Asset-Herausgeber

Scheggia e Pascelupo
Scheggia e Pascelupo
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Das Dorf hatte aufgrund seiner Position eine große militärische und wirtschaftliche Bedeutung. Dies war der Grund für seine Entwicklung, aber nach dem Untergang des Römischen Reichs auch Anlass für heftige Auseinandersetzungen zwischen Goten und Byzantinern (6. Jh.) und späteren Zwistigkeiten zwischen Gubbio, Perugia, den Montefeltro und der Kirche.

Ab dem 15. Jh. hatte die Kirche dann die Rechtssprechung über das Gebiet bis zur Einheit Italiens. Der Zusammenschluss der zwei Gemeinden Scheggia und Pascelupo unter eine einzige Gemeindeverwaltung erfolgte im Jahr 1870 mit dem Ziel, die Ressourcen und Strukturen zu optimieren.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Der antike Name von Scheggia „Ad Hensem" ist mit den Ereignissen im Zusammenhang mit der Via Flaminia verknüpft, an der ein römischer, Jupiter Penninus geweihter Tempel errichtet worden sein soll.

Im nordöstlichen Teil des Territoriums befinden sich zahlreiche Benediktiner- und Kamaldulenserabteien, darunter die Abtei SS. Emiliano e Bartolomeo in Congiuntoli (12. Jh.), deren zweischiffiger Innenraum von hohen achteckigen Säulen unterteilt ist, während die ursprüngliche Kirche aus einem einzigen Raum mit Tonnengewölbe besteht. In der Nähe der Ortschaft Isola Fossare erhebt sich im Tal des Wassergrabens Artino die Anfang des 11. Jh. vom hl. Romuald gegründete Abtei Santa Maria di Sitria. Die romanische Kirche aus dem 12.-13. Jh. präsentiert sich heute mit einem einschiffigen Innenraum mit Tonnengewölbe und einem erhöhten Presbyterium. Die darunter liegende Krypta wird von einer einzigen römischen Säule mit korinthischem Kapitell getragen. In der Nähe von Pascelupo schmiegt sich die Einsiedelei San Girolamo an die steilen Wände über dem Rio Freddo am Fuß eines Amphitheaters hoher Felskalkwände.

Das gesamte Gemeindegebiet liegt innerhalb des Regionalparks des Monte Cucco zwischen dem Monte Catria und dem Monte Cucco und ist deshalb von großem Naturinteresse. Die faszinierenden Schluchten und Täler, das klare Wasser und die unberührte Natur sind ein ideales Ziel für Exkursionisten und Liebhaber des Freiluftsports.


Valfabbrica
Valfabbrica
Valfabbrica
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Der Ursprung der Burg von Valfabbrica ist eng mit den Ereignissen um die benediktinische Abtei Santa Maria in „Vado Fabricae" verknüpft. Die Benediktiner gründeten diese schon seit dem Jahr 820 dokumentierte Abtei am Ufer des Chiascio an der Stelle, an der die Furt Assisi und Gubbio verband. Die antike Abtei war so mächtig, dass sie mit den größten benachbarten Feudalherren konkurrieren konnte.

Während des Mittelalters wurde das Gebiet lange Zeit von den nahe gelegenen Städten Perugia, Assisi und Gubbio umkämpft. Im 16. Jh. wurde es definitiv in die Herrschaftsgebiete des Kirchenstaats eingegliedert, unter dessen Regierungsgewalt es, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Von der mittelalterlichen Burg im historischen Ortskern sind noch schöne Mauern des 13. Jh. und der gewaltige Wachturm erhalten. Innerhalb der Burg kann man die Kirche San Sebastiano, ein ehemaliges Oratorium, besichtigen, deren Innenraum im 16. Jh. restauriert wurde. Außerhalb der Burg steht die kleine, zwischen 1634 und 1636 errichtete Kirche Madonna di Foce mit einer großen Terrakotta-Rosette auf der Fassade und die moderne Kirche Santa Maria Assunta mit mehrfarbigen Kirchenfenstern und Leinwandgemälden des 16. und 17. Jh.

Zum Gemeindegebiet gehört auch die bekannte Burg in dem kleinen von den Umbrern gegründeten Dorf Casacastalda. Sehenswert sind die drei Zugangstore (Porta Perugina, Porta Eugubine und Porta del Giglio), durch die man in das malerische Dorf mit seinen kleinen Gassen, antiken Steinhäusern und engen Durchgängen gelangt. Sehr interessant ist die Kirche Madonna Assunta, die ein Triptychon von 1478 von Matteo da Gualdo, eine Orgel des 18. Jh. und eine vom Maler Alessandro Bianchini dekorierte Apsis beherbergt.

In der hübschen Wallfahrtskirche Madonna dell´Olmo sind zahlreiche Fresken der umbrischen Schule (datiert 1486-1488) und von Matteo da Gualdo zu sehen. In dem befestigten Weiler Giomici kann man die Burg und die Kirche San Michele Arcangelo besichtigen.

Tiefe Spiritualität prägt den Franziskanischen Friedenspfad Assisi-Gubbio, der für Naturliebhaber von großem Interesse ist. Die ca. 40 km lange Strecke (zwischen den Wäldern von Assisi und Valfabbrica, zwischen der Burg von Giomici und dem Monte della Biscina, entlang dem Tal des Chiascio) wurde rund um die klassischen Elemente der Natur geplant und realisiert: Wasser, Holz und Stein, und kann nur zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.


Sigillo
SIGILLO
SIGILLO
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Sigillo war schon von den Umbrern besiedelt, als die Römer kamen und es zur ihrem Munizipium machten. Nach dem Untergang des Römischen Reichs wurde der Ort von Totila zerstört (552) und anschließend von den Langobarden wiederaufgebaut, die ihn dem Herzogtum Spoleto eingliederten.

Während des ganzen Mittelalters war Sigillo verschiedenen Herrschaften, Plünderungen, Zerstörungen und Wiederaufbauten ausgesetzt, bis es dann im 15. Jh. dem Kirchenstaat einverleibt wurde, zu dessen Territorien es bis zur Einheit Italiens gehörte.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Die wichtigsten kunstvollen Zeugnisse des Ortes sind die Kirchengebäude: Die über einer antiken Pieve errichtete Kirche Sant'Andrea mit einem einschiffigen Innenraum im Neorenaissancestil, die zwischen 1788 und 1791 von dem Schweizer Architekten Giacomo Cantoni über den Ruinen der Kirche Santa Caterina gebaute Kirche Sant´Agostino, von der nur noch die mittelalterliche Krypta erhalten ist, und die gegen Mitte des 15. Jh. entlang der Via Flaminia errichtete Kirche Sant´Anna. In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung der Überreste einer imposanten römischen Brücke, genannt „Spiano", und der Kirche Santa Maria Assunta (13. Jh.) in der Ortschaft Villa Scirca, eine der ältesten Kirchen von Sigillo, in der wundervolle Wandgemälde von Matteo da Gualdo von 1484 zu sehen sind.

Der wahre Reichtum von Sigillo ist jedoch die Natur, weshalb das im Park des Monte Cucco liegende Territorium ein ideales Ziel für alle Liebhaber des Sporttourismus ist: In der Ortschaft Pian del Monte befindet sich ein Gelände für Drachenflugwettbewerbe.


