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Citerna
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Das bezaubernde mittelalterliche Dorf Citerna liegt im Norden Umbriens an der Grenze zur Toskana in einer die Valtiberina dominierenden Position auf einem Hügel zwischen dem Tal des Wildbachs Cerfone und der Ebene, durch die der Fluss Sovara fließt. Nach Meinung einiger Autoren stammt der Name von den Zisternen, die innerhalb der Mauergrenzen verteilt sind und früher als Wasserbehälter dienten.

 

GESCHICHTE

Das Dorf ist umbrisch-etruskischen Ursprungs. Nach der Eroberung durch die Römer (aus dieser Zeit gibt es noch zwischen S. Fista und Pistrino gefundene Münzen und Tongegenstände) und im Anschluss an die Ereignisse im Lauf der Jahrhunderte war es im Mittelalter wechselnden Herrschaften ausgesetzt, zunächst von Seiten der Barbaren und dann von Seiten der verschiedenen lokalen Familien.

Um sich der Bedrohung durch die benachbarten Kommunen zu entziehen, unterwarf sich Citerna 1221 der Stadt Città di Castello, deren Schicksal es teilte, bis es in die Besitztümer des Kirchenstaats eingegliedert wurde (1463). Von Anfang bis Ende des 16. Jh. war es Vikariatsbesitz der Familie Vitelli aus Città di Castello. Citerna schloss sich 1860 als erster umbrischer Ort dem Königreich Italien an.


 

KUNST, KULTUR, NATUR

Von der Terrasse der Rocca, eine Festung langobardischen Ursprungs, kann man den Monte della Verna und den Monte Fumaiolo, aus dem der Tiber entspringt, erkennen. Wenn man mit dem Blick dem Flusslauf des Tibers folgt, sieht man die Dörfer San Sepolcro und die anderen Ortschaften des Oberen Tibertals. Vom Bogen, der nach Nordwesten zeigt, erblickt man außer dem runden Wachturm und der Zitadelle das Tal des Cerfone, das nach Arezzo führt.

Sehenswert sind im historischen Ortskern die Kirche S. Michele Arcangelo mit der wertvollen Tafel Kreuzigung von Pomarancio, der Palazzo Vitelli des 15. Jh. mit einer reichen Einrichtung und die Kirche S. Francesco (1316) mit einer Temperatafel der Kreuzabnahme von Pomarancio und dem Christus in der Glorie von Raffaellino del Colle. Wenn man aus der Kirche kommt, stößt man auf den kleinen Palazzetto „Prosperi" mit einem Kaminsaal des 16. Jh., genannt „Saal der Verliebten". Gleich dahinter gelangt man durch einen kleinen Bogen auf den faszinierenden begehbaren mittelalterlichen Laufgraben, der entlang des Mauerumfangs verläuft.

In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung des ehemaligen Klosters des Heiligen Kreuzes (SS. Crocifisso) aus dem 16. Jh. in der Ortschaft Cerecchio und der Kirchen S. Maria und S. Stefano in Pistrino. Die Ortschaft Fighille in der Nähe von Citerno war im Mittelalter ein wichtiges Keramikproduktionszentrum. Die Straßen, die auf den Hügel von Citerna führen, bieten ein phantastisches Panorama auf das umbrische und toskanische Obere Tibertal und sind die beste Visitenkarte dieses mittelalterlichen Dorfes.

Panicale
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GESCHICHTE
Das von den Etruskern besiedelte Gebiet war ein sicherer Zufluchtsort für die römischen Soldaten, die der von Hannibals Karthagern gewonnenen Schlacht des Trasimeno entronnen waren. Nach dem Untergang des Römischen Reichs und dem Ende der langobardischen Herrschaft wurde Panicale im Jahr 1037 eine der ersten italienischen Kommunen, die sich frei und unabhängig von jeglicher Fremdherrschaft erklärte. Im 13. Jh. akzeptierte das Dorf die Signoria von Perugia, wurde aber 1316 wieder freie Kommune mit einer eigenen autonomen Regierung. Die Burg von Panicale galt als eine der wichtigsten und am besten befestigten Burgen Italiens und konnte allen Eroberungsversuchen widerstehen, bis sie 1643 während des Kriegs zwischen dem Kirchenstaat und dem Herzogtum Parma von den Florentiner Armeetruppen erobert wurde. Panicale unterstand dann bis zur Gründung des Königreichs Italien der Regierungsgewalt der Kirche. KUNST, KULTUR, NATUR
Der historische Dorfkern hat seine typische mittelalterliche Struktur erhalten. Zwischen den zwei Zugangstoren Porta Fiorentina und Porta Perugina befinden sich drei unterschiedlich hoch gelegene Plätze: Auf dem unteren ersten Platz findet man den Palazzo del Popolo und den Brunnen, auf dem zweiten ist die imposante Kollegialkirche S. Michele Ausdruck der kirchlichen Macht und auf dem am höchsten gelegenen dritten Platz ist der Palazzo del Podestà das Zentrum der politischen Macht. Zu den künstlerisch wertvollsten Monumenten gehören der Palazzo del Popolo und der schöne, im 15. Jh. nach dem Vorbild der Fontana Maggiore in Perugia gebaute Brunnen, die Kollegialkirche S. Michele Arcangelo, ein wunderschönes Beispiel des umbrischen Barockstils mit einem Masolino zugeschriebenen Fresko, der Palazzo del Podestà des 14. Jh. mit zweifach spitzbogigen Fenstern und einem Glockenturm, der auch vom Tal aus zu erkennen ist, das ganz aus Holz realisierte und mit vergoldeten Stuckarbeiten und gemalten Girlanden dekorierte Theater Cesare Caporali, eines der kleinsten Theater Umbriens, sowie die Kirche S. Agostino mit Spuren antiker Fresken (16. und 17. Jh.) und einem wunderschönen Altar aus Pietra Serena-Sandstein, realisiert von Giovanbattista di Cristoforo zu Cortona. Ganz in der Nähe befindet sich die Kirche Madonna della Sbarra, die 1625 außerhalb der Burgmauern an der Stelle errichtet wurde, an der früher die Zollburg stand (daher der Name „sbarra" – dt. Schranke). Eindrucksvoll sind auch der im 17. Jh. von den Jesuiten errichtete Komplex S. Sebastiano inmitten eines schönen Parks und die dicht daneben stehende Kirche S. Sebastiano, die zwei herrliche Fresken beherbergt: Das „Martyrium des hl. Sebastian" von Perugino (1505) und die „Thronende Madonna", die dem Perugino-Schüler Spagna zugeschrieben wird. Sehenswert sind in der Umgebung die Renaissance- Wallfahrtskirche Madonna di Mongiovino mit Werken der bedeutendsten Steinmetze und Schnitzer jener Zeit (Lorenzo da Carrara, Giovanni Lombardo, Domenico Fiorentino) und die Wallfahrtskirche Madonna di Grondici, die wunderschön inmitten von Wäldern mit Eichen, Olivenbäumen, Zypressen und Pinien liegt und wegen eines 1494 von Gregorio Gregari gemalten Wunderbildes Ziel von Pilgerfahrten ist.


