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Foligno und die Straße der Abteien
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MTB 22 - Foligno und die Straße der Abteien

Schwierigkeitsgrad
Schwer
Höhenunterschied
700 m
Länge
26 km
Von Porta Romana, im Zentrum von Foligno, durch die Olivenhaine und Wälder des Monte Cologna, berühren oder lappen zahlreiche charakteristische Klöster, Abteien, Kirchen und Dörfer.
Abfahrt Foligno
Ankunft Foligno
Länge 26 km
Höhenunterschied 700 m
Schwierigkeitsgrad Schwer
Straßenbelag 60% unbefestigt, 30% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Foligno, Abtei Sassovivo, Abtei Santa Maria in Campis, Kloster San Bartolomeo, Scandolaro, Roviglieto.


Diese Route beginnt an der Porta Romana in der Stadtmitte von Foligno, schlängelt sich durch die Olivenhaine und Wälder des Monte Cologna und führt an zahlreichen Klostern, Abteien und Kirchen vorbei. Die Radtour ist zwar nicht übermäßig lang, doch angesichts der zwei anspruchsvollen Anstiege, des überwiegend steinigen und aufgelockerten Bodens und mehrerer technischer Abfahrten eignet sie sich nur für Biker mit einem gewissen Trainingsniveau und guten fahrtechnischen Fähigkeiten.

Nachdem wir die Stadtmitte von Foligno hinter uns gelassen haben, radeln wir zum Kloster San Bartolomeo, das wir bei Kilometer 3,8 erreichen. Dort verlassen wir die Asphaltstraße und beginnen nach wenigen Metern den ersten Anstieg des Tages, der fast bis zum Gipfel des Monte Cologna führt. Der erste Abschnitt der Bergfahrt schlängelt sich durch grenzenlose Olivenhaine und ist ausgesprochen anstrengend, da einige Teilstücke eine Steigung von über 15% aufweisen. Der zweite Abschnitt des Anstiegs verläuft dagegen durch einen dichten Wald; auch wenn hier die Steigungen etwas weniger hart sind, ist dieses Teilstück aufgrund des steinigen Bodens, der manchmal zum Absteigen zwingen kann, extrem anstrengend. Das Ende des Anstiegs erreichen wir bei Kilometer 11,5 und können hier einen fantastischen Blick auf Foligno und das gesamte Tal Valle Umbra genießen. 

Wir beginnen jetzt eine Abfahrt, die aufgrund des aufgelockerten Bodens unsere volle Konzentration erfordert. Bei Kilometer 12,5 erreichen wir das charakteristische Dorf Roviglieto, Kampfschauplatz während des Zweiten Weltkriegs. Nachdem wir hier unsere Wasserflaschen aufgefüllt haben, nehmen wir den vergnüglichsten, aber auch technischsten Abschnitt der Tour in Angriff. Gleich hinter dem Dorf fahren wir auf einem steilen unbefestigten Weg bergab, biegen kurz danach (km 13,7) rechts ab und schlagen einen schmalen Singletrail im Wald ein. Hier muss man besonders aufpassen, da der Pfad sehr schmal und von dichter Vegetation umgeben ist.

Am Ende des Singletrail fahren wir zunächst weiter bergab, um dann den zweiten Anstieg der Route in Angriff zu nehmen (km 15,6), der zwar recht kurz, aber ziemlich beschwerlich ist. Die Bergfahrt endet bei Kilometer 16,3 und von hier radeln wir zunächst auf einem unbefestigten Weg und dann auf Asphalt bergab Richtung Foligno. Nachdem wir Cancellara durchquert haben und an Scandolaro (Foto linke Seite) vorbeigefahren sind, verlassen wir bei Kilometer 19,3 die Asphaltstraße und biegen in einen unbefestigten Weg ein, der uns zurück nach Carpello und anschließend zum Kloster San Bartolomeo bringt. Von hier geht es auf derselben Straße wie am Anfang der Route wieder zurück.


Die Altstadt von Foligno, die drittgrößte Stadt Umbriens, präsentiert sich mit großartigen religiösen Gebäuden und Palazzi. Auf jeden Fall sollte man den Dom mit einer Nebenfassade der Maestri Rodolfo und Binelli, den Palazzo Comunale und den Palazzo Trinci besichtigen. Zu den obligatorischen Sehenswürdigkeiten gehören auch die romanische Kirche Santa Maria Infraportas, die Kirche San Salvatore und die ehemalige Kirche San Domenico, in der heute das Auditorium untergebracht ist. Ebenfalls bemerkenswert sind das Oratorium Nunziatella, die Kirche San Francesco und der Dom San Feliciano. Entlang der Route oder in unmittelbarer Nähe lohnt sich die Besichtigung der Kirche Santa Maria in Campis, des Klosters San Bartolomeo, der Abtei Sassovivo und der Einsiedelei in Pale. Besonders charakteristisch sind die kleinen, zwischen Wäldern und Olivenhainen liegenden Dörfer Scandolaro und Roviglieto.
 

Assisi, Spello und die harten Aufstiege zum Monte Subasio
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MTB 21 - Assisi, Spello und die harten Aufstiege zum Monte Subasio

Schwierigkeitsgrad
Schwer
Höhenunterschied
1100 m
Länge
34,5
Radfahren in der überwältigenden Schönheit der Landschaften des Regionalparks Monte Subasio, in Körper und Seele durch die eindrucksvolle Atmosphäre von faszinierenden Dörfern wie Assisi und Spello.
Abfahrt Assisi
Ankunft Assisi
Länge 34,5 km
Höhenunterschied 1100 m
Schwierigkeitsgrad Schwer
Straßenbelag 60% unbefestigt, 40% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Assisi, Spello, Santa Maria degli Angeli, Basilika von Rivotorto, Einsiedelei “Eremo delle Carceri”, Regionalpark des Monte Subasio.

 

Diese faszinierende, aber anstrengende Route beginnt auf der Piazza Matteotti im hochgelegenen Teil von Assisi. Die knapp 35 Kilometer lange Strecke zeichnet sich durch den schwierigen und steilen Anstieg zum Monte Subasio aus, der an manchen Stellen Steigungen von über 20% aufweist. Die Tour eignet sich deshalb nur für Biker mit ausgezeichnetem Trainingsniveau. Wer die Schwierigkeit der Strecke etwas reduzieren möchte, kann die Route auch in umgekehrter Richtung in Angriff nehmen: Man muss zwar ebenfalls auf den Monte Subasio fahren, aber von Spello aus ist der Anstieg weniger hart.

Von der Piazza Matteotti wenden wir uns sofort nach rechts und folgen den Hinweisschildern zum Monte Subasio. Wir verlassen Assisi durch die Porta Cappuccini, hinter der schon der Anstieg zum Gipfel beginnt (da der Start gleich sehr anstrengend ist, empfiehlt sich eine kurze Aufwärmphase, z. B. die Besichtigung der Altstadt von Assisi). Nach 300m, also sofort nach der Porta Cappuccini, verlassen wir die Asphaltstraße, biegen links ab und folgen dem Weg Nr. 50: Der erste Teil der Bergfahrt ist sicherlich der beschwerlichste und kann aufgrund der Steigungen und des holprigen Bodens teilweise zum Absteigen zwingen. Der Anstieg verläuft immer im Schatten eines dichten Waldes und bringt uns nach knapp 6 Kilometern zur Ortschaft „Gli Stazzi“ kurz vor dem Gipfel des Monte Subasio: Hier verlassen wir den Wald, überqueren die Asphaltstraße und radeln auf halber Höhe des Berghangs auf einem unbefestigten Pfad weiter, der sich über den gesamten Berg schlängelt.

Den schwierigsten Teil dieser Radtour haben wir jetzt schon hinter uns und können von dem Pfad, der knapp unterhalb des Gipfels des Monte Subasio verläuft, ein atemberaubendes Panorama genießen. Von Kilometer 8,5 bis Kilometer 12,5 radeln wir auf einem vergnüglichen Singletrail, bevor wir wieder auf die unbefestigte Straße gelangen, die uns nach 5 Kilometern Abfahrt nach Collepino bringt (km 17,4). Hier stoßen wir wieder auf Asphalt, wenden uns nach rechts und fahren zwischen Olivenhainen weiter bergab bis nach Spello (Foto unten), wo man eine Rast einlegen sollte, um den historischen Ortskern zu besichtigen. 

Von Spello geht es rechts weiter und bei Kilometer 22,7 biegen wir rechts in die Via degli Ulivi ein, auf der wir bis Capodacqua (km 25,9) bleiben. Dort verlassen wir erneut die Asphaltstraße und beginnen den zweiten harten Abschnitt der Route, der zwischen den Olivenhainen bis km 28,4 ansteigt. Wir radeln jetzt auf dem unbefestigten Hauptweg ständig bergauf und bergab bis Kilometer 30,3, wo wir uns in der Nähe einer Kreuzung nach rechts wenden und sofort anschließend links in die Via Borghettaccio einbiegen. Bei Kilometer 30,8 schlagen wir links die Asphaltstraße ein, die nach wenigen Kilometern wieder auf die Hauptstraße stößt (km 33). Hier biegen wir rechts ab und fahren bergauf zur Altstadt von Assisi zurück.
 

 


Die Besichtigung der Altstadt von Assisi, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, ist ein absolutes Muss. Sehenswert sind die Basilika Santa Chiara, das Kloster San Domenico und die großartige Basilika San Francesco. Gleich außerhalb der Stadtmauer ragt die Rocca Maggiore hoch über der Stadt empor; sie wurde 1367 von Kardinal Albornoz über der zuvor bestehenden Struktur einer antiken Feudalburg (1174) wieder aufgebaut. Die Altstadt von Spello präsentiert sich zwar mit mittelalterlichen Merkmalen, hat aber auch viele Zeugnisse aus der römischen Koloniezeit bewahrt, darunter das Theater, das Amphitheater, die Thermen und der sog. Augustusbogen. Eines der eindrucksvollsten Kirchengebäude ist hier die Kirche Santa Maria Maggiore (12.-13. Jh.), die wertvolle Kunstschätze beherbergt, darunter Fresken des Pinturicchio und Gemälde des Perugino. Gleich außerhalb von Spello liegt die Villa Fidelia (16. Jh.); sie wurde an der Stelle errichtet, an der sich früher ein Venustempel, das Theater und die Thermen befanden. Außerdem kann man natürlich die Schönheit der Landschaft genießen, die diese größtenteils innerhalb des Regionalparks des Monte Subasio verlaufende Tour auszeichnet.

Cascia: Wiesen und Wälder auf den Bergen der hl. Rita
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MTB 20 - Cascia: Wiesen und Wälder auf den Bergen der hl. Rita

Schwierigkeitsgrad
Schwer
Höhenunterschied
800 m
Länge
30 km
In der Umgebung der Stadt Cascia, am südöstlichen Rand der Region, durch eine der befahrensten und unberührtesten Gegenden Umbriens, eingebettet in die erholsame Atmosphäre der Orte von Santa Rita.
Abfahrt Cascia
Ankunft Cascia
Länge 30 km
Höhenunterschied 800 m
Schwierigkeitsgrad Schwer
Straßenbelag 65% unbefestigt, 35% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Cascia, Norcia, Roccaporena, Park der Sibyllinischen Berge.


Die Route verläuft in der Umgebung von Cascia an der südöstlichen Grenze der Region, eine der bergigsten und unberührtesten Gegenden Umbriens. Die Radtour beginnt nur wenige Meter außerhalb der Ortsmitte von Cascia und kann in zwei Teile gegliedert werden: Der erste Teil führt fast immer bergauf bis nach Forca di Civita (km 18,5), der zweite ist eine einzige Abfahrt und führt zum Ausgangspunkt zurück. Aufgrund der Streckenlänge von insgesamt 30 Kilometern und des ausgesprochen langen Aufstiegs (der auch äußerst anspruchsvolle Abschnitte aufweist) zählt diese Route zu den schwierigen und eignet sich nur für gut trainierte Personen. Doch auch weniger trainierte Radler können die Tour bewältigen, wenn sie keine Probleme damit haben, manchmal absteigen und zu Fuß gehen zu müssen: Die Panoramen, die sie während der Fahrt entdecken können, werden sie für alle Strapazen entschädigen.

Nachdem wir Cascia hinter uns gelassen haben, radeln wir auf der Asphaltstraße sofort bergauf in Richtung San Giorgio. Bei Kilometer 3,2 verlassen wir nach einer halben Rechtskurve den Asphalt und biegen rechts in einen schmalen Saumpfad ein (Achtung, die Abzweigung ist nicht sichtbar): Hier nehmen wir einen der steilsten Abschnitte des Anstiegs in Angriff, der uns jedoch einen großartigen Blick auf Cascia bietet. Es geht immer weiter bergauf, doch einige flache und bergab verlaufende Stücke lassen uns etwas zu Atem kommen. Bei Kilometer 9,9 erreichen wir einen Platz (bekannt unter dem Namen Colonnetta), wo wir uns an der rechts liegenden Quelle stärken und die Erhabenheit der linker Hand sichtbaren Sibyllinischen Berge bewundern können.

