Ehemalige Tabaktrockenschuppen
Der Komplex der Ehemaligen Tabaktrockenschuppen in Città di Castello, der 1990 eröffnet wurde, ergänzt die Sammlung des Palazzo Albizzini um die Werkzyklen, die Alberto Burri zwischen 1979 und 1993 schuf.
Von Tabakblättern zu monumentalen Bildzyklen
Am Stadtrand von Città di Castello gelegen, sind diese imposanten Industriehallen weit mehr als ein Museum: Sie bilden eine wahre weltliche Kathedrale der zeitgenössischen Kunst, einen Ort, an dem die Dimensionen der Werke und des Raumes den Begriff der Ausstellung neu definieren.
Die Gebäude wurden zwischen dem Ende der 1950er- und der Mitte der 1960er-Jahre für die Trocknung von tropischem Tabak errichtet, der im Gebiet von Città di Castello angebaut wurde. Die Anlagen der Fattoria Autonoma Tabacchi wurden in den 1970er-Jahren stillgelegt. 1978 erhielt der aus Città di Castello stammende Künstler Alberto Burri die Nutzung des Komplexes als Atelier zur Schaffung großformatiger Werke.
1979 wurde eine der Hallen für die Präsentation des ersten großen Bildzyklus mit dem Titel Il Viaggio („Die Reise“) für Kunstkritiker und Publikum geöffnet. Der Erwerb des gesamten Komplexes durch die Fondazione Palazzo Albizzini im Jahr 1989 leitete ein umfassendes Restaurierungs- und Museumsprojekt ein.
Eine ganzheitliche Architektur
Das visuelle Erlebnis beginnt bereits vor dem Betreten des Gebäudes. Auf Burris ausdrücklichen Wunsch hin wurde die gesamte Außenfassade der Hallen in einem tiefen, matten Schwarz gestrichen. Dieser dunkle, monolithische Baukörper hebt sich eindrucksvoll vom Himmel Umbriens ab und wird nur durch das Grün der umliegenden Rasenflächen unterbrochen, auf denen drei monumentale Skulpturen aus lackiertem Eisen stehen:
- Grande Ferro K (1982)
- Grande Ferro Sestante (1983)
- Grande Ferro U (1990)