Piegaro
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GESCHICHTE
Der Ort wurde im Jahr 290v.Chr. von den Römern gegründet und war im Mittelalter eines der Lehen der nahe gelegenen Städte (Montegabbione, Orvieto, Perugia, Marsciano), bis er im 16. Jh. dem Kirchenstaat einverleibt wurde. Die Kirchenherrschaft endete 1860 mit der Gründung des Königreichs Italien. KUNST, KULTUR, NATUR
Sehenswert sind im historischen Ortskern die Kirche S. Silvestro, die Kirche Madonna della Crocetta (16. Jh.) mit einer Holzstatue des Ecce Homo, der Palazzo Misciatelli-Pallavicini (18. Jh.) und der Palazzo der Grafen Bulgarelli von Marciano. In der Umgebung bietet Piegaro interessante Besichtigungsmöglichkeiten: Die Kirche S. Croce in dem mittelalterlichen Dorf Castiglion Fosco, das sich durch seinen originellen zylindrischen Turm auszeichnet; die Burg, die Kirche S. Fortunato und das Kloster S. Bartolomeo im mittelalterlichen Dorf Cibottola; die Burg (13. Jh.), die Kirche S. Lorenzo (1391) und das Oratorium S. Bernardino in Gaiche; die kleine Kirche S. Lorenzo (14. Jh.) in Greppolischieto; die Abtei Sette Frati (11.-12. Jh.), die Kirche Madonna del Fosso und die Kirche S. Maria Assunta in Pietrafitta. Ein interessantes Naturgebiet ist der Park von Montarale: Er erstreckt sich auf dem Gebiet des Monte Arale, von dem man einen schönen Blick auf das Nestoretal bis nach Perugia und zum Trasimenischen See hat.


Tuoro sul Trasimeno
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GESCHICHTE
Das erste bedeutende geschichtliche Ereignis von Tuoro ist die „Schlacht am Trasimenischen See" vom 24. Juni des Jahres 217 v.Chr., bei der Hannibals Karthagerheer das römische Heer vernichtete. Während des Mittelalters war der Ort in die Ereignisse und Kämpfe für die Eroberung einer strategischen Position an der Grenze zwischen Perugia und der Toskana verwickelt. Im 16. Jh. wurde er als wichtige Post- und Zollstation in die Herrschaftsgebiete der Kirche eingegliedert und erlebte eine lange Zeit des Friedens. KUNST, KULTUR, NATUR
In der Altstadt mit ihrem charakteristischen Erscheinungsbild eines mittelalterlichen Weilers kann man den Palazzo della Capra und die Kirche S. Maria Maddalena besichtigen. Sehenswert ist in der Umgebung die Ortschaft Punta Navaccia in der Nähe des Lido von Tuoro, ein naturwissenschaftlich ausgesprochen interessantes Gelände, auf dem sich das Freiluftmuseum Campo del Sole mit 27 großen Säulenskulpturen aus Sandstein befindet, die von berühmten italienischen und ausländischen Künstlern realisiert wurden. In der Mitte dieser spiralförmig angeordneten und wie Totem aussehenden Werke befindet sich eine Tafel, die von einem Sonnensymbol überragt wird. Interessant ist auch Castel Ranieri, früherer Besitz der Familie Montemelino, von wo man einen schönen Blick auf den See genießt, und die Anfang des 12. Jh. errichtete Grenzpieve, die nur wenige Kilometer außerhalb der Ortschaft liegt. Zum Gemeindegebiet gehört die Insel Maggiore, auf der man die romanische Kirche S. Salvatore des 12. Jh., die Kirche S. Michele Arcangelo des 14. Jh. und die 1891 über den Resten des ehemaligen Klosters S. Francesco errichtete Burg Guglielmi besichtigen kann. Sehr eindrucksvoll ist der historische Lehrpfad der „ Schlacht am Trasimenischen See", die im Jahr 217 v.Chr. zwischen Römern und Karthagern stattfand und deren wichtigste Phasen der Niederlage des römischen Heers gegen Hannibals Karthager hier rekonstruiert werden. Auf einem geführten Rundgang kann man die umliegenden archäologischen Ausgrabungsstätten besichtigen, in denen noch die sog. „Ustrina" zu sehen sind, große im Kalkstein ausgehobene Gruben, in denen Hannibal die in der Schlacht gefallenen Soldaten einäschern ließ.


Corciano
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CORCIANO
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GESCHICHTE
Im 6. Jh. war das Gebiet zunächst von den Etruskern und dann von den Römern besiedelt. 1136 wurde das Castrum von Corciano als eines der Besitztümer erwähnt, die Papst Innozenz II. dem Bischof von Perugia unterstellt hatte. Im Jahr 1223 legte der hl. Franziskus auf seinem Rückweg von der Insel Maggiore des Trasimenischen Sees, auf der er die Fastenzeit verbracht hatte, eine Rast in Corciano ein. Laut Überlieferung wurde die Kirche S. Francesco in Erinnerung an den Besuch des Heiligen gebaut. Eine päpstliche Bulle von Johannes XXII. autorisierte 1334 den Bau des Klosterkomplexes S. Agostino. 1364 plünderte die von dem päpstlichen Legaten Egidio Albornoz kommandierte weiße Kompanie die Burg. Nach einer langen Belagerung nahm der Söldnerführer Braccio Fortebraccio da Montone Corciano im Jahr 1416 ein. Um die Verteidigung der Burg zu verstärken, begann 1482 der Bau des Wachturms der Porta S. Maria. 1860 wird Corciano dem Königreich Italien einverleibt.

KUNST, KULTUR, NATUR
Eine hoher Mauergürtel umschließt die antike mittelalterliche Burg Corciano mit ihren zahlreichen historischen und künstlerischen Zeugnissen. Das Dorf zeichnet sich durch seine perfekt erhaltene mittelalterliche Struktur mit Gassen, Treppen, Palazzi, Türmen, Gärten, Kirchen und Glockentürmen aus. Sehenswert im alten Dorfkern sind der Wachturm der Porta S. Maria, die zentral gelegene Piazza Coragino mit einem schönen Brunnen des 16. Jh., der Palazzo Comunale aus dem 16. Jh., früher Residenz der Herzöge Della Corgna, in dem sich eine Sammlung der archäologischen etruskisch-römischen Fundstücke befindet, der Palazzo del Capitano del Popolo und der Palazzo dei Priori, die Pfarrkirche S. Maria Assunta, die das Gemälde der Heiligen Jungfrau des Perugino (1513) und das 1472 gemalte Banner von Benedetto Bonfigli beherbergt und die gotische Museumskirche S. Francesco mit Fresken, die sich auf die Zeit zwischen Ende des 13. und Anfang des 14. Jh. datieren lassen: Im Boden sind 21 Familiengräber eingelassen, die mit Grabplatten verschlossen und mit den Wappen der wichtigsten Familien Corcianos versehen sind. Interessant sind auch die Kirche S. Cristoforo, in der das Pfarrmuseum oder Museum der Kirchenkunst untergebracht ist, das Museum des Bauernhauses, die Kirche S. Maria del Serraglio und die Kirche S. Agostino (1334), die gegenüber dem Hügel von Corciano auf einer mit zahlreichen Olivenbäumen bewachsenen Anhöhe liegt. In dieser Kirche sind Leinwandgemälde aus dem 18. Jh. und Holzstatuen der Schutzheiligen S. Michele Arcangelo, S. Sebastiano, S. Rocco und S. Macario zu sehen..

In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung der etruskischen Nekropole in Strozzacapponi und der prächtigen Burg Pieve del Vescovo, die 1570 nach einem Entwurf des Architekten Galeazzo Alessi restauriert und in eine Villa umgebaut wurde; in der S. Giovanni geweihten Kirche ist ein bedeutendes Fresko der Schule des Perugino aufbewahrt. Sehenswert sind auch die Burgen der Örtchen San Mariano, Mantignana und Solomeo, ein wunderschön restauriertes Dorf, Chiugiana, Castelvieto, Capocavallo und Migiana. In Migiana liegt ein paläontologisch äußerst interessanter Steinbruch mit zahlreichen Ammonitenfossilien. Das Gebiet von Corciano bietet Naturschätze von großem Interesse für die Allgemeinheit: Von dem antiken Dorf genießt man eine weites Panorama, das von den grünen Hängen des Monte Malbe, des Monte Tezio und des Monte Acuto bis zum Monte Amiata reicht, den man an klaren Tagen in der Ferne erkennen kann. Der Gipfel des Monte Malbe, bekannt als Colle della Trinità, ist ein Waldgebiet mit typischer mediterraner Macchia und vielfältigen Baumarten (Steineiche, Flaumeiche, Zerreiche, Erdbeerbaum und Wacholder).


