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Acquasparta
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GESCHICHTE

Die ersten geschichtlichen Hinweise stammen aus dem Jahr 996, als die nach dem Verfall der antiken römischen Stadt Carsulae errichtete Burg von Acquasparta den Ländereien Arnolfe, Lehen der Familie Arnolfi, einverleibt wurde. Im Anschluss an verschiedene Herrschaften erlebte der Ort unter der Signoria der Cesi eine ausgesprochene Blütezeit, in der er zum Zentrum eines lebhaften Kulturlebens wurde. Der Höhepunkt dieser Zeit war die Gründung der Akademie der Lincei (1603), die erste wissenschaftliche Schule in Europa. Die Familie Cesi regierte Acquasparta bis zum Aussterben ihres Geschlechts (1880), fast in Übereinstimmung mit der Entstehung des Italienischen Staats.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das repräsentativste Gebäude in der Altstadt ist der Palazzo Cesi, ein prächtiges, vom Architekten Gian Domenico Bianchi entworfenes Renaissance-Gebäude, das Sitz der renommierten Akademie der Lincei und Wohnsitz des Herzogs Federico Cesi war: 1624 war Galileo Galilei für kurze Zeit hier zu Gast. Im Palazzo kann man zahlreiche Säle mit Fresken der Zuccari und mit geschnitzten Kassettendecken besichtigen. Interessant sind die Kirche S. Francesco von 1294 mit den schlichten und suggestiven romanisch-gotischen Linien, die für die franziskanischen Kirchen in Umbrien typisch sind, die der Schutzheiligen der Stadt geweihte Kirche S. Cecilia, die das Grabmal des Prinzen Federico Cesi beherbergt, die Kirche Madonna del Giglio (oder des Kreuzes) von 1606 sowie die Sakramentskirche (1684), in der ein Stück von einem römischen Mosaik aus der antiken Stadt Carsulae zu sehen ist.

In der Umgebung stößt man entlang der Via Flaminia in Richtung Carsulae auf die Ponte Fonnaia, eine antike römische Brücke aus augusteischer Zeit mit zwei Bögen, über der im 13. Jh. die romanische Kirche S. Giovanni de Butris errichtet wurde: Diese Kirche gehörte früher dem Malteserritterorden und formt zusammen mit den Brückenbogen einen einzigartigen und ausgesprochen sehenswerten Komplex. In der Ortschaft Firenzuola ist die Kirche S. Maria in Rupino aus dem 12. Jh. ein interessantes Beispiel des romanischen Stils aus der Gegend von Spoleto. Auf dem Weg zu den Berggipfeln von Acquasparta gelangt man zu dem verträumten mittelalterlichen Dörfchen Portaria, ein winziger, in einer märchenhaften Landschaft eingebetteter Weiler, in dem man die Kirche der Heiligen Filippo und Giacomo besichtigen kann. Für den Bau dieser Kirche um Mitte des 11. Jh. wurde Material aus der Stadt Carsulae verwendet, das noch auf der rustikalen Steinfassade zu sehen ist. Um die Naturschätze des Territoriums von Acquasparta zu genießen, kann man entweder auf den Wegen des Martani Trekking wandern, gut ausgestattete Naturrouten im Gebiet der Monti Martani, oder sich einen Aufenthalt im Thermalzentrum der Quellen Amerino gönnen, aus denen Wasser mit einzigartigen heilenden Eigenschaften sprudelt.


Assisi
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Assisi liegt in Mittel-Ostumbrien an den Hängen des Monte Subasio und beherrscht von hier aus das Tal, durch das die Nebenflüsse des Tibers Topino und Chiascio fließen.
Die Geburtsstadt des hl. Franziskus und der hl. Chiara ist in der ganzen Welt als universelles Zentrum der franziskanischen Botschaft des Friedens und der Brüderlichkeit bekannt. In der mit dem typischen rötlichen Kalkstein des Subasio errichteten Stadt können die Besucher die Atmosphäre tiefer Spiritualität der Orte spüren, die aufgrund der Geschichte und des Glaubens ihrer Heiligen weltweit einzigartig sind.

 

GESCHICHTE

Nach den Umbrern, die Assisi gründeten, siedelten sich die Etrusker hier an. Im 1.Jh.v.Chr. wurde die Stadt ein wichtiges römisches Munizipium. Totilas Gotenheer griff sie 545n.Chr. an und zerstörte sie; danach folgten die Langobarden, die Assisi in die Gebiete des Herzogtums von Spoleto aufnahmen.

Im 12. Jh. erwarb die Stadt die Privilegien der freien Kommune, doch ihre Unabhängigkeit währte nicht lange: Die politische und militärische Unbeständigkeit dauerte bis zum 16. Jh. an, als Assisi nach verschiedenen Herrschaften (Papsttum, Visconti, Braccio Fortebraccio und Francesco Sforza) dem Kirchenstaat einverleibt wurde, unter dessen Herrschaft sie, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis zur Gründung des Italienischen Staats im Jahr 1860 blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Mit dem historischen Stadtkern, der Basilika S. Francesco und den anderen franziskanischen Orten wurde Assisi zusammen mit nahezu dem gesamten Gemeindeterritorium im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

Unter den zahlreichen Monumenten, die Assisi zu einem der künstlerisch interessantesten Touristenziele machen, ragen vor allem die Basilika S. Francesco, Mittelpunkt der weltweiten Frömmigkeit, die Basilika S. Chiara und die romanische Kathedrale San Rufino hervor.

Auf dem Rathausplatz befinden sich der Palazzo dei Priori, der Palazzo del Capitano del Popolo aus dem 13. Jh. mit dem Stadtturm sowie der Minerva-Tempel, ein römischer, perfekt erhaltener Tempel aus der spätrepublikanischen Zeit (1.Jh.v.Chr.).

Gleich außerhalb der Stadtmauern beherrscht die stolze Rocca Maggiore die Stadt. 1367 ließ Kardinal Albornoz sie auf der zuvor bestehenden Struktur (1174) einer alten Feudalburg wieder aufbauen.

In der näheren Umgebung können die Orte des hl. Franziskus besichtigt werden, wie z.B. die in einem dichten Wald an den Hängen des Monte Subasio liegende Einsiedelei „Eremo delle Carceri" und das Kloster San Damiano, die gewaltige Basilika Santa Maria degli Angeli, errichtet zwischen 1569 und 1679 zum Schutz der Porziuncola, eine kleine Kirche, die die erste Franziskaner-Gemeinschaft aufnahm, sowie die Kapelle del Transito, wo der hl. Franziskus am 4. Oktober 1226 starb.

Im Hinblick auf die Natur ist der Regionalpark des Monte Subasio einen Besuch wert. Er wurde mit dem Ziel geschaffen, dieses wertvolle und von einer mystischen Atmosphäre durchdrungene Naturgebiet zu schützen.


Intermodalität:

ab dem 1. Juli 2022 ist Perugia Airlink in Zusammenarbeit mit Trenitalia aktiv (beigefügt). Der neue dedizierte Service verbindet die Städte Perugia und Assisi schnell, bequem und nachhaltig mit dem internationalen Flughafen „San Francesco d'Assisi“ in Umbrien.

Perugia
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Karte der Sehenswürdigkeiten

 

GESCHICHTE

Die etruskische Stadt war ein blühendes römisches Munizipium mit dem Namen „Augusta Perusia". Nach dem Untergang des Römischen Reichs wurde sie von Barbareneinfällen heimgesucht und von Totilas Gotenheer zerstört (547n.Chr.). Nach der Eroberung durch die Byzantiner wurde Perugia zu einem der Stützpunkte ihrer Oberherrschaft gegen die Expansion des langobardischen Herzogtums von Spoleto. Bis zum 8. Jh. blieb die Stadt byzantinisch, fiel dann unter die Herrschaft der Kirche und blieb dem Papsttum auch dann treu, als sie im Jahr 1000 freie Kommune wurde. Im 14. Jh., als Perugia die mit dem Papst verbündete Stadt Foligno zerstörte, verschlechterte sich die Freundschaft mit der Kirche in Rom hoffnungslos: Von da an ist die Geschichte Perugias eine Aufeinanderfolge von inneren Zwistigkeiten, Verschwörungen, Verrat und Kriegen, bis unter Papst Paul III. (1531) die Kontrolle der Kirche definitiv wurde. Perugia verlor jede Freiheit und Autonomie und alle Versuche der Rebellion gegen die päpstliche Macht wurden mit neuen Massakern und Zerstörungen bestraft. 1860 wurde die Stadt dem Königreich Italien angegliedert.
 

