Stadt

Gualdo Cattaneo


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Corso Cavour 126 - 06034 Foligno
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HISTORY
The foundation of Gualdum Captaneorum, castle set in the foothills of the Martani Mountains, dates back to 975 when Count Edoardo Cattaneo, vassal of the Holy Roman Emperor Otto II of Saxony, received it as his fief and built the fortress. The town was certainly of Longobard origins as can be seen from the name: Gualdo derives from "Wald" (forest, wood), and Cattaneo from "Captaneorum" (captains, lords in the service of their king). It was frequently the object of bitter fighting and was governed alternatively by Foligno and Spoleto. In 1198 if became a fief of the Duchy of Spoleto, and when the duchy came to an end the town was retaken by Foligno who held dominion over it until 1439 when it was annexed by the Papal States and governed by them, except for the brief Napoleonic period, until the Unification of Italy (1860).
GESCHICHTE
Die Gründung der antiken, an den Hängen der Monti Martani liegenden Burg „Gualdum Captaneorum" geht auf das Jahr 975 zurück, als Graf Edoardo Cattaneo, Lehnsmann des Kaisers Otto II. von Sachsen, sie als Lehensgut erhielt und dort eine Festung bauen ließ. Mit Sicherheit ist der Ort langobardischen Ursprungs: Der Flurname Gualdo kommt von „Wald" und Cattaneo von „Captaneorum" ((Heerführer, Signori im Dienst des Königs). Aufgrund seiner militärisch strategischen Position stand Gualdo Cattaneo oft im Mittelpunkt heftiger Auseinandersetzungen und wechselnder Herrschaften zwischen Foligno und Spoleto. 1198 wurde es Lehen des Herzogtums Spoleto. Nach dem Ende des Herzogtums übernahm Foligno wieder die Herrschaft über das Dorf, bis es 1439 dem Kirchenstaat einverleibt wurde. Abgesehen von der napoleonischen Zeit unterstand es bis zur Einheit Italiens (1860) der Regierungsgewalt der Kirche.
KUNST UND KULTUR
Auf dem Hauptplatz des Dorfes ragt die gewaltige Rocca empor, eine Festung auf dem Grundriss eines gleichseitigen Dreiecks mit drei kommunizierenden Türmen, die auch unterirdisch mit den darunter liegenden Burgmauern verbunden sind. Interessant sind die Kirche S. Agostino von 1136 mit Fresken der Schule von Foligno, die Kirche der Heiligen Antonio und Antonino (1260) mit romanischer Krypta, in der eine Temperamalerei der umbrisch-senesischen Schule zu sehen ist, und die Kirche S. Andrea in ursprünglich romanischem Stil, von dem nach der kompletten Erneuerung im Jahr 1804 noch die Krypta und einige Fassadenskulpturen der antiken Rosette erhalten sind. In der Umgebung lädt das Territorium zu einer interessanten Tour ein, um das Burgsystem und die mittelalterlichen Bauten, die ein wahres Verteidigungssystem darstellen, zu besichtigen: Sie entstanden überwiegend im Spätmittelalter (13.-14. Jh.) und bilden ein außergewöhnliches Freiluftmuseum. Charakteristischster Archetyp unter den Festungen ist die Burg von Barattano. Bemerkenswert ist auch der befestigte Weiler San Terenziano, in dem die Kirche Inferiore mit romanischer Krypta, die Kirche Superiore (13. Jh.), die Kirche S. Apollinare (13.-14. Jh.) und die Kirche Madonna delle Grazie (15. Jh.) eine Besichtigung wert sind. Sehenswert sind in Grutti die unterirdischen Grotten und die romanische Kirche S. Maria di Agello, in Marcellano die Kirche Madonna del Ponte, in Saragano die langobardische Burg und in Pomonte der Baronspalast und die Überreste des „Castellaccio".