Paciano
Paciano
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GESCHICHTE
Die archäologischen Fundstücke des Gebiets belegen seinen etruskisch-römischen Ursprung, während die ersten Schriftstücke aus dem 10. Jh. stammen. In den darauf folgenden Jahrhunderten unterstand Paciano zuerst Chiusi und dann der Stadt Perugia, für die Paciano die Rolle eines befestigten Grenzweilers einnahm. KUNST UND KULTUR
Der historische Dorfkern, umgeben von einem Mauergürtel des 14. Jh. mit Türmen und drei Zugangstoren (Porta Fiorentina, Porta Perugina und Porta Rastrella), hat das Erscheinungsbild eines mittelalterlichen Weilers erhalten. Von der ältesten Burg bleibt nur die Ruine eines einzigen Turms, der sog. Torre d´Orlando. Hervorragende Bauwerke sind die Rocca Buitoni, der Palazzo Cennini und der Palazzo Baldeschi, in dem das Naturwissenschaftliche Museum untergebracht ist. Im Ort gibt es auch zahlreiche, in verschiedenen Epochen errichtete Kirchen: Die sog. Kirche Dentro (oder San Giuseppe), die älteste Kirche Pacianos, mit einer antiken Gemeindeprozessionsfahne der Werkstatt Bonfigli und die Kirche San Carlo Borromeo mit einem reich verzierten Portal des 17. Jh. Gegenüber der Porta Fiorentina befindet sich die gleichnamige, vor dem Jahr 1000 errichtete Pieve. Sie ist von weiten Grünflächen umgeben, die den Hintergrund für die zahlreichen jedes Jahr hier stattfindenden Veranstaltungen bilden. Interessant sind auch die Kirche Madonna della Stella, die 1572 errichtet wurde, nachdem ein Pilger drei Tage lang einen Stern über dem Bild der Madonna gesehen hatte, und das Museum der Bruderschaft vom Allerheiligsten Sakrament, in dem zahlreiche religiöse Werke ausgestellt sind, darunter ein großes Fresko der Kreuzigung des Malers Francesco Nicolò aus Città della Pieve, Statuen und Reliquienschreine des 16. Jh. mit den Gebeinen der ersten Märtyrer, Kirchengeräte und Evangelien sowie interessante etruskische Fundstücke des 4. Jh.v.Chr. (Keramikvasen, Lampen, Bucchero-Gefäße), die im umliegenden Gebiet entdeckt wurden. In der Umgebung kann man die Wallfahrtskirche Madonna della Stella und die kleine Kirche San Salvatore in Ceraseto mit einem Fresko des 16. Jh. von Caporali besichtigen.


Città della Pieve
Città della Pieve
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GESCHICHTE
Die etruskisch-römische Ortschaft wurde im 7. Jh. das mächtige „Castrum Plebis", das sich um die Pieve der Heiligen Gervasio und Protasio entwickelte. Im Jahr 1188 wurde der Ort Perugia unterworfen. Unter Friedrich II. von Schwaben erhielt die freie Kommune ihre heutige urbanistische Struktur (1250). Die politische und militärische Unbeständigkeit währte bis zum 17.Jh., als sich Città della Pieve dem Kirchenstaat unterstellte und ein wichtiges Verwaltungs- und Religionszentrum wurde. Der Ort blieb, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis 1860 unter der Herrschaft der Kirche.
 

KUNST, KULTUR, NATUR
In der Altstadt sind neben der ursprünglichen, typisch mittelalterlichen Stadtstruktur auch architektonische Elemente im Renaissance-, Barock-, Rokoko- und neoklassizistischen Stil zu erkennen, die die künstlerische Vitalität des Ortes unterstreichen. Sehenswert sind die Kathedrale der Heiligen Gervasio und Protasio (Dom) mit Werken der zwei berühmten Maler aus Città della Pieve, Perugino und Pomarancio, sowie das Oratorium S. Maria dei Bianchi mit dem einzigartigen Gemälde „Anbetung der Könige" des Perugino. Bemerkenswert sind auch der im 12. Jh. errichtete Stadtturm und der Bischofsturm, ein wahrscheinlich 1326 gebauter Wachturm, die Festung (1326) mit fünf Türmen, der Palazzo della Corgna (16. Jh.), der die Städtische Bibliothek und Sonderausstellungen beherbergt, der Palazzo Bandini (16. Jh.), der Palazzo della Fargna (18. Jh.), heute Sitz der Stadtverwaltung, sowie der Palazzo Baglioni aus dem 18. Jh. Außerhalb der Stadtmauern liegen die Kirchen S. Agostino und S. Francesco, heute Wallfahrtskirche der Madonna di Fatima, die Kirche S. Maria dei Servi mit dem Fresko „Die Kreuzablegung" des Perugino, sowie die Kirche S. Lucia. Eine Kuriosität: Entlang der Via Vannucci stößt man auf das „Vicolo Baciadonne", das wegen seiner Breite von nur 50 bis 60 Zentimetern als die kleinste Gasse Italiens gilt. In der näheren Umgebung der Ortschaft findet man die franziskanische Einsiedelei S. Maria degli Angeli, ein gotischer Bau mit Kappenglockenturm. Die Landschaft liegt an der Grenze zu Umbrien, der Toskana und Latium und zeichnet sich durch die harmonisch miteinander verknüpften typischen Merkmale dieser drei Regionen und die Anmut der natürlichen Umgebung aus: Die sanften Hügel färben sich mit dem magnetischen Licht, das aus den Gemälden des Perugino leuchtet, mit dem Silbergrün, das die ländlichen Gebiete um den Ort einrahmt und die weichen Formen der Felder hervorhebt, und mit dem kräftigen rötlichen Ton der Terrakotta, Echo der antiken lokalen Tradition der Ziegelsteine, die seit Beginn des 13. Jh. vor Ort hergestellt werden.


Castiglione del Lago
Castiglione del Lago
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GESCHICHTE
Nach der Eroberung durch die Etrusker wurde der Ort der Rechtssprechung der nahe gelegenen Stadt Chiusi unterstellt und behielt viele Jahrhunderte lang den Namen „Castrum Clusii" (Burg von Chiusi) bei. Nach der römischen Epoche wurde das Gebiet urbar gemacht und an die Valdichiana angeschlossen. Im Mittelalter war Castiglione del Lago ein stark befestigter Weiler, die Burg wurde gebaut, dann zerstört und wieder aufgebaut, bis Friedrich II. von Schwaben (13.Jh.) sie niederreißen und neu errichten ließ, um sie in eine Festung mit dem Namen „Burg des Löwen" zu verwandeln, von der die Gemeinde ihren heutigen Namen hat. Vom 16. bis 17.Jh. war der Ort Markgrafschaft und dann Herzogtum der Della Corgna. Als die Familie della Corgna im 17. Jh. ausstarb, ging Castiglione del Lago bis zur Einheit Italiens (1860) in den Besitz der Kirche über. KUNST, KULTUR, NATUR
Der historische Stadtkern ist von mittelalterlichen Mauern mit den drei Toren Fiorentina, Senese und Perugina umgeben. Bemerkenswert ist die Rocca del Leone, eines der interessantesten Beispiele der umbrischen Militärarchitektur des Mittelalters: 1247 nach einem Entwurf des Ordensbruders Ella Coppi da Cortona realisiert, präsentiert sie sich mit einer unregelmäßigen fünfeckigen Form mit 5 Türmen und drei Toren und wird von dem dreieckigen, fast 30 Meter hohen Hauptturm dominiert. Der Wehrgang bietet einen herrlichen Blick auf den See, während der weitläufige Innenhof heute als natürliches Amphitheater für Aufführungen genutzt wird. Ein weiteres künstlerisch wertvolles Gebäude ist der Palazzo Ducale oder Palazzo della Corgna, den Ascanio della Corgna 1560 nach einem Entwurf von Vignola oder von Galeazzo Alessi konstruieren ließ: In seinen Innenräumen sind zahlreiche Fresken von Niccolò Cirgignani, genannt „Il Pomarancio", und Salvio Savini mit mythologischen Szenen und mit Abenteuern des Söldnerführers Ascanio della Corgna zu sehen, die in ihrer Gesamtheit eines der besten Beispiele der manieristischen Malerei der Region darstellen. Sehenswert sind die Kirche S. Maria Maddalena, in der ein wertvolles, von einem Schüler des Perugino angefertigtes Tafelbild des 16. Jh., eine „Madonna del Latte" der sienesischen Schule des 14. Jh. und Fresken von Mariano Piervittori (1850) zu sehen sind, die Kirche S. Domenico di Guzman mit einer schönen Kassettendecke aus Holz und einem Wandelgang, der zum Grabmal der Familie della Corgna bestimmt ist, sowie der Palazzo del Capitano del Popolo aus dem 13. Jh. auf der Piazza Mazzini, Hauptplatz des Ortes. In der Umgebung von Castiglione del Lago liegen verstreut in verschiedenen kleinen Ortschaften auf den umliegenden Hügeln zahlreiche Siedlungen etruskischen Ursprungs: in Gioiella, Vaiano und Pozzuolo. In der Nähe von Panicarola befindet sich die Wallfahrtskirche Madonna della Carraia (Nekropole der Protovillanovakultur): Diese im 17. Jh. errichtete Wallfahrtskirche präsentiert sich mit einem weitläufigen Innenraum mit Grundriss auf griechischem Kreuz und beherbergt einen bemerkenswerten Holzaltar mit dem verehrten Bild der Madonna mit Kind. Ausgesprochen interessant in Bezug auf Natur und Umwelt ist die Insel Polvese, die größte der Inseln des Trasimener Sees, die sowohl Erholungsgebiet als auch didaktischer Umweltpark ist. Sie hat eine reiche Vegetation mit Steineichen-, Lorbeer- und Flaumeichenwäldern und bietet die Möglichkeit, eine sehr interessante Fauna zu sehen.


