Stadt

Valfabbrica


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GESCHICHTE
Der Ursprung der Burg von Valfabbrica ist eng mit den Ereignissen um die benediktinische Abtei Santa Maria in „Vado Fabricae" verknüpft. Die Benediktiner gründeten diese schon seit dem Jahr 820 dokumentierte Abtei am Ufer des Chiascio an der Stelle, an der die Furt Assisi und Gubbio verband. Die antike Abtei war so mächtig, dass sie mit den größten benachbarten Feudalherren konkurrieren konnte. Während des Mittelalters wurde das Gebiet lange Zeit von den nahe gelegenen Städten Perugia, Assisi und Gubbio umkämpft. Im 16. Jh. wurde es definitiv in die Herrschaftsgebiete des Kirchenstaats eingegliedert, unter dessen Regierungsgewalt es, abgesehen von der napoleonischen Zeit, bis zur Gründung des Königreichs Italien (1860) blieb.
KUNST, KULTUR, NATUR
Von der mittelalterlichen Burg im historischen Ortskern sind noch schöne Mauern des 13. Jh. und der gewaltige Wachturm erhalten. Innerhalb der Burg kann man die Kirche San Sebastiano, ein ehemaliges Oratorium, besichtigen, deren Innenraum im 16. Jh. restauriert wurde. Außerhalb der Burg steht die kleine, zwischen 1634 und 1636 errichtete Kirche Madonna di Foce mit einer großen Terrakotta-Rosette auf der Fassade und die moderne Kirche Santa Maria Assunta mit mehrfarbigen Kirchenfenstern und Leinwandgemälden des 16. und 17. Jh. Zum Gemeindegebiet gehört auch die bekannte Burg in dem kleinen von den Umbrern gegründeten Dorf Casacastalda. Sehenswert sind die drei Zugangstore (Porta Perugina, Porta Eugubine und Porta del Giglio), durch die man in das malerische Dorf mit seinen kleinen Gassen, antiken Steinhäusern und engen Durchgängen gelangt. Sehr interessant ist die Kirche Madonna Assunta, die ein Triptychon von 1478 von Matteo da Gualdo, eine Orgel des 18. Jh. und eine vom Maler Alessandro Bianchini dekorierte Apsis beherbergt. In der hübschen Wallfahrtskirche Madonna dell´Olmo sind zahlreiche Fresken der umbrischen Schule (datiert 1486-1488) und von Matteo da Gualdo zu sehen. In dem befestigten Weiler Giomici kann man die Burg und die Kirche San Michele Arcangelo besichtigen. Tiefe Spiritualität prägt den Franziskanischen Friedenspfad Assisi-Gubbio, der für Naturliebhaber von großem Interesse ist. Die ca. 40 km lange Strecke (zwischen den Wäldern von Assisi und Valfabbrica, zwischen der Burg von Giomici und dem Monte della Biscina, entlang dem Tal des Chiascio) wurde rund um die klassischen Elemente der Natur geplant und realisiert: Wasser, Holz und Stein, und kann nur zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.