Ansicht von Gubbio
Gubbio
Gubbio
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Die Ursprünge dieser antiken Stadt gehen auf die Blütezeit der umbrischen Kultur zurück, wie die „Eugubinischen Tafeln" bezeugen (sieben Bronzetafeln in umbrischer Sprache, die im Städtischen Museum im Palazzo dei Consoli aufbewahrt werden). Die Römer nannten Gubbio zunächst Iguvium und dann Eugubium.
Nach der Zerstörung durch die Goten (522), denen zuerst die Byzantiner (592) und dann die Langobarden (772) nachfolgten, blühte die Stadt im 11. Jh. wieder auf, als sie freie Kommune wurde. Im 12. Jh. gewann sie unter der spirituellen Führung des Bischofs Ubaldo, großer Förderer von Gubbio, einen Krieg gegen Perugia und andere nahe gelegene Städte. Dank ihrer blühenden handwerklichen Aktivität (spezialisiert auf Majoliken) erlebte sie im 14. Jh. ihre größte Blütezeit, in der zahlreiche Monumente gebaut wurden und die Stadt die charakteristische mittelalterliche Struktur erhielt, die sie auch heute noch auszeichnet. 1384 wurde sie dem Herzogtum von Urbino angegliedert und ging zusammen mit Urbino im Jahr 1631 an die Kirche über.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Gubbio gehört zu den ältesten Städten Umbriens. Die Stadt blieb im Lauf der Jahrhunderte außerordentlich gut erhalten und ist reich an Monumenten, die von ihrer ruhmreichen Vergangenheit zeugen. Architektonisch repräsentiert sie ein Meisterwerk der mittelalterlichen Kultur und der in Zünfte gegliederten Gesellschaft des 13.-14. Jh.

Ein Zeugnis ihres antiken Ursprungs sind die Eugubinischen Tafeln, eines der bedeutendsten italischen Dokumente. Diese sieben in umbrischer Sprache geschriebenen Bronzetafeln werden im Städtischen Museum und im gleich außerhalb der Stadtmauern liegenden Römischen Theater aufbewahrt. Die monumentale Basilika S. Ubaldo, in der die Gebeine des Schutzheiligen ruhen, ragt hoch oben über Gubbio. Die architektonischen Meisterwerke der Stadt symbolisieren und erinnern an die Macht dieses mittelalterlichen Stadtstaates.

Der Bau des grandiosen urbanistischen Komplexes, der den Palazzo dei Consoli, Wahrzeichen der Stadt und Sitz der Pinakothek und des Archäologischen Museums, die Piazza della Signoria und den Palazzo Pretorio, das heutige Rathaus, umfasst, geht auf Anfang des 14. Jh. zurück. Sehenswert sind außerdem der Palazzo Beni, der Palazzo del Bargello mit dem berühmten Brunnen und der Palazzo del Capitano del Popolo. Der Francesco Giorgio Martini zugeschriebene Palazzo Ducale präsentiert sich im Renaissancestil und dokumentiert die Glanzzeit unter der Signoria der Montefeltro. Von großem Interesse ist auch der Dom (12.Jh.), die Kirche S. Maria Nuova, in der die Madonna del Belvedere von Ottaviano Nelli zu sehen ist, die Kirche und das Kloster S. Agostino (13.Jh.) mit Fresken des Nelli, die Kirche und das Kloster S. Francesco, S. Giovanni mit charakteristischer Fassade und romanischem Glockenturm, S. Pietro und S. Domenico.

Bemerkenswert ist die Piazza 40 Martiri mit Kirche und Hospital der Bianchi, die Loggia dei Tiratori und die Kirche S. Andrea oder Kloster San Marziale.
Außerhalb der Stadtmauern kann man das römische Mausoleum, die Kirche S. Secondo, die Kirche Madonna del Prato und die Kirche Vittorina besichtigen.
Ausgesprochen interessante Naturschätze sind der Naturpark des Monte Cucco und die faszinierende Bottaccione-Schlucht mit Felsen, die laut einer Theorie das Geheimnis des Aussterbens der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren hüten.


Fossato di Vico
Fossato di Vico
Fossato di Vico
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Die strategisch wichtige Position des Ortes entlang der Via Flaminia war das Motiv seiner ursprünglichen Entwicklung, aber nach dem Untergang des Römischen Reichs auch die Ursache der heftigen Auseinandersetzungen zwischen Goten und Byzantinern und der anschließenden Zwistigkeiten und Herrschaften während des ganzen Mittelalters. Im 10. Jh. war er Lehen der Grafen von Nocera und ging dann im 12. Jh. an die Grafen von Marsciano über, die ihn zunächst Gubbio und danach Perugia unterstellten und schließlich endgültig an Gubbio verkauften. Nachdem Perugia das Territorium militärisch zurückerobert hatte, wurde Fossato di Vico im 13. Jh. freie Kommune. 1442 gelang es dem Ort, den Angriffen der Truppen von Francesco Sforza zu widerstehen, wurde aber im Jahr 1500 von Cesare Borgia, Sohn des Papstes, und erneut 1517 vom Herzog von Urbino zerstört und geplündert. 1540 wurde er dem Kirchenstaat einverleibt, unter dessen Herrschaft er, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das Gemeindegebiet besteht aus zwei Teilen, ein linearer und flacher Teil entlang der Bundesstraße Flaminia und ein Teil, der sich auf dem Hügel erstreckt. Letzterer heißt Fossato Alto und ist ein typisch mittelalterlicher Weiler mit wunderschönen Bauten, darunter der alte Palazzo Comunale, der von den Brüdern Gricci konstruierte Uhrturm und der Zinnenturm über dem Zugangstor. Antike Kirchengebäude sind die in den Felsen gehauene Kirche S. Pietro mit französischen, von den Zisterziensern importierten gotischen Formen und die Kirche S. Benedetto, eine benediktinische Abtei und heute nationales Monument, in der Freskenreste der eugubinischen Schule und ein von Matteo da Gualdo angefertigtes Portrait von Urban V. zu sehen sind.

Von außergewöhnlicher Schönheit sind die sog. „Rughe", mit Rundsteingewölben überdeckte Gassen, die ein seltenes Beispiel der Burgarchitektur des 13. Jh. zu Verteidigungszwecken darstellen. Interessant sind die Kapelle della Piaggiola mit wertvollen Fresken von Ottaviano Nelli aus Gubbio, die Kameldulenser-Kirche S. Cristoforo (13. Jh.), die Kirche S. Sebastiano und das Kloster S. Maria della Fonte (13. Jh.), eine Gemeinschaft benediktinischer Klausurnonnen. Sehenswert ist das Antiquarium der Gemeinde, das Stätten und Gegenstände aus der romanischen, der republikanischen und der späten Kaiserzeit dokumentiert. In der Umgebung kann man eine Römische Brücke des 1.Jh.v.Chr., die Brücke S. Giovanni aus der augusteischen Zeit entlang der Via Flaminia und die Wallfahrtskirche Madonna della Ghea auf dem Land besichtigen.

Das Gemeindegebiet liegt zum Teil innerhalb des Regionalparks des Monte Cucco, seit 1995 Naturschutzgebiet. Der Park ist reich an landschaftlichen Schönheiten und Naturschätzen, sowohl aufgrund seiner Fauna (Füchse, Wiesel, Steinmarder, Wildschweine, Eichhörnchen, Hasen) als auch wegen seiner Flora.