Von hier schlagen wir den ersten Weg links ein und fahren weiter bergauf bis Kilometer 12,5, wo wir links in einen anderen unbefestigten Weg einbiegen und einige Hundert Meter bergab radeln. An der Kreuzung mit der Asphaltstraße wenden wir uns nach rechts, fahren wieder bergauf und folgen den Hinweisschildern zur Ortschaft Castel Santa Maria, die wir bei Kilometer 14,6 erreichen. Nach dem links liegenden Brunnen biegen wir rechts ab und kommen kurz danach unterhalb der Ruinen der prächtigen Kirche Santa Maria della Neve an. Sie wurde zwar 1997 vom Erdbeben zerstört, doch einige wertvolle Fresken sind immer noch zu sehen. 
Von hier geht es weiter bergauf, und nachdem wir wieder auf Asphalt zurückgekehrt sind, erreichen wir in Kürze den Pass von Forca di Civita (km 18,5), der höchste Punkt der Radtour mit dem schönsten Panorama. Wir schlagen den rechts abgehenden unbefestigten Weg ein, wenden uns sofort anschließend nach links und beginnen die schnelle Abfahrt auf dem unbefestigten Weg, der sich durch den Wald schlängelt und bis nach Cascia führt. Die Abfahrt ist zwar nicht sehr technisch, wird aber den erfahrenen Bikern viel Spaß machen, da eine hohe Fahrgeschwindigkeit erreicht werden kann.

Bei Kilometer 23 durchqueren wir das Dorf Colmotino, biegen dann links ab und radeln einige Kilometer auf Asphalt. Bei Kilometer 25,1 verlassen wir in der Ortschaft Tazzo die Asphaltstraße und biegen rechts in einen technischen Pfad ein (wer will, kann in Tazzo geradeaus weiterfahren und auf der Asphaltstraße zurück nach Cascia radeln). Am Ende des technischen Abschnitts wenden wir uns nach links, stoßen bald danach wieder auf Asphalt und kehren zum Ausgangspunkt zurück.


Der kulturell und künstlerisch bedeutendste Ort dieses Gebietes ist sicherlich Cascia, weltweit bekannt als die Stadt der heiligen Rita. Cascia ist ein religiöses Zentrum voller Mystik und Spiritualität mit künstlerisch ausgesprochen interessanten Bauwerken wie die Kirche San Francesco, ein prächtiges Beispiel der gotischen Architektur, die Kirche Sant´Antonio Abate aus dem 15. Jh., die in der Barockzeit restauriert und umgebaut wurde, die Kollegialkirche Santa Maria sowie die Kirche Sant´Agostino, die auf dem Hügelgipfel in der Nähe der Festung liegt. In der Umgebung lohnt sich die Besichtigung der kleinen Ortschaft Roccaporena mit ihren zahlreichen Zeugnissen der hl. Rita, wie z.B. das Haus, in dem die Heilige lebte, der sog. Garten des Wunders, die Bergspitze und der Rosengarten; sehenswert ist auch die Villa San Silvestro mit den Ruinen eines heidnischen Tempels (2. Jh. v. Chr.). Hier kann man die großartigen Berge dieses Gebietes und die unberührte Natur des nahe gelegenen Nationalparks der Sibyllinischen Berge bewundern.

Der Corbara-See und die Wälder des Monte Peglia
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MTB 19 - Der Corbara-See und die Wälder des Monte Peglia

Schwierigkeitsgrad
Schwer
Höhenunterschied
1000 m
Länge
40,5 km
Jenseits der Schönheiten von Orvieto, auf einer Route im Parco Fluviale del Tevere, entdecken Sie seine natürlichen Schätze zwischen dem Corbara-See und den dichten Wäldern, die die Hänge des Monte Peglia bedecken.
Abfahrt Orvieto
Ankunft Orvieto
Länge 40,5 km
Höhenunterschied 1000 m
Schwierigkeitsgrad Schwer
Straßenbelag 45% unbefestigt, 55% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Orvieto, Corbara, Corbara-See, Monte Peglia.

 

Diese Route beginnt auf dem Parkplatz vor der Seilbahn, die von Orvieto Scalo in die Altstadt von Orvieto fährt, nur wenige Meter vom Bahnhof entfernt, weshalb sich auch die Option Zug + Rad anbietet. Die ganze Radtour lässt sich zwar recht flüssig fahren, da sie keine besonders technischen oder unwegsamen Abschnitte aufweist, gehört jedoch aufgrund der Streckenlänge (40km) und der zwei anspruchsvollen Aufstiege zu den schwierigen Routen. 

Da die Strecke zum größten Teil im Flusspark des Tiber verläuft, kann man neben den Sehenswürdigkeiten von Orvieto auch die Naturschätze zwischen dem Corbara-See (Foto links) und den dichten Wäldern an den Hängen des Monte Peglia bewundern. Wie gesagt starten wir vom Parkplatz der Seilbahn und radeln nach der Autobahnunterführung Richtung Ciconia. Am ersten Kreisverkehr fahren wir Richtung Monte Peglia und biegen bei Kilometer 1,3 rechts nach Corbara ab. Wir fahren auf der bergauf und bergab führenden Asphaltstraße bis Kilometer 5,5, schlagen dann links den unbefestigten Weg mit gut gestampftem Boden ein und beginnen den ersten richtigen Anstieg, bei dem man schöne Blicke auf Orvieto genießen kann. Am Ende des Anstieges bei Kilometer 9,4 biegen wir rechts ab und überwinden eine schnelle Abfahrt, die bei Kilometer 13 auf der Höhe der Asphaltstraße endet. Hier wenden wir uns nach links, durchqueren die kleine Ortschaft Corbara und radeln dann geradeaus mehrere Kilometer am See entlang. 

Erst bei Kilometer 19,3 kehren wir wieder auf einen unbefestigten Weg zurück. Wir biegen links ab und beginnen den zweiten Anstieg der Route, dessen erste Rampen den beschwerlichsten Abschnitt darstellen. Jetzt beginnt der schönste und eindrucksvollste Teil dieser Radtour. Nachdem wir bei Kilometer 21 das unbewohnte Dorf Osa (Foto rechts) erreicht haben, radeln wir durch Wälder weiter leicht bergauf und können unvergleichlich schöne Panoramen genießen.

Bei Kilometer 26 stoßen wir wieder auf Asphalt, biegen links ab und kommen nach ca. 3 Kilometern in Colonnetta an, von wo es dann bergab geht. Bei Kilometer 29,7 verlassen wir die Asphaltstraße und nehmen einen unbefestigten Weg, der uns ganz schnell talwärts bringt. Die Abfahrt wird von einigen kurzen Asphaltabschnitten und von kurzen, aber anstrengenden Steigungen unterbrochen. An einigen Stellen kann man Orvieto sehen und am Horizont das Profil des Doms erkennen. Vor der Rückkehr zum Ausgangspunkt sollte man hier unbedingt anhalten, um das Panorama zu genießen. Am Ende der Abfahrt folgen wir den Hinweisschildern nach Orvieto und kommen nach knapp 2 Kilometern zum Ausgangspunkt zurück.


Besonders sehenswert ist natürlich die Altstadt von Orvieto und das eindrucksvolle unterirdische Orvieto, ein wahres Labyrinth aus Gängen, Tunneln, Zisternen, Brunnen, Höhlen und Kellern. Sehr schön ist der Corbara-See mit seinen zahlreichen Naturschätzen, darunter die Forello-Schlucht, in der sich der Tiber zwischen hohen Felswänden aus Travertin hindurchschlängelt und großartige Szenarien entstehen lässt. Und schließlich sollte man sich auf keinen Fall die dichten Wälder und die eindrucksvollen Ausblicke von den Hügeln Mittelumbriens und besonders von den Hängen des Monte Peglia entgehen lassen: Von hier hat man einen herrlichen Rundblick auf die gesamte Region.

Am Trasimenischen See zwischen Castiglione und Tuoro
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MTB 02 - Am Trasimenischen See zwischen Castiglione und Tuoro

Schwierigkeitsgrad
Leicht
Höhenunterschied
180 m
Länge
32 km
Einfach und für alle geeignet, ist es ein flacher Weg nur wenige Kilometer vom Seeufer entfernt, zwischen Castiglione del Lago und Cortona: er schlängelt sich zwischen Asphalt, Feld, Springern und dichter Vegetation.
Abfahrt Castiglione del Lago
Ankunft Castiglione del Lago
Länge 32 km
Höhenunterschied 180 m
Schwierigkeitsgrad Leicht
Straßenbelag 65% unbefestigt, 35% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Castiglione del Lago, Tuoro, Trasimenischer See.

 

Diese Route ist zwar etwas länger, weist jedoch keinerlei problematischen Höhenunterschiede auf und kann deshalb als leicht und für alle geeignet eingestuft werden. Wer will, kann außerdem in Borghetto eine Abkürzung nehmen, durch die sich die Streckenlänge auf 21km reduziert.

Der erste Teil der Radtour, bei der sich asphaltierte und unbefestigte Straßen abwechseln, führt durch die Ebene zwischen Castiglione und Cortona, nur wenige Kilometer vom Seeufer entfernt, doch der spektakulärere Abschnitt ist zweifellos der zweite (fast immer unbefestigt), bei dem man den Radweg des Trasimenischen Sees nimmt, der nur wenige Meter vom Seeufer verläuft und über kleine Holzbrücken und durch eine dichte Vegetation führt.

Wir starten an den Sportanlagen des Städtchens Castiglione del Lago, das bei der Rückkehr sicherlich eine Besichtigung wert ist, und radeln am See entlang. Den Hinweisschildern nach Pozzuolo und nach Piana folgend lassen wir Castiglione hinter uns. Nach ca. 6,5km biegen wir rechts ab, verlassen die Asphaltstraße und radeln auf einer Reihe von unbefestigten Landstraßen weiter.

Bei Kilometer 11,5 stoßen wir wieder auf Asphalt und fahren ca. 2 Kilometer auf der Bundesstraße SS 71, bevor wir rechts nach Borghetto abbiegen. Im Dorf fahren wir geradeaus weiter, überwinden hinter dem Bahnübergang einen kurzen Anstieg und schlagen dann rechts den unbefestigten Weg ein, der zwischen Olivenhainen verläuft und uns einen schönen Blick auf den Trasimenischen See bietet. 
Am Ende des Anstiegs biegen wir rechts und dann erneut rechts ab und beginnen die Abfahrt, bei der wir immer auf dem unbefestigten Weg bleiben. Wir kommen an einem Bauernhaus vorbei, passieren die Schnellstraßenunterführung und erreichen nach knapp zwei Kilometern den Radweg des Trasimenischen Sees. 

Bei Kilometer 22,5 fahren wir noch einmal kurz auf einer Asphaltstraße durch den Ort Borghetto. Bei Kilometer 24,2 biegen wir links in Richtung Campingplatz „La Badiaccia“ ab und nehmen von hier erneut den Radweg, der wunderschöne Ausblicke bietet, sich ganz nah am Ufer des Trasimenischen Sees durch eine dichte Vegetation schlängelt und wieder nach Castiglione del Lago zurückführt.

 


Sehenswert ist das Gebiet des Trasimenischen Sees, der mit seiner Ausdehnung von 126 km² der viertgrößte See Italiens ist und zum Regionalen Naturpark erklärt wurde. Sein kreisförmiger Wasserspiegel, umrahmt von sanften, mit Olivenhainen bedeckten Hügeln und fruchtbaren Ebenen, ist nicht nur von großem naturwissenschaftlichem Interesse, sondern auch ein beliebtes Reiseziel ausländischer Touristen. Dank des Radwegs kann man den See ganz aus der Nähe betrachten. Die Altstadt von Castiglione del Lago ist nicht nur wegen ihrer mittelalterlichen Stadtmauer und der drei Eingangstore, sondern auch aufgrund des herrlichen Panoramas auf den Trasimenischen See eine Rast und eine ausführliche Besichtigung wert. Weitere Sehenswürdigkeiten des Städtchens sind die Rocca del Leone, eine fünfeckige Festung aus dem Mittelalter und eines der besten Beispiele der Militärarchitektur der Region, sowie der Palazzo della Corgna, ein eleganter Familienwohnsitz im Renaissance-Stil, den Ascanio della Corgna 1560 nach einem Entwurf von Vignola oder von Galeazzo Alessi errichten ließ. In der direkt am Seeufer liegenden Ortschaft Tuoro verläuft der ausgesprochen interessante historische Lehrpfad der berühmten „Schlacht am Trasimenischen See“, die im Jahr 217 v. Chr. zwischen Römern und Karthagern stattfand. Dieser Pfad rekonstruiert die wichtigsten Phasen der Niederlage der römischen Armee gegen Hannibals Karthager.