 

KUNST UND KULTUR

Als Ergebnis seiner ruhmreichen Vergangenheit verfügt Perugia über einen immensen Kunst- und Kulturschatz. In jedem Winkel und auf jedem Platz der Stadt kann man Monumente bewundern, die von Jahrhunderten der Geschichte, der Kunst und der Kultur zeugen: Der Etruskische Bogen oder Augustus-Bogen, ein monumentales, in der römischen Zeit restauriertes Tor in der alten etruskischen Stadtmauer, der Etruskische Brunnen und Porta Marzia, zweites etruskisches Monumentaltor, das in die Vorderseite der Bastion Rocca Paolina, eine im Jahr 1540 von Papst Paul III. errichtete Festung, einbezogen wurde. An der Piazza IV Novembre, einer der schönsten Plätze Italiens, erhebt sich der Palazzo dei Priori, ein elegantes gotisches Gebäude, in dem die Umbrische Nationalgalerie untergebracht ist. In diesem Museum sind absolute Meisterwerke der italienischen Kunst vom Mittelalter bis zum 18. Jh. von Piero della Francesca, Benozzo Gozzoli, Fra Angelico, Pinturicchio und Perugino ausgestellt. Bemerkenswert sind auch die Sala dei Notari, das Collegio del Cambio, antike Börse der Geldwechslerzunft von Perugia, in dem ein wertvoller Gemäldezyklus des Perugino und die Kapelle S. Giovanni Battista mit Fresken des 16. Jh. zu sehen sind, das Collegio della Mercanzia, die Kathedrale S. Lorenzo mit dem angeschlossenen Kapitularmuseum und die prächtige, im 13. Jh. von Fra Bevignate aus Perugia entworfene Fontana Maggiore mit Basreliefs von Nicola und Giovanni Pisano. Interessant sind der Palazzo del Capitano del Popolo und der Palazzo della Vecchia Università, der heutige Justizpalast, der Palazzo Donini und der Palazzo Cesaroni, Sitz der Regionalregierung bzw. des Regionalrats von Umbrien, der Palazzo della Provincia (1870) in lombardischem Stil und der Palazzo della Penna, in dem Dauer- und zeitlich begrenzte Ausstellungen stattfinden. Besonders schön sind auch das Städtische Theater Morlacchi (1788) und der Palazzo Antinori-Gallenga Stuart (1754), die heutige Ausländeruniversität. Viele Kirchengebäude sind ebenfalls besichtigungswert: Die Basilika S. Pietro mit ihrem wunderschönen Kreuzgang, die Basilika S. Domenico mit dem angegliederten Archäologischen Nationalmuseum von Umbrien mit zahlreichen umbrischen, etruskischen und römischen Fundstücken, die Kirche S. Angelo auf rundem Grundriss, der Komplex San Francesco al Prato mit der ehemaligen Kirche und dem Oratorium S. Bernardino, die Kirche S. Filippo Neri, die Kapelle S. Severo mit dem Fresko „Dreieinigkeit und Heilige", das teils von Raffaello und teils von Perugino gemalt wurde, die Kirche S. Maria Nuova mit Holzchor und Orgel von 1548, die Kirche S. Ercolano und die Kirche S. Bevignate (13.Jh.). In der Stadt lohnt sich die Besichtigung des Botanischen Gartens und des in der Nähe der Abtei S. Pietro liegenden Mittelalterlichen Gartens; in der Umgebung sind das Hypogäum der Volumni (2.Jh.v.Chr) in Ponte S. Giovanni und das Grabmal und die Fresken des Perugino in Fontignano sehenswert.


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Valtopina
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GESCHICHTE

Das schon zur Zeit der Römer besiedelte Gebiet von Valtopina wird in den Chroniken des 10. Jahrhunderts erwähnt, als sich eine Gemeinschaft von Flüchtlingen aus Apulien dauerhaft im Tal ansiedelte. 1282 wurde es Assisi unterworfen und 1383 trat Papst Urban VI. es an die Signoria der Trinci von Foligno ab, deren Herrschaft bis zum Fall der Trinci im Jahr 1439 währte. Valtopina wurde der direkten Kontrolle der Kirche unterstellt, war dann den Invasionen der französischen Truppen ausgesetzt und schloss sich 1849 der Römischen Republik an. 1860 wurde es in das Königreich Italien eingegliedert. Nachdem der Ort von 1927 bis 1947 unter der Kontrolle der Gemeinde Foligno gestanden hatte, wurde er 1948 wieder eine autonome Kommune.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das Territorium zeichnet sich sowohl durch Zeugnisse der römischen Präsenz als auch durch zahlreiche, zwischen dem 10. und 12. Jh. errichtete Festungen und alte Burgen aus. Interessant sind die Bauwerke im Zusammenhang mit dem Wegenetz der Konsularstraße Via Flaminia, wie die römische Brücke von Pieve Fanonica und die Konstruktion des Ponte Rio (Stützmauer). Es gibt bemerkenswerte, zum Teil noch sichtbare Burgruinen, darunter die Burg von Poggio, der Verwaltungssitz vom Mittelalter bis zum Jahr 1867, von der man den Turm, die Mauern und die Burgkirche besichtigen kann, und die Burg von Gallano. Die Burgen von Pasano und von Serra sind bedeutende Beispiele der urbanistischen Architektur. Sehenswert sind auch der Palazzo Comunale, eine herrschaftliche Residenz von Anfang des 20. Jh., und die mittelalterliche Kirche Santa Cristina, in der man noch einige der Fresken erkennen kann, mit denen der Innenraum früher dekoriert war (ein aus dem 15. Jh. stammendes Fresko ist im Bischofsmuseum von Foligno ausgestellt). Die 1994 von der archäologischen Oberintendantur durchgeführten Ausgrabungen in der Nähe der Ortschaft Casa Orlando brachten die Reste einer römischen Landvilla des 1. Jh.v.Chr. ans Licht: In der Ausgrabungsstätte wurde ein Keller mit einer großen Kelterwanne und einer kleinen Wanne für das Auffangen des Mostes entdeckt.


Spello
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GESCHICHTE

Nach Meinung vieler Gelehrter wurde Spello von den Umbrern gegründet, auf die dann die Römer folgten: Mit der Ernennung der Kolonie „Julia Hispellum" (ca. 41v.Chr.) begann der wichtigste historische Zeitabschnitt des Ortes. Nach dem Untergang des Römischen Reichs wurde Spello von Totilas Gotenheer zerstört und dem langobardischen Herzogtum von Spoleto einverleibt. Im Anschluss an die turbulenten Ereignisse des Frühmittelalters wurde der Ort im 12. Jh. unabhängige Kommune. Gegen Ende des 14. Jh. unterstand er den Baglioni von Perugia und nach einer Zeit intensiver künstlerischer Aktivität, in der Renaissance-Meisterwerke von Pintoricchio, Perugino und Alunno entstanden, schloss er sich 1583 dem Kirchenstaat an, unter dessen Herrschaft er, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis zum Jahr 1860 blieb.