Magione
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GESCHICHTE
Die ersten geschichtlichen Hinweise auf diesen Ort etruskisch-römischen Ursprungs findet man in einem Dokument aus dem Mittelalter, das die Villa von Pian di Carpine an der Kreuzung der nach Perugia, Chiusi und zum Trasimenischen See führenden Straßen erwähnt, obligatorischer Knotenpunkt für alle Pilgerreisenden von oder nach Rom. Um diesen Pilgern Unterkunft zu bieten, gründeten die Ritter des Hospitalordens des Hl. Johannes zu Jerusalem ein Hospiz und nannten es „La Magione di Pian del Carpine". Der Name dieser Herberge der Ritter ging auf die gesamte umliegende Siedlung über, wodurch das heutige Magione entstand. Nachdem der Ort gegen Ende des 14. Jh. an Perugia übergegangen war, bauten die Malteserritter das Hospiz aus Sicherheitsgründen in eine Burg um, in der 1502 die Verschwörung gegen Cesare Borgia, den illegitimen Sohn von Papst Alexander VI. angezettelt wurde. Der Komplott wurde aufgedeckt und als Rache ließ Cesare Borgia die Verschwörer erdrosseln. Magione ist auch der Heimatort des Mönchs Johannes von Pian del Carpine, ein Anhänger des hl. Franziskus, der weite Reisen liebte und 1245 nach Osten aufbrach. Er kam bis in die Mongolei an den Hof des Großen Khan und schrieb nach seiner Rückkehr eine Historia Mongolorum (Geschichte der Mongolei). KUNST, KULTUR, NATUR
Das repräsentativste Gebäude von Magione ist die Burg der Malteserritter. Sie ist eine der schönsten Burgen Umbriens und zeichnet sich durch einen quadratischen Grundriss mit runden Wachtürmen und einem Hof mit auf drei Ebenen angeordneten Loggien an drei Seiten aus. Die Burg entstand über der Kernstruktur eines im 12. Jh. vom Johanniterorden gegründeten Hospiz und die heutige Struktur ist das Ergebnis des Ausbaus einer vorher existierenden Burg, in der auch eine antike benediktinische Abtei des 12. Jh., vermutlich früherer Sitz des Templerordens, einbezogen war. Interessant sind die 1571 erbaute Kirche S. Giovanni Battista mit einer eindrucksvollen, im Barockstil dekorierten Fassade mit einem Freskenzyklus von Gerardo Dottori, die Kirche Madonna delle Grazie (1209), in der das Andrea Di Giovanni aus Orvieto zugeschriebene Gemälde „Thronende Jungfrau mit Kind" (1371) zu sehen ist, der Lombardenturm, den die Johanniterritter zwischen dem 12. und 13. Jh. als Verteidigungssystem errichteten, sowie der Palazzo Comunale mit Fresken von Gerardo Dottori. Sehenswert sind in der Umgebung der antike mittelalterliche Weiler Montecolognola, von dem man einen herrlichen Blick auf den Trasimenischen See genießt, mit seiner Kirche S. Maria Annunziata, die Burg von Agello, die Abtei mit romanischer Kirche in Sant´Arcangelo sowie das Fischereimuseum in San Feliciano, das einen interessanten anthropologischen und historischen Rückblick auf den Trasimenischen See gibt.


Passignano sul Trasimeno
Passignano sul Trasimeno
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GESCHICHTE
Auf dem von Etruskern und Römern besiedelten Gebiet machten sowohl Hannibals Truppen halt (217v.Chr.), um die in der berühmten Schlacht des Trasimeno besiegten römischen Truppen zu dezimieren, als auch die Goten, die Langobarden und die Byzantiner, die sich die Kontrolle des Territoriums streitig machten. KUNST, KULTUR, NATUR
Der älteste Ortsteil präsentiert sich mit dem intakten Erscheinungsbild eines befestigten Weilers, der auch heute noch innerhalb der mittelalterlichen Mauern sichtbar ist. Erhalten sind die Zugangstore und die Türme, wie der sog. Torre di Ponente, der immer noch das Wappen der Gemeinde bewahrt. An der höchsten Stelle des Städtchens erhebt sich die im 5.-6. Jh. errichtete Rocca, die in späteren Epochen aus- und umgebaut wurde. Künstlerisch wertvolle Gebäude sind die Kirche S. Cristoforo, eine vor dem Jahr 1000 über den Ruinen eines heidnischen Tempels gebaute antike Pieve, die Kirche S. Rocco des 15. Jh., die Kirche S. Bernardino. Bemerkenswert ist die Wallfahrtskirche Madonna dell´Oliveto aus dem 16. Jh., die wertvolle Gemälde und Skulpturen beherbergt, darunter die „Madonna mit Kind" aus Sandstein von Ascanio da Cortona. Im interessanten Museum der Boote sind einige Boote von den Seen Trasimeno, Piediluco und Padule di Fucecchio ausgestellt, sowie das „Fassoi", ein mit Sumpfpflanzen aus dem Teich von Cabras in Sardinien realisiertes Boot. Sehenswert ist in der Umgebung das kleine Dörfchen Castel Rigone, eine wunderschöne Panoramaterrasse mit Blick auf den Trasimenischen See. Hier befindet sich die Wallfahrtskirche Madonna dei Miracoli, die als eine der umbrischen Renaissance-Meisterwerke gilt. Auf den umliegenden Hügeln kann man die Überreste der Römischen Villa delle Quarantaia, eine auf das 1.Jh.n.Chr. datierbare Landvilla, sowie die Zitadelle der antiken Burg von Monteruffiano besichtigen. In der Peripherie liegen die Kirche S. Vito aus dem 12. Jh. und die Villa der Markgrafen Bourbon di Sorbello des 18. Jh. in der Ortschaft Pischiello. Das ganze Gebiet ist reich an Umweltzeugnissen: Von Passignano erreicht man mit einem Fährschiff die Insel Polvese und die Insel Maggiore, wo man die romanische Kirche S. Salvatore des 12. Jh. und die Kirche S. Michele Arcangelo (14. Jh.) besichtigen kann.