Von Orvieto auf den Wegen der Calanchi
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MTB 05 - Von Orvieto auf den Wegen der Calanchi

Schwierigkeitsgrad
Leicht
Höhenunterschied
400m
Länge
27 km
Vom Fuße von Orvieto ins Stadtzentrum, durchqueren Sie die spektakuläre Landschaft der Calanchi und säumen den Fluss Paglia auf einer Route, die sich auf unverbindlichen Feldwegen schlängelt.
Abfahrt Orvieto
Ankunft Orvieto
Länge 27 km
Höhenunterschied 400 m
Schwierigkeitsgrad Leicht
Straßenbelag 95% unbefestigt, 5% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Orvieto, Fluss Paglia, Weingut Tenuta della Sala.

Die Route beginnt am Fuß von Orvieto auf dem Parkplatz der Seilbahn, mit der man in wenigen Minuten die Stadtmitte erreichen kann. Diese Radtour verläuft fast vollständig auf einfachen unbefestigten Naturstraßen; die einzigen zwei Ausnahmen bilden ein kurzer Abschnitt auf Asphalt in der Gegend der Burg della Sala und eine kurze, ziemlich technische Abfahrt im Anschluss an die Durchquerung der spektakulären Calanchi-Landschaft (eine durch Erosion tief zerklüftete Landschaft, A.d.Ü.), durch die die weniger erfahrenen Radler auch zu Fuß gehen können. Alles in allem ist die Route jedoch ziemlich leicht.

Die ersten Kilometer führen durch ein vollkommen flaches Gebiet entlang dem Fluss Paglia. Der erste, ca. 100m lange Anstieg ist nach 9 Kilometern zu überwinden, doch danach fahren wir rechts gleich wieder bergab und radeln im Schatten zwischen Wiesen und Wäldern auf die Hügel zu. Nach 11 Kilometern beginnt der einzige richtige Anstieg dieser Route, der sich über ca. 2 Kilometer erstreckt und hinter der Kirche della Sala endet, von wo wir einen herrlichen Ausblick auf das unter uns liegende Tal und auf die Weinberge des Gutes „Tenuta del Castello della Sala“ genießen können.

Von hier wenden wir uns nach rechts und fahren noch ein paar hundert Meter auf der ansteigenden Asphaltstraße. Kurz danach verlassen wir diese Straße (km 13,4), biegen rechts ab und beginnen den ersten Abschnitt der Abfahrt, die uns inmitten von wunderschönen Weinbergen in die faszinierende Gegend der „Calanchi“ bringt (Foto linke Seite). Nachdem wir diese unglaublichen Sandsteinformationen hinter uns gelassen haben, erreichen wir ein altes verfallenes Bauernhaus, bei dem wir links abbiegen und den technischsten Abschnitt der Abfahrt in Angriff nehmen.

Kurze Zeit später biegen wir nach einer Wiese (km 16,3) scharf rechts ab. Vor uns liegt der steilste Abschnitt dieser Tour und die weniger erfahrenen Radler können einige Meter auch zu Fuß zurücklegen, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Die Abfahrt endet bei Kilometer 16,7 und bringt uns wieder auf den Saumpfad zurück, auf dem wir schon bei der Hinfahrt gefahren sind, ca. 1 Kilometer vor Beginn des Anstiegs. Hier biegen wir links ab und radeln auf demselben unbefestigten Weg, auf dem wir schon zu Beginn der Route gefahren sind, wieder zurück.

 


Am Ausgangspunkt dieser Route kann man die Seilbahn nehmen, um die Altstadt von Orvieto zu erreichen, eine der berühmtesten Städte Umbriens. 

Besonders schöne Bauten sind der Dom, ein Werk von Lorenzo Maitani (13. Jh.), und die Kirchen San Giovenale, San Giovanni, San Lorenzo de´Arari, San Francesco (13. Jh.) und San Domenico (13. Jh.). Zu den repräsentativsten öffentlichen Gebäuden, die man besichtigen sollte, gehören der Palazzo Comunale, der Palazzo del Popolo, der Palazzo dei Sette und das Städtische Theater Luigi Mancinelli. Ein einzigartiges Erlebnis ist die Besichtigung des Brunnens San Patrizi, ein bautechnisches Meisterwerk. Der 62 Meter tiefe Brunnen verfügt über zwei separate spiralförmige Treppen, auf denen man zum Wasserholen bis zum Boden hinuntersteigen konnte, ohne demjenigen, der sich auf dem Weg nach oben befand, zu begegnen. Unter der Stadt verbirgt sich das faszinierende unterirdische Orvieto: Eine unglaublich große Zahl an künstlichen Hohlräumen bildet ein verwirrendes Labyrinth aus Gängen, Tunneln, Zisternen, Brunnen, Höhlen und Kellern.

Corciano und die Wälder des Monte Malbe
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MTB 08 - Corciano und die Wälder des Monte Malbe

Schwierigkeitsgrad
Mittel
Höhenunterschied
680 m
Länge
21,3 km
Die Route beginnt am mittelalterlichen Dorf Corciano und erstreckt sich größtenteils zwischen den Wäldern des Monte Malbe, von wo aus Sie einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft genießen können, einschließlich Perugia.
Abfahrt Corciano
Ankunft Corciano
Länge 21,3 km
Höhenunterschied 680 m
Schwierigkeitsgrad Mittel
Straßenbelag 45% unbefestigt, 55% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Corciano, Pieve del Vescovo, Villa Oscano, Capocavallo, Monte Malbe.

 

Die Route beginnt in dem mittelalterlichen Dorf Corciano und schlängelt sich größtenteils durch die Wälder des Monte Malbe, von wo man herrliche Ausblicke auf die umliegenden Landschaften und auf Perugia hat. Sie ist zwar nicht sehr lang, gehört jedoch aufgrund des steilen Anstiegs, der von Capocavallo auf den Monte Malbe und den Colle della Trinità auf eine Höhe von über 600m führt, zu den Touren von mittlerem Schwierigkeitsgrad.

Wir starten in Corciano am Parkplatz gleich außerhalb der Stadtmauer und radeln von hier abwärts in Richtung Ellera. An der nächsten Kreuzung (km 1,3) wenden wir uns nach links in Richtung Umbertide und fahren immer weiter bergab. Es geht stets geradeaus, bis wir dann bei Kilometer 6,4 am Kreisverkehr rechts in eine unbefestigte Naturstraße einbiegen. Kurz danach stoßen wir wieder auf Asphalt, wenden uns bei Kilometer 7,7 nach links in Richtung Capo Cavallo und nehmen den Anstieg in Angriff, der nach ca. einem Kilometer in einen unbefestigten Weg übergeht.

Der Anstieg bringt uns bis zum Kapuzinerkloster (km 11,5), wo ein vergnüglicher und nicht sehr schwieriger Singletrail-Abschnitt beginnt, der aus dem Wald und zu einem erneuten Anstieg auf einer unbefestigten Straße führt. Nachdem wir ein anspruchsvolles, ständig bergauf und bergab führendes Teilstück bewältigt haben, erreichen wir den Colle della Trinità, der höchste Punkt dieser Radtour. Wir fahren in den Park des Colle della Trinità und beginnen hier die Abfahrt auf asphaltierter Straße, die uns wieder nach Corciano zurückbringt. Ab der Kreuzung mit der Provinzstraße SP 172 müssen wir nur noch den letzten, leicht ansteigenden Kilometer bis zum Ausgangspunkt zurücklegen.


Das kleine mittelalterliche Dorf Corciano präsentiert sich innerhalb der Stadtmauer mit einem Labyrinth von Gassen, Winkeln, Türmen und Treppenaufgängen. Sehenswert sind hier der Wachturm der Porta Santa Maria, die Piazza Coragino mit einem schönen Brunnen des 16. Jh., der Palazzo Comunale, der Palazzo del Capitano del Popolo sowie die Pfarrkirche Santa Maria Assunta, in der eine Tafel mit der Assunta des Perugino (1513) und das 1472 von Benedetto Bonfigli gemalte Banner aufbewahrt sind. Ein Kilometer von Corciano entfernt liegt die sehenswerte Burg Pieve del Vescovo, ein auf viereckigem Grundriss befestigtes Gebäude mit Innenhof und vier Ecktürmen. Die Burg wurde um das 13. Jh. errichtet, aber zwischen 1560 und 1570 in eine herrschaftliche Residenz verwandelt. Ebenfalls besichtigenswert ist das ausgedehnte Waldgebiet Monte Malbe, das sich oberhalb von Corciano erstreckt und fantastische Ausblicke auf den Monte Tezio und Perugia bietet. Außerdem sollte man sich auch die befestigten Burgen von San Mariano, Solomeo, Migiana, Mantignana, Chiugiana und Capocavallo anschauen, die alle nur wenige Kilometer auseinander liegen und ihr antikes Erscheinungsbild bewahrt haben.
 

Umbertide nach Montone am Tiber entlang
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MTB 09 - Umbertide nach Montone am Tiber entlang

Schwierigkeitsgrad
Mittel
Höhenunterschied
450 m
Länge
26 km
Vom Zentrum von Umbertide aus geht es entlang des Tibers hinauf in die Hügel, bis man das charmante Dorf Montone erreicht, das zu den schönsten Dörfern Italiens gehört.
Abfahrt Umbertide
Ankunft Umbertide
Länge 26 km
Höhenunterschied 450 m
Schwierigkeitsgrad Mittel
Straßenbelag 50% unbefestigt, 50% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Umbertide, Montone, Fluss Tiber, Einsiedelei Montecorona, Rocca d´Aries.


Die Route beginnt in der Stadtmitte von Umbertide, verläuft einige Kilometer am Tiber entlang und schlängelt sich dann über die Hügel bis zu dem bezaubernden Dorf Montone, eine der „schönsten Ortschaften Italiens“. Die Strecke kann auch als Fortsetzung der Route von Ponte Pattoli nach Umbertide angesehen werden und ist aufgrund der verschiedenen auf und ab führenden Streckenteile und des Anstiegs bis zur Ortschaft Montone als mittelschwer einzustufen. Mit Ausnahme eines außergewöhnlich steilen Abschnitts ist der größte Teil dieser Radtour jedoch relativ leicht zu fahren und kann auch von weniger erfahrenen und mit etwas Geduld gewappneten Radlern bewältigt werden.

Wir starten an der Piazza Mazzini und wenden uns zum Tiber, wo wir den unbefestigten, am Fluss verlaufenden Weg in Richtung Montone einschlagen. Nachdem wir ca. drei Kilometer den Tiber entlang geradelt sind, entfernen wir uns vom Fluss und kommen bei Kilometer 5,5 auf die Hauptstraße, die von Umbertide nach Montone führt. Hier biegen wir links ab und fahren sofort anschließend (km 5,8) rechts auf die Nebenstraße nach San Lorenzo. 

Bei Kilometer 6,2 verlassen wir die Asphaltstraße und schlagen links den leicht auf und ab führenden unbefestigten Weg ein, der sich mitten durch die Felder schlängelt und uns linker Hand einen schönen Blick auf Montone bietet. Am Ende einer kurzen Steigung stoßen wir bei Kilometer 10 auf eine asphaltierte Nebenstraße, die uns nach einer kurzen Abfahrt erneut auf die Hauptstraße bringt (km 11,5). 

Wir überqueren die Straße (Vorsicht: Verkehrsreiche Straße), nehmen wieder einen unbefestigten Weg und beginnen den Anstieg nach Montone: Dies ist der schwierigste Abschnitt der Radtour, denn die letzten Meter des unbefestigten Weges sind wirklich ausgesprochen steil und die weniger trainierten Radler werden wohl gezwungen sein, abzusteigen und zu Fuß zu gehen. Nachdem wir wieder auf Asphalt gelangt sind (km 12,3), wird die Steigung sehr viel sanfter und wir erreichen nach etwas mehr als einem Kilometer Montone, von wo man ein herrliches Panorama auf die unterhalb liegenden Täler genießen kann. Die Besichtigung des wunderschönen historischen Ortskerns ist ein absolutes Muss. Von Montone fahren wir auf der Asphaltstraße bergab in Richtung Umbertide. Bei Kilometer 18,7 biegen wir nach einer Linksserpentine rechts in einen unbefestigten Weg ein. 

Jetzt radeln wir auf verschiedenen befestigten und unbefestigten Sträßchen immer in der Ebene, bis wir schließlich zum Tiber zurückkommen (km 23). Von hier fahren wir auf dem ersten Stück der Route bis zur Piazza Mazzini zurück, die nur wenige Meter von der mittelalterlichen Festung und der Stadtmitte entfernt liegt.


