Stadt

Giove


Fremdenverkehrsamt
Piazza Augusto Vera - 05022 Amelia
info@iat.amelia.tr.it
GESCHICHTE
In der römischen Zeit war der Ort aufgrund des Tiberhafens San Valentino von großer Bedeutung, wie zahlreiche archäologische Fundstücke, darunter Münzen, Grabmäler und Überreste römischer Villen bezeugen. Wie auch viele andere Lehensgüter wurden sowohl das Territorium als auch die Burg von Giove aufgrund ihrer Lage lange von den nahe gelegenen Kommunen, den Signori von Alviano und der Kirche umkämpft, bis Papst Urban VI. den Ort der Herrschaft Orvietos entriss und der Familie der Anguillara übergab (1328). 1465 besetzten die Ameriner die Burg und traten sie an Paolo II. Farnese ab. Im 16. Jh. folgte auf die Signoria der Farnese die Signoria der Mattei, die einen Teil des großartigen Herzogpalastes errichten ließen.
KUNST UND KULTUR
Der historische Dorfkern ist ein klassisches Beispiel einer mittelalterlichen Struktur, von der noch ein Teil des Mauergürtels und einige Wachtürme erhalten sind. Auf dem Zugangstor des Weilers, auch „Borgo Vecchio" genannt, ist das Monogramm „IHS" des hl. Bernhard zu sehen, der dieses Gebiet Anfang des 15. Jh. evangelisierte. Das bekannteste Monument ist der Palazzo Ducale, ein imposantes, von zwei gewaltigen Eckwachtürmen eingegrenztes Bauwerk auf quadratischem Grundriss, dessen Bau im 16. Jh. auf Wunsch des Herzogs Ciriaco Mattei begann, um eine antike mittelalterliche Burg zu einer Privatresidenz umzubauen. Gemälde mit mythologischen und biblischen Szenen von Künstlern wie Domenichino, Alfani und Paolo Veronese schmücken die Säle des Palazzo. Bis 1985 war der Palazzo im Besitz der Grafen Acquarone; heute ist er die Privatresidenz des amerikanischen Kinoproduzenten Charles Band. Eine Kuriosität: Das Gebäude hat 365 Fenster, eines für jeden Tag des Jahres. Bemerkenswert ist die Pfarrkirche mit einem kostbaren Leinwandgemälde der Assunta, das der Schule von Niccolò di Liberatore, genannt Alunno, zugeschrieben wird. Sehenswert ist auch die Kapelle San Rocco mit Fresken des 16. Jh. der Schule Folignos, auf denen heilige Szenen dargestellt sind. Am 21. September 1969 wurde sie den Gefallenen aller Kriege als Gedenkstätte gewidmet.