 

KUNST, KULTR, UMWELT

Spello vereint Spuren verschiedener geschichtlicher Epochen: aus der Römerzeit findet man die Stadtmauer mit den gut erhaltenen Stadttoren, die Ruine des Theaters, des Amphitheaters und der Thermen, aus dem Mittelalter stammen die alten Steinhäuser und die verwinkelten Gässchen. Der Ort ist immer noch von der alten Stadtmauer umringt, die 1360 erbaut wurde und Teile der römischen Stadtmauer und drei prachtvolle Tore einverleibt hat: die Porta Consolae (1. Jahrhundert v. Chr.), die Porta Urbica (oder Porta San Ventura) und die Porta Venere aus dem augusteischen Zeitalter, die als Triumphbogen erbaut wurde, an den Seiten mit den beiden sogenannten Properz Türmen mit zwölfeckigem Grundriss.

 

Unter den kirchlichen Bauwerken ist die Kirche Santa Maria Maggiore (12.-13. Jahrhundert) mit ihren Kunstschätzen im Inneren besonders sehenswert: auf der linken Seite des Schiffes befindet sich die Kapelle Baglioni, die mit Fresken von Pinturicchio ausgemalt ist und durch einen Boden mit Majolika Fliesen aus Deruta (1566) und Gemälden von Perugino bereichert wird. Von Pinturicchio (unter Mitarbeit von Eusebio von San Giorgio) stammt außerdem die große Tafel Madonna und Heilige (1508), die in der Kirche Sant'Andrea aus dem 13. Jahrhundert aufbewahrt wird, dort befindet sich auch ein Kruzifix aus der Schule von Giotto und der Leichnam von Andrea Caccioli, einem Gefährten des Hl. Franziskus.

Neben dem Rathaus, in dem sich auch die Bibliothek, das historische Archiv und das Archiv der Akademie der Konstantinischen Studien befindet, sollte man auch den Palazzo Baglioni (1358), den Palazzo dei Canonici, Sitz der Pinakothek und die Kirche San Lorenzo (12. Jahrhundert), wo ein wertvoller Tabernakel aus Marmor, ein monumentales Werk des Bildhauers Flaminio Vacca (1587) aufbewahrt wird, besichtigen.

In der Umgebung befinden sich die interessante Kirche San Claudio, ein wunderschöner romanischer Bau, die Kirche San Girolamo mit dem angeschlossenen Kloster, ein Komplex, das 1472 dank der Finanzierung von Braccio II Baglioni, dem Herrn von Spello, erbaut wurde, die Villa Fidelia, die aus dem 16. Jahrhundert stammt und im 18. Und 19. Jahrhundert umgebaut und erweitert wurde. Die Villa wurde auf dem Standort eines hellenistischen Heiligtums erbaut, das verschiedenen Gottheiten gewidmet war, darunter sicher Venus. In der Villa befindet sich eine reiche Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Antiquitäten.

Der Komplex von San Girolamo liegt in der schönsten Ecke der Gegend: am Fuße des Monte Subasio findet man eine reiche Vegetation, die wild am Berghügel gewachsen ist und der natürlichen Form des Berges folgt.


Nocera Umbra
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GESCHICHTE

Das Städtchen wurde im 6.Jh.v.Chr. von den Umbrern gegründet und dann von den Römern erobert, die es im Jahr 161v.Chr. zu ihrem Munizipium und zu einer wichtigen Station an der Via Flaminia machten. Im frühen Mittelalter wurde Nocera Umbra zuerst von Totilas Goten erobert und zerstört (552n.Chr.) und dann in das Herzogtum Spoleto eingegliedert. Im Anschluss an die Machtkämpfe, die vom 12. bis zum 14. Jh. fast ganz Umbrien prägten, wurde es 1439 endgültig dem Kirchenstaat einverleibt, dessen Schicksal es bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) teilte.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das hochgelegene Städtchen präsentiert sich mit den offensichtlichen Zeichen seiner früheren Verteidigungsstruktur, allen voran die gewaltigen Burgmauern aus dem Mittelalter. Hinter der Porta Vecchia trifft man auf die Kirche S. Francesco des 14. Jh., in der die Pinakothek und das Gemeindemuseum untergebracht sind; hier sind Fresken von Matteo da Gualdo, ein Polyptychon des Alunno von 1483 und Werke der umbrischen Schule zu sehen. Zu den künstlerisch wertvollsten Gebäuden gehört der Dom, ein antikes romanisches Gebäude des 12. Jh., das 1448 wieder komplett aufgebaut wurde. Im Dom kann man den schönen Majolikafußboden der Sakristei und die Kapelle mit Leinwandgemälden des Künstlers Giulio Cesare Angeli aus dem 17. Jh. besichtigen. Daneben befindet sich der Campanaccio (Stadtturm), ein imposanter Wachturm des 11. Jh. und einziger Überrest der antiken Festung. Sehenswert sind im historischen Ortskern die zwischen 1864 und 1868 von dem Architekten Luigi Poletti realisierte Kirche S. Filippo in neogotischem Stil, die im Laufe des 19. Jh. komplett restaurierte Kirche S. Chiara (13. Jh.) mit dem Leinwandgemälde „Mariä Geburt" des 17. Jh. von Carlo Maratta und das Gemeindetheater, ein prächtiges Beispiel der Liberty Architektur.

In der Umgebung findet man viele kulturelle und künstlerische Zeugnisse: Die Rocca von Postignano, Colle di Nocera, Col Pertana, Salmaregia sowie die heiligen Ädikulen und die kleinen Landkirchen in Acciano, Aggi, Bagnara, Casaluna und Colle.

Von der Mystik dieser Orte zeugt die franziskanische Straße: Während des Ritts von Satriano legen jedes Jahr im September Reiter in historischen Kostümen die letzte Reise des hl. Franziskus im Jahr 1226 von Nocera Umbra nach Assisi wieder zurück.

Nocera Umbra blickt auf eine lange Tradition als Thermalstation: In Bagni di Nocera, einem lebhaften Touristenort, sprudelt das Wasser der Quelle Angelica.


Montone
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GESCHICHTE

Die Geschichte Montones beginnt im 9. Jh. und ist eng mit derjenigen der Familie Fortebraccio, die Signori dieses Gebiets, verknüpft. Im Jahr 1200 beschloss die Familie, die Auseinandersetzungen für die Eroberung des von Perugia, Gubbio und Città di Castello umkämpften Territoriums auf politischem und friedlichem Weg zu beenden: Sie überließ Perugia ihre gesamten Güter und erhielt dafür den Titel „Adlige Peruginer" und andere Privilegien.

1368 kam in Montone das berühmteste Mitglied der Familie Fortebraccio zur Welt: Andrea, später Braccio da Montone genannt, der einer der berühmtesten Söldnerführer wurde. Nach seinem Tod und anderen Ereignissen wurde Montone dem Kirchenstaat einverleibt. Erst mit der Gründung des Königreichs Italien (1860) wurde es wieder autonome Kommune.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das künstlerisch wertvollste Gebäude in Montone ist die gotische einschiffige Kirche S. Francesco (14. Jh.) mit polygonaler Apsis. Sie beherbergt zahlreiche Fresken der umbrischen Schule, von denen einige Maestro Bartolomeo Caporali zugeschrieben werden, sowie interessante Holzgruppen. In der Kirche befindet sich das Gemeindemuseum, in dem künstlerisch kostbare Gemälde, kirchliches Silberzeug und Wandschmuck ausgestellt sind, sowie das Ethnographische Museum im Erdgeschoss mit über 600 Ausstellungsstücken aus Ostafrika.

Ein weiteres wichtiges Kirchengebäude ist die Pieve S. Gregorio, die älteste Kirche von Montone, die um das Jahr 1000 in romanisch-byzantinischem Stil erbaut wurde. In ihrem Innenraum ist eine außergewöhnliche runde Apsis mit Fresken der umbrischen Schule zu sehen. Von großem Interesse ist auch die 1310 errichtete und im 17. Jh. restaurierte Kollegialkirche, in der am Ostermontag die Reliquie der Heiligen Dornenkrone ausgestellt wird. Gleich außerhalb des Ortskerns trifft man auf die imposante Burg Rocca d´Aries, die sich dank einer sorgfältigen Restauration in ihrer alten Pracht zeigt.


