Brücke über den Tiber mit der Altstadt von Umbertide im Hintergrund.

Sieben Tage im Oberen Tiber-Tal

Es gibt einen Ort, an dem die Zeit mit derselben ruhigen Gelassenheit zu fließen scheint wie der Fluss, der ihn durchzieht. Als natürliche Verbindung zwischen Umbrien und der Toskana offenbart sich das Obere Tibertal dem Reisenden wie ein gut gehütetes Geheimnis: ein Mosaik aus sanften Hügeln, mittelalterlichen Bergdörfern und grünen Tälern.

Diese Route lädt dazu ein, das Tempo zu drosseln und dem Lauf des Tibers zu folgen, um eine ursprüngliche Landschaft abseits der bekannten Touristenpfade zu entdecken.

Unterwegs erwartet Sie ein außergewöhnlicher Dialog mit der Kunst – von der Renaissance bis zur Gegenwart. Dieses Tal hat große Künstler aller Epochen inspiriert und beherbergt. Bewundern Sie die geometrische Vollkommenheit Piero della Francescas in Citerna und die harmonische Klarheit Raffaels in Città di Castello, bevor Sie nur wenige Kilometer weiter von der revolutionären Materialkraft der Werke Alberto Burris, ebenfalls in Città di Castello, beeindruckt werden.

Entdecken Sie die Schönheit und Authentizität von Orten, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Von den mittelalterlichen Gassen Montones, das zu den schönsten Dörfern Italiens zählt, über die eindrucksvolle Architektur Umbertides bis hin zur majestätischen Burg Castello Bufalini in San Giustino – jede Station ist eine Reise durch die Jahrhunderte.

Wer die Natur liebt, kann zwischen Wanderungen, Radtouren auf dem Radweg entlang des Flusses oder spirituellen Wegen wie dem berühmten Franziskusweg wählen. Hier bedeutet Zeit im Freien vor allem eines: Erholung und neue Energie.

Und schließlich gehört zu jeder Reise auch gutes Essen. Diese Region ist die Heimat des kostbaren weißen Trüffels, des hochwertigen Chianina-Rindfleischs, von charaktervollem nativem Olivenöl extra und von Weinen, die die Seele eines fruchtbaren Landes in sich tragen.

Lassen Sie sich Zeit. Das Obere Tibertal erlebt man am besten, indem man seine Nebenstraßen erkundet, auf den Dorfplätzen ins Gespräch kommt und der Landschaft den Rhythmus des Tages überlässt.

Schnüren Sie Ihre Wanderschuhe, wecken Sie Ihre Neugier und machen Sie sich bereit, die Schönheit dieser Landschaft mit allen Sinnen zu erleben.

