Jahreszeit des Lichts
In Amelia ist vom 4. Juli bis 29. September die Ausstellung Jahreszeit des Lichts zu sehen. Sie präsentiert eine Auswahl von Werken aus der Sammlung Luciana Conti und Aldo Paladini, die sich dem Thema Licht in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen widmen. Gezeigt werden Gemälde von Corrado Cagli und Filippo De Pisis, ergänzt durch ein Werk von Fausto Pirandello, das bereits seit dem vorherigen November ausgestellt ist. Die Ausstellung untersucht die Beziehung zwischen Licht, Natur, Gegenständen und der menschlichen Figur.
Die Werke treten durch unterschiedliche Interpretationen desselben Themas miteinander in Dialog. Im Stillleben von Filippo De Pisis erinnert das Licht an das Meer und die natürliche Umgebung, aus der die dargestellten Elemente stammen, und vermittelt auch innerhalb der Komposition ein Gefühl von Helligkeit und Weite. In Vase mit Sonnenblumen von Corrado Cagli wird das Licht durch die Erinnerung dargestellt: Die Blumen, Sinnbilder der Sonne, sind abgeschnitten und in einen häuslichen Raum versetzt, wodurch der Übergang von der Natur in eine intimere Umgebung sowie das allmähliche Verblassen ihrer Lebenskraft angedeutet werden.
Mit Die Wäscherinnen von Fausto Pirandello erhält das Thema eine weitere Perspektive. Das Licht kommt nicht von außen, sondern scheint aus der malerischen Komposition selbst hervorzutreten. Es formt die Körper durch Materialität, Volumen und Farbbeziehungen und verleiht der Szene eine zeitlose, schwebende Atmosphäre.
Mit diesen drei Werken versteht Jahreszeit des Lichts das Licht als erzählerisches und interpretatives Element. Natürliches Licht, erinnertes Licht und inneres Licht werden zu verschiedenen Möglichkeiten, die Wirklichkeit und ihre Veränderungen zu betrachten. Die Ausstellung setzt den Dialog der vorherigen Ausstellung Frauenblicke fort und bietet eine neue Reflexion über Wahrnehmung und künstlerische Darstellung.