Orvieto
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GESCHICHTE

Die Ursprünge Orvietos gehen bis auf die etruskische Kultur zurück: Die ersten Siedlungen entstanden im 9.Jh.v.Chr. in den Tuffsteingrotten des Massivs, auf dem sich die heutige Stadt erhebt. Archäologischen Funde bezeugen, dass die Stadt zwischen dem 6. und dem 4.Jh.v.Ch. ihre größte wirtschaftliche Blütezeit erlebte. 263v.Chr. nahmen die Römer die Stadt zwar ein und tauften sie auf den Namen „Urbs Vetus" (der heutige Name Orvieto ist daraus abgeleitet), ließen aber die Institutionen, die Bräuche und die Sprache der Etrusker bestehen. Nach dem Untergang des Römischen Reichs wurde Orvieto zunächst von den Goten, dann von den Byzantinern und anschließend von den Langobarden des Herzogtums von Spoleto erobert. Um das Jahr 1000 erlebte die Stadt erneut einen urbanistischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwung und wurde bald freie Kommune, deren Regierung Papst Adrian VI. im Jahr 1157 offiziell anerkannte und legitimierte. Im 12. Jh. weitete sie nach den siegreichen Schlachten gegen Siena, Viterbo, Perugia und Todi und im Bündnis mit Florenz ihre Grenzen aus und beherrschte ein Territorium, das weite Gebiete der heutigen Regionen Toskana und Latium umfasste. Im 13. und 14. Jh. war das mittelalterliche Orvieto auf dem Höhepunkt seiner Macht und seines Reichtums, wie die herrlichen Gebäude, noch heute der Stolz der Stadt, bezeugen. Nach einer Zeit der bürgerlichen und religiösen Zwistigkeiten zwischen den Adelsfamilien bekräftigte Kardinal Albornoz erneut die Kontrolle der Kirche über das Gebiet. 1449 unterstellte sich die Stadt endgültig dem Kirchenstaat, bis dann 1860 das Königreich Italien gegründet wurde.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Orvieto verfügt über einen der reichsten Kunst- und Kulturschätze Umbriens. Der von Lorenzo Maitani(13. Jh.) entworfene Dom, gehört zu den erhabensten Leistungen der italienischen Architektur. Die wunderschöne gotische Fassade mit Mosaiken und Basreliefs präsentiert sich mit einer herrlichen, von Orcagna ausgeführten Rosette. Die Innenräume beherbergen zahlreiche Werke, darunter ein Meisterwerk der italienischen Malerei des 15.-16. Jh.: Der Freskenzyklus von Frau Angelico und Luca Signorelli in der Kapelle S. Brizio. Zu den ältesten Kirchen gehören: S. Giovenale, gebaut im Jahr 1004 und erweitert im 14. Jh., mit Fresken der orvietanischen Schule, S. Giovanni, errichtet 916 über dem Theater von Konstantin, mit einer Fassade aus dem 16. Jh., S. Andrea, ursprünglich aus dem 6. Jh., im 11. Jh. wieder aufgebaut und im 14. Jh. vollendet, S. Lorenzo de´Arari und S. Francesco (13. Jh.) sowie S. Domenico (13. Jh.), in der das von Arnolfo di Cambio geschaffene Grabmal des Kardinals de Braye zu sehen ist. Zu den repräsentativsten öffentlichen Gebäuden gehören: Palazzo Comunale (1216-1219), Palazzo del Popolo (13. Jh.), ein romanisch-gotischer Bau, Palazzo dei Sette (1292), die Türme Torre del Moro (13. Jh.) und Torre di Maurizio (1348), Palazzo Faina, Sitz des Archäologischen und Städtischen Museums, Palazzo dei Papi (13. Jh.), Sitz des Archäologischen Nationalmuseums, des Museums Opera del Duomo und des Museums Moderner Kunst Emilio Greco sowie das Städtische Theater Luigi Mancinelli (1844). Ein einzigartiges Erlebnis ist die Besichtigung des Brunnens S. Patrizio, ein bautechnisches Meisterwerk (1527-1537) von Antonio da Sangallo dem Jüngeren für die Wasserversorgung der Stadt. Der 62 Meter tiefe Brunnen verfügt über zwei separate spiralförmige Treppen, auf denen man zum Wasserholen bis zum Boden hinuntersteigen konnte, ohne demjenigen, der sich auf dem Weg nach oben befand, zu begegnen. Neben diesem Brunnen ließ Papst Klemens VII. über einer schon existierenden etruskischen Struktur den Brunnen Cava bauen, der einem Komplex von neun Grotten mit zahlreichen etruskischen, mittelalterlichen und Renaissancefundstücken einverleibt ist. Unter der Stadt verbirgt sich das faszinierende unterirdische Orvieto: Eine unglaublich große Zahl an künstlichen Höhlen bilden ein verwirrendes Labyrinth mit Gängen, Tunneln, Zisternen, Brunnen, Höhlen und Kellern. Gleich außerhalb der Stadtmauer liegt die Etruskische Nekropole Crocifisso del Tufo (4.-5.Jh.v.Chr.). In den mit Tuffsteinblöcken konstruierten Grabkammern ist der Name des jeweiligen Familienoberhaupts auf dem Trägerbalken eingeritzt. Von der Stadtmitte kann man die Nekropole über einen bezaubernden Weg durch den archäologischen Park auch zu Fuß erreichen. Orvieto ist die Hauptstadt der Cittaslow-Bewegung (Slow Cities). Sowohl die Stadt als auch das Territorium zeichnen sich durch eine lebendige Tradition der Gastronomie und Weinkultur aus: Der edle Wein von Orvieto kann entlang der Etruskisch-Römischen Weinstraße gekostet werden, die durch die ganze Provinz Terni verläuft: Interessierte können sich an die Regionale Enothek und den Palazzo del Gusto wenden.


Intermodalität: Um Orvieto zu besuchen, ist Orvieto Link aktiv, die neue intermodale Standseilbahn + Zugverbindung (Busitalia / Trenitalia), die es noch einfacher macht, das historische Zentrum von Orvieto zu erreichen.

Cannara
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GESCHICHTE

Der antike Ort umbrischen und römischen Ursprungs wurde nach dem Untergang des Römischen Reichs und der Invasion der Langobarden lange Zeit von Assisi und Perugia umkämpft. 1352 wurde er dem Herzogtum Spoleto einverleibt und 1424 von Braccio da Montone der Familie Baglioni aus Perugia überlassen, die ihn bis 1684 regierte. Danach unterstand Cannara bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) der Regierungsgewalt der Kirche.

_Im historischen, von mittelalterlichen Mauern umgebenen Ortskern sind der Palazzo Comunale und der Stadtturm (15. Jh.) eine Besichtigung wert. Sehr interessant sind die Kirche San Biagio , ein Beispiel des spätromanischen umbrischen Stils, mit antiker Fassade des 13. Jh. und einem Portal aus Assisi-Stein, die Kirche S. Matteo (14. Jh.) mit einem Triptychon von Alunno und einer Holzstatue der Schmerzensjungfrau, sowie die Kirche San Sebastiano, die heutige Pinakothek. Von großem religiösem Interesse sind die drei Stätten, die an das Leben des hl. Franziskus erinnern: Die Kirche S. Francesco mit einem kostbaren Gemälde des Alunno hält die Erinnerung an die Gründung des Dritten Ordens wach; im Palazzo Majolica-Landrini kann man die Heilige Hütte besichtigen, in der Franziskus während seiner Besuche in Cannara wohnte; ganz in der Nähe von Cannara steht die berühmte Ädikula Pian d´Arca, bei der ein Stein an den Ort der Vogelpredigt erinnert. Sehenswert sind in der Umgebung die Kirche San Donato, die 1667 gebaut wurde, um das wundervolle Freskogemälde einer ländlichen Ädikula „Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Francesco und Donato" zu beherbergen, sowie die Kirche S. Giovanni Decollato mit Fresken, die dem Maler Dono Doni aus Assisi zugeschrieben werden. In der Ortschaft Collemancio kann man die Überreste des antiken römischen Munizipiums Urvinum Hortense besichtigen: Archäologische Ausgrabungen brachten viele wichtige Fundstücke ans Licht, die in der Dauerausstellung im Antiquarium zu sehen sind.