Costacciaro
Costacciaro
Costacciaro
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Die ersten historisch signifikanten Hinweise auf diesen Ort römischen Ursprungs stammen aus dem 13. Jh., als die Kommune von Gubbio die antike, entlang der Via Flaminia dicht am Monte Acuto liegende Burg erwarb. Bis zu seiner Eingliederung in den Kirchenstaat (17. Jh.) und anschließend in das Königreich Italien (1860) blieb Costacciaro mit der Kommune von Gubbio verbunden.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Eines der sehenswerten Monumente im historischen Ortskern ist die Kirche S. Francesco (Mitte 13. Jh.) mit einer romanischen Fassade aus dem Kalkstein des Monte Cucco, in der Fresken im Stil des Matteo da Gualdo zu sehen sind. Unter dem Altar ist die sterbliche Hülle des Seligen Thomas, Kamaldulensermönch und Schutzheiliger der Stadt, aufbewahrt. Interessant sind sowohl die vier Tore, die sich im Mauerring von Costacciaro befanden (Porta dell´Orologio, Porta del Trióne oder del Rivellino, die sog. Porta di Guerrino Gambucci und Porta del Monumento oder Porta S. Lorenzo), als auch die Überreste der Rocca und des Mauergürtels mit dem Stadtturm aus dem 13. Jh.

Der Park des Monte Cucco ist im Hinblick auf seine Landschaft und Natur von ausgesprochen großem Interesse, nicht nur wegen der Wiesen und unberührten Wälder, sondern vor allem wegen des Grottensystems (Karstphänomene), der Buchenwälder, der Schluchten, der Bergquellen und der klaren Wasserläufe. Interessant ist die Schule für Höhlenforschung des Nationalen Höhlenforschungszentrums, das im ehemaligen Klarissenkloster untergebracht ist und hier auch ein Museum der Karstgebiete des Monte Cucco eingerichtet hat.


Cannara
Cannara
Cannara
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Der antike Ort umbrischen und römischen Ursprungs wurde nach dem Untergang des Römischen Reichs und der Invasion der Langobarden lange Zeit von Assisi und Perugia umkämpft. 1352 wurde er dem Herzogtum Spoleto einverleibt und 1424 von Braccio da Montone der Familie Baglioni aus Perugia überlassen, die ihn bis 1684 regierte. Danach unterstand Cannara bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) der Regierungsgewalt der Kirche.

_Im historischen, von mittelalterlichen Mauern umgebenen Ortskern sind der Palazzo Comunale und der Stadtturm (15. Jh.) eine Besichtigung wert. Sehr interessant sind die Kirche San Biagio , ein Beispiel des spätromanischen umbrischen Stils, mit antiker Fassade des 13. Jh. und einem Portal aus Assisi-Stein, die Kirche S. Matteo (14. Jh.) mit einem Triptychon von Alunno und einer Holzstatue der Schmerzensjungfrau, sowie die Kirche San Sebastiano, die heutige Pinakothek. Von großem religiösem Interesse sind die drei Stätten, die an das Leben des hl. Franziskus erinnern: Die Kirche S. Francesco mit einem kostbaren Gemälde des Alunno hält die Erinnerung an die Gründung des Dritten Ordens wach; im Palazzo Majolica-Landrini kann man die Heilige Hütte besichtigen, in der Franziskus während seiner Besuche in Cannara wohnte; ganz in der Nähe von Cannara steht die berühmte Ädikula Pian d´Arca, bei der ein Stein an den Ort der Vogelpredigt erinnert. Sehenswert sind in der Umgebung die Kirche San Donato, die 1667 gebaut wurde, um das wundervolle Freskogemälde einer ländlichen Ädikula „Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Francesco und Donato" zu beherbergen, sowie die Kirche S. Giovanni Decollato mit Fresken, die dem Maler Dono Doni aus Assisi zugeschrieben werden. In der Ortschaft Collemancio kann man die Überreste des antiken römischen Munizipiums Urvinum Hortense besichtigen: Archäologische Ausgrabungen brachten viele wichtige Fundstücke ans Licht, die in der Dauerausstellung im Antiquarium zu sehen sind.


Bettona
Bettona
Bettona
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Die Römer eroberten den antiken Ort umbrisch-etruskischen Ursprungs und machten ihn zu ihrem Munizipium. Im Anschluss an die Barbareneinfälle wurde er im 12. Jh. autonome Kommune. Nach einer langen Belagerung eroberte und zerstörte Perugia den Ort im Jahr 1352. 1367 beauftragte die Kirche Kardinal Albornoz mit seinem Wiederaufbau und er unterstand für kurze Zeit der Kirche. Bald danach kam er jedoch wieder unter die Herrschaft von Perugia und der Baglioni. Im Jahr 1648 wurde er endgültig dem Kirchenstaat einverleibt, unter dessen Herrschaft er bis 1860 blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Der ganze Ort ist von mittelalterlichen Mauern umgeben, hat aber auch noch Überreste der älteren etruskischen Mauern aus viereckigen Sandsteinblöcken. Im historischen Ortskern kann man die Kirche S. Maria Maggiore mit Werken von Perugino und Nicolò Alunno und einem Fresko von Gerardo Dottori besichtigen, sowie den Palazzo del Podestà (1371), die heutige Gemeindepinakothek, mit Werken von Perugino, Dono Doni, Tiberio d´Assisi, Terrakotta der Della Robbia und einer archäologischen Abteilung.

Sehenswert ist in der Umgebung (Ortschaft Colle) ein etruskisches Hypogäum (2.Jh.v.Chr.): In einer großen rechteckigen Grabkammer sind Aschenurnen aufbewahrt. Auf dem Weg in die Ortschaft Passaggio di Bettona stößt man auf den schönen Torre del Molinaccio (13. Jh.), ein Wartturm aus der Zeit der Kriege gegen Perugia. Vom Hügel kommend sieht man in der Ebene die Villa Boccaglione, ein großartiger, von Piermarini im 18. Jh. erbauter Landsitz. In Passaggio di Bettona ist der im Jahr 1000 über einem römischen Gebäude errichtete Komplex der Abtei San Crispolto al Piano eine Besichtigung wert.


Bastia Umbra
Bastia Umbra
Bastia Umbra
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

In der römischen Zeit war der Ort unter dem Namen Insula Romana bekannt, da er wie eine vom Wasser des „Lacus Umber" umgebene Insel aussah. Dieser große Wasserspiegel nahm die Valle Umbra ein, wahrscheinlich ein Sumpfgebiet, das im 6.Jh.n.Chr. austrocknete.

Bastia Umbra erlangte im 14.-15. Jh. große Bedeutung, als sich Perugia und Assisi diese Stadt-Festung lange streitig machten. Am Ende gewann Perugia und Bastia wurde ein Lehen der Familie Baglioni bis zum Aussterben ihres Geschlechts (17. Jh.). Mitte des 17. Jh. wurde der Ort in den Kirchenstaat eingegliedert, der ihn bis zur Einheit Italiens regierte.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Obwohl das Erscheinungsbild des Ortes überwiegend modern ist, sind noch die Spuren einer antiken Burg und zahlreiche kirchliche Gebäude zu sehen, darunter die Kirche S. Croce des 14. Jh. mit einer Fassade aus dem typischen weißen und rosafarbenen Kalkstein des Monte Subasio, die ein Triptychon von Niccolò Liberatore, genannt Alunno, und Fresken der umbrischen Schule beherbergt. Ebenfalls interessant sind die Kirchen S. Michele Arcangelo des 13. Jh., die Kirche S. Rocco mit der Kirchenfahne des hl. Antonio Abate und die Kirche S. Paolo (11. Jh.), Sitz eines antiken Benediktinerklosters, in dem die hl. Chiara Zuflucht gesucht hatte. Schön ist auch die Porta S. Angelo mit ihrem Spitzbogen und den zinnengekrönten Kragsteinen.

