Gubbio

Kirche des Heiligen Franziskus in Gubbio

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Die monumentale Kirche des heiligen Franziskus liegt auf der südlichen Seite der Piazza Quaranta Martiri, in der unteren Ebene der Stadt Gubbio

Sie wurde um 1255 im Inneren eines großräumigen franziskanischen Komplexes errichtet, der von den Iguvinern auf den Grundstücken der alten Familie Spadalonga erbaut worden. Diese Familie war es, die im Jahr 1206-7 den Heiligen Franziskus aufgenommen und eingekleidet hat, nachdem dieser das väterliche Haus verlassen und auf das Reichtum verzichtet hatte. Hier zog der Heilige zum ersten Mal die Kutte an, die dann zum traditionellen Kleidungsstück der Franziskaner wurde. 
Giacomello Spadalunga von Gubbio, „derjenige der einst sein Freund war", so der Biograf, hat Franziskus während seiner Gefangenschaft in Perugia nach der Niederlage von Collestrada kennen gelernt. Der Bau einer großen Kirche und eines Klosters, die Franziskus gewidmet waren, wurde nur wenige Jahre nach seinem Tod stark von der Stadt Gubbio herbeigesehnt, die ihn aufgenommen und adoptiert hatte.
Das Gebäude weist einen spitz zulaufenden Grundriss auf und ist gekennzeichnet von einer unvollendeten Fassade, die aber ein gut erhaltenes gotisches Portal mit einem Rahmen aus kleinen Hängebögen vorweist, das mit einer kleinen Rosette verziert ist. Die drei Apsiden weisen eine polygonale Form auf, die von einem einbögigen Fenster unterbrochen wird.

Das Innere ist in drei Kirchenschiffe unterteilt, die von 14 hohen Säulen mit achteckiger Basis gestützt werden. Das Kreuzgewölbe der Decke stammt aus dem Umbau des Gebäudes im 18. Jh. Die seitlichen Wände, die einst von Fresken bedeckt waren, haben teilweise ihren Glanz verloren, jedoch finden sich in den Apsiden einige wichtige Werke aus dem 8. bis 15. Jh. wieder.

In der linken Apsis sind Geschichten aus dem Leben der Jungfrau in 17 Paneelen abgebildet, ein Zyklus von hohem Wert, ausgeführt von Ottaviano Nelli in den ersten Jahren des 15. Jh.
In der mittleren Apsis sind oben der Thronende Jesus, auf den Seiten der Heilige Petrus, der Heilige Paulus, der Heilige Franziskus und der Heilige Antonius in Fresken abgebildet. Dieses Werk stammt von einem ortsansässigen Schüler des Meisters des Heiligen Franziskus aus der zweiten Hälfte des 13. Jh.
In der rechten Apsis, neben der sich auch die Reste der antiken Faktorei befinden, sind Fresken aus dem 13. bis 14. Jh. abgebildet: im oberen Bereich zwei Episoden aus dem Leben des Heiligen Franziskus, im unteren Bereich in der Mitte der Erlöser und seitlich die Evangelisten, beide eingerahmt. An den Wänden befinden sich Fresken von Heiligen