Neben der schon bei Route 4 beschriebenen Altstadt von Umbertide mit der erhabenen mittelalterlichen Festung ist die Besichtigung des befestigten Dorfes Montone, eine der „Schönsten Ortschaften Italiens“, ein absolutes Muss. Das bedeutendste Gebäude des Städtchens ist die einschiffige Kirche San Francesco (14. Jh.) mit einer polygonalen Apsis. Das ebenfalls in der Altstadt liegende ehemalige Kloster Santa Caterina beherbergt das Städtische Geschichtsarchiv, das aufgrund seines reichen Dokumentenbestandes eines der wichtigsten in ganz Umbrien ist. Ein weiteres bedeutendes Kirchengebäude ist die Pieve San Gregorio. Sie wurde um das Jahr 1.000 in romanisch-byzantinischem Stil erbaut und ist somit die älteste Kirche in Montone. Gleich außerhalb des Städtchens lohnt sich die Besichtigung der Rocca d´Aries, eine imposante, vor kurzem instand gesetzte Burg. Ebenfalls sehenswert ist die Burg in Civitella Ranieri, ein Ort in der Nähe von Umbertide. Sowohl der Fluss Tiber als auch die mit einer noch unberührten Vegetation bedeckten Hügel prägen die eindrucksvollen Landschaften in dieser Gegend.
 

Eine Rundtour auf dem Monte Tezio, ganz in der Nähe von Perugia
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MTB 10 - Eine Rundtour auf dem Monte Tezio, ganz in der Nähe von Perugia

Schwierigkeitsgrad
Mittel
Höhenunterschied
670 m
Länge
25 km
Nur wenige Kilometer vom Zentrum von Perugia entfernt, von der Kirche von Cinderellan, die sich um den Tezio fortsetzt und in eine außergewöhnliche Landschaft mit herrlichen Aussichten auf die darunter liegenden Täler eintaucht.
Abfahrt Cenerente (PG)
Ankunft Cenerente (PG)
Länge 25 km
Höhenunterschied 670 m
Schwierigkeitsgrad Mittel
Straßenbelag 60% unbefestigt, 40% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Corciano, Perugia, Antognolla, Park des Monte Tezio.


Die Route beginnt bei der Kirche von Cenerente, nur wenige Kilometer von Perugia entfernt, und schlängelt sich über den Monte Tezio, von dem man wunderschöne Ausblicke auf die unterhalb liegenden Täler genießen kann. Obwohl die ganze Radtour keine unzumutbaren Steigungen aufweist, ist sie angesichts des Anstiegs nach Migiana di Monte Tezio und der zahlreichen bergauf und bergab führenden Abschnitte doch recht anspruchsvoll. 

Wir starten bei der Kirche von Cenerente, nehmen die Asphaltstraße nach Migiana di Monte Tezio, radeln an der Burg Oscano vorbei und beginnen nach ca. 1,5 Kilometern, sanft aufwärts zu fahren. Auf der ansteigenden Asphaltstraße bleiben wir bis Kilometer 5,6, wo wir dann links in den unbefestigten Weg einbiegen, der nach Migiana di Monte Tezio führt, eine großartige natürliche Aussichtsterrasse, die wir bei Kilometer 7,5 erreichen. 

Von hier radeln wir am Berghang mehrere Kilometer durch den Wald und halten uns immer links, bis wir bei Kilometer 11 die steile Abfahrt nehmen, die bis zur Asphaltstraße am Fuß der Burg von Antognolla führt (Achtung: Über die Straße gespannte Kette).

Jetzt wenden wir uns nach links, fahren ca. 1 Kilometer auf der befahrenen Provinzstraße SP 169, biegen dann auf der Höhe von San Giovanni del Pantano links in einen anderen ansteigenden unbefestigten Weg ein und folgen den Hinweisschildern nach Pieve Pietroia. Wir radeln mehrere Kilometer auf halber Höhe am Berghang entlang und müssen einige recht beschwerliche Steigungen überwinden. Schließlich erreichen wir den Parkplatz des Monte Tezio (km 18,2), ein weiterer herrlicher Aussichtspunkt.

Hier können sich die gut trainierten Biker nach links wenden und auf verschiedenen ausgeschilderten Wegen bis zum Berggipfel hochfahren, doch unsere Radtour führt über den oberen Teil des Parkplatzes, wo wir dann links den unbefestigten Weg einschlagen, der zum Beginn der Abfahrt führt. Während der Abfahrt biegen wir bei Kilometer 19,6 scharf links ab und radeln weiter bergab. In der Nähe einer Häusergruppe halten wir uns rechts und fahren immer weiter abwärts, bis wir bei Kilometer 23 wieder auf die Asphaltstraße stoßen. Hier biegen wir rechts ab und radeln die zwei Kilometer bis zum Ausgangspunkt zurück.
 


Der Park des Monte Tezio (961m) liegt ca. 10 Kilometer nördlich von Perugia an der Grenze zwischen den Gebieten von Corciano, Perugia und Umbertide und erstreckt sich über 135 ha. Die Bergflanken sind von dichten Flaumeichen-, Eichen und Ulmenwäldern sowie von Kiefernwäldern mit verschiedenen Nadelbaumarten bedeckt. Vom Monte Tezio kann man schöne Ausblicke auf das Tibertal und auf der anderen Seite auf den Monte Acuto und auf Castel Rigone genießen. Sehenswert ist auch das hoch gelegene Dorf Capocavollo, das zuerst ein Landgut und ab dem 15. Jh. eine befestigte Burg war und sich durch einen besonderen Rokoko-Glockenturm auszeichnet. Von der antiken Befestigung sind noch Teile der Mauer und die Reste eines Burgtors erhalten.
 

Die Römische Straße, die Mühlen von Galgata und Montelabate
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MTB 11 - Die Römische Straße, die Mühlen von Galgata und Montelabate

Schwierigkeitsgrad
Mittel-Schwer
Höhenunterschied
700 m
Länge
29,5 km
Von den bewaldeten Hügeln der umbrischen Hauptstadt in Richtung Gubbio: eine mittel-schwierige Variante der Route, die von Perugia den Tiber hinauf zur Ponte Pattoli führt, vorbei in der Nähe von Ramazzano.
Abfahrt Ramazzano le Pulci
Ankunft Ramazzano le Pulci
Länge 29,5 km
Höhenunterschied 700 m
Schwierigkeitsgrad Mittel-Schwer
Straßenbelag 65% unbefestigt, 35% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Perugia, Civitella Benazzone, Abtei von Montelabate, Mühle von Galgata.

 

Die Route beginnt in Ramazzano an der Provinzstraße SP 175 Tiberina Nord und verläuft nordöstlich von Perugia auf den waldigen Hügeln zwischen der Hauptstadt der Region und Gubbio. Die 29,5 Kilometer lange Strecke zeichnet sich vor allem durch zwei Anstiege aus (der eine ist lang und gut fahrbar, der andere kurz, aber sehr steil) und ist praktisch eine mittelschwere Variante der Route Nr. 3, die am Tiber entlang von Perugia nach Ponte Pattoli führt und an Ramazzano vorbeikommt. 

Nach der Abfahrt in Ramazzano radeln wir auf der SP 175 Richtung Casa del Diavolo und biegen an der ersten Kreuzung (km 1,2) rechts nach Piccione und Montelabate ab. Bei Kilometer 2,9 wenden wir uns nach links und beginnen den Anstieg zur prächtigen Abtei von Montelabate, die wir bei Kilometer 5,1 erreichen. Wir folgen dem ansteigenden Weg Nr. 202 und kommen bei Kilometer 11,2 zur Ortschaft Belvedere, wo sowohl der unbefestigte Weg als auch der Anstieg enden. 

Hier fahren wir wenige Meter auf der Bundesstraße 298 (Vorsicht Verkehr) und biegen dann bei Kilometer 11,8 links in einen bergab führenden unbefestigten Weg ein. Jetzt radeln wir einige Kilometer geradeaus, wenden uns dann nach rechts in Richtung Biscina und gelangen auf den „Franziskanischen Friedenspfad Assisi-La Verna“. Wir beginnen die Abfahrt, bei der wir uns immer links halten und den Hinweisschildern nach Galgata folgen, bis wir die Mühle von Galgata erreichen, die rechts von uns in der Talsohle liegt.

Hier nehmen wir die zweite Steigung der Route in Angriff: Der Anstieg ist zwar nur knapp ein Kilometer lang, weist aber Steigungen von bis zu 20% auf, weshalb die weniger trainierten Radler gezwungen sein werden, abzusteigen. Am Ende des steilsten Teilstücks (km 16,6) wenden wir uns nach links und fahren auf dem unbefestigten Hauptweg weiter. Wir radeln einige Kilometer leicht bergauf und bergab und halten uns immer links. 

Wenn wir aus dem Wald herauskommen, können wir rechter Hand das an den Felsen geschmiegte Dorf Civitella Benazzone sehen, während wir bei Kilometer 24,9 wieder unterhalb der Abtei von Montelabate ankommen, wo der unbefestigte Weg endet. Hier biegen wir rechts ab und radeln auf demselben Weg wie zu Beginn der Route nach Ramazzano zurück.
 


Il centro di Perugia, raggiungibile in pochi chilometri e già illustrato nell'itinerario con partenza da Ponte San Giovanni. Die nur wenige Kilometer entfernt liegende Altstadt von Perugia wurde schon bei der Route beschrieben, die in Ponte San Giovanni startet. Das bedeutendste Bauwerk in dieser Gegend ist sicherlich die Abtei Santa Maria di Valdiponte (besser bekannt als Abtei von Montelabate, Foto rechts), ein nördlich von Perugia liegender benediktinischer Klosterkomplex, der zwischen dem 9. und 10. Jh. gegründet wurde. Das Kloster erlebte im 11. und 12. Jahrhundert mit der Ausdehnung seiner Landgüter und der Festigung seiner Vorherrschaft über ein weitläufiges Territorium seine größte Blütezeit. Im 16. Jahrhundert begann dann eine lange Zeit des Niedergangs, der zur Schließung des Klosters im Jahr 1859-60 führte. Heute ist es im Besitz der Stiftung Gaslini aus Genua. Sehenswert entlang der Route ist das kleine Dorf Civitella Benazzone, doch am eindrucksvollsten ist die landschaftliche Schönheit aller eingebundenen Orte.

Die Straßen des Sagrantino und die Panoramen von Montefalco
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MTB 12 - Die Straßen des Sagrantino und die Panoramen von Montefalco

Schwierigkeitsgrad
Mittel
Höhenunterschied
650 m
Länge
24,5 km
Eine Reiseroute mit mittlerer Schwierigkeit, um die Schönheiten des historischen Zentrums von Montefalco zu entdecken, im Charme der umliegenden Gebiete mit Weinbergen und Olivenhainen und dem Geschmack eines Qualitätsweins wie sagrantino.
Abfahrt Montefalco
Ankunft Montefalco
Länge 24,5 km
Höhenunterschied 650 m
Schwierigkeitsgrad Mittel
Straßenbelag 60% unbefestigt, 40% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Montefalco, Fabbri, Trevi, Bevagna, Giano dell´Umbria, Madonna della Stella.

 

Fast die gesamte Strecke verläuft auf Asphaltstraßen und breiten unbefestigten Naturstraßen und weist nur einen kurzen technischen und holprigen Abschnitt auf. Die Anstiege sind zwar nicht besonders lang oder beschwerlich, aber das ständige Bergauf und Bergab machen die Route doch recht anstrengend, vor allem für weniger trainierte Radler.

Wir verlassen den alten Dorfkern und radeln bergab nach Camiano. Von hier geht es immer weiter bergab, bis wir bei Kilometer 2,4 rechts in eine breite unbefestigte Naturstraße einbiegen, die uns nach Fabbri bringt. Kurz vor dem Friedhof wenden wir uns nach rechts und radeln einige Kilometer auf einem schönen, mitten durch die Weinberge führenden Feldweg, bis wir am Fuß von Turrita ankommen. Nachdem wir wieder auf die Asphaltstraße gestoßen sind (km 7,6), biegen wir links und nach 600m rechts ab und nehmen den asphaltierten Anstieg nach Turrita in Angriff. Von dort geht es geradeaus weiter. Wir radeln einige Kilometer auf der Asphaltstraße, überqueren die Hauptstraße in Richtung Cortagnone und kehren kurz danach auf die unbefestigte Straße zurück (km 10,3). Hier beginnt der landschaftlich schönste Abschnitt dieser Radtour: Ein immer leicht bergauf und bergab führender unbefestigter Weg schlängelt sich über eine Reihe von Hügeln, die mit Weinstöcken überzogen sind, und bietet Aussichten, die von den Martani-Bergen bis nach Montefalco reichen. 

Bei Kilometer 15,5 verlassen wir den unbefestigten Hauptweg, schlagen rechts den unbefestigten Weg ein und nehmen zuerst eine kurze Abfahrt und anschließend eine ziemlich steile Steigung in Angriff. An der Kreuzung mit der Asphaltstraße fahren wir rechts nach Casale, wo wir nach der Kirche links abbiegen und einen anderen bergab führenden unbefestigten Weg nehmen (weniger trainierte Radler können hier geradeaus weiterfahren, den Hinweisschildern nach Montefalco folgen und zum Ausgangspunkt zurückkehren). Das ist das technischste und holprigste Stück der Route, doch mit etwas Vorsicht kann es auch von den weniger erfahrenen Radlern bewältigt werden. Nach einem kurzen Abschnitt inmitten einer dichten Vegetation fahren wir am Ende der Abfahrt wieder bergauf und erreichen bei Kilometer 19,5 die Kreuzung mit der Asphaltstraße kurz vor dem Ortseingang von Pietrauta. Hier können wir entweder direkt nach Montefalco zurückradeln oder die Route verlängern und über zwei unbefestigte Wege nach Montepennino fahren, von wo es dann bergauf bis zu den Stadtmauern von Montefalco geht.