In der Umgebung kann man in den Ortschaften S. Lucia und Bastiola die Brücken über den Chiascio besichtigen. Bemerkenswert sind die Kirche Madonna di Campagna und in der Ortschaft Costano die Kirche S. Francescuccio, der Tempel S. Giuseppe und die Wallfahrtskirche des Heiligen Kreuzes (Santissimo Crocifisso).


Foligno
Foligno
Foligno
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Nachdem die Umbrer Foligno gegründet hatten, machten die Römer die Stadt zu ihrem Munizipium und zu einer wichtigen Station der Via Flaminia. Nach ihrer Zerstörung durch Barbareneinfälle und ihrem Wiederaufbau wurde sie im 11. Jh. freie Kommune, fiel aber um1310 unter die Signoria der Familie Trinci (ab 1336 Landvögte der Kirche) und erlebte in dieser Zeit einen beachtlichen Aufschwung. Unter den Trinci weitete sie ihre Herrschaft auf viele nahe gelegene Städte aus (Assisi, Spello, Montefalco) und schloss sich im 15. Jh. dem Kirchenstaat an, unter dessen Herrschaft sie, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis 1860 blieb, als sie mit der Entstehung des Italienischen Staats italienisch wurde.

KUNST, KULTUR, NATUR

Im historischen Stadtkern sind äußerst wertvolle Kirchengebäude und herrschaftliche Palazzi erhalten. Ausgehend von der Piazza della Repubblica, Mittelpunkt des gesellschaftlichen und bürgerlichen Lebens, kann man den Dom mit seiner schönen Nebenfassade besichtigen, ein architektonisches Juwel der Maestri Rodolfo und Binello (1201), sowie den Palazzo Comunale und den Palazzo Trinci (1389-1407), Sitz des Archäologischen Museums und der Pinakothek, und die daneben liegende Stadtbibliothek, in der über 600 Zeichnungen des kaiserlich-königlichen Architekten Giuseppe Piermarini aufbewahrt sind. Ein absolutes Muss ist die Besichtigung der romanischen Kirche S. Maria Infraportas mit Fresken von Nelli, Ugolino di Gisberto, Alunno und Mezzastris, der Kirche S. Salvatore mit einem von Architekt Liugi Vanvitelli entworfenen Innenraum aus dem 18. Jh., sowie der ehemaligen Kirche S. Domenico, heute ein prächtiges Auditorium. Ebenfalls äußerst sehenswert sind das Oratorium Nunziatella, auserlesenes Beispiel der Renaissancearchitektur mit zwei Fresken des Perugino, und die Kirche S. Francesco mit den Gebeinen der Seligen Angela da Foligno, berühmte Mystikerin und Theologielehrerin, die in der Nähe der heutigen Porta Romana geboren wurde. Ein weiteres wichtiges Kirchengebäude ist der Dom S. Feliciano, der laut Überlieferung an der Stelle steht, an der der erste Bischof von Foligno, christlicher Märtyrer unter Kaiser Decio, begraben wurde. Unter den herrschaftlichen Palazzi soll auch auf den Palazzo Orfini hingewiesen werden, in dem Evangelista Mei aus Foligno und der Deutsche Johannes Numeister 1472 die erste Ausgabe der „Göttlichen Komödie" druckten, sowie auf Palazzo Cantagalli, Palazzo Deli, Palazzo Alleori Ubaldi, Palazzo Bartocci und Palazzo Candiotti.

Äußerst interessant sind in der Umgebung die Abtei Sassovivo (11.Jh.) mit ihrem herrlichen romanischen Kreuzgang, einzigartig aufgrund der mystischen Atmosphäre, die man in einem benediktinischen Ambiente einatmen kann, die Kirche S. Maria in Campis, eine im 19. Jh. renovierte frühchristliche Basilika, und die Festung der Trinci (15. Jh.) in der Ortschaft Sant´Eraclio. In dem alten Dorf Pale, berühmt für seine im 13. Jh. errichteten Papierfabriken, sind eine Burg sowie die Kirchen S. Biagio und S. Maria Giacobbe zu sehen. Ganz in der Nähe liegt die Einsiedelei, eine in den Fels gehauene und mit Fresken bemalte Kirche. In Colfiorito lohnt sich die Besichtigung der archäologischen Fundstücke und der Kirche S. Maria di Plestia (10.Jh.). Ein ausgesprochen interessantes Naturphänomen ist der Regionalpark Colfiorito, eine weitläufige Hochebene mit einzigartigen Elementen: Das Sumpfgelände mit seltenen Blumen- und Pflanzenarten, auf dem sich viele Wasservögel tummeln, der Berg und die archäologischen Zeugnisse der römischen Stadt Plestia.


Giove
Giove
Giove
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

In der römischen Zeit war der Ort aufgrund des Tiberhafens San Valentino von großer Bedeutung, wie zahlreiche archäologische Fundstücke, darunter Münzen, Grabmäler und Überreste römischer Villen bezeugen.

Wie auch viele andere Lehensgüter wurden sowohl das Territorium als auch die Burg von Giove aufgrund ihrer Lage lange von den nahe gelegenen Kommunen, den Signori von Alviano und der Kirche umkämpft, bis Papst Urban VI. den Ort der Herrschaft Orvietos entriss und der Familie der Anguillara übergab (1328). 1465 besetzten die Ameriner die Burg und traten sie an Paolo II. Farnese ab. Im 16. Jh. folgte auf die Signoria der Farnese die Signoria der Mattei, die einen Teil des großartigen Herzogpalastes errichten ließen.

 

KUNST UND KULTUR

Der historische Dorfkern ist ein klassisches Beispiel einer mittelalterlichen Struktur, von der noch ein Teil des Mauergürtels und einige Wachtürme erhalten sind.

Auf dem Zugangstor des Weilers, auch „ Borgo Vecchio" genannt, ist das Monogramm „IHS" des hl. Bernhard zu sehen, der dieses Gebiet Anfang des 15. Jh. evangelisierte.

Das bekannteste Monument ist der Palazzo Ducale, ein imposantes, von zwei gewaltigen Eckwachtürmen eingegrenztes Bauwerk auf quadratischem Grundriss, dessen Bau im 16. Jh. auf Wunsch des Herzogs Ciriaco Mattei begann, um eine antike mittelalterliche Burg zu einer Privatresidenz umzubauen. Gemälde mit mythologischen und biblischen Szenen von Künstlern wie Domenichino, Alfani und Paolo Veronese schmücken die Säle des Palazzo. Bis 1985 war der Palazzo im Besitz der Grafen Acquarone; heute ist er die Privatresidenz des amerikanischen Kinoproduzenten Charles Band.

Eine Kuriosität: Das Gebäude hat 365 Fenster, eines für jeden Tag des Jahres.

Bemerkenswert ist die Pfarrkirche mit einem kostbaren Leinwandgemälde der Assunta, das der Schule von Niccolò di Liberatore, genannt Alunno, zugeschrieben wird. Sehenswert ist auch die Kapelle San Rocco mit Fresken des 16. Jh. der Schule Folignos, auf denen heilige Szenen dargestellt sind. Am 21. September 1969 wurde sie den Gefallenen aller Kriege als Gedenkstätte gewidmet.


Avigliano Umbro
Avigliano Umbro
Avigliano Umbro
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Obwohl Avigliano Umbro eine der jüngsten Gemeinden Umbriens ist, hat sie doch eine lange und ereignisreiche Geschichte. Die von zahlreichen archäologischen Fundstücken bestätigte mündliche Überlieferung spricht von menschlichen Ansiedlungen schon in protohistorischer Zeit (Eisenzeit und Bronzezeit) und in der römischen Zeit.

