Narni

Kirche San Domenico

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Die Kirche von San Domenico in Narni an der Via Mazzini, steht laut Überlieferung am Standort eines antiken Minervatempels.

Die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche war ursprünglich die antike Kathedrale der Stadt und war der Heiligen Maria Assunta geweiht.

Erst 1340 erhielt sie den Namen San Domenico, als sie mit einer Papstbulle den Mönchen des gleichnamigen Ordens zugeteilt wurde.

Die Fassade mit einem Abschluss in Hüttenform hat ein heterogenes Aussehen, da sie mehrmals völlig verändert wurde.

Aus der romanischen Zeit stammen das prächtige Portal dessen Marmorrahmen reich mit Pflanzenornamenten im Bassrelief verziert ist, die die Büsten der Apostel umfassen und die Konsolen des Rahmens mit menschlichen und tierischen Protomen.

Aus dem 13. Jahrhundert stammt dagegen das große Fenster, das anstelle eines mit Mosaiken verzierten dreiteiligen Fensters eingesetzt wurde, von dem noch Spuren über dem Portal zu sehen sind.

Das Innere ist mit Säulen in drei Schiffe mit Kapellen an den Seiten unterteilt.

An den Wänden sieht man Fresken aus der Zeit vom 13. bis 16. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert ist eine Kreuzigung die dem Maestro della Dormitio zugeschrieben wird, von dem wahrscheinlich auch die Verzierungen mit den Heiligen stammen, die vertikal daneben liegen.

Sehenswert ist außerdem das Fresko Maria zwischen dem hl. Domenicus und dem hl. Thomas am Ende des linken Schiffes aus der Schule von Pier Matteo d'Amelia aus dem späten 15. Jahrhundert.

Direkt an der Säule des Triumphbogens war ursprünglich ein Tabernakel aus der Renaissance aus Marmor aus der Schule von Agostino di Duccio; heute befindet es sich in der Pinacotaca Civica.

Links in der großen Cappella del Rosario, die im späten 15. Jahrundert von flämischen Künstlern mit Geschichten aus der Genesis mit Fresken ausgemalt wurde, finden sich paläontologische Funde aus dem Spätpleistozän und archäologische Funde aus der Gegend. Im Keller von San Domenico befindet sich eine einschiffige protoromanische Kirche, die noch Spuren von Fresken aus dem 12. und 14. Jahrhundert aufweist.


Bibliographie
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Bonelli R. (1982) (a cura di), Francesco d'Assisi. Chiese e Conventi, Gruppo Editoriale Electa, Milano.
Regione dell'Umbria- IRRES (1994), Ricerche per la progettazione di una rete di Itinerari turistici e ecologici. Orvietano Amerino Narnese Ternano, Perugia, IRRES.
Sperandio B. (2001), Chiese Romaniche in Umbria, Perugia, Quattroemme.