Assisi

Das Eremo delle Carceri

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Das Eremo delle Carceri ist ein malerischer Klosterbau, der oberhalb von Assisi am Monte Subasio liegt. Das Eremo liegt um eine Höhle herum, in die sich Franziskus zum Beten zurückzog. 1215 wurde ihm dieser Ort von den Benediktiner vermacht. Im Vergleich zur ursprünglichen Architektur wurde das Eremo im 15. Jahrhundert auf Wunsch von Bernhardin von Siena erweitert.


Man tritt zunächst ein in einen kleinen dreieckigen Innenhof mit einem Brunnen in der Mitte. Die Legende erzählt, dass das Wasser durch ein Wunder von Franziskus entsprang. Von der Brüstung des Hofes hat man einen herrlichen Blick über eine Schlucht des Subasio, die sich zur Ebene von Spoleto hin öffnet.

Gegenüber befindet sich die Kirche aus dem 15. Jahrhundert, in der sich über dem Altar ein Fresko aus dem 15. Jahrhundert der umbrisch-senesischen Schule (Die Kreuzigung) und ein weiteres Fresko aus dem 16. Jahrhundert mit dem Wappen der Monti di Pietà befindet. An der hinteren Wand kann man ein kleines französisches Glasfenster aus dem 14. Jahrhundert bewundern. Durch ein kleines Eisentor kommt man in die winzige Kirche, die der Hl. Maria delle Carceri gewidmet ist, dem Herzen des Klosters. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um eine Höhle, die zur Kapelle umfunktioniert wurde: über dem Altar sieht man ein schönes Fresko, Die Madonna mit dem Kind und demr Hl. Franziskus aus dem 16. Jahrhundert und darüber eine Kreuzigung aus dem 13. Jahrhundert.

Auf der rechten Seite führt eine Treppe und ein paar winzig kleine Türen zu der Höhle des hl. Franziskus, die in zwei Räume unterteilt ist: in einem befindet sich eine Bett aus Stein, auf dem der Heilige schlief, im anderen ein Stein an der rechten Wand auf dem Franziskus wahrscheinlich meditierte und betete. Durch eine weitere Türe gelangt man ins Freie: auf der Wand, die die Höhle abschließt kann man ein ausgeblichenes Fresko aus dem 14. Jahrhundert sehen, auf dem die berühmte Vogelpredigt dargestellt ist: die Legende erzählt, dass die Vögel sich auf einer jahrhundertalten Steineiche niederließen, um dem Heiligen zuzuhören. Eine Wand verdeckt eine Felsspalte, das sogenannte Teufelsloch, in das der Teufel gestürzt sei, nachdem er durch die Gebete des Heiligen besiegt worden war. Daneben befindet sich der sogenannte trockene Graben, dessen Wasser auf Wunsch von Franziskus versiegt sei, um die Gebete der Mönche nicht zu stören.

Wenn man dem Weg weiter folgt, gelangt man schließlich zu einer Bronzestatue von Vincenzo Rosignoli, die Franziskus darstellt, wie er die Täubchen befreit. Hier beginnt der „Viale di San Francesco", der Franziskusweg, ein malerischer Spazierweg durch den Wald, in dem sich mehrere Kultstätten befinden. Darunter auch die Höhle von Beato Leone, zu der man über einen Treppenweg gelangt, die Höhle von Bernardo da Quintavalle und von Andreas von Spello. Über eine Brücke gelangt man zu der Kapelle der Hl. Maria Magdalena, wo seit 1477 Barnaba Manassei, der Gründer der Monti di Pietà, begraben ist.