Im Mittelalter wurde das Gebiet erst Baschi und dann Todi (ab 1220) unterworfen. Die zwei Städte machten sich Avigliano Umbro lange Zeit streitig, um sich seine großen landwirtschaftlichen Ressourcen und seine strategische Position zu sichern, die ihnen einen engen Kontakt mit dem benachbarten Ort Amelia ermöglichte. 1366 wurde der Ort von dem durchziehenden Söldnerführer Giovanni Acuto, damals im Dienst des Kardinals Albornoz, geplündert. Die 1419 erneut befestigte Burg wurde im Jahr 1500 während der Belagerung von Acquasparta von den Chiaravalle zerstört.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Durch die Porta Vecchia, auf der noch das Wappen der Gemeinde Todi zu sehen ist, gelangt man in den historischen Ortskern, in dem der mittelalterliche zylinderförmige Wachturm emporragt. Hier kann man das kleine Gemeindetheater im Liberty-Stil und die Kirche SS. Trinità (17. Jh.) mit einer Madonna des Rosenkranzes von Andrea Polinori und mit Bartolomeo Barbiani aus Montepulciano zugeschriebenen Fresken besichtigen.

Sehenswert ist in der Ortschaft Sismano die mittelalterliche Burg und die Kirche Sant´Andrea Corsini mit Polinori zugeschriebenen Leinwandgemälden. Künstlerisch interessant ist auch das Dorf Toscolano mit der Kirche SS. Annunziata (Ädikula von Toscolano), in der ein Freskenzyklus von Pier Matteo d´Amelia zu sehen ist.

In Dunarobba kann man die Renaissance-Festung und vor allem den wissenschaftlich höchst interessanten Fossilienwald besichtigen. Der Fossilienwald von Dunarobba ist mit seinen Baumstämmen, deren Holz drei Millionen Jahre alt ist, eine der bedeutendsten paläontologischen Stätten der Welt.


Der Felsen von Alviano
Alviano
Alviano
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Die militärisch strategische Höhenlage des Gebiets war der Grund für die Entstehung der ersten römischen Siedlungen, aber auch die Ursache heftiger Auseinandersetzungen zwischen Todi, Orvieto und Amelia im Mittelalter. Im 12. Jh. wurde es Lehen der Familie Alviano, die ihre größte Macht mit Bartolomeo d´Alviano erreichte. Diesem Söldnerführer ist der Wiederaufbau und die Erweiterung der antiken befestigten Burg zu einer Wohnsitz-Festung im Jahr 1495 zu verdanken. Nach Aussterben der Familie Alviano 1654 wurde die Burg von Donna Olimpia Pamphili Maldalchini, Schwägerin von Papst Innozenz X., erworben und 1920 von den Nachkommen der Doria Pamphili der Gemeinde geschenkt.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das bedeutendste Monument ist die Rocca von Alviano: Sie wurde 1495 über der alten Burg errichtet und präsentiert sich auf quadratischem Grundriss mit Ecktürmen. Im schönen Renaissance-Innenhof mit doppelter Loggia steht die Kapelle der Rondini, in der man Fresken des 17. Jh. mit Szenen aus dem Leben des Hl. Franziskus besichtigen kann. Die Rocca beherbergt das Rathaus von Alviano, das Multimediale Museum über Bartolomeo d´Alviano und die umbrischen Söldnerführer, das audiovisuelle Dokumentationszentrum der Oase von Alviano und das Museum der Bauernkultur mit einer interessanten Sammlung an Gegenständen, Arbeitsgeräten und Einrichtungen der bäuerlichen Gemeinschaft des Territoriums.

Sehenswert ist im Dorf auch die Pfarrkirche Santa Maria Assunta (15. Jh.) mit einer wertvollen Tafel von Nicolò Alunno, auf der die von jubilierenden Engeln umgebene Madonna Assunta abgebildet ist. In der Ortschaft Pupigliano sind die Überreste einer Landvilla des 1.Jh.v.Chr. zu sehen.

Der wichtigste Naturschatz ist die Naturoase: Das ca. 900 Hektar große Naturschutzgebiet steht unter der Obhut des WWF Italien. Der Naturpfad, der die ganze Oase durchquert, ermöglicht die Beobachtung der Flora und Fauna des Ortes. Es gibt eigens für das „Birdwatching" eingerichtete Hütten, Aussichtstürme, Stege und sogar eine Schulaula im Freien.


Umbertide
Umbertide
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

Umbertide liegt im Norden von Umbrien im Gebiet des Oberen Tibertals in einem vom Monte Acuto dominierten Tal. Diese Gegend ist dank des Tibers, der sie ca. 50km lang durchquert, ausgesprochen fruchtbar.

 

GESCHICHTE

Von den ersten Siedlungen im 6.Jh.v.Chr. zeugen die kleinen Bronzestatuen des Monte Acuto. Diese Votivgegenstände wurden auf dem Gipfel des Berges, auf dem früher ein etruskisches Heiligtum stand, gefunden. Die ersten gesicherten Hinweise auf die Stadt sind aus dem Jahr 1189, als Umbertide der Rechtssprechung von Perugia unterstand. Die Regierungsgewalt Perugias dauerte an, bis Umbertide im 16. Jh. dem Kirchenstaat einverleibt wurde, unter dessen Herrschaft es bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) blieb.


 

KUNST, KULTUR, NATUR

In der Altstadt ragt die Rocca empor, eine erhabene mittelalterliche Festung und seit jeher das Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde komplett restauriert und beherbergt heute das Zentrum für Zeitgenössische Kunst.

Bemerkenswert sind die achteckige Kirche S. Maria della Reggia, genannt Collegiata (16. Jh.) und die Kirche S. Croce (1610), die wunderschön restauriert und in ein Museum verwandelt wurde: Ausgestellt sind die „Kreuzablegung" von Luca Signorelli (1516) und ein großes Gemälde von Pomarancio. Eindrucksvoll sind auch die Kirchen S. Bernardino (1556), die Kirche S. Maria della Pietà (1486) mit einem Pinturicchio zugeschriebenen Fresko, und die Kirche S. Francesco, die älteste Kirche Umbertides (1299): Nach einer gewissenhaften Instandsetzung wurde sie im Jahr 2005 wieder für den Gottesdienst und die Öffentlichkeit geöffnet.

In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung der Burgen von Civitella Ranieri, Serra Partucci, Montalto, Ascagano, Romeggio und Polgeto, sowie der antiken mittelalterlichen Dörfer Montemigiano und Santa Giuliana. Besonders sehenswert unter den zahlreichen antiken Kirchen sind die Abtei S. Salvatore und die Einsiedelei des Monte Corona, die auf 700m Höhe in einem Buchen- und Kastanienwald liegt und die darunter liegende, 1008 gegründete Kamaldulenser-Abtei überragt. Sehr eindrucksvoll ist die Krypta mit romanischen Kapitellen des 11. Jh. und ein Fresko (14. Jh.) der Mariä Verkündigung. Ein ganz besonderes und schönes mittelalterliches Dorf ist Preggio. Zu sehen sind hier die Rocca, die Kirche SS. Trinità in San Francesco (13. Jh.) und die Kirche Madonna delle Grazie (15. Jh.).

Pietralunga
Pietralunga
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Der Ort ist prähistorischen Ursprungs, wie der Fund der „Flöte von Pietralunga" bezeugt, ein aus einem menschlichen Schienbein gewonnener Knochen, der im Archäologischen Museum in Perugia ausgestellt ist. Die Gründung Pietralungas geht jedoch auf das Volk der Umbrer zurück, und zwar auf die Zeit der Riten, die auf den Eugubinischen Tafeln (2.-1.Jh.v.Chr.) geschildert werden.

