Alte Geräte, Pressen und Fässer im Weinmuseum von Torgiano, das der Geschichte der Weinherstellung gewidmet ist.
Die Straßen des Weins und des Öls
Museen

Wein und Olivenöl in Umbriens Museen

Eine Reise zu Orten, Sammlungen und Traditionen, die von der Identität Umbriens erzählen
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Etappe 1
Weinmuseum (MUVIT) – Torgiano

In Torgiano ist Wein nicht nur eines der herausragenden Erzeugnisse der Region: Er steht im Mittelpunkt einer jahrtausendealten Geschichte, die im Weinmuseum (MUVIT) erzählt wird. Das Museum befindet sich seit 1974 im Palazzo Graziani-Baglioni und entstand auf Initiative von Giorgio und Maria Grazia Lungarotti.

Der Rundgang lädt dazu ein, die Geschichte der Weinherstellung anhand von Sammlungen zu entdecken, die von der Antike bis in die Gegenwart reichen: von archäologischen Funden aus römischer Zeit über frühmittelalterliche und Renaissance-Majoliken von Mastro Giorgio bis hin zu Werken großer Künstler wie Mantegna und Picasso.

Erzählt wird diese Geschichte auch anhand der Werkzeuge des täglichen Lebens und der Geräte, die einst im Weinbau und bei der Weinherstellung zum Einsatz kamen. Besonders eindrucksvoll ist die monumentale Weinpresse „Catone“, die im 18. Jahrhundert gebaut wurde und noch bis 1973 in Betrieb war.

Entdecken Sie die Weingüter in Torgiano, wo Sie Verkostungen und besondere Erlebnisse genießen können.

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Etappe 2
Museum des Olivenbaums und des Olivenöls (MOO) – Torgiano

Ebenfalls in Torgiano beherbergt eine historische Ölmühle heute das Museum des Olivenbaums und des Olivenöls. Seine elf Ausstellungsräume nehmen die Besucher mit auf eine Reise durch die Zeit, von den mythologischen Ursprüngen bis in die Gegenwart, und erzählen die Geschichte einer Kulturpflanze, die Landschaft und Kultur des Mittelmeerraums wie kaum eine andere geprägt hat.

Die Reise beginnt in Umbrien mit den botanischen Eigenschaften des Olivenbaums und den in der Region verbreiteten Cultivar-Sorten. Anschließend wird die Entwicklung der Anbaumethoden und der Verfahren zur Ölgewinnung nachgezeichnet. Werkzeuge und Maschinen veranschaulichen dabei den Wandel von den historischen Produktionstechniken bis hin zu modernen Anlagen.

Archäologische Funde, Öllampen und weitere Objekte zeigen schließlich, wie vielfältig Olivenöl im Laufe der Jahrhunderte verwendet wurde: als Nahrungsmittel und Heilmittel ebenso wie für Kosmetik und Beleuchtung. Zum Abschluss führt der Rundgang in die Welt des Mythos und des Sakralen und zeigt, wie der Olivenbaum zum Symbol für Frieden, Wohlstand und Wiedergeburt wurde. Ein Museum, das sinnbildlich eine jahrtausendealte Geschichte in einem einzigen Tropfen Öl vereint.

Entdecken Sie die Ölmühlen in Torgiano, wo Sie Verkostungen und besondere Erlebnisse genießen können.

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Etappe 3
Museum der Olivenkultur – Trevi

In Trevi genügt ein Blick über die Hügel, um zu verstehen, wie eng die Geschichte der Stadt mit dem Olivenbaum verbunden ist. Die von ausgedehnten Olivenhainen geprägte Landschaft erzählt von einer tief verwurzelten Beziehung zwischen Olivenanbau und umbrischer Kulturlandschaft. Genau diese Verbindung steht im Mittelpunkt des Museums der Olivenkultur, das zum Museumskomplex San Francesco gehört.

Der Rundgang beleuchtet den Olivenbaum aus unterschiedlichen Perspektiven und verbindet botanische Aspekte mit landwirtschaftlichen Techniken, Ölproduktion, Geschichte und Symbolik. Informationstafeln, multimediale Installationen, historische Maschinen aus Ölmühlen und archäologische Funde veranschaulichen diese jahrhundertealte Tradition, die nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern auch das Erscheinungsbild der umbrischen Hügellandschaft entscheidend geprägt hat.

