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Eine echte Kraftanstrengung auf den Passhöhen der Valnerina
Rennrad

ROUTE 27 - Eine echte Kraftanstrengung auf den Passhöhen der Valnerina

Schwierigkeitsgrad
Schwierig
Höhenunterschied
2300 m
Länge
114,5 km
Von Spoleto aus in Richtung der Gipfel des Apennin Umbro-Marchigiano, inmitten außergewöhnlicher Naturblicke durch die Valnerina und vier Anstiegen mit erheblichen Schwierigkeiten, mehr nach Länge als nach Steigungen.
Abfahrt Spoleto
Ankunft Spoleto
Länge 114,5 km
Höhenunterschied 2300 m
Schwierigkeitsgrad Schwierig
Straßenbelag Asphalt
Empfohlenes Rad Straßen
Sehenswertes in dieser Gegend Spoleto, Sellano, Cerreto di Spoleto, Poggiodomo, Monteleone, Sant´Anatolia di Narco, Valnerina.


Die Route beginnt in Spoleto und führt durch die Valnerina zu den Gipfeln des umbrisch-märkischen Apennin, wobei vier ausgesprochen schwierige Anstiege zu überwinden sind (die Schwierigkeit liegt weniger in der Steigung, als in der Länge). Die Strecke bietet Ausblicke auf einzigartige Naturlandschaften und verläuft größtenteils auf einsamen Straßen, erfordert aber aufgrund der zurückzulegenden 114,5 Kilometer, des Höhenunterschieds von 2.300m und der 4 zu bewältigenden Hügel ein ausgezeichnetes Trainingsniveau. Wir starten an den Sportanlagen von Spoleto, fahren entlang der Militärzone in Richtung Via Flaminia und wenden uns am Kreisverkehr nach rechts in Richtung Stadtmitte.

An den nächsten Kreisverkehren folgen wir den Hinweisschildern nach San Giacomo und biegen in Madonna di Lugo bei Kilometer 3,5 auf der Höhe der Hinweisschilder zum Hotel Bonicerri rechts in eine Nebenstraße ein, die uns bis an den Fuß des ersten Anstiegs bringt. Bei Kilometer 6,2 biegen wir rechts Richtung Fabbreria ab und beginnen den 13 Kilometer langen Anstieg zum Spina-Pass, der ohne größere Steigungen talaufwärts führt. Am Ende der Abfahrt geht es geradeaus weiter in Richtung Sellano, bis wir an der Kreuzung mit der Bundesstraße SS319 (km 27,8) rechts Richtung Sellano abbiegen und den Anstieg in Angriff nehmen, der zum Soglio-Pass (km 31) führt.

Auf der Passhöhe angekommen, beginnen wir eine lange Abfahrt, die über Sellano, eines der vom Erdbeben des Jahres 1997 am stärksten betroffenen Dörfer, bis Borgo Cerreto und zur Kreuzung mit der SS209 Valnerina führt. Hier sollten wir die Gelegenheit nutzen, am Fluss Nera eine erfrischende Rast einzulegen, da die folgenden Kilometer auf einer fast vollkommen abgelegenen Straße mitten durch einen Buschwald führen. An der Kreuzung mit der Bundesstraße Valnerina (km 46) fahren wir links Richtung Visso und an der nächsten Kreuzung rechts in Richtung Monteleone di Spoleto; jetzt beginnt der lange Anstieg zum Pass von Gavelli, der zwar in einigen Abschnitten bergab führt und auf ebenem Gebiet verläuft, insgesamt aber immerhin 15 Kilometer lang ist.

Die ersten Steigungen sind am härtesten, bieten aber rechter Hand einen großartigen Blick auf die Valnerina und auf Cerreto di Spoleto (Foto oben). Die nächsten Kilometer schlängeln sich mitten durch einen Wald, in dem vollkommene Stille herrscht. Bei Kilometer 64,5 treffen wir auf das Dorf Poggiodomo, die kleinste Gemeinde Umbriens, und bei Kilometer 69,5 wenden wir uns nach rechts in Richtung Spoleto und Gavelli und nehmen die letzten Steigungen des Anstiegs in Angriff (wenn wir dagegen links abbiegen und wenige Kilometer weiterradeln, können wir die Ortschaft Monteleone di Spoleto besichtigen).

Am Ende der Abfahrt stoßen wir hinter dem Ort Sant´Anatolia di Narco wieder auf die SS209, auf der wir zunächst Richtung Visso fahren, sie aber bei Kilometer 93,5 wieder verlassen und links Richtung Piedipaterno abbiegen. Hier beginnt der letzte Anstieg des Tages, der nach Forca di Cerro führt. Wir erreichen die Passhöhe bei Kilometer 103 und müssen von hier nur noch bergab Richtung Spoleto radeln und den Hinweisschildern zu den Sportanlagen folgen, die wir bei Kilometer 114,5 erreichen.

 


Bemerkenswert neben der Altstadt von Spoleto und der Rocca Albornoz (schon beschrieben bei Route Nr. 26) ist der Ausblick von den Anhöhen der Valnerina auf die traumhaft schönen Landschaften, durch die sich der Fluss Nera mit seinem klaren Wasser schlängelt. Auch ein Besuch des hübschen, an einen Hang geschmiegten Dorfes Cerreto di Spoleto lohnt sich. In der Altstadt, die ihr mittelalterliches Erscheinungsbild erhalten hat, kann man interessante Kirchengebäude besichtigen, darunter das ehemalige Kloster San Giacomo, heute Sitz des historischen Gemeindearchivs und des Cedrav (Dokumentationszentrum für anthropologische Studien in der Valnerina und der umbrischen Apenninkette). Sehenswert sind auch die Kirche Santa Maria De Libera aus der Renaissance-Zeit, die Kirche Santa Maria Annunziata und die Burgkirche. Besonders reizvoll ist die Ortschaft Monteleone di Spoleto: Ihr Schmuckstück ist die etruskische Biga, ein aus dem 6. Jh. v. Chr. stammendes wertvolles archäologisches Fundstück, das 1902 in einer Nekropole wenige Kilometer vom Dorf entfernt in einem Hügelgrab entdeckt wurde. Die kostbare Biga ist heute im Metropolitan Museum in New York ausgestellt, während in Monteleone eine Kopie in Realgröße zu sehen ist. Besichtigen sollte man auch Poggiodomo, die kleinste Gemeinde Umbriens, und vor allem die befestigten Dörfer Caso, Sant´Anatolia di Narco und Vallo di Nera.