verheerende Erdbeben von 1917 als auch durch die zerstörerischen Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1944. Durch eine sorgfältige Restaurierung konnte die ursprüngliche mittelalterliche Struktur des Ortes wiederhergestellt und der Gemeinschaft zurückgegeben werden.
