Die Erzählung reicht jedoch weit über Trevi und Umbrien hinaus und umfasst den gesamten Mittelmeerraum. Öllampen, Salbgefäße und Fundstücke aus der antiken Parfümerie und Apotheke von Pyrgos auf Zypern erinnern an die alten Kulturen, die Olivenöl nicht nur als Nahrungsmittel verwendeten, sondern auch zur Beleuchtung ihrer Häuser sowie zur Herstellung von Parfüms, Salben und Heilmitteln.

Um Ihre Entdeckungsreise durch die Kultur des Olivenöls abzurunden, besuchen Sie die Ölmühlen in Trevi. Dort können Sie die Herstellung aus nächster Nähe kennenlernen und besondere Erlebnisse rund um das Olivenöl genießen.

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Etappe 4
Sagrantino-Museum – Montefalco

In Montefalco, einer Stadt, deren Identität untrennbar mit ihrem berühmten Wein verbunden ist, begegnen sich Kunst und Sagrantino-Kultur an einem einzigen Ort. Im Museumskomplex San Francesco zeigt sich die Verbindung zum Weinbau sogar in den prachtvollen Fresken von Benozzo Gozzoli, der Montefalco 1452 inmitten einer vom Weinbau geprägten Landschaft darstellte.

Doch erst beim Abstieg in die unterirdischen Räume wird diese Geschichte unmittelbar greifbar. Die zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert entstandenen historischen Keller der Minoriten-Konventualen, die zwischen 2002 und 2006 wiederentdeckt wurden, beherbergen seit 2024 das Sagrantino-Museum. Hier sind noch heute die gemauerten Becken zu sehen, die einst zum Auffangen und Keltern der Trauben dienten. Hinzu kommen Geräte und Gegenstände aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die mit der Weinherstellung verbunden sind und in einer Präsentation gezeigt werden, die sich am Inventar des Klosterbesitzes von 1798 orientiert.

Von diesen historischen Räumen aus beginnt ein multisensorischer Rundgang, der mit Objekten, Fotografien, Zeitzeugnissen und audiovisuellen Inhalten die Beziehung zwischen Rebsorte, Wein, Kultur, Landschaft und Tradition beleuchtet. Vom Sagrantino bis zu den anderen Weinen der Region erzählt das Museum eine Geschichte, die in den alten Franziskanerkellern beginnt und sich bis zu den heutigen Weinbergen fortsetzt. Dabei wird deutlich, wie tief der Weinbau die Identität und Landschaft Montefalcos geprägt hat.

 

Nach dem Museumsbesuch können Sie Ihr Erlebnis abrunden und entdecken, wo Sie den Sagrantino und die anderen in Montefalco erzeugten Weine verkosten können.

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Etappe 5
Die mittelalterlichen Weinkeller des Pozzo della Cava – Orvieto

Der Pozzo della Cava in Orvieto, dessen Geschichte eng mit den etruskischen Ursprüngen der Stadt verbunden ist, gewährt zugleich faszinierende Einblicke in das mittelalterliche Leben im Inneren des Tufffelsens. Unter den mittelalterlichen Häusern der Via della Cava verbergen sich unterirdische Räume und Lagerräume, von denen viele einst zur Verarbeitung und Aufbewahrung von Produkten wie Olivenöl und Wein dienten.

Besonders interessant ist ein über mehrere Ebenen angelegter Keller. Der obere Bereich wurde zur Lagerung von Olivenöl und zur Gärung des Mostes genutzt, während im tiefer gelegenen Keller die Weinfässer zur Reifung gelagert wurden.

Beide Bereiche waren durch ein ausgeklügeltes System für den Transport der Fässer miteinander verbunden: den sogenannten „Scendibotte“, eine Treppe mit zwei seitlichen Rampen, über die die Fässer von der oberen Ebene in den darunterliegenden Keller gerollt werden konnten. Tief im Inneren des Tufffelsens gelagert, konnte der Wein dort langsam weiterreifen und altern.

 

Von der mittelalterlichen Weinproduktion bis heute spielt der Wein in Orvieto eine zentrale Rolle. Entdecken Sie nach dem Besuch des Pozzo della Cava die Weingüter der Umgebung und verkosten Sie die lokalen Weine, Ausdruck einer jahrhundertealten Tradition.

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