Montefalco ist berühmt für den Sagrantino Wein und gilt wegen seiner großartigen Aussichten als „das Geländer Umbriens“. Sehenswerte Gebäude sind die Kirche San Francesco, die Pinakothek mit Werken von Francesco Melanzio und Antoniazzo Romano und Gemälden der umbrischen Schule aus der Zeit zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert sowie die Krypta, die archäologische Fundstücke und weitere Skulpturen beherbergt. Die Ortschaft ist von einem Mauergürtel aus dem 13. Jh. umschlossen und wird von der Kirche Sant´Agostino beherrscht, die zusammen mit dem Kloster in der zweiten Hälfte des 13. Jh. gebaut wurde. Nur wenige Kilometer von Montefalco entfernt liegt Foligno, die drittgrößte Stadt in Umbrien. Sie präsentiert sich mit großartigen Gebäuden und Palazzi, darunter der Dom, die romanische Kirche Santa Maria Infraportas, die Kirche San Salvatore, die ehemalige Kirche San Domenico und das Oratorium Nunziatella. Entlang der Route kann man herrliche Ausblicke auf die unterhalb liegenden Täler genießen; während der Fahrt radelt man durch zahlreiche Weinberge und kommt an verschiedenen Weinkellern vorbei, bei denen man eine Rast einlegen kann, um Wein und typische Produkte zu kosten.

Über den Monte Pausillo von Paciano nach Città di Castello
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MTB 14 - Über den Monte Pausillo von Paciano nach Città di Castello

Schwierigkeitsgrad
Schwer
Höhenunterschied
850 m
Länge
33 km
Im äußersten Westen Umbriens, durch wichtige Dörfer wie Paciano, Città della Pieve und Panicale, auf einem naturwissenschaftlichen, künstlerischen und kulturellen Weg.
Abfahrt Paciano
Ankunft Paciano
Länge 33 km
Höhenunterschied 850 m
Schwierigkeitsgrad Schwer
Straßenbelag 70% unbefestigt, 30% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Paciano, Città della Pieve, Panicale, Monte Pausillo.

 

Die Abfahrt erfolgt in der Ortsmitte von Paciano und von hier radeln wir gleich talwärts. Wir verlassen die Asphaltstraße und biegen in den unbefestigten Weg ein, der nach der Bahnunterführung und nach der Bundesstraßenunterführung wieder auf eine Asphaltstraße am Fuß von Villastrada führt.

Weiter geht es geradeaus. Wir überwinden die kurze Steigung zum Landgut „Le Coste“ und stoßen nach einer schnellen Abfahrt bei Kilometer 11,1 auf die Bundesstraße SS 71, wo wir rechts Richtung Chiusi fahren. Kurz danach verlassen wir die Bundesstraße wieder (km 11,4), wenden uns nach links und beginnen den ersten Anstieg der Strecke: Auf einem wunderschönen unbefestigten Weg radeln wir zunächst durch den Wald und dann durch Weinberge und über Felder bis nach San Litardo; hier nehmen wir die SS 71 Nord und fahren weiter bergauf bis nach Città della Pieve.

Bei Kilometer 18,5 erreichen wir Città della Pieve, eine Stadt etruskisch-römischen Ursprungs, in der wir eine Pause machen, um die Altstadt zu besichtigen. Anschließend fahren wir Richtung Sportplatz und beginnen am Ende der Asphaltstraße eine Abfahrt auf einem ziemlich holprigen unbefestigten Weg. Am Ende der Abfahrt radeln wir mehrere Kilometer durch ein enges Tal, bis wir auf die Provinzstraße SP309 (km 24) stoßen. Wir überqueren diese Straße und nehmen den gegenüberliegenden unbefestigten Weg.

Hier beginnt der zweite und anspruchsvollere Anstieg der Route: Die ersten 200m sind sehr steil und steinig und können zum Absteigen zwingen, doch danach wird der Weg weniger unwegsam. Wir radeln mehrere Kilometer durch den Wald und je näher wir dem Gipfel kommen, desto mehr eröffnet sich uns ein atemberaubendes Panorama, das bei klaren Tagen bis Abetone reicht. Der Anstieg endet wenige Meter vor dem Gipfel des Monte Pausillo (km 29,5) und wir fahren jetzt bergab zurück nach Paciano. 

Nach einer kurzen Fahrt auf einem schmalen und vergnüglichen Singletrail kehren wir erneut auf den unbefestigten Hauptweg zurück, der uns nach wenigen Kilometern in die Ortsmitte von Paciano zurückbringt.


Das Dorf Paciano, dessen Altstadt von einem Mauergürtel des 14. Jh. mit Türmen und drei Eingangstoren umschlossen ist, erhebt sich inmitten eines Gebietes mit zahlreichen Steineichen-, Eichen- und Kastanienwäldern. Aufgrund seiner beachtlichen Natur- und Kunstschätze gehört es zum Club der „Schönsten Ortschaften Italiens“. Besichtigenswert ist das mittelalterliche Dorf Panicale auf einem der Hügel des Trasimenischen Sees, das herrliche Ausblicke auf den See und das Nestore-Tal bietet. Interessant sind hier der Palazzo del Popolo, die Kollegialkirche San Michele, der Komplex San Sebastiano und das Theater Cesare Caporali. Das etruskisch-römische Städtchen Città della Pieve hat sein antikes Erscheinungsbild zum größten Teil erhalten. Zu den bedeutendsten Bauten gehören der Dom mit den Werken der zwei berühmten Maler von Città della Pieve, Perugino und Pomerancio, sowie das Oratorium Santa Maria dei Bianchi, in der die einzigartige „Anbetung der Könige“ des Perugino zu sehen ist. Bemerkenswert sind auch die Festung (1326) mit fünf Türmen, der Palazzo della Corgna (16. Jh.), der Palazzo Bandini (16. Jh.), der Palazzo della Fargna (18. Jh.), Sitz der Stadtverwaltung, und der Palazzo Baglioni aus dem 18. Jahrhundert. Die Wälder des Monte Pausillo bieten großartige Ausblicke auf den Trasimenischen See und die umliegenden Täler bis zum Monte Amiata, an klaren Tagen sogar bis nach Abetone.

Die Stadt der 2 Welten und der heilige Wald von Monteluco
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MTB 16 - Die Stadt der 2 Welten und der heilige Wald von Monteluco

Schwierigkeitsgrad
Schwer
Höhenunterschied
1080 m
Länge
25 km
Ein dichtes Netz von Landwegen, Wanderwegen und anspruchsvollen Single-Tracks in einer sehr abwechslungsreichen natürlichen Umgebung: ein Muss und außergewöhnliche Schönheit entlang einer idealen Route für MTB- und Wanderliebhaber.
Abfahrt Monteluco
Ankunft Monteluco
Länge 25 km
Höhenunterschied 1080 m
Schwierigkeitsgrad Schwer
Straßenbelag 70% unbefestigt, 30% asphalt
Sehenswertes in dieser Gegend Spoleto, Monteluco, Kloster San Francesco, Heiliger Wald.

 

Die hier vorgeschlagene Radtour ist sowohl wegen der Höhenunterschiede als auch wegen der Präsenz technischer Abfahrten und anspruchsvoller Abschnitte, bei denen man sehr vorsichtig sein muss, sehr anstrengend und deshalb nur für erfahrene Biker geeignet. Darüber hinaus muss man während der Fahrt auch auf die Wanderer und bei der Abfahrt von Patrico nach Spoleto auf die Enduro-Motorräder aufpassen.

Wir starten am Kloster San Francesco, radeln abwärts zur Wiese von Monteluco, biegen dann rechts in den Weg Nr. 1 ein und gelangen kurz danach auf einen vergnüglichen Singletrail im Wald, der zum Teil auf dem „Romweg“ verläuft. Bei Kilometer 1,3 kommen wir aus dem Wald, biegen links ab und fahren auf der ansteigenden Asphaltstraße weiter: Hier beginnt der Aufstieg nach Patrico, der einzige lange Routenabschnitt auf Asphalt. 

Nachdem wir bei Kilometer 6,7 Patrico erreicht haben, radeln wir zwischen den Häusern weiter und beginnen nach dem Ferienbauernhof Bartoli eine steile und holprige Abfahrt, wobei wir dem Weg Nr. 6 folgen (Achtung, die Abzweigung ist nicht einfach zu finden). Das erste Stück der Abfahrt zeichnet sich durch sehr steinige Abschnitte aus, ist ausgesprochen schwierig und erfordert große Aufmerksamkeit. Erst wenn wir bei Kilometer 11,3 den Weg Nr. 6 verlassen und auf dem rechts abgehenden unbefestigten Weg weiterfahren, wird die Abfahrt einfacher und entspannender.

ir kommen bei Kilometer 13,8 im Tal an, nehmen zunächst rechts die Asphaltstraße und biegen sofort anschließend wieder rechts ab, um bergauf Richtung Monteluco zu fahren. Bei Kilometer 15,4 verlassen wir die Asphaltstraße wieder und biegen in einen engen Singletrail ein (Vorsicht: Abgrund linker Hand), der uns in die Nähe der Brücke „Ponte delle Torri“ bringt; wer will, kann von hier die nur wenige Meter entfernt liegende Altstadt von Spoleto erreichen. Wir bleiben weiterhin auf dem Singletrail und folgen den Hinweisschildern des Weges Nr. 3, der uns in diesem Abschnitt einen großartigen Blick auf die Brücke „Ponte delle Torri“, die Rocca Albornoziana und die Altstadt von Spoleto bietet.

Bei Kilometer 17,2 biegen wir rechts ab und folgen immer dem Weg Nr. 3, der jetzt steiler wird und sich durch eine dichte Vegetation schlängelt. Bei Kilometer 19,6 wenden wir uns nach rechts, verlassen den Weg Nr. 3 und folgen den Ausschilderungen (orangefarbene Pfeile) der MTB-Route Nr. 4. Jetzt beginnt der unwegsamste und schwierigste Abschnitt der Route: Zunächst radeln wir auf einem sehr steilen Pfad, danach geht es auf einem schmalen und steilen, durch eine dichte Vegetation führenden Singletrail weiter, den man ein ganzes Stück zu Fuß gehen muss. Bei Kilometer 21,8 stoßen wir wieder auf die Asphaltstraße, die von Patrico nach Monteluco führt. Auf demselben Weg wie schon zu Beginn der Route zurückfahrend kehren wir zum Ausgangspunkt zurück.


Das von dichten Wäldern geprägte Gebiet von Monteluco zeichnet sich durch eine ausgesprochen interessante Naturlandschaft aus und bietet wunderschöne Ausblicke auf die umliegenden Gegenden, von der Valle Umbra bis hin zur Valnerina. Aufgrund des Klosters San Francesco und des Heiligen Waldes mit seiner dichten immergrünen Steineichenvegetation hat Monteluco auch eine große spirituelle Bedeutung. In der Altstadt von Spoleto, eines der schönsten Städtchen in Mittelitalien, sind sowohl deutliche Spuren der römischen Zeit als auch das mittelalterliche Stadtbild erhalten geblieben. Das bedeutendste Monument der „Stadt der zwei Welten“ ist der Dom, doch interessant sind auch die Kirche Sant´Eufemia und die Kirche Santi Giovanni e Paolo, die Abtei San Ponziano, die Kirche San Domenico, die Kirche San Nicolò und der Palazzo Comunale. Besichtigen sollte man außerdem die Kirche San Paolo Inter Vineas (10. Jh.), in der ein bedeutender Freskenzyklus aus dem Jahr 1200 zu sehen ist, und die Kirche San Pietro. Über der Stadt und der großartigen Brücke Ponte delle Torri ragt die imposante Rocca Albornoziana empor, mit deren Bau im Jahr 1352 begonnen wurde.

Rund um den Corbara-See von Orvieto nach Todi
Rennrad

ROUTE 30 - Rund um den Corbara-See von Orvieto nach Todi

Schwierigkeitsgrad
Schwierig
Höhenunterschied
2000 m
Länge
87 km
Auf den Hügeln über dem künstlichen Becken von Corbara durchqueren Sie zwei Kunststädte von weltweiter Bedeutung wie Orvieto und Todi, die von Landschaften und Landschaften von großem Naturinteresse durchdrungen sind.
Abfahrt Orvieto
Ankunft Orvieto
Länge 87 km
Höhenunterschied 2000 m
Schwierigkeitsgrad Schwierig
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen, hybridrad
Sehenswertes in dieser Gegend Orvieto, Todi, Civitella del Lago, Baschi, Corbara-See.