Gualdo Cattaneo
Gualdo Cattaneo
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GESCHICHTE

Die Gründung der antiken, an den Hängen der Monti Martani liegenden Burg „Gualdum Captaneorum" geht auf das Jahr 975 zurück, als Graf Edoardo Cattaneo, Lehnsmann des Kaisers Otto II. von Sachsen, sie als Lehensgut erhielt und dort eine Festung bauen ließ. Mit Sicherheit ist der Ort langobardischen Ursprungs: Der Flurname Gualdo kommt von „Wald" und Cattaneo von „Captaneorum" ((Heerführer, Signori im Dienst des Königs). Aufgrund seiner militärisch strategischen Position stand Gualdo Cattaneo oft im Mittelpunkt heftiger Auseinandersetzungen und wechselnder Herrschaften zwischen Foligno und Spoleto. 1198 wurde es Lehen des Herzogtums Spoleto. Nach dem Ende des Herzogtums übernahm Foligno wieder die Herrschaft über das Dorf, bis es 1439 dem Kirchenstaat einverleibt wurde. Abgesehen von der napoleonischen Zeit unterstand es bis zur Einheit Italiens (1860) der Regierungsgewalt der Kirche.

 

KUNST UND KULTUR

Auf dem Hauptplatz des Dorfes ragt die gewaltige Rocca empor, eine Festung auf dem Grundriss eines gleichseitigen Dreiecks mit drei kommunizierenden Türmen, die auch unterirdisch mit den darunter liegenden Burgmauern verbunden sind. Interessant sind die Kirche S. Agostino von 1136 mit Fresken der Schule von Foligno, die Kirche der Heiligen Antonio und Antonino (1260) mit romanischer Krypta, in der eine Temperamalerei der umbrisch-senesischen Schule zu sehen ist, und die Kirche S. Andrea in ursprünglich romanischem Stil, von dem nach der kompletten Erneuerung im Jahr 1804 noch die Krypta und einige Fassadenskulpturen der antiken Rosette erhalten sind. In der Umgebung lädt das Territorium zu einer interessanten Tour ein, um das Burgsystem und die mittelalterlichen Bauten, die ein wahres Verteidigungssystem darstellen, zu besichtigen: Sie entstanden überwiegend im Spätmittelalter (13.-14. Jh.) und bilden ein außergewöhnliches Freiluftmuseum. Charakteristischster Archetyp unter den Festungen ist die Burg von Barattano. Bemerkenswert ist auch der befestigte Weiler San Terenziano, in dem die Kirche Inferiore mit romanischer Krypta, die Kirche Superiore (13. Jh.), die Kirche S. Apollinare (13.-14. Jh.) und die Kirche Madonna delle Grazie (15. Jh.) eine Besichtigung wert sind. Sehenswert sind in Grutti die unterirdischen Grotten und die romanische Kirche S. Maria di Agello, in Marcellano die Kirche Madonna del Ponte, in Saragano die langobardische Burg und in Pomonte der Baronspalast und die Überreste des „Castellaccio".


Fossato di Vico
Fossato di Vico
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GESCHICHTE

Die strategisch wichtige Position des Ortes entlang der Via Flaminia war das Motiv seiner ursprünglichen Entwicklung, aber nach dem Untergang des Römischen Reichs auch die Ursache der heftigen Auseinandersetzungen zwischen Goten und Byzantinern und der anschließenden Zwistigkeiten und Herrschaften während des ganzen Mittelalters. Im 10. Jh. war er Lehen der Grafen von Nocera und ging dann im 12. Jh. an die Grafen von Marsciano über, die ihn zunächst Gubbio und danach Perugia unterstellten und schließlich endgültig an Gubbio verkauften. Nachdem Perugia das Territorium militärisch zurückerobert hatte, wurde Fossato di Vico im 13. Jh. freie Kommune. 1442 gelang es dem Ort, den Angriffen der Truppen von Francesco Sforza zu widerstehen, wurde aber im Jahr 1500 von Cesare Borgia, Sohn des Papstes, und erneut 1517 vom Herzog von Urbino zerstört und geplündert. 1540 wurde er dem Kirchenstaat einverleibt, unter dessen Herrschaft er, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Das Gemeindegebiet besteht aus zwei Teilen, ein linearer und flacher Teil entlang der Bundesstraße Flaminia und ein Teil, der sich auf dem Hügel erstreckt. Letzterer heißt Fossato Alto und ist ein typisch mittelalterlicher Weiler mit wunderschönen Bauten, darunter der alte Palazzo Comunale, der von den Brüdern Gricci konstruierte Uhrturm und der Zinnenturm über dem Zugangstor. Antike Kirchengebäude sind die in den Felsen gehauene Kirche S. Pietro mit französischen, von den Zisterziensern importierten gotischen Formen und die Kirche S. Benedetto, eine benediktinische Abtei und heute nationales Monument, in der Freskenreste der eugubinischen Schule und ein von Matteo da Gualdo angefertigtes Portrait von Urban V. zu sehen sind.

Von außergewöhnlicher Schönheit sind die sog. „Rughe", mit Rundsteingewölben überdeckte Gassen, die ein seltenes Beispiel der Burgarchitektur des 13. Jh. zu Verteidigungszwecken darstellen. Interessant sind die Kapelle della Piaggiola mit wertvollen Fresken von Ottaviano Nelli aus Gubbio, die Kameldulenser-Kirche S. Cristoforo (13. Jh.), die Kirche S. Sebastiano und das Kloster S. Maria della Fonte (13. Jh.), eine Gemeinschaft benediktinischer Klausurnonnen. Sehenswert ist das Antiquarium der Gemeinde, das Stätten und Gegenstände aus der romanischen, der republikanischen und der späten Kaiserzeit dokumentiert. In der Umgebung kann man eine Römische Brücke des 1.Jh.v.Chr., die Brücke S. Giovanni aus der augusteischen Zeit entlang der Via Flaminia und die Wallfahrtskirche Madonna della Ghea auf dem Land besichtigen.

Das Gemeindegebiet liegt zum Teil innerhalb des Regionalparks des Monte Cucco, seit 1995 Naturschutzgebiet. Der Park ist reich an landschaftlichen Schönheiten und Naturschätzen, sowohl aufgrund seiner Fauna (Füchse, Wiesel, Steinmarder, Wildschweine, Eichhörnchen, Hasen) als auch wegen seiner Flora.


