Stabdt

Preci


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GESCHICHTE
Laut lokaler Überlieferung wurde das Dorf Ende des 5.Jh.n.Chr. von dem syrischen Mönch Eutizio gegründet. Von der damaligen Präsenz zahlreicher vorbenediktinischer Eremiten zeugt ein Text des hl. Gregorius aus dem Jahr 594n.Chr. Im 13. Jh. wurde Preci dem Territorium von Norcia einverleibt und im Anschluss an seine Rebellion von dem mächtigeren Norcia besiegt und zerstört. Sein Wiederaufbau (1533) konnte nur auf Wunsch von Papst Paul III. beginnen, jedoch erst nach der formellen Unterwerfung unter Norcia. Die Trennung von Norcia erfolgte nach Willen des Papstes Pius VII., der Preci zur Kommune erhob. Nach der Gründung des Königreichs Italien behielt Preci seine Gemeindeautonomie bei.
KUNST, KULTUR, NATUR
Im historischen Dorfkern ragt der Palazzo Comunale am Hauptplatz hervor. Sehenswert sind hier die mehrmals zerstörte und wieder aufgebaute Burg aus dem 14. Jh. und die Kirche S. Caterina mit einem wertvollen gotischen Portal und romanischen Dekorationselementen, die die Fassade verschönern. Interessant ist die Kirche S. Maria mit einer Pietà des 15. Jh. und einem Taufbecken des 16. Jh. Gleich außerhalb des alten Dorfkerns liegen drei Gemeindefraktionen von Preci: Die Weiler Roccanolfi, Poggio di Croce und Montebufo. Hier kann man zwei Pfarrkirchen mit zahlreichen Leinwandgemälden des 16. und 17. Jh. mit Szenen des Neuen Testaments besichtigen. Das Schmuckstück von Preci ist sicherlich die in drei Phasen zwischen dem 10. und 14. Jh. errichtete benediktinische Abtei S. Eutizio. Gegründet über den Grabmälern der syrischen Mönche, die ab dem 5. Jh. zu diesem abgelegenen Ort kamen, um hier ihr Asketen- und Eremitenleben zu führen, wurde die Abtei ein bedeutendes Kloster und war mit Oratorium, Pilgerunterkünften, Apotheke, Paläographie- und Miniaturschule, Scriptorum und sogar einer Bibliothek mit Miniaturhandschriften ausgestattet. Ab dem Jahr 1200 und während des ganzen Mittelalters war sie ein blühendes Entwicklungszentrum der Chirurgieschule von Preci in ganz Europa: Die Tradition der Operationstechniken der benediktinischen Mönche wurde an die Einwohner von Preci weitergegeben und verbreitete sich zwischen Norcia, Spoleto, Foligno und Rom. Das Territorium von Preci liegt inmitten einer wilden und unberührten Natur im Nationalpark der Sibillinischen Berge, eines der schönsten Naturschutzgebiete in Mittelitalien: Felsige Gipfel, Hügel und Karsthochebenen, Wälder mit Flaumeichen, Zerreichen und schwarzen Hainbuchen, Buchenwälder und Weiden mit endemischen Essenzen des Zentralapennins prägen hier das Landschaftsbild.