Bettona

Das alte Dorf von Bettona

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Der Ort weist einen ellipsenförmigen Grundriss auf, der entlang der wichtigsten Nord-Süd-Achse verläuft, die dem Verlauf von Via Santa Caterina – Corso Marconi – Via XX Settembre nachempfunden ist, der die gesamte Länge des Hügelkammes durchquert.

Die Siedlung, die Längenbefestigungen der etruskischen Mauern enthält, die im Mittelalter wieder aufgebaut wurden, konzentriert sich rund um das Zentrum, das von der Piazza Cavour (Ort des antiken Forums) und der Piazza Garibaldi gebildet wird. Hier befinden sich die wichtigsten zivilen und religiösen Gebäude wie der Palazzo del Podestà (14. Jahrhundert), Sitz des heutigen Stadtmuseums, das eine reichhaltige Sammlung historischer Gemälde von Perugino, Alunno, Tiberius von Assisi und Dono Doni enthält. Auf der gegenüberliegenden Seite steht das Rathaus und, darüber hinaus, an der Piazza Garibaldi in der Nähe der Längenbefestigungen, die Kirche, die dem Schutzpatron San Crispolto gewidmet ist.

Auf der südlichen Seite der Piazza Cavour steht die Kirche Santa Maria Maggiore, die im 13. Jahrhundert gebaut und im 17. Jahrhundert mehrmals verändert wurde. Aus ihr stammen viele Werke, die im Museum zu sehen sind; das Oratorium des Heiligen Andreas, das ein wertvolles Fresko von 1394 mit der Passion Christi enthält. Noch heute zeichnet sich der Ortskern durch Häuser aus, die mit einem kleinen Gemüsegarten, einer Zisterne für Regenwasser und Brunnen ausgestatten sind, und somit ein Gleichgewicht zwischen verbauten Flächen und Grünflächen bilden.  

Aus dem nördlichen Tor der Stadt kommend kann man das Kloster des heiligen Antonius, die Kirchen von San Gregorio und San Quirico und im Gemeindegebiet von Passaggio di Bettona das ehemalige Kloster San Crispolto, auch als Badia bekannt, erreichen. Am gegenüberliegenden Hang, dem Hügel von Bettona, können Sie die etruskischen Gräber mit einem Tonnengewölbe (2. bis 1. Jahrhundert vor Christus) mit wertvollen Grabbeigaben im Archäologischen Nationalmuseum von Perugia besuchen.