 
Die Strecke zeichnet sich durch zahlreiche Steigungen aus und eignet sich aufgrund des Höhenunterschieds von 2.000m auf 90km nur für erfahrene und gut trainierte Radsportler. Die Abfahrt ist gegenüber der Kirche von Ciconia, am Fuß des Felsens von Orvieto. Von hier fahren wir in Richtung Todi und Monte Peglia. 

Nach etwas mehr als 1,5 Kilometern beginnt schon der erste, 8 Kilometer lange Anstieg des Tages, der uns nach Colonnetta di Prodo bringt: Während des gut zu bewältigenden Anstiegs haben wir eine traumhafte Aussicht auf Orvieto und anschließend auf den Corbara-See. Nach ca. 4 Kilometern Abfahrt fahren wir wieder bergauf, radeln durch das Dorf Prodo und erreichen eine Höhe von 616 Metern: Wir sind jetzt inmitten einer unberührten Natur, fern ab von Straßenverkehr und störendem Lärm. Von hier beginnt die Abfahrt zum Tibertal. An der Kreuzung mit der Bundesstraße SS448 (km 37,5) biegen wir links in Richtung Todi ab.

Nach nur 300m fahren wir rechts in Richtung Todi und dann aufwärts Richtung Stadtmitte; bei Kilometer 40,5 wenden wir uns nach rechts und radeln bergab in Richtung Fiore und Izzalini, aber wer will, kann einen weiteren Kilometer bergauf bis in die Altstadt von Todi fahren, eine wirklich sehenswerte Kunststadt.

Am Ende der Abfahrt (km 43) fahren wir zunächst in Richtung Izzalini und Fiore weiter, anschließend in Richtung Montecchio und Civitella del Lago. Der über 15 Kilometer lange Anstieg, unterbrochen von kurzen Abschnitten, die abwärts führen oder nur unmerkliche Steigungen aufweisen, bringt uns bis auf 740m Höhe (km 61). Dort angekommen, wenden wir uns nach rechts und radeln bergab bis Civitella del Lago, ein bezauberndes, für seine Panorama-Lage über dem Corbara-See berühmtes Dorf.

Nach der Besichtigung der Ortschaft beginnen wir die Abfahrt Richtung Orvieto. Am Seeufer angekommen, biegen wir an der Kreuzung mit der SS448 links ab und folgen wieder den Hinweisschildern nach Orvieto.

Hinter dem Staudamm verlassen wir bei Kilometer 75 die Hauptstraße, biegen rechts ab und radeln auf einer reizvollen Strecke am Fuß des Staudamms bis zu dem kleinen Dorf Corbara (dem der See seinen Namen verdankt). Im Dorf biegen wir links in Richtung Orvieto ab und fahren auf einer leicht bergauf und bergab führenden und wenig befahrenen Straße die 10 Kilometer bis Ciconia zurück. In Ciconia kann man mit der Seilbahn bis zur Altstadt von Orvieto fahren, weltweit bekannt für den Dom, den Brunnen San Patrizio und zahlreiche weitere Meisterwerke der Kunst.


 


Orvieto, eine der berühmtesten Städte Mittelitaliens, kann sich eines Kunst- und Kulturbestandes rühmen, der zu den reichsten in Umbrien gehört. Besonders schöne Bauten sind der Dom (13. Jh.), eine der erhabensten Leistungen der italienischen Architektur, und die Kirchen San Giovenale, San Giovanni, San Lorenzo de´Arari, San Francesco (13. Jh.) und San Domenico (13. Jh.). Zu den repräsentativsten öffentlichen Gebäuden gehören: Der Palazzo Comunale, der Palazzo del Popolo, der Palazzo dei Sette und das Städtische Theater Luigi Mancinelli. Ein einzigartiges Erlebnis ist die Besichtigung des Brunnens San Patrizio, ein bautechnisches Meisterwerk. Der 62 Meter tiefe Brunnen verfügt über zwei separate spiralförmige Treppen, auf denen man zum Wasserholen bis zum Boden hinuntersteigen konnte, ohne demjenigen, der sich auf dem Weg nach oben befand, zu begegnen. Unter der Stadt verbirgt sich das unterirdische Orvieto: Eine unglaublich große Zahl an künstlichen Höhlen bilden ein verwirrendes Labyrinth aus Gängen, Tunneln und Kellern. Gleich außerhalb der Stadtmauer liegt die Etruskische Nekropole Crocifisso del Tufo (4.-5. Jh. v. Chr.) mit Grabkammern aus Tuffsteinblöcken. Entlang der Tour rund um den See lohnt sich die Besichtigung der Dörfer Prodo, Montecchio, Baschi und vor allem Civitella del Lago, berühmt für seine Panorama-Lage. Bemerkenswert sind auch die Forello-Schlucht sowie die römische Keramikfabrik aus dem 1. Jh. in Scoppieto, bedeutender römischer Produktionsort von Terrakotta-Waren, die auf dem Tiber bis zum Mittelmeer transportiert wurden.

Eine echte Kraftanstrengung auf den Passhöhen der Valnerina
Rennrad

ROUTE 27 - Eine echte Kraftanstrengung auf den Passhöhen der Valnerina

Schwierigkeitsgrad
Schwierig
Höhenunterschied
2300 m
Länge
114,5 km
Von Spoleto aus in Richtung der Gipfel des Apennin Umbro-Marchigiano, inmitten außergewöhnlicher Naturblicke durch die Valnerina und vier Anstiegen mit erheblichen Schwierigkeiten, mehr nach Länge als nach Steigungen.
Abfahrt Spoleto
Ankunft Spoleto
Länge 114,5 km
Höhenunterschied 2300 m
Schwierigkeitsgrad Schwierig
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen
Sehenswertes in dieser Gegend Spoleto, Sellano, Cerreto di Spoleto, Poggiodomo, Monteleone, Sant´Anatolia di Narco, Valnerina.


Die Route beginnt in Spoleto und führt durch die Valnerina zu den Gipfeln des umbrisch-märkischen Apennin, wobei vier ausgesprochen schwierige Anstiege zu überwinden sind (die Schwierigkeit liegt weniger in der Steigung, als in der Länge). Die Strecke bietet Ausblicke auf einzigartige Naturlandschaften und verläuft größtenteils auf einsamen Straßen, erfordert aber aufgrund der zurückzulegenden 114,5 Kilometer, des Höhenunterschieds von 2.300m und der 4 zu bewältigenden Hügel ein ausgezeichnetes Trainingsniveau. Wir starten an den Sportanlagen von Spoleto, fahren entlang der Militärzone in Richtung Via Flaminia und wenden uns am Kreisverkehr nach rechts in Richtung Stadtmitte.

An den nächsten Kreisverkehren folgen wir den Hinweisschildern nach San Giacomo und biegen in Madonna di Lugo bei Kilometer 3,5 auf der Höhe der Hinweisschilder zum Hotel Bonicerri rechts in eine Nebenstraße ein, die uns bis an den Fuß des ersten Anstiegs bringt. Bei Kilometer 6,2 biegen wir rechts Richtung Fabbreria ab und beginnen den 13 Kilometer langen Anstieg zum Spina-Pass, der ohne größere Steigungen talaufwärts führt. Am Ende der Abfahrt geht es geradeaus weiter in Richtung Sellano, bis wir an der Kreuzung mit der Bundesstraße SS319 (km 27,8) rechts Richtung Sellano abbiegen und den Anstieg in Angriff nehmen, der zum Soglio-Pass (km 31) führt.

Auf der Passhöhe angekommen, beginnen wir eine lange Abfahrt, die über Sellano, eines der vom Erdbeben des Jahres 1997 am stärksten betroffenen Dörfer, bis Borgo Cerreto und zur Kreuzung mit der SS209 Valnerina führt. Hier sollten wir die Gelegenheit nutzen, am Fluss Nera eine erfrischende Rast einzulegen, da die folgenden Kilometer auf einer fast vollkommen abgelegenen Straße mitten durch einen Buschwald führen. An der Kreuzung mit der Bundesstraße Valnerina (km 46) fahren wir links Richtung Visso und an der nächsten Kreuzung rechts in Richtung Monteleone di Spoleto; jetzt beginnt der lange Anstieg zum Pass von Gavelli, der zwar in einigen Abschnitten bergab führt und auf ebenem Gebiet verläuft, insgesamt aber immerhin 15 Kilometer lang ist.

Die ersten Steigungen sind am härtesten, bieten aber rechter Hand einen großartigen Blick auf die Valnerina und auf Cerreto di Spoleto (Foto oben). Die nächsten Kilometer schlängeln sich mitten durch einen Wald, in dem vollkommene Stille herrscht. Bei Kilometer 64,5 treffen wir auf das Dorf Poggiodomo, die kleinste Gemeinde Umbriens, und bei Kilometer 69,5 wenden wir uns nach rechts in Richtung Spoleto und Gavelli und nehmen die letzten Steigungen des Anstiegs in Angriff (wenn wir dagegen links abbiegen und wenige Kilometer weiterradeln, können wir die Ortschaft Monteleone di Spoleto besichtigen).

Am Ende der Abfahrt stoßen wir hinter dem Ort Sant´Anatolia di Narco wieder auf die SS209, auf der wir zunächst Richtung Visso fahren, sie aber bei Kilometer 93,5 wieder verlassen und links Richtung Piedipaterno abbiegen. Hier beginnt der letzte Anstieg des Tages, der nach Forca di Cerro führt. Wir erreichen die Passhöhe bei Kilometer 103 und müssen von hier nur noch bergab Richtung Spoleto radeln und den Hinweisschildern zu den Sportanlagen folgen, die wir bei Kilometer 114,5 erreichen.

 


Bemerkenswert neben der Altstadt von Spoleto und der Rocca Albornoz (schon beschrieben bei Route Nr. 26) ist der Ausblick von den Anhöhen der Valnerina auf die traumhaft schönen Landschaften, durch die sich der Fluss Nera mit seinem klaren Wasser schlängelt. Auch ein Besuch des hübschen, an einen Hang geschmiegten Dorfes Cerreto di Spoleto lohnt sich. In der Altstadt, die ihr mittelalterliches Erscheinungsbild erhalten hat, kann man interessante Kirchengebäude besichtigen, darunter das ehemalige Kloster San Giacomo, heute Sitz des historischen Gemeindearchivs und des Cedrav (Dokumentationszentrum für anthropologische Studien in der Valnerina und der umbrischen Apenninkette). Sehenswert sind auch die Kirche Santa Maria De Libera aus der Renaissance-Zeit, die Kirche Santa Maria Annunziata und die Burgkirche. Besonders reizvoll ist die Ortschaft Monteleone di Spoleto: Ihr Schmuckstück ist die etruskische Biga, ein aus dem 6. Jh. v. Chr. stammendes wertvolles archäologisches Fundstück, das 1902 in einer Nekropole wenige Kilometer vom Dorf entfernt in einem Hügelgrab entdeckt wurde. Die kostbare Biga ist heute im Metropolitan Museum in New York ausgestellt, während in Monteleone eine Kopie in Realgröße zu sehen ist. Besichtigen sollte man auch Poggiodomo, die kleinste Gemeinde Umbriens, und vor allem die befestigten Dörfer Caso, Sant´Anatolia di Narco und Vallo di Nera.
 

Auf den Monti Martani und in der Stadt der Zwei Welten
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ROUTE 26 - Auf den Monti Martani und in der Stadt der Zwei Welten

Schwierigkeitsgrad
Schwierig
Höhenunterschied
1200 m
Länge
83,5 km
Zwischen Wäldern, Weinbergen, Olivenhainen, Weizenfeldern und Sonnenblumen, auf einem wallonischen Weg, der von Spoleto zu den Hügeln der Martani Mountains führt und Dörfer von großem historischen und künstlerischen Interesse berührt.
Abfahrt Spoleto
Ankunft Spoleto
Länge 83,5 km
Höhenunterschied 1200 m
Schwierigkeitsgrad Schwierig
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen, hybridrad
Sehenswertes in dieser Gegend Spoleto, Castel Ritaldi, Giano dell´Umbria, Monti Martani, Massa Martana, Acquasparta.


Diese Route beginnt, ebenso wie die folgende, an den Sportanlagen von Spoleto und verläuft auf den Hügeln der Monti Martani im Zentrum von Umbrien. Die Strecke führt bergauf und bergab und bindet nicht nur historisch-kulturell ausgesprochen interessante Dörfer wie Giano dell´Umbria und Massa Martana ein, sondern auch zahlreiche interessante Naturlandschaften und Ausblicke auf die für diese Gegend der Region typischen Wälder, Weinberge, Olivenhaine und großen Sonnenblumenfelder. 