Norcia
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GESCHICHTE
Die Römer eroberten die antike Sabinerstadt Nursia und machten sie zu einem wichtigen Munizipium. Nachdem Norcia im 11. Jh. freie Kommune geworden war, kam es im 15. Jh. endgültig unter die Regierungsgewalt der Kirche, die dem Ort aber eine beachtliche Autonomie gewährte. Um 480 kommt hier der hl. Benedikt auf die Welt. In dem im Lauf der Jahrhunderte mehrmals von Erdbeben zerstörten Ort (1703, 1730 und 1859) sind zahlreiche Kunstschätze und historische Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Leben des Gründers des Benediktinerordens zu sehen. KUNST, KULTUR, NATUR
Die Stadt ist in Stadtviertel (Wachposten) eingeteilt und weist eine urbanistische Struktur im Stil des 18.-19. Jh. auf. Aufgrund ihres großen historischen Kunstbestands ist sie eine der bedeutendsten Kunststädte Umbriens. Auf dem Hauptplatz stehen die wichtigsten und ältesten historischen Gebäude von Norcia: Rund um die Statue des hl. Benedikt liegen die Castellina, eine 1554 nach einem Entwurf von Vignola gebaute monumentale Festung, heute Sitz des Stadt- und Diözesanmuseums, der Palazzo Comunale mit doppelter Loggia, die über römischen Überresten aus dem 1. Jh. errichtete Basilika S. Benedetto mit gotischer Fassade aus dem 16. Jh., in deren Krypta die Reste eines antiken römischen Gebäudes aufbewahrt sind, das laut Überlieferung das Geburtshaus der heiligen Zwillinge Benedikt und Scholastika sein soll, sowie der Portico delle Misure, eine frühere Getreidemarkthalle von Mitte 16. Jh. Etwas abseits des Platzes steht die Kathedrale S. Maria Argentea aus dem 16. Jh. mit einem Altar von F. Duquesnoy (1640). Sehenswert sind der Komplex S. Francesco des 14. Jh., in dem heute das Auditorium, die Gemeindebibliothek und das Geschichtsarchiv untergebracht sind, der Palazzo der Malteserritter, heute Museum der Bauernkunst, sowie die Kirche S. Agostino aus dem 14. Jh. Ausgesprochen interessant sind auch der im Jahr 1354 von Vanni della Tuccia aus Norcia errichtete Tempietto, das originellste und besterhaltene historische Gebäude Norcias, die Kirche S. Giovanni, eine der ältesten Kirchen Norcias mit einer schönen Holzdecke und einem Renaissance-Altar von 1649, das Oratorium S. Agostinuccio mit einer eleganten Holzdecke und einem kostbaren Barockaltar, die Kirche Madonna Addolorata, die ein wunderbares, im 18. Jh. gemaltes Leinwandbild der Madonna beherbergt, die im höchsten Teil der Stadt dicht an der Stadtmauer liegende Kirche Crocifisso und die Kirche Lorenzo, die älteste Kirche Norcias. Norcia liegt im Herzen des Nationalparks der Sibillinischen Berge: Die Stadt ist von Bergen umgeben, die z.T. über 2000m hoch sind, ein wahres Paradies für Exkursionisten und Skifahrer. Zwischen den Bergen werden in amphitheatrisch angelegten Ebenen erstklassige Produkte angebaut (berühmt sind die Linsen von Castelluccio) und es gibt verschiedene Tierzuchten (z.B. Schweinezucht für die Produktion der ausgezeichneten Wurstwaren von Norcia). Auf den weitläufigen Hochebenen von Castelluccio, nicht weit entfernt von der Stadt, befindet sich die Europäische Freiflugschule; auf den zahlreichen Wanderwegen im Nationalpark finden Exkursionen zu Fuß oder zu Pferd und Eseltrekkings statt; die Wasserläufe des Sordo und des Corno bieten die Möglichkeit zu Rafting und Canyoning, während die eindrucksvollen Felswände, die Karstgrotten und die Schluchten, die das gesamte Territorium der Valnerina prägen, ideal für Freeclimbing und Höhlenforschung sind. Sehenswert sind in der Umgebung die Forca Canapine (20km von Norcia auf 1541m), ein touristisches Wintersport- und Exkursionszentrum, die Hochebenen von Castelluccio (Pian Perduto, Piano Piccolo und Piano Grande, ein ausgedehntes Karstbecken, das sich im Frühjahr in ein prächtiges Blütenmeer verwandelt), der Monte Porche (2235m) mit einem wundervollen Blick auf die Berge der Sibillinen und der Abruzzen, der Monte Vettore (2476m) mit dem Pilatussee und der Grotte der Sibylle, sowie die Nekropolen der Ebene Santa Scolastica mit Fundstücken von der Eisenzeit bis zur römischen Zeit.


Foligno
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GESCHICHTE

Nachdem die Umbrer Foligno gegründet hatten, machten die Römer die Stadt zu ihrem Munizipium und zu einer wichtigen Station der Via Flaminia. Nach ihrer Zerstörung durch Barbareneinfälle und ihrem Wiederaufbau wurde sie im 11. Jh. freie Kommune, fiel aber um1310 unter die Signoria der Familie Trinci (ab 1336 Landvögte der Kirche) und erlebte in dieser Zeit einen beachtlichen Aufschwung. Unter den Trinci weitete sie ihre Herrschaft auf viele nahe gelegene Städte aus (Assisi, Spello, Montefalco) und schloss sich im 15. Jh. dem Kirchenstaat an, unter dessen Herrschaft sie, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis 1860 blieb, als sie mit der Entstehung des Italienischen Staats italienisch wurde.

KUNST, KULTUR, NATUR

Im historischen Stadtkern sind äußerst wertvolle Kirchengebäude und herrschaftliche Palazzi erhalten. Ausgehend von der Piazza della Repubblica, Mittelpunkt des gesellschaftlichen und bürgerlichen Lebens, kann man den Dom mit seiner schönen Nebenfassade besichtigen, ein architektonisches Juwel der Maestri Rodolfo und Binello (1201), sowie den Palazzo Comunale und den Palazzo Trinci (1389-1407), Sitz des Archäologischen Museums und der Pinakothek, und die daneben liegende Stadtbibliothek, in der über 600 Zeichnungen des kaiserlich-königlichen Architekten Giuseppe Piermarini aufbewahrt sind. Ein absolutes Muss ist die Besichtigung der romanischen Kirche S. Maria Infraportas mit Fresken von Nelli, Ugolino di Gisberto, Alunno und Mezzastris, der Kirche S. Salvatore mit einem von Architekt Liugi Vanvitelli entworfenen Innenraum aus dem 18. Jh., sowie der ehemaligen Kirche S. Domenico, heute ein prächtiges Auditorium. Ebenfalls äußerst sehenswert sind das Oratorium Nunziatella, auserlesenes Beispiel der Renaissancearchitektur mit zwei Fresken des Perugino, und die Kirche S. Francesco mit den Gebeinen der Seligen Angela da Foligno, berühmte Mystikerin und Theologielehrerin, die in der Nähe der heutigen Porta Romana geboren wurde. Ein weiteres wichtiges Kirchengebäude ist der Dom S. Feliciano, der laut Überlieferung an der Stelle steht, an der der erste Bischof von Foligno, christlicher Märtyrer unter Kaiser Decio, begraben wurde. Unter den herrschaftlichen Palazzi soll auch auf den Palazzo Orfini hingewiesen werden, in dem Evangelista Mei aus Foligno und der Deutsche Johannes Numeister 1472 die erste Ausgabe der „Göttlichen Komödie" druckten, sowie auf Palazzo Cantagalli, Palazzo Deli, Palazzo Alleori Ubaldi, Palazzo Bartocci und Palazzo Candiotti.

Äußerst interessant sind in der Umgebung die Abtei Sassovivo (11.Jh.) mit ihrem herrlichen romanischen Kreuzgang, einzigartig aufgrund der mystischen Atmosphäre, die man in einem benediktinischen Ambiente einatmen kann, die Kirche S. Maria in Campis, eine im 19. Jh. renovierte frühchristliche Basilika, und die Festung der Trinci (15. Jh.) in der Ortschaft Sant´Eraclio. In dem alten Dorf Pale, berühmt für seine im 13. Jh. errichteten Papierfabriken, sind eine Burg sowie die Kirchen S. Biagio und S. Maria Giacobbe zu sehen. Ganz in der Nähe liegt die Einsiedelei, eine in den Fels gehauene und mit Fresken bemalte Kirche. In Colfiorito lohnt sich die Besichtigung der archäologischen Fundstücke und der Kirche S. Maria di Plestia (10.Jh.). Ein ausgesprochen interessantes Naturphänomen ist der Regionalpark Colfiorito, eine weitläufige Hochebene mit einzigartigen Elementen: Das Sumpfgelände mit seltenen Blumen- und Pflanzenarten, auf dem sich viele Wasservögel tummeln, der Berg und die archäologischen Zeugnisse der römischen Stadt Plestia.


Scheggino
Scheggino
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GESCHICHTE
Scheggino wurde vom Herzogtum Spoleto zur Verteidigung einer der drei Brücken über dem Nera gebaut und hatte deshalb die Funktion eines Wachpostens inne. Die Chroniken berichten von einem siegreichen Widerstand gegen eine versuchte Belagerung (1522) durch den Söldnerführer Picozzo Brancaleoni, dem es nicht gelang, die im 11. und 12. Jh. errichteten Mauern und Festungen zu überwinden.