Bettona
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GESCHICHTE

Die Römer eroberten den antiken Ort umbrisch-etruskischen Ursprungs und machten ihn zu ihrem Munizipium. Im Anschluss an die Barbareneinfälle wurde er im 12. Jh. autonome Kommune. Nach einer langen Belagerung eroberte und zerstörte Perugia den Ort im Jahr 1352. 1367 beauftragte die Kirche Kardinal Albornoz mit seinem Wiederaufbau und er unterstand für kurze Zeit der Kirche. Bald danach kam er jedoch wieder unter die Herrschaft von Perugia und der Baglioni. Im Jahr 1648 wurde er endgültig dem Kirchenstaat einverleibt, unter dessen Herrschaft er bis 1860 blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Der ganze Ort ist von mittelalterlichen Mauern umgeben, hat aber auch noch Überreste der älteren etruskischen Mauern aus viereckigen Sandsteinblöcken. Im historischen Ortskern kann man die Kirche S. Maria Maggiore mit Werken von Perugino und Nicolò Alunno und einem Fresko von Gerardo Dottori besichtigen, sowie den Palazzo del Podestà (1371), die heutige Gemeindepinakothek, mit Werken von Perugino, Dono Doni, Tiberio d´Assisi, Terrakotta der Della Robbia und einer archäologischen Abteilung.

Sehenswert ist in der Umgebung (Ortschaft Colle) ein etruskisches Hypogäum (2.Jh.v.Chr.): In einer großen rechteckigen Grabkammer sind Aschenurnen aufbewahrt. Auf dem Weg in die Ortschaft Passaggio di Bettona stößt man auf den schönen Torre del Molinaccio (13. Jh.), ein Wartturm aus der Zeit der Kriege gegen Perugia. Vom Hügel kommend sieht man in der Ebene die Villa Boccaglione, ein großartiger, von Piermarini im 18. Jh. erbauter Landsitz. In Passaggio di Bettona ist der im Jahr 1000 über einem römischen Gebäude errichtete Komplex der Abtei San Crispolto al Piano eine Besichtigung wert.


Collazzone
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GESCHICHTE

Das Territorium wurde schon von den Umbrern und anschließend von den Etruskern und den Römern besiedelt. Nach dem Untergang des Römischen Reichs machten sich das Herzogtum Rom und das Herzogtum Spoleto den Ort streitig, bis im 8. Jh. die Grenzen abgesteckt und Collazzone in das Herrschaftsgebiet von Todi einbezogen wurde. Während des 13. und 14. Jh., nach einer kurzen Zeit der kommunalen Autonomie und der Auseinandersetzungen zwischen Guelfen und Ghibellinen, wurde das Territorium von einer vom Papst eingesetzten Patrizier-Familie regiert (die Familie Baglioni aus Perugia) und bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) dem Kirchenstaat einverleibt.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Mit seinen mittelalterlichen Mauern, Erdwallen, Wehrpfeilern, intakten Wachtürmen und kleinen, engen Gassen hat das mittelalterliche Dorf die wesentlichen Merkmale der langobardischen Militärarchitektur erhalten.

Sehenswert ist die Pfarrkirche S. Lorenzo mit einem Glockenturm des 18. Jh., der über einem der Wachtürme der Burg errichtet wurde. Er ist heute noch hinter der Apsis der neuen Kirche, die die antike Pfarrkirche von 1671 ersetzte, sichtbar. In der Kirche kann man eine wertvolle mehrfarbige Holzmadonna des 13. Jh., ein vom Maler Pietro Paolo Sensini angefertigtes, auf 1615 datiertes Leinwandgemälde des Hl. Carlo Borromeo und das Gemälde „Anbetung der Hirten" desselben Malers besichtigen. Interessant sind die Kirche S. Michele Arcangelo und der Palazzo Comunale mit einem Vignola zugeschriebenen Portal. In der Umgebung liegt nicht weit entfernt von den Burgmauern das Kloster S. Lorenzo, das 1227 zunächst benediktinisch und dann ab 1236 franziskanisch war. Es besteht aus einem massiven Mauerbauwerk und einer Kirche. Eine Bestätigung seines vermutlich romanischen Ursprungs liefert die Struktur der unterirdischen Krypta, in der laut Überlieferung Jacopone da Todi in der Weihnachtsnacht des Jahres 1306 gestorben sein soll. Sehr interessant sind die kleinen umliegenden Dörfer.

Von der mitten auf dem Land liegenden Burg Assignano sind der Hauptwachturm und die Befestigungen des Zugangstores noch gut erhalten; in Collepepe findet man die Kirche der Mutter vom Guten Rate und die Überreste der als „Le Carceri" bekannten Ruine, die von der Präsenz der Römer in der späten Kaiserzeit (1.Jh.n.Chr.) zeugt: Erhalten ist heute noch eine große Wasserauffangzisterne, die entweder für die Versorgung der Thermen einer römischen Villa realisiert worden war, oder vom Wassersystem einer großen Siedlung jener Zeit genutzt wurde. Das Territorium verfügt über interessante Naturschätze: Dank der Hügel mit zahlreichen Eichen- und Kiefernwäldern und Olivenhainen herrscht hier ein gesundes und gastfreundliches Klima. Von den Burgmauern hat man einen herrlichen Blick auf das wunderschöne Tibertal von Perugia bis Todi, das in der charakteristischen umbrischen Hügellandschaft mit Wäldern und traditionell angebauten Feldern eingebettet ist.


Vallo di Nera
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GESCHICHTE

Das seit dem 8.Jh.v.Chr. besiedelte Gebiet wurde im Jahr 1177 dem Herzogtum Spoleto einverleibt. Der in Vallo di Nera geborene Söldnerführer Pietrone da Vallo stiftete das Dorf 1532 zur Rebellion gegen Spoleto an und plünderte und zerstörte dann aus Vergeltung und Rache sein eigenes Heimatdorf. Später unterstand es dem Kirchenstaat, bis es dann im Anschluss an die Einheit Italiens im Jahr 1860 autonome Kommune wurde.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das Erscheinungsbild des Ortes ist von einem ursprünglichen kreisförmigen Dorfkern geprägt, neben dem sich der Weiler S. Maria aus dem 15. Jh. und außerhalb der Mauern der Weiler Casali, eine im 16. Jh. erfolgte Ausdehnung der Burg, befinden. Zu den zahlreichen sehenswerten Monumenten gehören die Kirche S. Maria mit eindrucksvollen Fresken des 14.-15. Jh. von umbrischen Künstlern der Gebiete um Spoleto und der Marken, darunter Cola di Pietro, die romanische Kirche S. Giovanni Battista des 13. Jh., von der noch die Apsis und Überreste der Seitenwände erhalten sind, und die Kirche S. Caterina. Außerhalb der Mauern findet man im Weiler Casali die Kirche S. Rocco mit einem reich verzierten Stuckaltar und einem Gemälde, auf dem der hl. Rochus abgebildet ist. In der Talsohle liegt die antike Siedlung Piedipaterno mit der 1253 errichteten Pfarrkirche S. Sebastiano, der Kapelle Madonna delle Grazie, der Kirche SS. Pietro und Paolo sowie den Überresten der antiken Abtei S. Maria dell´Eremita entlang der Via Nursina. Im Weiler Geppa, eine kleine Burg aus dem Frühmittelalter, kann man die Kirche S. Stefano und nicht weit entfernt in der frühmittelalterlichen Siedlung Paterno die Kirche S. Giusto und die Kirche San Bernardo besichtigen. In Reggiano stehen die Kirche S. Michele Arcangelo von Anfang 17. Jh. und die Kirche S. Maria de Pedemonte.


