Die Attorta oder Rocciata ist ein in fast ganz Umbrien beliebtes Gebäck, das während der Winterferien (von Anfang November bis Karneval) zubereitet wird. Besonders beliebt ist sie in der Weihnachtszeit, vielleicht wegen ihrer roten Farbe, die von den Alkermes stammt.
Höchstwahrscheinlich geht dieser Kuchen auf die Antike zurück: Schon in den Eugubinischen Tafeln werden verschiedene Brotsorten erwähnt, die die Umbrer den Göttern darbrachten. Darunter findet sich auch der Begriff tenzitim, der sich als „tensedio“ transkribieren lässt, der Name eines Brotes, dessen wörtliche Bedeutung „Seil, das gegessen wird“ ist. Es scheint der Vorläufer unserer attorta oder rocciata zu sein.
Heute wird dieser Kuchen in der ganzen Region nach verschiedenen Rezepten zubereitet, die sich in den Zutaten des Teigs und der Füllung unterscheiden. Eine Zutat, die nie fehlen darf, sind die Äpfel, eine der wenigen Früchte, die vor allem in den vergangenen Jahrzehnten den ganzen Winter über gelagert werden konnten.
Wenn Sie sich an diesem Kuchen versuchen wollen, denken Sie daran, dass früher viele Menschen kein Rezept mit genauen Dosierungen befolgt haben: Die einzige Regel war, die Zutaten zu verwenden, die man zur Hand hatte.
Versuchen Sie, den Vorschlägen im Video zu folgen, oder experimentieren Sie mit den Zutaten in der Liste. Nach Gefühl!