KUNST, KULTUR, NATUR

Der antike landwirtschaftliche Ort „Schiginum" entstand im Laufe des 18. Jh. rund um die von dreieckigen Mauern umgebene Burg mit Zitadelle, von der noch die primitive Struktur erhalten ist. Sehenswert sind im historischen Dorfkern die im 16. Jh. komplett erneuerte Kirche S. Nicolò aus dem 13. Jh. mit wertvollen, Spagna zugeschriebenen Fresken auf Höhe der Apsis und die Kirche S. Felicita, die, obwohl sie aus der römischen Zeit stammt, einen erstaunlich primitiven Stil aufweist, aufgrund dessen sie fälschlicherweise auf die langobardische Zeit datiert worden war. Das Territorium bietet eine einzigartige Landschaft, die der besonderen Schönheit des Neratals in dieser Zone zu verdanken ist: Die wunderschönen Quellen von Valcasana, die ganz in der Nähe des Dorfes sprudeln, sind ein Beispiel des großartigen Schauspiels, das die Natur in dieser Gegend bietet.

Torgiano
Torgiano
TORGIANO
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Das mittelalterliche befestigte Dorf Torgiano liegt im Herzen Umbriens an der Mündung des Tibers und des Chiascio inmitten sanfter, mit Weinbergen und Olivenhainen bedeckter Hügel. Torgiano ist ein international berühmter Weinort, dessen Wein 1968 als einer der ersten in Italien das Qualitätsprädikat DOC erhielt. Eingebettet in einer wunderschönen Landschaft ist es diesem antiken Ort mit seinen zahlreichen Natur-, Geschichts-, Kunst- und Kulturschätzen gelungen, das historische Erbe der Vergangenheit mit einer modernen Gastlichkeit zu verknüpfen.

GESCHICHTE
Das Territorium war in römischer Zeit besiedelt, wie die archäologischen Funde der Zone bezeugen (Überreste einer Villa, Inschriften). Später besetzten es die Goten und die Langobarden. Im 13. Jh. wurde die Burg errichtet und Torgiano unterstand der Regierungsgewalt der Kommune Perugia, deren Schicksal es teilte. Nach der Niederlage Perugias im „Salzkrieg" (1540) wurde Torgiano dem Kirchenstaat einverleibt, unter dessen Herrschaft es, abgesehen von der Zeit der französischen Besetzung (1798), bis zu seiner Eingliederung in das Königreich Italien im Jahr 1860 blieb.


KUNST, KULTUR, NATUR
Sehenswert sind im historischen Ortskern der Turm Baglioni, Zeugnis des antiken befestigten Mauergürtels, und zwei Brunnen des Künstlers Nino Caruso: Fonte di Giano und Fonte di Cocciari. Torgiano hat zahlreiche Kirchengebäude, darunter die im 18. Jh. über einer antiken mittelalterlichen Pieve errichtete Kirche S. Bartolomeo, die Kirche S. Maria del Castello, die Kirche S. Maria dell´Ulivello und das Oratorium der Barmherzigkeit. In der Kirche dell´Uliveto kann man Leinwandgemälde des 16. und 17. Jh. besichtigen, während das Oratorium S. Antonio Fresken des 16. Jh. beherbergt. In Torgiano befinden sich zwei Museen, die beide von der Stiftung Lungarotti geleitet werden: Das 1974 von Giorgio und Maria Grazia Lungarotti entworfene und realisierte Weinmuseum im Barock-Palazzo Graziani-Baglioni des 17. Jh., eines der berühmtesten Weinmuseen in Italien, sowie das in einer kleinen mittelalterlichen Häusergruppe innerhalb der Burgmauern untergebrachte Oliven- und Ölmuseum, in dem Dokumente, Inschriften, alte Aufbewahrungsbehälter und andere historische Gegenstände ausgestellt sind. In der Umgebung liegt Brufa, eine bekannte Etappe der Wein- und Kunststraße. Jedes Jahr sind in dieser Ortschaft Künstler zu Gast, die ihre Skulpturen dem Territorium überlassen und auf diese Weise ein Freilichtmuseum kreieren. In Miralduolo kann man die Kirche S. Maria in Bucarelli besichtigen, ein benediktinisches Erbe des 14. Jh. mit einer gemalten „Majesta" aus derselben Zeit. Sehenswert sind auch die Kirche Madonna del Ponte in der Ortschaft Ponterosciano und die Kirche des Kreuzes und des hl. Lorenz in Pontenuovo.

Scheggia e Pascelupo
Scheggia e Pascelupo
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GESCHICHTE

Das Dorf hatte aufgrund seiner Position eine große militärische und wirtschaftliche Bedeutung. Dies war der Grund für seine Entwicklung, aber nach dem Untergang des Römischen Reichs auch Anlass für heftige Auseinandersetzungen zwischen Goten und Byzantinern (6. Jh.) und späteren Zwistigkeiten zwischen Gubbio, Perugia, den Montefeltro und der Kirche.

Ab dem 15. Jh. hatte die Kirche dann die Rechtssprechung über das Gebiet bis zur Einheit Italiens. Der Zusammenschluss der zwei Gemeinden Scheggia und Pascelupo unter eine einzige Gemeindeverwaltung erfolgte im Jahr 1870 mit dem Ziel, die Ressourcen und Strukturen zu optimieren.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Der antike Name von Scheggia „Ad Hensem" ist mit den Ereignissen im Zusammenhang mit der Via Flaminia verknüpft, an der ein römischer, Jupiter Penninus geweihter Tempel errichtet worden sein soll.

Im nordöstlichen Teil des Territoriums befinden sich zahlreiche Benediktiner- und Kamaldulenserabteien, darunter die Abtei SS. Emiliano e Bartolomeo in Congiuntoli (12. Jh.), deren zweischiffiger Innenraum von hohen achteckigen Säulen unterteilt ist, während die ursprüngliche Kirche aus einem einzigen Raum mit Tonnengewölbe besteht. In der Nähe der Ortschaft Isola Fossare erhebt sich im Tal des Wassergrabens Artino die Anfang des 11. Jh. vom hl. Romuald gegründete Abtei Santa Maria di Sitria. Die romanische Kirche aus dem 12.-13. Jh. präsentiert sich heute mit einem einschiffigen Innenraum mit Tonnengewölbe und einem erhöhten Presbyterium. Die darunter liegende Krypta wird von einer einzigen römischen Säule mit korinthischem Kapitell getragen. In der Nähe von Pascelupo schmiegt sich die Einsiedelei San Girolamo an die steilen Wände über dem Rio Freddo am Fuß eines Amphitheaters hoher Felskalkwände.

Das gesamte Gemeindegebiet liegt innerhalb des Regionalparks des Monte Cucco zwischen dem Monte Catria und dem Monte Cucco und ist deshalb von großem Naturinteresse. Die faszinierenden Schluchten und Täler, das klare Wasser und die unberührte Natur sind ein ideales Ziel für Exkursionisten und Liebhaber des Freiluftsports.


Valfabbrica
Valfabbrica
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GESCHICHTE

Der Ursprung der Burg von Valfabbrica ist eng mit den Ereignissen um die benediktinische Abtei Santa Maria in „Vado Fabricae" verknüpft. Die Benediktiner gründeten diese schon seit dem Jahr 820 dokumentierte Abtei am Ufer des Chiascio an der Stelle, an der die Furt Assisi und Gubbio verband. Die antike Abtei war so mächtig, dass sie mit den größten benachbarten Feudalherren konkurrieren konnte.