Scheggino
Scheggino
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GESCHICHTE

Scheggino wurde vom Herzogtum Spoleto zur Verteidigung einer der drei Brücken über dem Nera gebaut und hatte deshalb die Funktion eines Wachpostens inne. Die Chroniken berichten von einem siegreichen Widerstand gegen eine versuchte Belagerung (1522) durch den Söldnerführer Picozzo Brancaleoni, dem es nicht gelang, die im 11. und 12. Jh. errichteten Mauern und Festungen zu überwinden.


 

KUNST, KULTUR, NATUR

Der antike landwirtschaftliche Ort „Schiginum" entstand im Laufe des 18. Jh. rund um die von dreieckigen Mauern umgebene Burg mit Zitadelle, von der noch die primitive Struktur erhalten ist. Sehenswert sind im historischen Dorfkern die im 16. Jh. komplett erneuerte Kirche S. Nicolò aus dem 13. Jh. mit wertvollen, Spagna zugeschriebenen Fresken auf Höhe der Apsis und die Kirche S. Felicita, die, obwohl sie aus der römischen Zeit stammt, einen erstaunlich primitiven Stil aufweist, aufgrund dessen sie fälschlicherweise auf die langobardische Zeit datiert worden war. Das Territorium bietet eine einzigartige Landschaft, die der besonderen Schönheit des Neratals in dieser Zone zu verdanken ist: Die wunderschönen Quellen von Valcasana, die ganz in der Nähe des Dorfes sprudeln, sind ein Beispiel des großartigen Schauspiels, das die Natur in dieser Gegend bietet.

Sant'Anatolia di Narco
Sant'Anatolia di Narco
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GESCHICHTE

Der schon in prähistorischer Zeit besiedelte Ort war im Mittelalter der Herrschaft und dem Einfluss der nahe gelegenen und mächtigen Stadt Spoleto ausgesetzt. Ab dem 15. Jh. wurde er in verschiedene Kämpfe mit den benachbarten Orten und den Herrschaftsgebieten der Kirche verwickelt. Erst als er 1930 die Trennung vom Gemeindegebiet Spoleto erhielt, dem das Königreich Italien 1860 weitere Grenzen als die heutigen sicherte, konnte er seine endgültige Autonomie erobern.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Der historische Dorfkern präsentiert sich mit dem typischen Erscheinungsbild eines antiken befestigten Weilers: Mauergürtel, Wachtürme und drei Zugangstore, von denen eines auch heute noch gut erhalten ist. Innerhalb des Mauergürtels kann man das ehemalige Rathaus mit Portikus und mittelalterlichen Werkstätten und die Pfarrkirche S. Anatolia besichtigen, die jüngst restauriert wurde und eine Gemäldedekoration des 14.-15. Jh., ein intarsiertes Marmorantependium des Hauptaltars der neapolitanischen Schule aus dem 17. Jh., ein Holzkruzifix und einige Leinwandgemälde des 17. Jh. beherbergt. Sehenswert sind außerhalb der Mauern die Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie, die Erweiterung einer antiken Landädikula des 16. Jh., in der ein vom Maestro aus Eggi gemaltes Wunderbild der Madonna zu sehen ist, sowie der Komplex des ehemaligen Klosters S. Croce der Minoritenbrüder, vermutlich aus dem 13. Jh.: Die Kirche wurde in die Sala Campani umgebaut und den römischen Optiker- und Uhrmacherbrüdern des 17. Jh. aus Castel San Felice gewidmet. In der Umgebung des Dorfes befinden sich Burgen und Orte des Glaubens: Das antike mittelalterliche Dorf Castel San Felice mit der Abtei S. Felice di Narco, ein prächtiges Beispiel der romanischen Architektur in Umbrien, und ganz in der Nähe Grotti mit Überresten der antiken mittelalterlichen Burg und mit der Pfarrkirche S. Pietro, in der man einige Leinwandgemälde des 17. Jh. und eine Orgel von 1857 besichtigen kann. Das Gemeindegebiet liegt in der Mitte der Valnerina an der Stelle, an der sich das Tal nach der Verengung von Piedipaterno und vor der Verengung von Scheggino zu den weitläufigen Schwemmlandebenen, den sog. Canapine, erweitert. Aufgrund des sauberen Wassers des Nera ist es ein beliebtes Sportangelgebiet. Um die Qualität dieses Sports zu verbessern, wurde eine von der Umweltorganisation Legambiente geleitete No-Kill-Zone geschaffen: Die Fische dürfen nur mit Ködern ohne Haken geangelt werden und man muss sie nach dem Fangen wieder ins Wasser zurückwerfen.


Preci
Preci
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GESCHICHTE

Laut lokaler Überlieferung wurde das Dorf Ende des 5.Jh.n.Chr. von dem syrischen Mönch Eutizio gegründet. Von der damaligen Präsenz zahlreicher vorbenediktinischer Eremiten zeugt ein Text des hl. Gregorius aus dem Jahr 594n.Chr. Im 13. Jh. wurde Preci dem Territorium von Norcia einverleibt und im Anschluss an seine Rebellion von dem mächtigeren Norcia besiegt und zerstört. Sein Wiederaufbau (1533) konnte nur auf Wunsch von Papst Paul III. beginnen, jedoch erst nach der formellen Unterwerfung unter Norcia. Die Trennung von Norcia erfolgte nach Willen des Papstes Pius VII., der Preci zur Kommune erhob. Nach der Gründung des Königreichs Italien behielt Preci seine Gemeindeautonomie bei.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Im historischen Dorfkern ragt der Palazzo Comunale am Hauptplatz hervor. Sehenswert sind hier die mehrmals zerstörte und wieder aufgebaute Burg aus dem 14. Jh. und die Kirche S. Caterina mit einem wertvollen gotischen Portal und romanischen Dekorationselementen, die die Fassade verschönern. Interessant ist die Kirche S. Maria mit einer Pietà des 15. Jh. und einem Taufbecken des 16. Jh. Gleich außerhalb des alten Dorfkerns liegen drei Gemeindefraktionen von Preci: Die Weiler Roccanolfi, Poggio di Croce und Montebufo. Hier kann man zwei Pfarrkirchen mit zahlreichen Leinwandgemälden des 16. und 17. Jh. mit Szenen des Neuen Testaments besichtigen.

Das Schmuckstück von Preci ist sicherlich die in drei Phasen zwischen dem 10. und 14. Jh. errichtete benediktinische Abtei S. Eutizio. Gegründet über den Grabmälern der syrischen Mönche, die ab dem 5. Jh. zu diesem abgelegenen Ort kamen, um hier ihr Asketen- und Eremitenleben zu führen, wurde die Abtei ein bedeutendes Kloster und war mit Oratorium, Pilgerunterkünften, Apotheke, Paläographie- und Miniaturschule, Scriptorum und sogar einer Bibliothek mit Miniaturhandschriften ausgestattet. Ab dem Jahr 1200 und während des ganzen Mittelalters war sie ein blühendes Entwicklungszentrum der Chirurgieschule von Preci in ganz Europa: Die Tradition der Operationstechniken der benediktinischen Mönche wurde an die Einwohner von Preci weitergegeben und verbreitete sich zwischen Norcia, Spoleto, Foligno und Rom.

Das Territorium von Preci liegt inmitten einer wilden und unberührten Natur im Nationalpark der Sibillinischen Berge, eines der schönsten Naturschutzgebiete in Mittelitalien: Felsige Gipfel, Hügel und Karsthochebenen, Wälder mit Flaumeichen, Zerreichen und schwarzen Hainbuchen, Buchenwälder und Weiden mit endemischen Essenzen des Zentralapennins prägen hier das Landschaftsbild.


