Stadt

Stroncone


Fremdenverkehrsamt
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GESCHICHTE
Die ersten gesicherten Dokumente, in denen Stroncone erwähnt wird, stammen aus dem Jahr 1012, als das Gebiet der Abtei Farfa geschenkt wurde. Die Einwohner akzeptierten die Eingliederung von Stroncone in die Besitztümer der Kirche (1192), da sie bei den Kämpfen zwischen den Anhängern des Papstes (Guelfen) und den Anhängern des Kaisers (Ghibellinen) immer auf der Seite der Guelfen standen. Am Ende der wirren Ereignisse, die das Ende des Mittelalters und den Beginn der Renaissance bestimmten, wurde der Ort dem Kirchenstaat einverleibt, unter dessen Herrschaft er bis zur Gründung des Königreichs Italien blieb.
KUNST, KULTUR, NATUR
Der historische Ortskern hat sein bezauberndes mittelalterliches Erscheinungsbild erhalten, das von den charakteristischen engen, gewundenen Gassen, den wundervollen Steinportalen und einem antiken, gleich nach der schönen Porta del Borgo innerhalb der Stadtmauer gelegenen Brunnen geprägt ist. Am Dorfeingang befinden sich ein monumentaler, architektonisch  eleganter und ausgefeilter Brunnen des 17. Jh. mit einem dreieckigen Bogenfeld in der Mitte, das Oratorium S. Giovanni Decollato und die Kollegialkirche S. Nicolò mit einer linearen romanischen Fassade und einem antiken Portal mit byzantinischen Basreliefs, in der ein Polyptychon des Spagna-Schülers Rinaldo da Calvi zu sehen ist. Bemerkenswert sind der Palazzo Comunale, in dessen Archiv neben zahlreichen Münzen, Medaillen und Siegeln verschiedener Epochen auch neun Miniaturhandschriften des 14. und 15. Jh. aufbewahrt sind, die Gedenkstätte für die Gefallenen Sacrario delle Armi, die historische Erinnerungsstücke, Hieb- und Stichwaffen und Rüstungsmaterial, insgesamt ca. vierhundert Ausstellungsstücke, beherbergt, die Kollegialkirche S. Michele Arcangelo, die älteste Kirche von Stroncone, und das franziskanische Nonnenkloster Bambin Gesù, Beispiel einer antiken Adelsresidenz, in dem noch eine Küche mit verschiedenen Küchengeräten des 14. Jh. erhalten ist. Gleich außerhalb der Stadtmauer liegt das Kloster S. Francesco, das der hl. Franziskus von Assisi im Jahr 1213 selbst gegründet haben soll und dessen Bibliothek eine der reichsten franziskanischen Sammlungen in Umbrien besitzt. Im Kloster kann man ein Fresko von Tiberio D´Assisi aus dem Jahr 1509 und die Urne mit der sterblichen Hülle des Beato Antonio Vici besichtigen, ein Franziskaner der ersten Stunde und gemeinsam mit San Michele Arcangelo Schutzheiliger von Stroncone. In der Umgebung befinden sich die Ruinen des äußerst antiken Klosters S. Benedetto in Fundis, ein Zeugnis der benediktinischen Präsenz, sowie die vier Ortschaften Aguzzo, Coppe, Finocchietto und Vasciano und die zwei Touristenorte Cimitelle und „I Prati" in den Bergen. Hier kann man das ganze Jahr über schöne Ferien verbringen und über suggestive Wanderwege die Gipfel der umliegenden Berge erreichen, die herrliche Ausblicke auf die Mulde von Terni und die Ebene von Rieti gewähren.