Von den Sportanlagen Spoletos fahren wir entlang der Militärzone in Richtung Via Flaminia und biegen am Kreisverkehr links in Richtung Castel Ritaldi ab. An der Ampel fahren wir rechts auf eine der wenigen verkehrsreichen Straßen dieser Route und kommen bei Kilometer 3 in San Venanzo an, wo wir uns nach rechts in Richtung Protte wenden und den Verkehr hinter uns lassen. Hinter Protte biegen wir an der Kreuzung mit der Provinzstraße SP457 links ab: Wir fahren durch Beroide und Castel San Giovanni und erreichen bei Kilometer 14 Bruna; hier beginnt der kurze Anstieg, der uns zum Dorf Castel Ritaldi bringt.

Am Ende der Abfahrt geht es an der Kreuzung geradeaus weiter. Während wir zwischen Olivenhainen und Weizenfeldern bergauf Richtung Torregrosso und Colle del Marchese radeln, können wir einen herrlichen Ausblick auf die Valle Umbra genießen. Am Ende der Abfahrt fahren wir in Bivio Moscardini links auf die SP451 und nach wenigen Metern wieder links in Richtung Giano dell´Umbria, wo wir nach einem ca. 5 Kilometer langen Anstieg bei Kilometer 30 ankommen. Weiter geht es in Richtung Monte Cerreto; wir radeln auf einer kurvenreichen Straße, die sich am Fuß des Monte Martano durch Olivenhaine und einen dichten Pinienwald schlängelt und an der faszinierenden Burg Castagnola vorbeiführt. An der Kreuzung mit der Bundesstraße SS316 biegen wir links in Richtung Massa Martana ab.

Wir fahren wieder leicht bergauf bis zum Pass von Viepri (km 42), von dem es dann bergab nach Massa Martana geht (Foto oben). Hier können wir eine Rast einlegen und den Ort besichtigen. Anschließend fahren wir parallel zu den Überresten der Antiken Via Flaminia weiter bergab bis Massa Martana Scalo, wo wir links abbiegen Richtung Acquasparta.

In Acquasparta angekommen (km 59) folgen wir den Hinweisschildern nach Spoleto und beginnen auf der Regionalstraße SR418 den anspruchsvollsten, ca. 6 Kilometer langen Anstieg des Tages, der uns durch einen Wald bis zum Pass von Firenzuola bringt. Von hier radeln wir abwärts in Richtung Spoleto, fahren durch Baiano, um etwas Verkehr zu vermeiden, und biegen an den Toren von Spoleto bei Kilometer 81,4 links in die schmale Straße ein, die am Kanal entlang nach San Nicolò führt. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab, überqueren an der Ampel die Hauptstraße, fahren geradeaus in die Via Visso und radeln dann auf demselben Weg wie bei Beginn der Route zurück zu den Sportanlagen..

 


In der Altstadt von Spoleto, eines der schönsten Städtchen in Mittelitalien, sind sowohl deutliche Spuren der römischen Zeit als auch die mittelalterliche Struktur erhalten geblieben. Das bedeutendste Monument der „Stadt der zwei Welten“ ist der Dom, doch interessant sind auch die Kirche Sant´Eufemia und die Kirche Santi Giovanni e Paolo, die Abtei San Ponziano und die Kirche San Domenico. Besichtigen sollte man außerdem die Kirche San Paolo Inter Vineas (10. Jh.), in der ein bedeutender Freskenzyklus aus dem Jahr 1200 zu sehen ist, und die im 5. Jh. gebaute Kirche San Pietro mit ihrer prächtigen romanischen, aus Stein gehauenen Fassade, die mit einzigartigen Basreliefs geschmückt ist. Über der Stadt ragt die imposante Rocca Albornoz empor, mit deren Bau im Jahr 1352 begonnen wurde. Sehenswert in der Umgebung ist der "heilige Wald" von Monteluco mit seiner dichten immergrünen Steineichenvegetation, ein interessantes Naturphänomen voller Spiritualität. In der Ortschaft Massa Martana, in deren Nähe noch viele Überreste aus der römischen Zeit zu finden sind, sollte man die Kirche San Felice, die dem Schutzpatron der Stadt geweiht ist, die Kirche San Sebastiano und den Palazzo Comunale des 16. Jh. besichtigen. Die bezaubernden, an den Hängen der Monti Martani liegenden Dörfer Gualdo Cattaneo, Castel Ritaldi, Giano dell´Umbria und Monteccio sind ebenfalls einen Besuch wert.
 

Kaum Ebene zwischen dem Nestore Flusstal und dem Monte Peglia
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ROUTE 25 - Kaum Ebene zwischen dem Nestore Flusstal und dem Monte Peglia

Schwierigkeitsgrad
Schwierig
Höhenunterschied
1600 m
Länge
94 km
Überqueren Sie das Nestore-Tal bis zum Monte Peglia und radeln Sie in einer hügeligen und überwiegend zerklüdigten Landschaft zwischen kleinen Dörfern und Burgen im Grünen Herzen Italiens.
Abfahrt Marsciano
Ankunft Marsciano
Länge 94 km
Höhenunterschied 1600 m
Schwierigkeitsgrad Schwierig
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen
Sehenswertes in dieser Gegend Marsciano, Compignano, Montegabbione, Montegiove, Monte Peglia.

 

Diese Route ist mit ihrem Höhenunterschied von 1.600m auf 94km eine der anspruchsvollsten unter den in diesem Radwanderführer vorgeschlagenen Radtouren. Angesichts der Tatsache, dass sie fast ständig bergauf und bergab und fast nie in der Ebene verläuft, sind eine angemessene Gangschaltung und eine ausgezeichnete Kondition erforderlich. Wir wollten die Route jedoch nicht ausschließen, da sie durch eine herrliche Landschaft führt, die vor allem im Nestore Flusstal und zwischen Piegaro und dem Monte Peglia traumhaft schön ist: Hier schlängelt sich die Straße durch Wälder und durch Gebiete, in denen die Präsenz des Menschen kaum wahrnehmbar ist.

Wir starten am Sportzentrum von Marsciano, ein für die Ziegelverarbeitung bekannter Ort, und fahren zunächst Richtung San Venanzo und anschließend Richtung Stadtmitte; hier biegen wir links ab und radeln auf der Provinzstraße SP376 in Richtung Migliano und Morcella. An der Abzweigung nach Morcella fahren wir links in Richtung Migliano und dann auf der SP340 bergauf bis zur Abzweigung nach Mercatello, wobei wir durch eine überwiegend ländlich geprägte Hügellandschaft radeln.

Bei Kilometer 11 biegen wir rechts nach Mercatello ab und kommen an der antiken Brennerei von Compignano vorbei. Nachdem wir das Dorf hinter uns gelassen haben, müssen wir einen ziemlich anspruchsvollen, ein Kilometer langen Anstieg überwinden und kommen bei Kilometer 19 am Fuß der Ortschaft Spina an. Wir radeln weiter in Richtung Castiglione della Valle und von dort auf der Bundesstraße SS220 in Richtung Tavernelle; die Straße ist verkehrsreich, deshalb Vorsicht. Hinter Tavernelle geht es geradeaus weiter bis Kilometer 43, wo wir links Richtung Piegaro abbiegen und den Anstieg beginnen, der uns nach Monteleone di Orvieto führt.

Von hier kommen wir nach einer steilen Abfahrt und einem ebenso steilen Anstieg zur Ortschaft Montegabbione, in der wir eine Rast einlegen können. Anschließend fahren wir links auf die SP57 Richtung Montegiove. Die abgelegene Provinzstraße verläuft kilometerlang durch grüne Landschaften fern ab vom Straßenverkehr. Dies ist der schwierigste Teil der Strecke, da mehrere Bergauf- und Bergab-Abschnitte und vor allem die Anstiege nach Montegiove (Foto oben) und Pornello zu bewältigen sind, doch die Schönheit der Landschaft ist wirklich atemberaubend.

Bei Kilometer 76 endet der Anstieg, der von Pornello fast bis zum Gipfel des Monte Peglia führt. Hier wenden wir uns nach rechts in Richtung San Venanzo und Marsciano. Nach einem Kilometer biegen wir an der Kreuzung mit der SS317 links Richtung Marsciano ab und radeln über San Venanzo 15 Kilometer bergab zum Ausgangspunkt zurück. Wer dagegen noch etwas Kraft in den Beinen hat, kann rechts abbiegen und die letzten sieben Kilometer des Anstiegs bis zum Monte Peglia zurücklegen. Von hier fahren wir auf derselben Straße wieder zurück bis Marsciano.

 


Sehenswert sind vor allem die schönen Naturlandschaften der Hügel im Zentrum Umbriens und des Monte Peglia, von dem man einen großartigen Rundblick über die gesamte Region genießen kann. In Marsciano sollte man die Pfarrkirche San Giovanni Battista, Schutzpatron der Stadt, den im Jahr 1871 errichteten Palazzo Comunale, das Theater della Concordia und den prachtvollen Palazzo Battaglia mit Dekorationen des futuristischen Malers Geraldo Dottori besichtigen. In Marsciano, wichtigstes umbrisches Ziegelproduktionszentrum, befindet sich auch das Dynamische Museum der Ziegel und der Terrakotta. Dieses über das gesamte Territorium verteilte Museum bindet alle Orte der Bauern-, Handwerks- und Industriekultur ein. Beachtenswert entlang der Route sind sowohl die antiken befestigten Burgen Montegabbione, Monteleone di Orvieto und Montegiove, als auch die kleinen bewohnten Ortschaften Pornello und San Venanzo. In der Nähe von Montegiove liegt das bezaubernde franziskanische Kloster Scarzuola, gegründet vom hl. Franz von Assisi im Jahr 1218.
 

Die einzigartige Atmosphäre des umbrisch-märkischen Apennin
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ROUTE 22 - Die einzigartige Atmosphäre des umbrisch-märkischen Apennin

Schwierigkeitsgrad
Schwierig
Höhenunterschied
1550 m
Länge
82 km
Von einem bezaubernden mittelalterlichen Zentrum wie Montone bis zu den Gipfeln des Appennino Umbro-Marchigiano, in einer faszinierenden anspruchsvollen Route, umgeben von grün und geschichtsträchtigen.
Abfahrt Montone
Ankunft Montone
Länge 82 km
Höhenunterschied 1550 m
Schwierigkeitsgrad Schwierig
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen
Sehenswertes in dieser Gegend Montone, Città di Castello, Pietralunga.


Diese Route beginnt in Montone, einem reizenden mittelalterlichen Dorf, in dem auch heute noch der Zauber einer geschichtsträchtigen Vergangenheit zu spüren ist. Hinter Città di Castello führt die Tour zu den Gipfeln des umbrisch-märkischen Apennin und beinhaltet zwei ausgesprochen schwierige Anstiege. Die eingebundenen Orte sind wirklich außergewöhnlich, doch aufgrund ihres Schwierigkeitsgrads eignet sich diese Route nur für erfahrene Radsportler mit einer ausgezeichneten Kondition. Darüber hinaus ist eine angemessene Gangschaltung unerlässlich, da der in Apecchio beginnende Anstieg Abschnitte mit Steigungen von über 10% aufweist.

Wir starten am Stadion von Montone gleich außerhalb der Stadtmauer und radeln auf einer schattigen und serpentinenreichen Straße abwärts in Richtung Montecastelli und Città di Castello. An der Kreuzung mit der Bundesstraße SS3/bis fahren wir rechts Richtung Città di Castello, wo wir nach 17 Kilometern auf einer überwiegend flachen Straße ankommen.

In der Peripherie der Stadt biegen wir rechts in Richtung Pietralunga und sofort anschließend links ab und folgen den Hinweisschildern zum Krankenhaus, wodurch wir den Stadtverkehr von Città di Castello vermeiden. Den Hinweisschildern zum Krankenhaus folgend erreichen wir die SS257, die nach Fano führt.

Am Kreisverkehr biegen wir rechts ab und beginnen den Anstieg von Bocca Serriola, der zwar sehr lang ist, aber keine Steigungen über 6% aufweist. Von der Passhöhe, die die Grenze zwischen Umbrien und den Marken markiert, radeln wir bergab zum Tal des Wildbachs Biscubio und bis Apecchio (km 45), wo wir uns nach links in Richtung Pietralunga wenden: Jetzt beginnt der Streckenabschnitt, der uns durch die wildeste und faszinierendste Natur führt, gleichzeitig aber auch der schwierigste Teil der Route ist. Der zweite Anstieg der Radtour schlängelt sich über Wiesen und durch dichte Wälder und hat Abschnitte mit Steigungen über 10%, die ein ausgezeichnetes Trainingsniveau und eine erstklassige Gangschaltung erfordern. 