Von der römischen Zeit blieben signifikante Zeugnisse, darunter die Spuren urbaner Siedlungen mit Konstruktionen (villae), von denen heute noch Überreste, Aquädukte und Straßen sichtbar sind. Die Geschichte von Pietralunga ist mit derjenigen von Città di Castello verknüpft: Im 14. Jh. unterwarf sich Pietralunga freiwillig dieser Stadt, unter deren Herrschaft es bis 1817 blieb. Danach war der Ort bis zur Gründung des Königreichs Italien im Jahr 1860 autonome Kommune und Teil des Kirchenstaats.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Der von einem Mauergürtel umgebene historische Ortskern hat das bezaubernde Erscheinungsbild des mittelalterlichen Weilers erhalten. Mit seinen charakteristischen Gässchen erstreckt er sich rund um die Überreste der langobardischen Rocca, eine um das 8. Jh. errichtete antike Festung. Von großem künstlerischem Interesse ist die Pieve S. Maria mit einem eleganten romanischen Portal von 1279. Sie beherbergt ein Raffaellino del Colle zugeschriebenes Fresko, das „Martyrium des Hl. Sebastian", und die Kopie des Polyptychons von Ottaviano Nelli, ein aus dem Kloster S. Agostino stammendes und in der Umbrischen Nationalgalerie ausgestelltes Werk.

Außerhalb der Stadtmauer lohnt sich die Besichtigung der Wallfahrtskirche Madonna dei Rimedi und der Pieve de´Saddi, typisches Beispiel einer frühchristlichen Basilika. Sie wurde rund um die Krypta gebaut, in der sich ursprünglich das Grabmal des hl. Crescenziano befand, und bewahrt ein wertvolles Basrelief des 8. Jh. „Der hl. Crescenziano beim Töten des Drachens" auf. Durch das Territorium von Pietralunga verlaufen verschiedene Abschnitte römischer Straßen: Der wichtigste Abschnitt ist der diverticulum, der Nordumbrien (Città di Castello, Gubbio und Perugia) über Pietralunga mit der Konsularstraße Flaminia in der Nähe von Cagli verband.

Eine obligatorische touristische Etappe ist der schöne Komplex von Candeleto, eine große Struktur mitten im Grünen mit Campingplatz und allen Serviceleistungen für Verpflegung und Aufenthalt des Besuchers. In Candeleto befindet sich auch das Naturwissenschaftliche Museum mit einer umfangreichen ornithologischen Sammlung: Das Museum und die Oase Candeleto stellen eine interessante Ergänzung der touristischen Tour dar.


Lisciano Niccone
Lisciano Niccone
Lisciano Niccone
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

Die kleine Ortschaft Lisciano Niccone liegt im Nordwesten Umbriens an der Grenze zur Toskana über dem Tal des Wildbachs Niccone und überblickt von hier das Straßennetz zwischen dem Tibertal, dem Trasimenischen See und der Valdichiana.

 

GESCHICHTE

Die archäologischen etruskischen und römischen Fundstücke belegen, dass das Gebiet schon in frühester Zeit besiedelt war. Nach dem Untergang des Römischen Reichs wurde es ein zentraler strategischer Punkt auf dem Weg durch den byzantinischen Korridor, einer der wichtigsten Verbindungswege zwischen Rom und Ravenna, von dem in den umliegenden Burgen und Festungen noch Spuren zu sehen sind. Im Mittelalter wurde das Territorium in den Herrschaftsbereich von Perugia eingegliedert und stand anschließend, bis zur Gründung des Königreichs Italien (1861), unter der Kontrolle des Kirchenstaats (1479).


KUNST, KULTUR, NATUR
Die Burg von Lisciano, die um das 9.-10. Jh. auf dem Gipfel des Hügels, der das Dorf überragt, errichtet wurde, und die in der Umgebung liegenden das Schloss von Reschio, Sorbello und Pierle sind nur einige der Kunstschätze, die das Territorium zu bieten hat. Sehenswerte religiöse Gebäude sind die Kirche San Tommaso, die Kirche Santa Maria delle Corti und die Kirche San Nicolò, in der ein Altarbild (15. Jh.) von Eusebio da San Giorgio, Schüler des Raffaello, zu sehen ist. In der Umgebung kann man von der Straße, die nach Tuoro führt, den herrlichen Blick auf den Trasimenischen See genießen. Etwas weiter stößt man auf das kleine Dorf Borghetto, Ort der erbitterten, vom Konsul Flaminius angeführten Schlacht zwischen Hannibal und den Römern. Das Territorium ist von großem Umweltinteresse: Das klare Wasser der Bäche, die Exkursionen auf ökologischen Routen und die einfachen, nach der lokalen Tradition zubereiteten Speisen bieten dem Besucher ein noch intaktes Ambiente.

Città di Castello
Città di Castello
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

Città di Castello liegt im Nordwesten von Umbrien und erstreckt sich entlang dem oberen Tibertal an den Grenzen zur Toskana und nicht weit entfernt von den Marken. Das Territorium bietet dem Besucher angenehme Überraschungen: Dieses geschichtsträchtige Gebiet mit seinen zahlreichen Monumenten und seiner jahrhundertealten Kultur zeichnet sich durch das harmonische Nebeneinander von Umweltfreundlichkeit und vitaler industrieller Realität aus.

 

GESCHICHTE

Nach ihrer Gründung durch die Umbrer wurde die Stadt ein römisches Munizipium mit dem Namen Tifernum Tiberinum. Im Anschluss an verschiedene Herrschaften und nach der Plünderung und Zerstörung durch Totilas Gotenheer (6.Jh.n.Chr.) wurde sie wieder aufgebaut und befestigt. Nachdem sie zunächst Castrum Felicitatis genannt worden war, bekam sie im 10. Jh. ihren endgültigen Namen Castrum Castelli.

In der ersten Hälfte des 12. Jh. wurde sie freie Kommune, im 15. Jh. dann Signoria der Familie Vitelli. Während des Mittelalters wechselten sich Zeiten der Unabhängigkeit mit Zeiten der Unterwerfung unter den Kirchenstaat, unter Florenz und unter Perugia ab. Erst im 16. Jh. ging Città di Castello mit Cesare Borgia endgültig an den Kirchenstaat über, unter dessen Herrschaft sie (abgesehen von der napoleonischen Zeit) bis zur Ausrufung des Königreichs Italien (1860) blieb.


 

KUNST UND KULTUR

In Città di Castello, zum Großteil umgeben von Stadtmauern aus dem 16. Jh., kann man den „Hauch der Kunst" in der bezaubernden Atmosphäre der Altstadt, in der eleganten Renaissance-Architektur, in den Höfen und den Bogengängen der herrschaftlichen Palazzi wie Palazzo Vitelli alla Cannoniera (heute Städtische Pinakothek), in den Kreuzgängen, in den Innenräumen der Kirchen wie die monumentale Kathedrale (11.Jh.) mit den Schätzen des Museums für Kirchenkunst oder in den Kirchen S. Maria Maggiore, S. Maria delle Grazie, S. Francesco und S. Domenico spüren.

