Altertumsgeschichte

Eine Reise an der Via Flamina

Eine Route am alten Verlauf der Via Flaminia durch alte Städtchen und Archäologieparks.

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Ihre Reise beginnt im Süden Umbriens, dort wo die alte Via Flaminia Latium verlässt, um das gesamte Gebiet einem durchgehenden Verlauf Otricoli bis Scheggia folgend zu durchqueren. Sie wurde von Gaius Flaminius im Jahr 220 v. Chr. angelegt, um das tyrrhenische mit dem adriatischen Meer zu verbinden: auch heute noch folgt die Hauptstraße in dieser Richtung großteils dieser Strecke.

Wenn Sie sich vorstellen, den selben Etappen zu folgen, die einst die Römer bei der Eroberung dieses Territoriums zurücklegten, muss Ihre Reise im Archäologiepark von Otricoli beginnen. Er liegt an einem Abschnitt des Tiberlaufs und bewahrt in den monumentalen Resten der römischen Stadt acht Jahrhunderte ihrer Geschichte. Den Besuchern werden ein geführter Fußweg und entsprechend ausgestattete Rastplätze im Grünen geboten.

Nach einer Pause geht es weiter nach Narni; hier zeigt sich die alte Konsulstraße und Sie können zwischen zwei Routen wählen: die gerade Strecke nach Carsulae oder die später angelegte Strecke, die durch Terni und Spoleto führt und sich wieder mit der alten Straße auf der Höhe des alten Forum Flaminii in der Nähe von Foligno vereint.

Bei dieser Reise empfehlen wir die erste kürzere und bequemere Route. Nehmen Sie daher wieder die Via Flaminia Richtung San Gemini: unmittelbar nach dem mittelalterlichen Stadtkern stoßen Sie auf den Wegweiser Parco Archeologico di Carsulae, das einstige römische Municipium, das sich an der alten Via Flaminia erhob. Hier könnte man meinen, in den Alltag der alten Römer einzutauchen.

Vor oder nach dem Besuch nehmen Sie sich die Zeit, die typischen Picchiarelli alla sangeminese zu kosten, von Hand gezogene Nudeln, die mit reichlich scharfer Sauce angerichtet werden.

Der Weg ist noch lang bis nach Bevagna: unmittelbar nach dem Städtchen fließen die beiden Verzweigungen der Via Flaminia wieder zusammen, um in den Apennin vorzustoßen. Durch den Park von Monte Cucco verlässt die Flaminia das umbrische Gebiet und geht weiter über den Scheggia-Pass Richtung Adria. Im Sommer sollten Sie sich wieder daran erinnern, wenn es Zeit ist, ans Meer zu fahren.