Der Anstieg endet bei Kilometer 54, doch vor der Talfahrt müssen wir noch 3 Kilometer leicht bergauf und bergab radeln, bis dann bei Kilometer 57,5 die eigentliche Abfahrt beginnt. Der erste Kilometer ist steil und sehr technisch und erfordert deshalb besondere Vorsicht. Bei Kilometer 58 biegen wir rechts auf die Provinzstraße SP201 ab; jetzt wird die Abfahrt wieder sanfter und nach 5 Kilometern erreichen wir Pietralunga. Von hier geht es geradeaus weiter in Richtung Umbertide. Die Straße verläuft weiterhin durch Wälder und führt immer sanft abwärts, was die Rückkehr nach Montone erleichtert. Bei Kilometer 78,5 verlassen wir die Hauptstraße und fahren rechts nach Montone, wo wir nach 3 Kilometern auf einer schattigen und nicht sehr stark ansteigenden Straße ankommen. Wir möchten darauf hinweisen, dass der mittlere Streckenabschnitt dieser Route fern von bewohnten Gegenden verläuft, weshalb man immer ein Fahrrad-Reparaturset dabeihaben sollte.

 


Wunderschön ist die auf einem Hügelgipfel liegende Altstadt von Montone, eine der „Schönsten Ortschaften Italiens“. Das bedeutendste Gebäude des Städtchens ist die einschiffige Kirche San Francesco (14. Jh.) mit einer polygonalen Apsis. Das ebenfalls in der Altstadt liegende ehemalige Kloster Santa Caterina beherbergt das Städtische Geschichtsarchiv, das aufgrund seines reichen Dokumentenbestandes eines der wichtigsten in ganz Umbrien ist. Ein weiteres bedeutendes Kirchengebäude ist die Pieve San Gregorio. Sie wurde um das Jahr 1.000 in romanisch-byzantinischem Stil erbaut und ist somit die älteste Kirche in Montone. Gleich außerhalb des Städtchens lohnt sich die Besichtigung der Rocca d´Aries, eine imposante, vor kurzem instand gesetzte Burg. Sehenswert sind auch der antike, zwischen Wäldern eingebettete Ortskern von Pietralunga und der ganz in der Nähe liegende Komplex Candeleto, eine weitläufige, gut ausgestattete Struktur im Grünen mit Campingplatz und allen Serviceleistungen für Erfrischung und Rast. In Candeleto befindet sich auch das Naturwissenschaftliche Museum mit einer bedeutenden vogelkundlichen Sammlung.

Eine harte Strecke vom Tiber zum Trasimenischen See
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ROUTE 21 - Eine harte Strecke vom Tiber zum Trasimenischen See

Schwierigkeitsgrad
Schwierig
Höhenunterschied
1380 m
Länge
70 km
Vom Tiber bis zum Trasimeno-See, einer der faszinierendsten Wasserlandschaften des Grünen Herzens Italiens, auf einer anspruchsvollen Route, um zeitlose Naturschönheiten zu entdecken.
Abfahrt Umbertide
Ankunft Umbertide
Länge 70 km
Höhenunterschied 1380 m
Schwierigkeitsgrad Schwierig
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen
Sehenswertes in dieser Gegend Umbertide, Castel Rigone, Trasimenischer See, Montone.

 

Diese Tour beginnt, wie schon Route Nr. 2, an der Piazza Mazzini in der Stadtmitte von Umbertide und führt über zwei anspruchsvolle Anstiege vom Tibertal bis zum Trasimenischen See. Die Straßen, auf denen wir hier radeln, sind fast vollkommen ohne Verkehr und unsere Anstrengung wird mit herrlichen Ausblicken belohnt. Die zurückzulegende Distanz ist zwar nicht übermäßig groß, doch die zwei langen, wenn auch nicht sehr steilen Anstiege (Colle Campana und Gosparini-Pass) erfordern ein sehr gutes Trainingsniveau.

Wir verlassen Umbertide in Richtung Città di Castello, biegen schon nach 600m links Richtung Castel Rigone und Preggio ab und nehmen die ersten Steigungen in Angriff, die uns nach 15km zum 750m hoch gelegenen Colle Campana bringen. Mit Ausnahme des letzten, zum Gipfel führenden Abschnitts ist der Anstieg nicht sehr steil und wird auf halbem Weg sogar von zwei Kilometern Abfahrt unterbrochen. Am Ende des Anstiegs angekommen, können wir einen großartigen Ausblick genießen: Links auf den Monte Tezio und den umbrisch-märkischen Apennin, rechts auf den Trasimenischen See bis zum Monte Amiata. Die Straße geht weiter bergauf und bergab, wobei wir auch zwei recht anspruchsvolle Steigungen bewältigen müssen. Bei Kilometer 18 erreichen wir dann die Ortschaft Castel Rigone, in der wir eine kurze Erfrischungsrast einlegen können, bevor wir die Panorama-Abfahrt in Angriff nehmen, die bis zur Uferstraße des Trasimenischen Sees führt

Am Ende der Abfahrt (km 27) wenden wir uns nach rechts in Richtung Passignano, fahren dann auf der Bundesstraße SS75/bis weiter nach Tuoro, wo wir rechts abbiegen und den Hinweisschildern nach Umbertide und Lisciano Niccone folgen. Von hier beginnen wir den 6km langen Anstieg, der zum Gosparini-Pass führt. Im Anschluss an die obligatorische Pause auf der Passhöhe, um den phantastischen Blick auf den Trasimenischen See zu genießen, fahren wir bergab in Richtung Lisciano Niccone und biegen am Ende der Abfahrt (km 49) links in Richtung Umbertide ab. Wir radeln jetzt im Tal des Niccone, das sich durch die geometrisch angeordneten und ganz unterschiedlich bestellten Felder auszeichnet.

In Mengaccini (km 51) können wir an einem rechts liegenden Trinkbrunnen unsere Wasserflaschen auffüllen, was wir später auch wieder in Niccone bei Kilometer 66,5 tun können. Von hier biegen wir rechts auf die SS3/bis ab und radeln die knapp 4 Kilometer bis zum Ausgangspunkt zurück. Wer die Radtour aber noch verlängern möchte, kann in Niccone links in Richtung Città di Castello fahren. Ca. ein Kilometer hinter Montecastelli verlässt man die SS3/bis und fährt rechts bergauf zu dem mittelalterlichen Städtchen Montone, das man über eine serpentinenreiche Straße nach ca. 4 Kilometern erreicht: Die Schönheit und der Charme dieses antiken Dorfes lohnen sicherlich die zusätzliche Anstrengung. Von hier folgt man dann den Hinweisschildern nach Umbertide und radelt die größtenteils bergab führenden knappen 10 Kilometer bis zum Ausgangspunkt zurück.

 


Abgesehen von der Altstadt Umbertides, die schon bei Route Nr. 2 beschrieben wurde, zeichnet sich diese Radtour durch die wunderschöne Natur aus: Auf der Fahrt kann man sowohl die typische Berglandschaft von Colle Campana und Castel Rigone als auch das Panorama des Trasimenischen Sees genießen. In Castel Rigone sollte man die Wallfahrtskirche Maria Santissima dei Miracoli besichtigen, die gegen Ende des 15. Jh. von einem Schüler Bramantes errichtet wurde und als eines der besten Beispiele der umbrischen Renaissance-Architektur gilt. In der direkt am Seeufer liegenden Ortschaft Tuoro verläuft der historische Lehrpfad der berühmten "Schlacht am Trasimenischen See", die im Jahr 217 v. Chr. zwischen Römern und Karthagern stattfand. Dieser Pfad rekonstruiert die wichtigsten Phasen der Niederlage der römischen Armee gegen Hannibals Karthager.

Narni, die Familie der Albornoz und die römischen Ruinen von Ocricolum
Rennrad

ROUTE 20 - Narni, die Familie der Albornoz und die römischen Ruinen von Ocricolum

Schwierigkeitsgrad
Mittel
Höhenunterschied
800 m
Länge
43 km
Von Narni, dem alten und charmanten Narnia, bis zu den Hügeln der äußersten südwestlichen Spitze Umbriens, die andere alte Dörfer wie Otricoli, Calvi dell'Umbria und Poggio berühren.
Abfahrt Narni
Ankunft Narni
Länge 43 km
Höhenunterschied 800 m
Schwierigkeitsgrad Mittel
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen, hybridrad
Sehenswertes in dieser Gegend Narni, Otricoli, Calvi, Poggio, Burg von Narni.


Die Route beginnt in Narni, einem Städtchen mit einer über 3.000 Jahre alten Geschichte, das 299 v. Chr. von den Römern erobert wurde und den Namen Narnia erhielt. Sie verläuft zwischen den ruhigen Hügeln des südwestlichen Zipfels von Umbrien und bindet noch weitere antike Dörfer wie Otricoli, Calvi dell´Umbria und Poggio ein. Die Abfahrt ist an der Rocca Albornoz, ein antiker, Mitte des 14. Jh. errichteter Vorposten auf der höchsten Stelle des Bergsporns, auf dem sich die Stadt erhebt. Von hier fahren wir abwärts in Richtung Stadtmitte und dann links bis zu dem kleinen Dorf Testaccio, das wir bei Kilometer 2,5 erreichen. Weiter geht es in Richtung Rom bis zur Kreuzung mit der Bundesstraße SS3 (km 6,5), an der wir wieder Richtung Rom links abbiegen. Auf dieser Straße radeln wir bergauf und bergab bis Kilometer 14 und fahren dann links zur antiken Ortschaft Otricolo; sie ist berühmt für die Ausgrabungsstätte Ocricolum, eine römische Stadt, die sich entlang des Tibers am Hafen des Öls entwickelte und deren Überreste überwiegend aus dem augusteischen Zeitalter stammen.

Wir lassen die Stadtmitte hinter uns, biegen links ab und folgen den Hinweisschildern nach Calvi dell´Umbria: Nachdem wir einige abwärts führende Serpentinen bewältigt haben, beginnen wir bei Kilometer 17 den Anstieg nach Calvi, wo wir bei Kilometer 24,5 ankommen und eine Rast einlegen können. Wenn wir durch die Gassen des Dorfes radeln, sehen wir nicht nur viele künstlerische und historische Bauwerke, sondern auch zahlreiche, Christi Geburt darstellende Murals von bekannten italienischen und ausländischen Künstlern, die seit 1982 jedes Jahr nach Calvi kommen, um die Wände der alten Häuser des Ortes mit Fresken zu bemalen. Diese Wandgemälde brachten dem Städtchen den Titel „Stadt der Krippen“ ein. Von Calvi fahren wir auf der Provinzstraße SP18 Richtung Narni und radeln mehrere Kilometer durch eine stille, fast surreal wirkende Waldlandschaft. Bei Kilometer 30 gelangen wir in das Dorf Poggio (Foto oben) und fahren weiter bis zur Kreuzung mit der SS3 (km 37); hier wenden wir uns nach rechts in Richtung Narni und fahren auf derselben Straße zurück, die wir schon am Anfang der Route genommen haben. Wir lassen Testaccio hinter uns und erreichen bei Kilometer 42 die Tore von Narni: Bevor man rechts abbiegt und den Anstieg beginnt, der zur Rocca führt (km 43), sollte man unbedingt in die Stadtmitte fahren, um die Sehenswürdigkeiten des Ortes zu besichtigen. Aufregende Überraschungen bieten die unterirdischen Gänge von Narni: Aquädukte, Zisternen, Gänge, Krypten und sogar der Folterraum des Inquisitionsgerichts mit einer Zelle, in der noch von den auf ihre Verurteilung wartenden Gefangenen eingeritzte Graffiti zu sehen sind.

 


Ein absolutes Muss ist der historische Ortskern von Narni mit seinen in 3.000 Jahren Geschichte angesammelten Schätzen. Aus der römischen Zeit sind noch die Brücken Ponte di Augusto und Ponte di Cadona sowie das Aquädukt Formina erhalten. Aus dem Mittelalter stammen dagegen Bauwerke wie die Kathedrale San Giovenale und die Kirchen San Domenico und Santa Maria Inpensole. Großartig ist die Piazza dei Priori, an der sich der schlichte Palazzo del Podestà und die Loggia dei Priori mit der bezaubernden Loggia dei Banditori erheben. Über der Stadt ragt die Rocca Albornoz empor, die in der zweiten Hälfte des 14. Jh. auf Wunsch des Kardinals Albornoz errichtet und vor kurzem restauriert wurde. Bemerkenswert ist auch das unterirdische Narni. Besichtigt werden können Aquädukte, Zisternen, Gänge, Krypten und sogar der Folterraum des Inquisitionsgerichts: Eine geheimnisvolle Landschaft im Herzen der Stadt, Ziel einer Reise durch die Geschichte, die Kunst und die Kultur vergangener Zivilisationen. In Otricoli sollte man die archäologische Ausgrabungsstätte Ocricolum besichtigen, eine römische Stadt, die sich am Hafen des Öls entlang des Tibers entwickelte. Fast der ganze Komplex der noch sichtbaren Überreste stammt aus dem augusteischen Zeitalter: Ein Theater, ein Amphitheater und eine imposante Bogenkonstruktion, die vielleicht eines der wichtigsten Monumente der Stadt trug, das Kapitol. In Calvi dell´Umbria sind schöne Murals mit Krippendarstellungen zu sehen.