Poggiodomo
Poggiodomo
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GESCHICHTE

Poggiodomo ist antiken Ursprungs. Nachdem die Römer in das Territorium eingedrungen waren (4. Jh.v.Chr.), wurde es in die damals so genannte Region Sannio eingegliedert. Es stand immer unter der Herrschaft der umliegenden Städte, zuerst Spoleto und dann Cascia, deren Schicksal es teilte. Die mächtigsten Familien verteidigten das Dorf während des Mittelalters, als die vier Burgen Poggiodomo, Usigni, Mucciafora und Roccatamburo errichtet wurden. Nach seiner Einverleibung in den Kirchenstaat erlebte es unter Papst Urban VIII. seine blühendste Zeit. Poggiodomo wurde 1809 während der napoleonischen Besetzung zur Kommune und konnte seine politische Struktur auch nach der Kirchenreformation aufrechterhalten. 1860 wurde es in den Italienischen Staat eingegliedert.

 

KUNST UND KULTUR

Touristisch interessante Gebäude im historischen Dorfkern sind die Burg, die Kirche San Pietro (14. Jh.) mit interessanten Gemäldezyklen, darunter Fresken des 15. und 16. Jh., und die Kirche San Carlo Borromeo (1633) mit neun Barockaltären aus Holz des 17. und 18. Jh. In der Umgebung kann man die Einsiedelei Madonna della Stella, ein mystischer Ort des Rückzugs und des kontemplativen Lebens, und die Kirche San Bartolomeo in der Ortschaft Mucciafora besichtigen. Die Ortschaft Usigni ist aufgrund ihrer eindrucksvollen Gebäude, die Kardinal Fausto Poli, Sekretär von Papst Urban VIII., errichten ließ, als „Palazzo-Dorf" bekannt. Bemerkenswert sind hier die Kirche San Salvatore, die Poli zwischen 1631 und 1644 bauen ließ und auf deren Fassade des 16. Jh. noch das Wappen von Urban VIII. zu sehen ist, sowie der Palazzo Poli, eine elegante Kardinalsresidenz.


Norcia
Norcia
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GESCHICHTE

Die Römer eroberten die antike Sabinerstadt Nursia und machten sie zu einem wichtigen Munizipium. Nachdem Norcia im 11. Jh. freie Kommune geworden war, kam es im 15. Jh. endgültig unter die Regierungsgewalt der Kirche, die dem Ort aber eine beachtliche Autonomie gewährte. Um 480 kommt hier der hl. Benedikt auf die Welt. In dem im Lauf der Jahrhunderte mehrmals von Erdbeben zerstörten Ort (1703, 1730 und 1859) sind zahlreiche Kunstschätze und historische Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Leben des Gründers des Benediktinerordens zu sehen.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Die Stadt ist in Stadtviertel (Wachposten) eingeteilt und weist eine urbanistische Struktur im Stil des 18.-19. Jh. auf. Aufgrund ihres großen historischen Kunstbestands ist sie eine der bedeutendsten Kunststädte Umbriens. Auf dem Hauptplatz stehen die wichtigsten und ältesten historischen Gebäude von Norcia: Rund um die Statue des hl. Benedikt liegen die Castellina, eine 1554 nach einem Entwurf von Vignola gebaute monumentale Festung, heute Sitz des Stadt- und Diözesanmuseums, der Palazzo Comunale mit doppelter Loggia, die über römischen Überresten aus dem 1. Jh. errichtete Basilika S. Benedetto mit gotischer Fassade aus dem 16. Jh., in deren Krypta die Reste eines antiken römischen Gebäudes aufbewahrt sind, das laut Überlieferung das Geburtshaus der heiligen Zwillinge Benedikt und Scholastika sein soll, sowie der Portico delle Misure, eine frühere Getreidemarkthalle von Mitte 16. Jh. Etwas abseits des Platzes steht die Kathedrale S. Maria Argentea aus dem 16. Jh. mit einem Altar von F. Duquesnoy (1640). Sehenswert sind der Komplex S. Francesco des 14. Jh., in dem heute das Auditorium, die Gemeindebibliothek und das Geschichtsarchiv untergebracht sind, der Palazzo der Malteserritter, heute Museum der Bauernkunst, sowie die Kirche S. Agostino aus dem 14. Jh. Ausgesprochen interessant sind auch der im Jahr 1354 von Vanni della Tuccia aus Norcia errichtete Tempietto, das originellste und besterhaltene historische Gebäude Norcias, die Kirche S. Giovanni, eine der ältesten Kirchen Norcias mit einer schönen Holzdecke und einem Renaissance-Altar von 1649, das Oratorium S. Agostinuccio mit einer eleganten Holzdecke und einem kostbaren Barockaltar, die Kirche Madonna Addolorata, die ein wunderbares, im 18. Jh. gemaltes Leinwandbild der Madonna beherbergt, die im höchsten Teil der Stadt dicht an der Stadtmauer liegende Kirche Crocifisso und die Kirche Lorenzo, die älteste Kirche Norcias. Norcia liegt im Herzen des Nationalparks der Sibillinischen Berge: Die Stadt ist von Bergen umgeben, die z.T. über 2000m hoch sind, ein wahres Paradies für Exkursionisten und Skifahrer. Zwischen den Bergen werden in amphitheatrisch angelegten Ebenen erstklassige Produkte angebaut (berühmt sind die Linsen von Castelluccio) und es gibt verschiedene Tierzuchten (z.B. Schweinezucht für die Produktion der ausgezeichneten Wurstwaren von Norcia). Auf den weitläufigen Hochebenen von Castelluccio, nicht weit entfernt von der Stadt, befindet sich die Europäische Freiflugschule; auf den zahlreichen Wanderwegen im Nationalpark finden Exkursionen zu Fuß oder zu Pferd und Eseltrekkings statt; die Wasserläufe des Sordo und des Corno bieten die Möglichkeit zu Rafting und Canyoning, während die eindrucksvollen Felswände, die Karstgrotten und die Schluchten, die das gesamte Territorium der Valnerina prägen, ideal für Freeclimbing und Höhlenforschung sind. Sehenswert sind in der Umgebung die Forca Canapine (20km von Norcia auf 1541m), ein touristisches Wintersport- und Exkursionszentrum, die Hochebenen von Castelluccio (Pian Perduto, Piano Piccolo und Piano Grande, ein ausgedehntes Karstbecken, das sich im Frühjahr in ein prächtiges Blütenmeer verwandelt), der Monte Porche (2235m) mit einem wundervollen Blick auf die Berge der Sibillinen und der Abruzzen, der Monte Vettore (2476m) mit dem Pilatussee und der Grotte der Sibylle, sowie die Nekropolen der Ebene Santa Scolastica mit Fundstücken von der Eisenzeit bis zur römischen Zeit.


