Altertumsgeschichte

Auf den Spuren des römischen Umbriens

Eine Reise durch die umbrischen Gemeinden links des Tibers, um die römische Geschichte dieser Region zu ergründen.

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Ihre Reise geht in Gubbio los in südöstlicher Richtung an der Via Flaminia, der alten Konsulstraße, die Rom mit Rimini verbindet.

Beginnen Sie mit dem oberen Stadtteil: im Stadtmuseum Museo Civico, das im wunderschönen Palazzo dei Consoli untergebracht ist, sind die Iguvinischen Tafeln (Tavole eugubine) ausgestellt, sieben Tafeln aus Bronze, auf denen zwischen dem 3. und dem 1. Jh. v.Chr. der längste Text in umbrischer Sprache geschrieben wurde. Darin werden lokale, wahrscheinlich wesentlich ältere Reinigungsriten beschrieben.

Machen Sie kurz halt, um die herrliche Aussicht vom Platz aus zu genießen: Sie werden Lust bekommen, Ihre Entdeckungsreise fortzusetzen. Gehen Sie danach in den unteren Stadtteil Richtung Römisches Theater, das im 1. Jh. v. Chr. gebaut wurde und den ganzen Sommer über Schauplatz verschiedener Theateraufführungen ist. Das nahe Antiquarium im archäologischen Gebiet der Guastuglia, wird Ihnen einen besseren Einblick in die Geschichte dieses Gebietes geben, damit Sie die Reste der römischen Domus noch mehr zu schätzen wissen werden.

Setzen Sie Ihre Route auf der Flaminia fort, aber vorher müssen Sie unbedingt als kleinen Imbiss die typische Crescia kosten, ein traditionelles lokales Fladenbrot, das mit Wurst, Käse oder Gemüse gegessen wird. Nächster Halt: Fossato di Vico. Das alte Helvillum, ein alter Ort, der als Halt auf dem nahen Wanderweidewirtschaftsweg diente und der sofort wie ein heiteres Örtchen mitten im Grünen anmutet. Bei einem Besuch des kommunalen Antiquariums, das im alten Gefängnis untergebracht ist, bekommen Sie einen Überblick über die Entwicklung des Ortes von prähistorischer bis in die moderne Zeit.

Gehen Sie zurück zur Via Flaminia Richtung Gualdo Tadino: der erste Blick wird auf die Rocca Flea fallen, eine der wichtigsten Bastionen Umbriens, in der sich auch das Stadtmuseum befindet.

Danach geht es wieder auf der Haupt- und Leitstraße im Grünen bis nach Nocera Umbra weiter. Dieser Ort darf sich einer der wichtigsten Totenstadt Italiens rühmen, der langobardischen Nekropole von Portone, deren Funde im Centro di documentazione della città (städtischen Dokumentationszentrum) aufbewahrt werden. Unweit von der Altstadt ist der so genannte Ponte marmoreo (Marmorbrücke) zu sehen, ein Zeugnis römischer Präsenz in diesem Gebiet.

Die Reise ist zu Ende: Wählen Sie einen der vielen typischen Orte, um etwas zu essen, bevor Sie eine weitere Etappe auf Ihrer Entdeckungsreise durch Umbrien anpeilen. Es wird Ihnen eine intensive Erinnerung mit dem Hauch der Antike bleiben.