Stabdt

Gualdo Tadino


Fremdenverkehrsamt
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GESCHICHTE
Gualdo Tadino ist antiken Ursprungs und war unter den Römern Präfektur, Kolonie und Munizipium. Zum ersten Mal wurde der Ort 217v.Chr. von Hannibal zerstört, danach ein zweites Mal im Bürgerkrieg von Cäsar (49-48v.Chr.) gegen Pompeus, ein Verbündeter der Stadt. Während der Barbareneinfälle war Gualdo Tadino einer der wenigen Orte, denen es gelang, dem Gotenkönig Totila standzuhalten, der hier vom König der Langobarden Narsete besiegt und getötet wurde. 996 zerstörten die Truppen von Otto III. die Stadt, die dann aber ein zweites Mal wieder aufgebaut wurde. Mitte des 11. Jh. bekam sie den Namen Gualdo (vom deutschen Wort „Wald). Im Anschluss an ein verheerendes Feuer erfolgte der dritte Wiederaufbau mit Hilfe der Benediktinermönche und des Kaisers Friedrich II. Die anschließenden Ereignisse waren bis zur Einheit Italiens zuerst von der Herrschaft Perugias  und danach von der Kirchenherrschaft geprägt.
KUNST UND KULTUR
Die Stadt hütet wertvolle Monumente und Kollektionen. Auf dem Gipfel des Hügels ragt die Rocca Flea empor, ein imposantes Beispiel der Militärarchitektur des 12. Jh., die 1247 von Friedrich II. erbaut und in jüngster Zeit restauriert wurde. Heute ist hier das Städtische Museum untergebracht, in dem das außergewöhnliche Polyptychon von Alunno, Skulpturen, alte Keramiken und archäologische Fundstücke ausgestellt sind. Sehenswerte Kirchengebäude sind die Kathedrale S. Benedetto (13. Jh.) mit einer wundervollen romanisch-gotischen Fassade, die mit einer herrlichen Rosette geschmückt ist, die prächtige gotische Kirche S. Francesco, bemalt von Matteo da Gualdo, einem berühmten Maler dieser Stadt und Autor der Kreuzigung und der Madonna mit Kind und dem hl. Franziskus, sowie die Kirche S. Maria dei Raccomandati (13. Jh.), die ein kostbares Triptychon  von Matteo da Gualdo, Madonna mit Kind und den Heiligen Sebastian und Rocco,  beherbergt. Am Hauptplatz steht der Palazzo Comunale mit einer schönen Fassade des 18. Jh. und der Palazzo del Podestà, von dem nur noch der Stadtturm (12. Jh.) erhalten ist. Während späterer Arbeiten wurden an den Turm verschiedene Gebäude angebaut. Eine Gasse neben dem Palazzo Comunale führt zur Kirche S. Maria di Tadino, die älteste Kirche in der Altstadt und heute Sitz des Vereins „Giochi de le Porte (Wettspiele der Tore)", ein in historischen Kostümen durchgeführter charakteristischer Wettkampf zwischen den Stadtvierteln, der Ende September stattfindet. Auch das Regionale Museum der Emigration ist eine Besichtigung wert. Es soll ein Ort der Erinnerung sein und nicht nur Informationen, sondern auch Eindrücke und Emotionen vermitteln.
EVENTS UND VERANSTALTUNGEN
Weißdornblüte und Fest zu Ehren des Beato Angelo (15. Januar)
Heilige Karfreitagsdarstellung
Maifest – Ortschaft S. Pellegrino (30. April)
Die Nacht des Feuers und „Guazza di San Giovanni" – Ortschaft Grello (23. Juni)
Fasslauf – Ortschaft Rigali (6. Juni)
Wettkampf „Giochi de le Porte" (letzte Septemberwoche)