Stadt

Perugia


Fremdenverkehrsamt
Piazza Matteotti, 18 - Loggia dei Lanari - 06121 Perugia
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GESCHICHTE
  Die etruskische Stadt war ein blühendes römisches Munizipium mit dem Namen „Augusta Perusia". Nach dem Untergang des Römischen Reichs wurde sie von Barbareneinfällen heimgesucht und von Totilas Gotenheer zerstört (547n.Chr.). Nach der Eroberung durch die Byzantiner wurde Perugia zu einem der Stützpunkte ihrer Oberherrschaft gegen die Expansion des langobardischen Herzogtums von Spoleto. Bis zum 8. Jh. blieb die Stadt byzantinisch, fiel dann unter die Herrschaft der Kirche und blieb dem Papsttum auch dann treu, als sie im Jahr 1000 freie Kommune wurde. Im 14. Jh., als Perugia die mit dem Papst verbündete Stadt Foligno zerstörte, verschlechterte sich die Freundschaft mit der Kirche in Rom hoffnungslos: Von da an ist die Geschichte Perugias eine Aufeinanderfolge von inneren Zwistigkeiten, Verschwörungen, Verrat und Kriegen, bis unter Papst Paul III. (1531) die Kontrolle der Kirche definitiv wurde. Perugia verlor jede Freiheit und Autonomie und alle Versuche der Rebellion gegen die päpstliche Macht wurden mit neuen Massakern und Zerstörungen bestraft. 1860 wurde die Stadt dem Königreich Italien angegliedert.
KUNST UND KULTUR
  Als Ergebnis seiner ruhmreichen Vergangenheit verfügt Perugia über einen immensen Kunst- und Kulturschatz. In jedem Winkel und auf jedem Platz der Stadt kann man Monumente bewundern, die von Jahrhunderten der Geschichte, der Kunst und der Kultur zeugen: Der Etruskische Bogen oder Augustus-Bogen, ein monumentales, in der römischen Zeit restauriertes Tor in der alten etruskischen Stadtmauer, der Etruskische Brunnen und Porta Marzia, zweites etruskisches Monumentaltor, das in die Vorderseite der Bastion Rocca Paolina, eine im Jahr 1540 von Papst Paul III. errichtete Festung, einbezogen wurde. An der Piazza IV Novembre, einer der schönsten Plätze Italiens, erhebt sich der Palazzo dei Priori, ein elegantes gotisches Gebäude, in dem die Umbrische Nationalgalerie untergebracht ist. In diesem Museum sind absolute Meisterwerke der italienischen Kunst vom Mittelalter bis zum 18. Jh. von Piero della Francesca, Benozzo Gozzoli, Fra Angelico, Pinturicchio und Perugino ausgestellt. Bemerkenswert sind auch die Sala dei Notari, das Collegio del Cambio, antike Börse der Geldwechslerzunft von Perugia, in dem ein wertvoller Gemäldezyklus des Perugino und die Kapelle S. Giovanni Battista mit Fresken des 16. Jh. zu sehen sind, das Collegio della Mercanzia, die Kathedrale S. Lorenzo mit dem angeschlossenen Kapitularmuseum und die prächtige, im 13. Jh. von Fra Bevignate aus Perugia entworfene Fontana Maggiore mit Basreliefs von Nicola und Giovanni Pisano. Interessant sind der Palazzo del Capitano del Popolo und der Palazzo della Vecchia Università, der heutige Justizpalast, der Palazzo Donini und der Palazzo Cesaroni, Sitz der Regionalregierung bzw. des Regionalrats von Umbrien, der Palazzo della Provincia (1870) in lombardischem Stil und der Palazzo della Penna, in dem Dauer- und zeitlich begrenzte Ausstellungen stattfinden. Besonders schön sind auch das Städtische Theater Morlacchi (1788) und der Palazzo Antinori-Gallenga Stuart (1754), die heutige Ausländeruniversität. Viele Kirchengebäude sind ebenfalls besichtigungswert: Die Basilika S. Pietro mit ihrem wunderschönen Kreuzgang, die Basilika S. Domenico mit dem angegliederten Archäologischen Nationalmuseum von Umbrien mit zahlreichen umbrischen, etruskischen und römischen Fundstücken, die Kirche S. Angelo auf rundem Grundriss, der Komplex San Francesco al Prato mit der ehemaligen Kirche und dem Oratorium S. Bernardino, die Kirche S. Filippo Neri, die Kapelle S. Severo mit dem Fresko „Dreieinigkeit und Heilige", das teils von Raffaello und teils von Perugino gemalt wurde, die Kirche S. Maria Nuova mit Holzchor und Orgel von 1548, die Kirche S. Ercolano und die Kirche S. Bevignate (13.Jh.). In der Stadt lohnt sich die Besichtigung des Botanischen Gartens und des in der Nähe der Abtei S. Pietro liegenden Mittelalterlichen Gartens; in der Umgebung sind das Hypogäum der Volumni (2.Jh.v.Chr) in Ponte S. Giovanni und das Grabmal und die Fresken des Perugino in Fontignano sehenswert.