Guidi – Tancredi. Ein unsichtbarer Knoten
In Foligno präsentiert das CIAC – Centro Italiano Arte Contemporanea vom 28. Juni bis 27. September die Ausstellung Guidi – Tancredi. Ein unsichtbarer Knoten, die Virgilio Guidi und Tancredi Parmeggiani gewidmet ist. Kuratiert von Italo Tomassoni und Giovanni Granzotto, vereint die Ausstellung mehr als siebzig Werke und stellt Guidis Arbeiten der 1920er- und 1930er-Jahre den Gemälden Tancredis aus den 1950er- und 1960er-Jahren gegenüber.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Frage nach der Verbindung zwischen zwei Künstlern, deren Bildsprache und künstlerische Haltung auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen. Der Untertitel Ein unsichtbarer Knoten verweist auf diese verborgene Beziehung und lädt dazu ein, Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Werke neu zu betrachten.
Der Rundgang zeigt zwei unterschiedliche Auffassungen von Malerei und Bildraum. Im Werk von Virgilio Guidi stehen Licht, Form, Farbe und Raum im Mittelpunkt und knüpfen an die italienische Tradition sowie an das kulturelle Umfeld Venedigs an. Tancredi Parmeggiani entwickelte dagegen eine experimentelle Bildsprache, in der Zeichen, Farbe und Rhythmus zu zentralen Ausdrucksmitteln werden. Die Ausstellung ermöglicht einen vergleichenden Blick auf zwei bedeutende Positionen der italienischen Kunst des 20. Jahrhunderts.