Aber auch in den Meisterwerken von Raffaello, von Luca Signorelli, ebenso wie in den Säcken, Hölzern, Plastiken und Rissen von Alberto Burri, einer der großen Maestri der internationalen zeitgenössischen Kunst, der seine gesamten Werke seiner Geburtsstadt hinterließ. In der Altstadt sollte man die Städtische Pinakothek besichtigen, die im Hinblick auf die Bedeutung der ausgestellten Werke an zweiter Stelle gleich hinter der Nationalgalerie von Perugia steht: Sie erhielt in jüngster Zeit neue Ausstellungsräume und beherbergt Meisterwerke von Raffaello, Luca Signorelli, Ghirlandaio, Raffaellino del Colle und Pomarancio.

Die komplette Sammlung der Werke von Alberto Burri ist in zwei faszinierenden Ausstellungsgebäuden untergebracht: Im Renaissancepalast Albizzini und in den ehemaligen Tabaktrockenhallen. Bemerkenswert ist das neben der Kathedrale liegende Dommuseum mit wertvollen Zeugnissen kirchlicher Kunst, während das Museum der Weberei die Etappen der Werkstatt „Tela Umbra" darstellt und das Museum der Buchdruckerkunst perfekt funktionierende Druckmaschinen verschiedener Epochen zeigt. In der Umgebung ist das Oratorium San Crescentino in Morra, in dessen Innenräumen einige wunderschöne Fresken von Luca Signorelli (die Geißelung und die Kreuzigung) zu sehen sind, einen Besuch wert, außerdem die Basilika Canoscio, wichtigster Bezugspunkt der Marienanbetung in Umbrien, die Wallfahrtskirche Belvedere, die Abtei Badia Petroia, eindrucksvolles Beispiel einer romanischen Konstruktion (11.-12.Jh.) sowie die Villa Montesca, die inmitten eines Jahrhundertparks mit zahlreichen seltenen botanischen Arten liegt.

In Gravelle befindet sich in einem Bauernhaus mit Blick auf Villa Cappelletti das Dokumentationszentrum der Volkstraditionen, in Italien eine der ersten Sammlungen von Gegenständen der Bauerntradition.

Citerna
Citerna
Citerna
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

Das bezaubernde mittelalterliche Dorf Citerna liegt im Norden Umbriens an der Grenze zur Toskana in einer die Valtiberina dominierenden Position auf einem Hügel zwischen dem Tal des Wildbachs Cerfone und der Ebene, durch die der Fluss Sovara fließt. Nach Meinung einiger Autoren stammt der Name von den Zisternen, die innerhalb der Mauergrenzen verteilt sind und früher als Wasserbehälter dienten.

 

GESCHICHTE

Das Dorf ist umbrisch-etruskischen Ursprungs. Nach der Eroberung durch die Römer (aus dieser Zeit gibt es noch zwischen S. Fista und Pistrino gefundene Münzen und Tongegenstände) und im Anschluss an die Ereignisse im Lauf der Jahrhunderte war es im Mittelalter wechselnden Herrschaften ausgesetzt, zunächst von Seiten der Barbaren und dann von Seiten der verschiedenen lokalen Familien.

Um sich der Bedrohung durch die benachbarten Kommunen zu entziehen, unterwarf sich Citerna 1221 der Stadt Città di Castello, deren Schicksal es teilte, bis es in die Besitztümer des Kirchenstaats eingegliedert wurde (1463). Von Anfang bis Ende des 16. Jh. war es Vikariatsbesitz der Familie Vitelli aus Città di Castello. Citerna schloss sich 1860 als erster umbrischer Ort dem Königreich Italien an.


 

KUNST, KULTUR, NATUR

Von der Terrasse der Rocca, eine Festung langobardischen Ursprungs, kann man den Monte della Verna und den Monte Fumaiolo, aus dem der Tiber entspringt, erkennen. Wenn man mit dem Blick dem Flusslauf des Tibers folgt, sieht man die Dörfer San Sepolcro und die anderen Ortschaften des Oberen Tibertals. Vom Bogen, der nach Nordwesten zeigt, erblickt man außer dem runden Wachturm und der Zitadelle das Tal des Cerfone, das nach Arezzo führt.

Sehenswert sind im historischen Ortskern die Kirche S. Michele Arcangelo mit der wertvollen Tafel Kreuzigung von Pomarancio, der Palazzo Vitelli des 15. Jh. mit einer reichen Einrichtung und die Kirche S. Francesco (1316) mit einer Temperatafel der Kreuzabnahme von Pomarancio und dem Christus in der Glorie von Raffaellino del Colle. Wenn man aus der Kirche kommt, stößt man auf den kleinen Palazzetto „Prosperi" mit einem Kaminsaal des 16. Jh., genannt „Saal der Verliebten". Gleich dahinter gelangt man durch einen kleinen Bogen auf den faszinierenden begehbaren mittelalterlichen Laufgraben, der entlang des Mauerumfangs verläuft.

In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung des ehemaligen Klosters des Heiligen Kreuzes (SS. Crocifisso) aus dem 16. Jh. in der Ortschaft Cerecchio und der Kirchen S. Maria und S. Stefano in Pistrino. Die Ortschaft Fighille in der Nähe von Citerno war im Mittelalter ein wichtiges Keramikproduktionszentrum. Die Straßen, die auf den Hügel von Citerna führen, bieten ein phantastisches Panorama auf das umbrische und toskanische Obere Tibertal und sind die beste Visitenkarte dieses mittelalterlichen Dorfes.

Terni
Terni
Terni
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Das Territorium ist von ausgesprochen antikem Ursprung und war früher ein wichtiges römisches Munizipium mit dem Namen „Interamna Nahartium" („Land zwischen zwei Flüssen", der Nera und der Serra), wie die Ruinen des Amphitheaters Fausto bezeugen: Unter anderem war es die Heimat des Kaisers Markus Claudius Tacitus und des Schriftstellers Cornelius Tacitus. Unter den Römern erlebte es eine Zeit des Friedens und des Wohlstands, in der große Teile des Sumpflands urbar gemacht wurden und sich eine blühende Landwirtschaft entwickelte.

Ab dem 6. Jh. wurde Terni, das auf Betreiben seines Protektors und Bischofs Valentin schon christlich geworden war, von den Goten und den Byzantinern angegriffen und zerstört. Später verleibten die Langobarden (755n.Chr.) die Stadt dem Herzogtum von Spoleto ein. 1159 wurde sie von Friedrich Barbarossa unterworfen und zerstört, aber bald danach wieder aufgebaut.

Nachdem sie mehrmals in den Machtbereich der Kirche und des Imperiums gelangt war, schloss sie sich nach Jahrhunderten von Zwistigkeiten zwischen Parteien, Kriegen mit den nahe gelegenen Städten und verschiedenen Signorien ab 1420 dem Kirchenstaat an, unter dessen Herrschaft sie, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis zum Jahr 1860 blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das aktuelle urbanistische und architektonische Stadtbild, überwiegend modern und dynamisch, ist zum größten Teil das Ergebnis der Aufbauarbeiten, die nach den schweren Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg ab Mitte der 50er Jahre durchgeführt wurden.

Heute präsentiert sich die Stadt dem Besucher in einer entschieden modernen Gestalt, wenn auch noch viele Zeugnisse der Vergangenheit sichtbar sind, wie z.B. die Ruinen des Amphitheaters Fausto, ein klassischer römischer Zirkus für Theateraufführungen, von dem noch Teile der Mauern zu sehen sind.

Interessante Kirchengebäude sind u.a. die Kirche S. Francesco des 13. Jh. mit ihrem schönen Glockenturm mit gotischen zwei- und vierbogigen Fenstern von Angelo da Orvieto und der wunderschönen Kapelle Paradisi, der Dom aus dem 6. Jh., der im 17. Jh. nach einem Entwurf des Bernini wieder aufgebaut wurde, die antike Kirche S. Alò, ein kleines romanisches Schmuckstück, die Kirche S. Salvatore, die wahrscheinlich über einem vorher existierenden Sonnentempel aus römischer Zeit errichtet wurde, die Kirche S. Lorenzo und die Kirche S. Pietro mit interessanter Apsisstruktur und Kreuzgang.