Monteleone di Spoleto, Glockenturm
Monteleone di Spoleto
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GESCHICHTE

Das schon in der Bronzezeit besiedelte Dorf teilte nach seiner Zerstörung im 12. Jh. fast immer das Schicksal des Herzogtums Spoleto, unter dessen Herrschaft es stand. Spoleto befestigte das Dorf und gab ihm seinen heutigen Namen. Die im Jahr 1907 in der Nähe des Colle del Capitano durchgeführten archäologischen Ausgrabungen brachten 44 Grabmäler ans Licht, die sich auf die Zeit der Protovillanovakultur zurückführen lassen. Aufgrund dieser Funde stellten die Wissenschaftler die Hypothese auf, dass sich diese Kultur während der Bronzezeit auf der gesamten Halbinsel ausgebreitet hatte.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Der historische Dorfkern hat den typischen Aufbau einer Hangburg erhalten: Er ist von Mauern mit befestigten Elementen und Toren umgeben und hat die für einen befestigten Weiler charakteristischen Gassen. Das Schmuckstück von Monteleone ist die etruskische Biga, ein antikes bronzefarbenes Zweigespann aus Holz mit mythologischen Schnitzereien. Dieses wertvolle archäologische Fundstück geht auf das 6. Jh.v.Chr. zurück und wurde 1902 durch Zufall in einer Nekropole wenige Kilometer vom Dorf entfernt in einem Grabhügel entdeckt (Ortschaft Colle del Capitano). Die kostbare Biga ist heute im Metropolitan Museum in New York ausgestellt. In Monteleone kann man in den unterirdischen Gewölben des Monumentalkomplexes San Francesco (14. Jh.) eine Kopie in Realgröße besichtigen. Der aus Kirche und Kloster bestehende Komplex San Francesco präsentiert sich mit einem abwechslungsreichen und ungewöhnlichen Innenraum mit zwei unterschiedlich hohen und verschieden überwölbten lang gestreckten Kirchenschiffen. Von hier führt eine Tür zum Kreuzgang, in dem sich die bei den Ausgrabungen in Colle del Capitano gefundenen archäologischen Materialien befinden. Interessant sind auch der Komplex Santa Caterina, dessen eiförmiger Aufbau durch vier sich überschneidende gleichseitige Dreiecke entsteht, die Kirche San Nicola mit Ghezzi und Masucci zugeschriebenen Altarbildern, der Uhrturm, das Tor der antiken, den Weiler beherrschenden mittelalterlichen Burg, und der schöne Palazzo Bernabò aus dem 15. Jh. Monteleone di Spoleto weist zahlreiche eindrucksvolle Naturschätze auf: Das Gemeindegebiet liegt im Naturpark Coscerno-Aspra, eine der landschaftlich anmutigsten und interessantesten Gegenden des ganzen Zentralapennins mit einer Reihe von engen und tiefen Tälern zwischen imposanten Bergen. Das Territorium ist von Wäldern, Weiden und kleinen Feldern geprägt, das sichtbare Ergebnis der Jahrtausende alten Beziehung zwischen Mensch und Natur.


Cerreto di Spoleto
Cerreto di Spoleto
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GESCHICHTE

Aufgrund seiner strategischen Lage war das Dorf im Mittelalter Gegenstand heftiger Zwistigkeiten zwischen Spoleto und Norcia. Es gehörte lange Zeit zum Machtbereich des Herzogtums Spoleto und unterstand dann bis zur Gründung des Königreichs Italien dem Kirchenstaat.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Im historischen Ortskern, in dem noch Teile der mittelalterlichen Mauern und der Stadtturm erhalten sind, können interessante Kirchengebäude besichtigt werden, darunter das ehemalige Kloster S. Giacomo, gegründet zwischen dem 12. und 13. Jh. und heute wunderschön restauriert, in dem Fresken vom 14. bis 16. Jh. der umbrischen Schule zu sehen sind. Heute ist das Ex-Kloster Sitz des Gemeindegeschichtsarchivs und des Cedrav (Dokumentationszentrum für anthropologische Studien in der Valnerina und der umbrischen Apenninkette), das eine umfangreiche multimediale Dokumentation über die Volksbräuche und eine interessante Sammlung alter häuslicher Gegenstände und Arbeitsgeräte besitzt. Bemerkenswert sind auch die Renaissance-Kirche S. Maria De Libera mit wertvollen Fresken der umbrischen Schule und der Marken, die mittelalterliche Kirche S. Maria Annunziata, die ein Taufbecken in Form eines kleinen achteckigen Tempels (1546) und die „Madonna des Rosenkranzes" von Felice Damiani (1583) beherbergt, sowie die Kirche der Burg (12.Jh.) mit einem Fresko der Schule des Perugino. Entlang der Bundesstraße unterhalb des Dorfes liegt das attraktive Dörfchen Borgo Cerreto, in dem noch heute die Überreste der Mauern und der Verteidigungstürme zu sehen sind. In der im 13. Jh. mit gotischen Formen gebauten Kirche S. Lorenzo kann man eine „Kreuzigung" (Anfang 14. Jh.), eine „Thronende Madonna mit Heiligen" von 1507 und auf dem Hauptaltar das „Martyrium des hl. Lorenz" (Mitte 15. Jh.) besichtigen. Sehenswert ist in der Umgebung die Ortschaft Ponte mit der eindrucksvollen Kirche S. Maria Assunta, eine antike romanische Pieve, auf deren Fassade mit flachem Abschluss und doppelter Bogenreihe sich eine schöne Rosette öffnet. Nicht weit entfernt sollte man in der Nähe des Dorfes Ruscio den Wallfahrtsort Madonna della Stella besichtigen, eine antike Augustinereinsiedelei des 17. Jh. mit der Kirche und den Felsenzellen der Einsiedler.


Cascia
Cascia
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GESCHICHTE

Cascia wurde von den Römern bewohnt und dem antiken Munizipium Cursula angegliedert. Nach der Belagerung und Eroberung durch den Byzantiner Narsete im Jahr 553 gehörte die Ortschaft zum langobardischen Herzogtum von Spoleto und wurde im 10. Jh. eine unabhängige Republik mit eigenem Münzgeld. Ihre ghibellinischen Tendenzen zwangen sie zu langen Kriegen mit Spoleto und mit der Kirche. Im Anschluss an die Herrschaft der Signoria der Trinci von Foligno besetzte Friedrich II. von Schwaben Cascia im Jahr 1228. 1300 zerstörte ein Erdbeben die Ortschaft, die dann wieder aufgebaut und befestigt wurde. 1516 wurde sie erneut belagert und erobert und ihre Festung zerstört. Im 16.Jh. ergab sie sich dem Kirchenstaat, unter dessen Herrschaft sie bis 1860 blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Die Ortschaft, ein religiöses Zentrum voller Mystizismus und Spiritualität im Zusammenhang mit der Frömmigkeit der hl. Rita, bietet Schätze von großem künstlerischem Interesse wie die monumentale Kirche S. Francesco, ein prächtiges Beispiel gotischer Architektur mit einer schönen Rosette und einem Spitzbogenportal, die in der Barockzeit renovierte und umgebaute Kirche S. Antonio Abate aus dem 15.Jh. mit einem Freskenzyklus über das Leben des hl. Nicola da Siena, die Kollegialkirche S. Maria aus der langobardischen Zeit, eines der ältesten Gebäude von Cascia, mit einem reichen Schatz an Gemälden und Kirchengeräten, sowie die gotische Kirche S. Agostino auf dem Gipfel des Hügels in der Nähe der Rocca, in der sich wundervolle Fresken der umbrischen und der Peruginer Schule befinden. Von beachtlichem historischem und religiösem Interesse sind die Basilika und das Kloster der hl. Rita, wahre religiöse Zentren von Weltruhm: In dem ab 1937 errichteten Sanktuarium wurden gotische und byzantinische Stile imitiert und miteinander verknüpft. Erhalten ist hier die Zelle der Heiligen und ihr Rosengarten. Sehenswert sind auch das Städtische Museum Palazzo Santi, das wichtige archäologische Fundstücke und eine Kollektion einiger der bedeutendsten Holzskulpturen Italiens aufbewahrt, und Palazzo Carli, das vielleicht repräsentativste Beispiel der Zivilarchitektur der Stadt, in dem die Archive und die Bibliothek untergebracht sind. In der Umgebung lohnt sich ein Besuch des Örtchens Roccaporena mit seinen zahlreichen Erinnerungen an die hl. Rita (das Haus, in dem sie lebte, der Gemüsegarten des Wunders, der Scoglio-Felsen und der Rosengarten), sowie der Villa S. Silvestro (Hochebene von Chiavano) mit den Ruinen eines heidnischen Tempels (2.Jh.v.Chr.), ein bedeutendes Zeugnis der archaischen Zeit.


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