Während des Mittelalters wurde das Gebiet lange Zeit von den nahe gelegenen Städten Perugia, Assisi und Gubbio umkämpft. Im 16. Jh. wurde es definitiv in die Herrschaftsgebiete des Kirchenstaats eingegliedert, unter dessen Regierungsgewalt es, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) blieb.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Von der mittelalterlichen Burg im historischen Ortskern sind noch schöne Mauern des 13. Jh. und der gewaltige Wachturm erhalten. Innerhalb der Burg kann man die Kirche San Sebastiano, ein ehemaliges Oratorium, besichtigen, deren Innenraum im 16. Jh. restauriert wurde. Außerhalb der Burg steht die kleine, zwischen 1634 und 1636 errichtete Kirche Madonna di Foce mit einer großen Terrakotta-Rosette auf der Fassade und die moderne Kirche Santa Maria Assunta mit mehrfarbigen Kirchenfenstern und Leinwandgemälden des 16. und 17. Jh.

Zum Gemeindegebiet gehört auch die bekannte Burg in dem kleinen von den Umbrern gegründeten Dorf Casacastalda. Sehenswert sind die drei Zugangstore (Porta Perugina, Porta Eugubine und Porta del Giglio), durch die man in das malerische Dorf mit seinen kleinen Gassen, antiken Steinhäusern und engen Durchgängen gelangt. Sehr interessant ist die Kirche Madonna Assunta, die ein Triptychon von 1478 von Matteo da Gualdo, eine Orgel des 18. Jh. und eine vom Maler Alessandro Bianchini dekorierte Apsis beherbergt.

In der hübschen Wallfahrtskirche Madonna dell´Olmo sind zahlreiche Fresken der umbrischen Schule (datiert 1486-1488) und von Matteo da Gualdo zu sehen. In dem befestigten Weiler Giomici kann man die Burg und die Kirche San Michele Arcangelo besichtigen.

Tiefe Spiritualität prägt den Franziskanischen Friedenspfad Assisi-Gubbio, der für Naturliebhaber von großem Interesse ist. Die ca. 40 km lange Strecke (zwischen den Wäldern von Assisi und Valfabbrica, zwischen der Burg von Giomici und dem Monte della Biscina, entlang dem Tal des Chiascio) wurde rund um die klassischen Elemente der Natur geplant und realisiert: Wasser, Holz und Stein, und kann nur zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.


Sigillo
SIGILLO
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GESCHICHTE

Sigillo war schon von den Umbrern besiedelt, als die Römer kamen und es zur ihrem Munizipium machten. Nach dem Untergang des Römischen Reichs wurde der Ort von Totila zerstört (552) und anschließend von den Langobarden wiederaufgebaut, die ihn dem Herzogtum Spoleto eingliederten.

Während des ganzen Mittelalters war Sigillo verschiedenen Herrschaften, Plünderungen, Zerstörungen und Wiederaufbauten ausgesetzt, bis es dann im 15. Jh. dem Kirchenstaat einverleibt wurde, zu dessen Territorien es bis zur Einheit Italiens gehörte.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Die wichtigsten kunstvollen Zeugnisse des Ortes sind die Kirchengebäude: Die über einer antiken Pieve errichtete Kirche Sant'Andrea mit einem einschiffigen Innenraum im Neorenaissancestil, die zwischen 1788 und 1791 von dem Schweizer Architekten Giacomo Cantoni über den Ruinen der Kirche Santa Caterina gebaute Kirche Sant´Agostino, von der nur noch die mittelalterliche Krypta erhalten ist, und die gegen Mitte des 15. Jh. entlang der Via Flaminia errichtete Kirche Sant´Anna. In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung der Überreste einer imposanten römischen Brücke, genannt „Spiano", und der Kirche Santa Maria Assunta (13. Jh.) in der Ortschaft Villa Scirca, eine der ältesten Kirchen von Sigillo, in der wundervolle Wandgemälde von Matteo da Gualdo von 1484 zu sehen sind.

Der wahre Reichtum von Sigillo ist jedoch die Natur, weshalb das im Park des Monte Cucco liegende Territorium ein ideales Ziel für alle Liebhaber des Sporttourismus ist: In der Ortschaft Pian del Monte befindet sich ein Gelände für Drachenflugwettbewerbe.


Ansicht von Gubbio
Gubbio
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GESCHICHTE

Die Ursprünge dieser antiken Stadt gehen auf die Blütezeit der umbrischen Kultur zurück, wie die „Eugubinischen Tafeln" bezeugen (sieben Bronzetafeln in umbrischer Sprache, die im Städtischen Museum im Palazzo dei Consoli aufbewahrt werden). Die Römer nannten Gubbio zunächst Iguvium und dann Eugubium.
Nach der Zerstörung durch die Goten (522), denen zuerst die Byzantiner (592) und dann die Langobarden (772) nachfolgten, blühte die Stadt im 11. Jh. wieder auf, als sie freie Kommune wurde. Im 12. Jh. gewann sie unter der spirituellen Führung des Bischofs Ubaldo, großer Förderer von Gubbio, einen Krieg gegen Perugia und andere nahe gelegene Städte. Dank ihrer blühenden handwerklichen Aktivität (spezialisiert auf Majoliken) erlebte sie im 14. Jh. ihre größte Blütezeit, in der zahlreiche Monumente gebaut wurden und die Stadt die charakteristische mittelalterliche Struktur erhielt, die sie auch heute noch auszeichnet. 1384 wurde sie dem Herzogtum von Urbino angegliedert und ging zusammen mit Urbino im Jahr 1631 an die Kirche über.

 

KUNST, KULTUR, NATUR

Gubbio gehört zu den ältesten Städten Umbriens. Die Stadt blieb im Lauf der Jahrhunderte außerordentlich gut erhalten und ist reich an Monumenten, die von ihrer ruhmreichen Vergangenheit zeugen. Architektonisch repräsentiert sie ein Meisterwerk der mittelalterlichen Kultur und der in Zünfte gegliederten Gesellschaft des 13.-14. Jh.

Ein Zeugnis ihres antiken Ursprungs sind die Eugubinischen Tafeln, eines der bedeutendsten italischen Dokumente. Diese sieben in umbrischer Sprache geschriebenen Bronzetafeln werden im Städtischen Museum und im gleich außerhalb der Stadtmauern liegenden Römischen Theater aufbewahrt. Die monumentale Basilika S. Ubaldo, in der die Gebeine des Schutzheiligen ruhen, ragt hoch oben über Gubbio. Die architektonischen Meisterwerke der Stadt symbolisieren und erinnern an die Macht dieses mittelalterlichen Stadtstaates.

Der Bau des grandiosen urbanistischen Komplexes, der den Palazzo dei Consoli, Wahrzeichen der Stadt und Sitz der Pinakothek und des Archäologischen Museums, die Piazza della Signoria und den Palazzo Pretorio, das heutige Rathaus, umfasst, geht auf Anfang des 14. Jh. zurück. Sehenswert sind außerdem der Palazzo Beni, der Palazzo del Bargello mit dem berühmten Brunnen und der Palazzo del Capitano del Popolo. Der Francesco Giorgio Martini zugeschriebene Palazzo Ducale präsentiert sich im Renaissancestil und dokumentiert die Glanzzeit unter der Signoria der Montefeltro. Von großem Interesse ist auch der Dom (12.Jh.), die Kirche S. Maria Nuova, in der die Madonna del Belvedere von Ottaviano Nelli zu sehen ist, die Kirche und das Kloster S. Agostino (13.Jh.) mit Fresken des Nelli, die Kirche und das Kloster S. Francesco, S. Giovanni mit charakteristischer Fassade und romanischem Glockenturm, S. Pietro und S. Domenico.

Bemerkenswert ist die Piazza 40 Martiri mit Kirche und Hospital der Bianchi, die Loggia dei Tiratori und die Kirche S. Andrea oder Kloster San Marziale.
Außerhalb der Stadtmauern kann man das römische Mausoleum, die Kirche S. Secondo, die Kirche Madonna del Prato und die Kirche Vittorina besichtigen.
Ausgesprochen interessante Naturschätze sind der Naturpark des Monte Cucco und die faszinierende Bottaccione-Schlucht mit Felsen, die laut einer Theorie das Geheimnis des Aussterbens der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren hüten.


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