Zu den vielen eindrucksvollen Palazzi gehören der Palazzo Spada, das heutige Rathaus, den Graf Michelangelo Spada Mitte des 16.Jh. nach einem Entwurf von Antonio Sangallo dem Jüngeren bauen ließ, der mittelalterliche Palazzo Mazzancolli, Sitz des Staatsarchivs von Terni, der Palazzo Gazzoli aus dem 18. Jh., in dem sowohl die Städtische Pinakothek Orneore Metelli (mit wertvollen Werken, darunter die Altartafel der Franziskaner von Piermatteo d´Amelia) als auch das Museum „Aurelio De Felice" untergebracht sind, der Palazzo Morelli (16. Jh.) sowie der Palazzo Bianchini-Riccardi (16. Jh.)

Die bemerkenswerten Stätten und Monumente der industriellen Archäologie bieten Gelegenheit zu einem einzigartigen Rundgang zwischen stillgelegten Fabriken und Anlagen, für die ein detaillierter Restaurierungsplan vorliegt: Hierzu gehören z.B. die vor dem Bahnhof aufgestellte Große Wasserpresse, die für die Stahlverarbeitung verwendet wurde, und das Werk von Papigno, heute umgebaut in Filmateliers.

Äußerst interessant ist Ternis moderne Architektur: Den Architekten Mario Ridolfi und Mario Fagiolo ist die Piazza Tacito mit dem großartigen Brunnen, Corso del Popolo und Largo Villa Glori zu verdanken, während Arnaldo Pomodoro den dreiecksförmigen Obelisk Lancia di Luce schuf, ein in vier Sektionen unterteilter Riese aus 105 Tonnen Stahl.

Sehr schön ist die Basilika S. Valentino. Hier ruht der Körper des Heiligen, ein im 3. Jh. n. Chr. gemarterter Bischof der Stadt und Schutzpatron der Verliebten.

In der Umgebung sollte man auf jeden Fall den Marmore-Wasserfall besichtigen, der höchste Wasserfall Europas, sowie den Piediluco See an der Grenze zu Latium, der von mit Steineichen bedeckten Anhöhen umgeben und ideales Ausflugsziel für alle ist, die gern segeln, Kanu und Wasserski fahren. An den Seeufern erstreckt sich ein charakteristisches Fischerdorf mit bunten Häusern und aus dem Seegewässer erhebt sich ein kegelförmiger Berg, der so genannte Berg des Echos, da er ein phänomenales Echo von bis zu zwei Elfsilbern produzieren kann. Die Feuchtzonen Recentino und S. Liberatore sind kleine Oasen, die von Zugvögeln aufgesucht werden und ein ideales Ökosystem für Flora und Fauna darstellen.

In der näheren Umgebung ist die archäologische Stätte Carsulae, ein antikes, entlang der Via Flaminia entstandenes römisches Munizipium, eine Besichtigung wert. Dank der Ausgrabungen und Forschungen konnte ein Großteil des Forums ans Tageslicht gebracht werden, mit Resten der Basilika und zweier Zwillingstempel, des Theaters und des Amphitheaters und des wunderschönen Bogens S. Damiano, hinter dem sich sehr interessante Grabmonumente befinden. Mit den in der Zone gefundenen archäologischen Materialien wurde neben dem Forum die schöne mittelalterliche Kirche S. Damiano gebaut.


Ansicht von Gualdo Tadino
Gualdo Tadino
Gualdo Tadino
die Stadt erleben
Unterkünfte
die Stadt entdecken

GESCHICHTE

Gualdo Tadino ist antiken Ursprungs und war unter den Römern Präfektur, Kolonie und Munizipium. Zum ersten Mal wurde der Ort 217v.Chr. von Hannibal zerstört, danach ein zweites Mal im Bürgerkrieg von Cäsar (49-48v.Chr.) gegen Pompeus, ein Verbündeter der Stadt. Während der Barbareneinfälle war Gualdo Tadino einer der wenigen Orte, denen es gelang, dem Gotenkönig Totila standzuhalten, der hier vom König der Langobarden Narsete besiegt und getötet wurde.

996 zerstörten die Truppen von Otto III. die Stadt, die dann aber ein zweites Mal wieder aufgebaut wurde. Mitte des 11. Jh. bekam sie den Namen Gualdo (vom deutschen Wort „Wald). Im Anschluss an ein verheerendes Feuer erfolgte der dritte Wiederaufbau mit Hilfe der Benediktinermönche und des Kaisers Friedrich II. Die anschließenden Ereignisse waren bis zur Einheit Italiens zuerst von der Herrschaft Perugias und danach von der Kirchenherrschaft geprägt.

 

KUNST UND KULTUR

Die Stadt hütet wertvolle Monumente und Kollektionen. Auf dem Gipfel des Hügels ragt die Rocca Flea empor, ein imposantes Beispiel der Militärarchitektur des 12. Jh., die 1247 von Friedrich II. erbaut und in jüngster Zeit restauriert wurde. Heute ist hier das Städtische Museum untergebracht, in dem das außergewöhnliche Polyptychon von Alunno, Skulpturen, alte Keramiken und archäologische Fundstücke ausgestellt sind.

Sehenswerte Kirchengebäude sind die Kathedrale S. Benedetto (13. Jh.) mit einer wundervollen romanisch-gotischen Fassade, die mit einer herrlichen Rosette geschmückt ist, die prächtige gotische Kirche S. Francesco, bemalt von Matteo da Gualdo, einem berühmten Maler dieser Stadt und Autor der Kreuzigung und der Madonna mit Kind und dem hl. Franziskus, sowie die Kirche S. Maria dei Raccomandati (13. Jh.), die ein kostbares Triptychon von Matteo da Gualdo, Madonna mit Kind und den Heiligen Sebastian und Rocco, beherbergt.

Am Hauptplatz steht der Palazzo Comunale mit einer schönen Fassade des 18. Jh. und der Palazzo del Podestà, von dem nur noch der Stadtturm (12. Jh.) erhalten ist. Während späterer Arbeiten wurden an den Turm verschiedene Gebäude angebaut. Eine Gasse neben dem Palazzo Comunale führt zur Kirche S. Maria di Tadino, die älteste Kirche in der Altstadt und heute Sitz des Vereins „Giochi de le Porte (Wettspiele der Tore)", ein in historischen Kostümen durchgeführter charakteristischer Wettkampf zwischen den Stadtvierteln, der Ende September stattfindet.

Auch das Regionale Museum der Emigration ist eine Besichtigung wert. Es soll ein Ort der Erinnerung sein und nicht nur Informationen, sondern auch Eindrücke und Emotionen vermitteln.

 

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN

Weißdornblüte und Fest zu Ehren des Beato Angelo (15. Januar)
Heilige Karfreitagsdarstellung
Maifest – Ortschaft S. Pellegrino (30. April)
Die Nacht des Feuers und „Guazza di San Giovanni" – Ortschaft Grello (23. Juni)
Fasslauf – Ortschaft Rigali (6. Juni)
Wettkampf „Giochi de le Porte" (letzte Septemberwoche)


Banner: Dove dormire a TOREPLACE

dove dormire in umbria
Dove dormire a Dettaglio luogo
Scopri le migliori strutture e offerte per dormire in città