Panoramablick auf Città di Castello mit der Altstadt, dem Palazzo Vitelli und seinem monumentalen Garten.
Tag 1. Città di Castello: Altstadt und Renaissancekunst
Schwarze und rote Eisenskulpturen von Alberto Burri vor den ehemaligen Tabaktrockenschuppen in Città di Castello.
Tag 2. Città di Castello: die zeitgenössische Kunst Alberto Burris
  • Vormittag: Besuchen Sie den Palazzo Albizzini, den historischen Sitz der Fondazione Palazzo Albizzini Collezione Burri, in dem die wichtigsten frühen und historischen Werke des Künstlers ausgestellt sind.
  • Nachmittag: Setzen Sie Ihren Besuch im zweiten, außergewöhnlichen Ausstellungsort der Stiftung fort: den ehemaligen Tabaktrockenschuppen (Ex Seccatoi del Tabacco). Die riesigen schwarzen Industriehallen beherbergen Burris monumentale Werkzyklen und bieten ein weltweit einzigartiges Kunsterlebnis.
  • Wenn noch Zeit bleibt, besuchen Sie die Weberei und Textilsammlung der Tela Umbra, die im historischen Palazzo Alberti Tomassini untergebracht ist, nur wenige Schritte vom Hauptplatz entfernt. Hier arbeiten die traditionellen Holzwebstühle noch heute wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts und bewahren eine ausschließlich lokale Textiltradition. Außerdem können Sie hier hochwertige, handgefertigte Souvenirs erwerben.
Castello Bufalini in San Giustino mit Wassergraben, Wehrmauern und italienischem Renaissancegarten.
Tag 3. San Giustino: Burgen und römische Geschichte
  • Vormittag: Besuchen Sie Colle Plinio mit den archäologischen Überresten der Villa des Plinius des Jüngeren – eine faszinierende Reise in die römische Geschichte des Oberen Tibertals. Ergänzen Sie Ihren Besuch im Archäologischen Museum von San Giustino, das in der prachtvollen Villa Margherini Graziani untergebracht ist und zahlreiche Funde aus der Villa präsentiert.
  • Nachmittag: Besichtigen Sie das eindrucksvolle Castello Bufalini, eine mittelalterliche Festung, die später in einen eleganten Adelssitz umgewandelt wurde. Sehenswert sind vor allem die prachtvollen Freskenräume sowie der italienische Renaissancegarten mit seinem historischen Heckenlabyrinth.
Überdachte Holzbrücke des Tiber-Radwegs mit einem an die Konstruktion gelehnten Fahrrad und dem Fluss auf der linken Seite.
Tag 4. Mit dem Fahrrad auf dem Tiber-Radweg
  • Vormittag: Leihen Sie sich ein Fahrrad und fahren Sie auf den Tiber-Radweg. Folgen Sie dem flachen Verlauf des Flusses nach Süden und genießen Sie die Ruhe und die grüne Landschaft Umbriens.
  • Nachmittag: Radeln Sie weiter in Richtung Lama oder Selci, zwei kleine Orte mit ländlichen Bildstöcken und reizvollen Ausblicken auf die umliegende Landschaft, bevor Sie entlang des Flusses zu Ihrem Ausgangspunkt zurückkehren.
Mittelalterliche Gasse in Citerna mit Steinhäusern und einem Bogen, der die Gebäude verbindet.
Tag 5. Auf dem Franziskusweg: Pilgern in der Natur
  • Vormittag: Widmen Sie den Tag einer der umbrischen Etappen des berühmten Franziskuswegs und wandern Sie von Citerna nach Città di Castello (ca. 20 km). Starten Sie im malerischen Bergdorf Citerna und genießen Sie herrliche Ausblicke, während Sie durch Olivenhaine und Wälder wandern.
  • Nachmittag: Folgen Sie den charakteristischen gelb-blauen Wegmarkierungen bis nach Città di Castello. Zu Fuß in die Stadt einzuziehen eröffnet einen ganz neuen und besonders stimmungsvollen Blick auf ihr historisches Zentrum.
Burg Civitella Ranieri inmitten von Grün mit Zufahrtsallee und runden Türmen.
Tag 6. Umbertide: Burgen und historische Orte
  • Vormittag: Erkunden Sie die Altstadt von Umbertide und beginnen Sie Ihren Rundgang an der beeindruckenden Rocca, einer mittelalterlichen Festung, die heute ein Zentrum für zeitgenössische Kunstausstellungen beherbergt. Besuchen Sie außerdem die außergewöhnliche Kirche Santa Maria della Reggia mit ihrem achteckigen Grundriss.
  • Nachmittag: Fahren Sie wenige Kilometer weiter, um das malerische Castello di Civitella Ranieri von außen zu bewundern. Die von dichtem Wald umgebene Burg zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Nordumbriens.
Rocca d'Aries in Montone, an ancient medieval fortress surrounded by the greenery of the Umbrian hills.
Tag 7. Das mittelalterliche Dorf Montone
  • Vormittag: Besuchen Sie Montone, eines der schönsten Dörfer Italiens, das auf einem Hügel über dem Tal thront. Schlendern Sie durch die hervorragend erhaltenen mittelalterlichen Gassen und besichtigen Sie den Museumskomplex San Francesco.
  • Nachmittag: Verbringen Sie die letzten Stunden Ihrer Reise an der Rocca d'Aries und genießen Sie den herrlichen Panoramablick über die umbrischen Hügel. Nutzen Sie anschließend die Gelegenheit für den Kauf regionaler Spezialitäten wie natives Olivenöl extra oder Weine der Colli Altotiberini.